Ernährungspsychologie : "Gesundes Essen zu mögen, kann man trainieren"
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Gesundes Essen ist nicht zwingend teurer

ZEIT ONLINE: Bioprodukte und Gemüse vom Markt mögen gesünder sein als Fast Food. Aber sie sind doch auch teurer.

Møller: Das stimmt nicht. Ein Freund von mir kocht in einer Kindertagesstätte für weniger als zwei Euro pro Kind und Mahlzeit. Das ist weniger, als Sie für ein Menü bei McDonald's zahlen. Er verwendet frisches Gemüse und probiert fast täglich ein neues Gericht aus. Wichtig ist ja nicht, dass das Essen besonders teuer ist, sondern, dass man den Geschmacksnerven der Kinder Abwechslung bietet und sie fordert. Wer sich an kreatives Essen gewöhnt, ist weniger gefährdet, eines Tages nur noch Pizza zu essen. Außerdem gibt es viele günstige und gesunde Lebensmittel, die unterschätzt werden. Essig zum Beispiel, darin kann man alles mögliche einlegen und schon schmeckt es besser.

ZEIT ONLINE: Was ist Ihr Lieblingsessen?

Møller: Ich liebe Indische Speisen, aber auch Pfannkuchen. Ein Lieblingsgericht habe ich nicht. Wenn ich morgen sterben müsste, würde ich nichts essen. Ich würde einen französischen Cognac trinken und eine kubanische Zigarre rauchen.

ZEIT ONLINE: Danke, dass Sie sich vom Wildschweinbraten haben ablenken lassen. Bestimmt haben Sie jetzt viel zu viel gegessen.

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Kommentare

60 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Keine negative Ausführungen bei Süßstoffen?

Ach ja? Steht da nicht immer auf dem Etikett drauf, dass zu hoher Konsum abführend wirkt bzw. zu Durchfall führt? Sind das keine negativen Auswirkungen zu hohen Konsums?

Wie "Namenloser Kritiker" in Beitrag #7 bereits schrieb: "Zucker ist nicht ungesund, zuviel Zucker ist ungesund...". Dies gilt in gleichem Maße für Süßstoffe. Womit wir übrigens wieder bei Paracelsus wären.

enthält eine phenylalaningquelle...

...weshalb denkst du, steht das auf dem künstlich gesüssten kram drauf....? ;)

ganz abgesehen davon täuschen sie den körper zucker vor, aber es ist kein zucker da um abgebaut zu werden; ergo stratigie das körper ist, nach noch mehr zucker zu verlangen.

hinzu kommt, dass künstliche süssungmittel noch schnell süchtig machen als normaler zucker.

@ 7 Namenloser Kritiker

Richtig. Der Körper braucht Zucker, sonst wäre Unterzuckerung bei Diabetikern in Behandlung kein Problem um diesen speziellen Schluss mal zu ziehen.

Zucker ist eben in vielen Dingen und zuviel zusätzliche Zugabe gewöhnt an den Geschmak, wie ein ständiges Zugeben von scharfen Gewürzen oder Salz. Jeder kennt ja vemutlich welche: Essen auf dem Tisch, egal wer gekocht hat, egal wo, erst mal würzen vor Probieren.

Re: enthält eine Phenylalaninquelle

... und jetzt? Hat man halt über Umwege (Aspartam-Metabolismus) ein bisschen mehr von einer der essentiellen Aminosäuren. Wenn man nicht gerade an Phenylketonurie leidet, eher gesund als ungesund...

Wenn jemand tatsächlich eine (aktuelle, nicht aus den 80ern) Studie kennt, die gängige Süßstoffe als gesundheitsschädlich beschreibt, würde mich das allerdings interessieren!

Es ist unglaublich, welche Meinungen zu dem Thema kursieren!

@TDDU: Sie wollen allen Ernstes den möglichen Unterzuckerungszustand bei Diabetikern als Argument FÜR Zucker in der Nahrung anführen?

