HI-Virus : Gambias Präsident schwört auf eine Paste gegen Aids
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Die Naturheilmethoden gefährden bisherigen Kampf gegen Aids

Den Ansatz von Präsident Jammeh in Gambia – für eine Naturmethode die antiretrovirale Behandlung abzubrechen – halten Ärzte wie Oliver Moldenhauer für lebensgefährlich. "Jeder Aufruf, moderne Medikamente nicht zu nutzen, kostet Menschenleben", sagt er. Aids kann zwar bisher nicht geheilt werden. Mit einer antiretroviralen Therapie aus mehreren verschiedenen Wirkstoffen können die Erreger im Körper aber so weit zurückgedrängt werden, dass HIV-Infizierte ein fast normales Leben führen können. Auch die Ansteckungsgefahr wird mit der Therapie reduziert.

Dafür müssen Patienten allerdings einen strengen Medikamenten-Plan einhalten. "Wird die antiretrovirale Therapie für eine traditionelle Methode ausgesetzt oder abgebrochen, vergrößert das das Ansteckungsrisiko für andere und die Wahrscheinlichkeit, dass Resistenzen gegen die antiretroviralen Mittel entstehen."

Damit würden außerdem bisherige Erfolge wieder zerstört, meint auch die Weltgesundheitsorganisation. In Gambia beispielsweise sind zurzeit 1,3 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert, für Afrika noch ein vergleichsweise niedriger Wert.  

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Kommentare

36 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Immer schön erst mal im eigenen Land fegen ^^

Wenn man sich so aml Anschaut wie es hier mit der Bildung und Heilmetoden so geht:

http://www.heise.de/tp/ar...

Fragt man sich villeicht ob das mittel des herren da doch noch mehr hilfe, und weniger schadet.

war haben wir und von Wunderheilern losgesagt aber nur um den in Homöotherapaen umbenannten Wunderheiler dann wieder hochzuloben.

Wenn man hier auch argumentieren kann das diese ja keinen Schaden verurachen ( fragwürdig ) ist es doch etwas anderes wenn es Stiftungen gibt die in Afrika ertzählen es gebe auch mttel gegen Aids. Zwar sind die mutterstiftungen nun schon so weit das sie abraten Schwere erkrankungen alleine zu behandeln, aber die Versprechen in afrika hören sich da immer noch komplett anders an.

Also villeicht sind die Afrikaner gebildeter da sie glauben das man wenigstens Kräuter oder irgenteinen Wirkstoff braucht um zu heilen, und nciht wie wir daran glauben das das Mittel schonirgentwie "weiss" was es bewirken soll.

natürlich sind kräuter und naturheilmittel wirksam

Und das nicht nur in Afrika, sondern auch im Westen und im Osten, überall auf der Erdkugel. Die Naturheilkunde wird auch wieder ihren Platz bekommen, auch dort wo sie vernachlässigt wurde, wie in Afrika, im Westen und Osten und überall auf der Welt. Aber in diesem Artikel wurde doch über Aids geredet und wie jemand propagiert, dass man diese Krankheit mit Kräutern behandelt könne.

das sind ja mal wieder vergleiche - haarsträubend

Gottseidank haben Sie zum Schluss noch die Kurve bekommen, dass das in Ghana doch eine andere Liga ist. Handauflegen oder was auch immer Sie hier in Deutschland kritisieren mögen, ist nicht geeignet in dem Zusammenhang des Artikels zu erwähnen. Es soll in Deutschland ja auch Menschen geben, die möglichst vermeiden, zum Arzt zu gehen, oder möglichst keine Medikamente einnehmen. Die Hauptsache ist doch wohl, dass andere Menschen nicht durch solch ein Verhalten zu Schaden kommen.

Und nicht vergessen, es soll ja auch vorkommen, dass Schulmediziner in Deutschland falsche oder zu starke Medikamente verschreiben, sodass die Apotheker "einspringen mussten".