Irland : Lebensmittelaufsicht findet Pferdefleisch in Hamburgern

Die irische Lebensmittelaufsicht hat Hamburger verschiedener Supermärkte getestet und Erstaunliches gefunden: Einige Burger bestanden zu 29 Prozent aus Pferdefleisch.

In Großbritannien und Irland verkaufte Hamburger aus Rindfleisch, unter anderem der Supermarktketten Aldi und Lidl, haben Spuren von Pferdefleisch enthalten. Das teilte die irische Lebensmittelaufsicht FSAI mit. Auch Hamburger der Supermärkte Iceland, Tesco und Dunnes Stores seien betroffen gewesen.

Tests hätten die DNA von Pferden in den Hamburgern nachgewiesen. Hamburger von Tesco hätten zu 29 Prozent aus Pferdefleisch bestanden. Die Spuren seien nicht gesundheitsschädlich, aber auch nicht erklärlich. "Verbraucher müssen nicht besorgt sein", hieß es von der Behörde.

Die Behörde hatte insgesamt 27 Produkte getestet, wobei 10 davon Spuren von Pferde-DNA enthielten und bei 23 konnte Schweine-DNA nachgewiesen werden. Die Supermärkte wollten die betroffenen Produkte aus den Regalen nehmen.

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Kommentare

42 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Genauso ist es

Pferdefleisch wird auch hierzulande gelegentlich in Verbrauchermärkten (fertig abgepackt) angeboten. Es ist preiswert und äußerst wohlschmeckend.
Bei Rindfleisch ist es heute üblich, die Tiere werden heute schnell und mit reichlich Medikamenten "hochgepäppelt" - es sei denn man kauft Bio, was entsprechend teurer ist.
Bei Pferden würde ich eher erwarten, die werden nur artgerecht gehalten und ernährt.

Witzig?

Wenn Ihr wuesstet, dass das Pferdefleisch in DE hauptsaechlich von ausgedienten Sportpferden kommt und wenn man ein wenig weiss, wie mit Medikamenten umgegangen wird, wuerde man alles essen, aber sicherlich kein Pferdefleisch. Ach so, es gibt sogar scheinbare Kontrollen, aber die lassen sich mit minimalen Aufwand umgehen. Obwohl meine Pferde nie beim Schlachter enden, aber essen wuerde ich die niemals. Die abgegebenen Mengen von Antibiotika, Schmerzmitteln, Anthistaminika, Anabolika, Kortision etc. duerften sich im kg Bereich befinden und dass ohne jegliches Doping, was ja auch weitverbreitet ist.

Anabolika sind Doping

@ 37: Ich finde es überheblich, sein Pferd mit Kilo-Mengen an Medikamenten zu plagen (Anabolika sind auf jeden Fall Doping) und dann den Genuss von Pferdefleisch entrüstet von sich zu weisen. Kontrollen sind bei Pferden ebenso leicht oder schwer zu umgehen wie bei Rindern oder Schweinen. Im Übrigen stammt das in Deutschland angebotene Pferdefleisch großteils nicht von solchermaßen misshandelten Sportpferden, sondern aus Polen.In Tirol, das ja als Ursprungsland von Pferdefleisch schon zitiert wurde, werden vor allem die zur Zucht nicht geeigneten Hengstfohlen von Haflingern und Norikern gegessen. Die wären allerdings zu wertvoll, um in einem Hamburger zu landen.
@ 38: Für Wurstwaren gilt das Gleiche wie für Hamburger: Die Prozentsätze der verwendeten Fleischsorten müssen angegeben werden. Es gibt Salami vor allem mit Mauleselfleisch, das muss aber am Etikett aufscheienen.

Bei Cortison ist man aber schnell bei 1000g

Schließlich handelt es sich um ein Tier von einer halben Tonne Gewicht (klar, das variert je nach Rasse, aber ein paar hundert kg bringt jedes Pferd auf die Waage)
Und wenn man das Tier über ein halbes Jahr lang wegen einer Entzündung mit Cortison behandelt bevor man es schließlich aufgibt und ihm weitere Schmerzen erspart, kann man schon im Kilobereich landen.

Zumindest kann man sicher sein...

...dass auch wirklich noch Fleisch in diesen "Dingern" ist.
Gestern in den Abendnachrichten auf RTE1 hat der Minister sogar ausdruecklich darauf hingewiesen das 29% falsch ist, denn 70% des Burgers sind Fleisch und 29% davon(!) war Pferd.
Leider hat der Journalist nicht gefragt was denn die anderen 30% sind.