Der Körper braucht Zucker, kann ihn aber in der benötigten Menge selbst herstellen. Zumindest bei gesunden Personen.

Wiki: "Kohlenhydrate gelten nicht als essentiell, da der Körper sie in der Gluconeogenese unter Energieaufwand aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Proteinen und Glycerin selbst herstellen kann."

"Eine eigenständige Erkrankung des Menschen durch das Fehlen von Kohlenhydraten ist unbekannt."

http://de.wikipedia.org/w...

Merke: Der Körper stellt den nötigen "Zucker" zur Not selber her, sonst wäre man bei einer Fastenkur ziemlich schnell ziemlich tot!

Noch dazu braucht man den Zucker nicht wirklich in Form von Glukose zu sich zu nehmen. Kohlenhydrate im Allgemeinen sind längerkettige Zucker. Wenn Sie schon auf Diabetes II abzielen, dann beachten Sie bitte, dass diese Personen nicht nur "keinen Zucker", sondern generell Kohlenhydrate nur in begrenzter Menge zu sich nehmen dürfen.

Neben der Unterzuckerung besteht hier auch die Gefahr des Zuckerschocks. Ein gesunder Organismus kann auf ein Über- oder Unterangebot an Zucker reagieren, nicht so bei Diabetes!

Mein Zuckerersatz: Xylitol! Verwendung 1:1 wie Zucker!

sfasfa

die phen-al-quelle ist nur für menschen mit einem bestimmten (sehr seltenen)gen-defekt problematisch.

und was das vortäuschen von zucker angeht, auch dieser effekt ist nicht nachgewiesen, jedenfalls nciht durch eine seriöse studie.
was ich mit meinem ursprünglichen post sagen wollte, es ist doch viel ideologie-denken, das vom süsstoff abhält, weil zucker als "natürlich" gilt ( deshalb gut) , und süsstoff nicht (deshalb pöhse), das ist alles.

Mein Tip ist kleinere Mengen im Haus haben.

(bzw kleinere Mengen bestellen)

Wenn ich eine Chipstüte aufmache, werde ich sie fast immer leer essen, egal wie groß sie ist.

Und wenn man maximal eine 0,3 Flasche Cola am Tag trinken will, sollte man keinen Kasten zu hause haben. Es verlockt zu leicht. Wenn man schon eine zweite Flasche will, muss man halt nochmal das Haus verlassen und zur Tanke gehn.
(Kann nicht jeder anwenden, aber mir hat es sehr geholfen)

da stimme ich zu...

auch wär es ein problem wenn man zum nächsten Supermarkt weiter weg wohnt. (ka wie weit Namen drauf schreiben helfen könnte oder des anderen Stress verursacht. In ner WG funktionierts, da hat aber auch jeder sein eigenes Zeug. Wie weit man Rücksichtnahme "einfordern" bzw erwarten kann, ist mir auch nicht klar. Vlt hilft es schon, so "Luxus" güter im Keller aufzubewaren, wenn man einen hat.

kenne keine Studien, deshalb kann ich nur einen 'es existiert ein' Beweis bringen, der zumindest die Behauptung, es wäre generell nicht möglich widerlegt.

Ich habe von einem auf den anderen Tag von zwei Litern Cola und abendlicher Bestellung von Pizza und Pasta auf Müsli miz Proteinpulver, Milch, Wasser, Schorle, Gemüse und Fleisch umgestellt. Mir hat es vom ersten Tag an geschmeckt - ich vermute deshalb, weil ich wusste, dass es gut für mich ist. Mein Körper hat auch danach verlangt, da ich gleichzeitig von no sports auf drei bis vier mal wöchentlich Krafttraining umgestellt habe.

Mir ging es seit zwanzig Jahren körperlich nicht mehr so gut. Ich habe allerdings 17 Kilo in einem Jahr zugenommen an Muskelmasse - also nichts für Frauen auf der Suche nach der Barbie-Figur.

Wie mit allem lernen...

als Kind gehts leichter. da ist man offener für neues. Als erwachsener ist man festgefahrener. Aber was hilft ist einfach kleine Schritte.
Man wird niemals hören (oder nur in Ausnahmne), dass jemand an Silvester mim Rauchen, Saufen und Müll futtern aufgehört hätte.

Und wie auch geschrieben. Kombiniere absurdes mit bekannten um es auch gut erscheinen zu lassen. Burger selber machen. mit verschiedenen Gemüse. nicht nur tomate und salatblatt. evtl kommt was tolles bei raus.

Erwachsene können...

...natürlich ihre Ernährungsgewohnheiten verändern, haben zwar den Nachteil von langer Gewohnheit, aber den Vorteil von erfahrener Erkenntnis.
Aber mit Köpfchen die Stärken (Vernunft, Disziplin) nutzen und die Schwächen (Gewohnheit, Labilität) überlisten, dürfte zum Erfolg führen.

Z.B. kein Zucker mehr in den Kaffee oder Tee. Nach einer Weile schmeckt der sogar besser, als gesüßt. Wenn die Geschmacksnerven sich umstellen und das Selbstvertrauen zur "Wende" wächst, dann gelingen auch weitere Veränderungen.

...also mit kleinen Schritten anfangen, trotz Hinfallen immer wieder aufstehen, mit dem Ziel vor Augen - was unterscheidet Erwachsene dann noch von Kindern?

Man kann ...

auch noch als Erwachsene(r) seinen Geschmack umerziehen. Ein eigenes Beispiel: Ich war früher als Nutella Vernichter bekannt, obwohl ich wusste, dass Nutella nicht niur fäkal aussieht, sondern auch (naja, lassen wir das).

Dann hatte ich die Gelegenheit, für 4 Monate nach Südostasien zu gehen. Die Ernährung war fettarm, gemüsedominiert, nie süß, oft sehr scharf.
Danach war ein Supermarkt-Erdbeer-Yoghurt ungenießbar, unerträglich süß. Mit dem Esslöffel ins Nutella-Glas? Heute, viele Jahre später ist das immer noch unvorstellbar.

4 Löffel Zucker

in einer Tasse Kaffee sind schon deutlich mehr als "ein wenig süßen"...

Liegt nicht genau da das Problem? - Die meisten Menschen haben die Masstäbe vergessen...

OK, wer jeden Tag 2 Liter Cola in sich reinschüttet muss sich nicht wundern wenn seine Geschmacksnerven sich neu kalibrieren...
Mein Mitleid hält sich allerdings in Grenzen. Hierzulande gibt es nun wirklich genügend Informationen, wie man sich gesund ernähren kann ohne dabei auf Genuss verzichten zu müssen.

Ist halt eine Frage des Wollens. In Deutschland liegen die Prioritäten halt eher bei Alufelgen und Flatscreen...

Ohne Rücksicht

auf die Dummheit und Ignoranz des Einzelnen!

90% mögen hoch gegriffen sein, aber allzuweit von der Wahrheit dürfte es nicht sein.

Die 100% haben Sie ihm/ihr in den Mund gelegt.

Und umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: Nach der tausendsten Warnung kann der Vergiftete sich auch nicht mehr rausreden...

Und die "persönlichen Verhältnisse" sind nur eine bequeme Ausrede!
Grundzutaten sind nicht teurer als Fertigfutter, eher billiger wenn man intelligent genug ist saisonal zu kaufen.

Und wenn man nicht jeden Tag ein 5-Gänge-Menü kocht, ist auch der Zeitfaktor nicht das entscheidende Problem.
Eher der Willen, sich mal 30 Minuten in die Küche zu stellen als vor den Fernseher zu setzen, während die Fertigpizza im Ofen gart...