IrlandLebensmittelaufsicht findet Pferdefleisch in Hamburgern

Die irische Lebensmittelaufsicht hat Hamburger verschiedener Supermärkte getestet und Erstaunliches gefunden: Einige Burger bestanden zu 29 Prozent aus Pferdefleisch.

In Großbritannien und Irland verkaufte Hamburger aus Rindfleisch, unter anderem der Supermarktketten Aldi und Lidl, haben Spuren von Pferdefleisch enthalten. Das teilte die irische Lebensmittelaufsicht FSAI mit. Auch Hamburger der Supermärkte Iceland, Tesco und Dunnes Stores seien betroffen gewesen.

Tests hätten die DNA von Pferden in den Hamburgern nachgewiesen. Hamburger von Tesco hätten zu 29 Prozent aus Pferdefleisch bestanden. Die Spuren seien nicht gesundheitsschädlich, aber auch nicht erklärlich. "Verbraucher müssen nicht besorgt sein", hieß es von der Behörde.

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Die Behörde hatte insgesamt 27 Produkte getestet, wobei 10 davon Spuren von Pferde-DNA enthielten und bei 23 konnte Schweine-DNA nachgewiesen werden. Die Supermärkte wollten die betroffenen Produkte aus den Regalen nehmen.

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Leserkommentare
  1. Ein Fertighamburger, der zu 29% aus Fleisch besteht - das hätte ich bis eben für unmöglich gehalten.

    Jaja!

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    • gw1200
    • 16. Januar 2013 11:13 Uhr

    Nur zur Info. Die Patty's für Hamburger bestehen in der Regel zu 100 % aus Fleisch, eventuell noch etwas Eigelb. Diese Patty's haben mit Frikadellen oder auch Buletten deutscher Art nichts gemeinsam.

  2. habe viele Pferdestaeks verputzt - gibt es in Frankreich in Restaurants und besseren Supermärkten...

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    • Karl63
    • 16. Januar 2013 10:54 Uhr

    Pferdefleisch wird auch hierzulande gelegentlich in Verbrauchermärkten (fertig abgepackt) angeboten. Es ist preiswert und äußerst wohlschmeckend.
    Bei Rindfleisch ist es heute üblich, die Tiere werden heute schnell und mit reichlich Medikamenten "hochgepäppelt" - es sei denn man kauft Bio, was entsprechend teurer ist.
    Bei Pferden würde ich eher erwarten, die werden nur artgerecht gehalten und ernährt.

    Nun wollte ich's aber genauer wissen:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Auszüge:
    Pferdefleisch gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit. Auch nach seiner Domestizierung und Verwendung als Reit-, Zug- und Lasttier verlor das Pferd seine Bedeutung als Fleischlieferant nicht. Viele der antiken Völker, darunter die Perser, Griechen und Römer aßen Pferdefleisch.

    Experten sind sich uneins darüber, welcher Beweggrund dem Verbot zu Grunde lag: Für die einen richtete es sich vor allem gegen die Kultpraktiken der heidnischen Germanen, deren Christianisierung gerade im Gange war. Andere behaupten, es habe einen Engpass an Streitrössern gegeben und der Papst habe schlicht nicht gewollt, dass das wertvolle Kriegsmaterial im Kochtopf landete.

    Im 19. Jahrhundert, in der Ära des Rationalismus, wurde das Pferdefleischverbot immer lauter hinterfragt. Prominente Befürworter wie der französische Militär-Veterinär Emile Decroix veranstalteten Schau-Bankette mit Pferdefleisch...

    • Gerry10
    • 16. Januar 2013 10:40 Uhr

    ...dass auch wirklich noch Fleisch in diesen "Dingern" ist.
    Gestern in den Abendnachrichten auf RTE1 hat der Minister sogar ausdruecklich darauf hingewiesen das 29% falsch ist, denn 70% des Burgers sind Fleisch und 29% davon(!) war Pferd.
    Leider hat der Journalist nicht gefragt was denn die anderen 30% sind.

    • Karl63
    • 16. Januar 2013 10:54 Uhr

    Pferdefleisch wird auch hierzulande gelegentlich in Verbrauchermärkten (fertig abgepackt) angeboten. Es ist preiswert und äußerst wohlschmeckend.
    Bei Rindfleisch ist es heute üblich, die Tiere werden heute schnell und mit reichlich Medikamenten "hochgepäppelt" - es sei denn man kauft Bio, was entsprechend teurer ist.
    Bei Pferden würde ich eher erwarten, die werden nur artgerecht gehalten und ernährt.

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    • brazzy
    • 16. Januar 2013 11:23 Uhr

    Es mag sein dass das durchschnittliche Pferd besser behandelt wird als das durchschnittlichen Rind, aber das liegt nur daran dass die Pferdehaltung grössenteils ein Luxushobby ist und das Fleisch ein Abfallprodukt mit wenig Nachfrage.

    Würden mehlr Leute Pferdefleisch essen dann würde auch da die Massentierhaltung anfangen.

    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Pferde, die per LEbendtransport aus dem Ausland rangeschafft werden, können in der Regel auf keine langes artgerechtes LEben zurückschauen.
    Und die Pferde, die aus Deutschland in die Schlachtung kommen? Die haben nicht selten nicht wenige Medikamente intus, die ihnen zur Leistungsteigerung verpasst wurden oder auch nur im Rahmen ganz gewöhnlicher tierärzlicher Behandlung im Krankheitsfall. (manches Reitpferd wird deshalb schon zu Lebzeiten als nicht zur Lebensmittelweiterverwertung gekennzeichnet in dne Papieren)
    Wenn man garantiert artgerecht aufgewachsenes Pferdefleich essen will, dann beim Rossschlächter in der näheren Umgebung nach den Quellen aushorchen oder Kühltransportware aus Tirol oder Dülmen kaufen.

    Wenn Ihr wuesstet, dass das Pferdefleisch in DE hauptsaechlich von ausgedienten Sportpferden kommt und wenn man ein wenig weiss, wie mit Medikamenten umgegangen wird, wuerde man alles essen, aber sicherlich kein Pferdefleisch. Ach so, es gibt sogar scheinbare Kontrollen, aber die lassen sich mit minimalen Aufwand umgehen. Obwohl meine Pferde nie beim Schlachter enden, aber essen wuerde ich die niemals. Die abgegebenen Mengen von Antibiotika, Schmerzmitteln, Anthistaminika, Anabolika, Kortision etc. duerften sich im kg Bereich befinden und dass ohne jegliches Doping, was ja auch weitverbreitet ist.

    • iboo
    • 16. Januar 2013 10:54 Uhr

    Die sind auch sehr lecker und man hat dann gleich eine ganze Reihe von Problemen gelöst (Tierquälerei, Ressourcenverschwendung, Gewässerverschmutzung, Flächenverbrauch usw).

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    ... welches auch zu 92% aus pflanzlichen Stoffen und nur zu 8% aus Fleisch besteht. Wenns den Katzen schmeckt, ist's für uns bestimmt auch OK, das wäre ein Weg die Fleischkonsum zu reduzieren und denjenigen denen es schwerer fällt noch den Geschmack zu erhalten.

    Schön, dass Sie anderen Menschen vorschreiben was sie als "sehr lecker" empfinden zu haben.

    ...ist ein Widerspruch in sich. Da kann man sich den Burger auch gleich sparen. Was ich, nebenbei bemerkt, auch an 98% der Tage des Jahres mache.

    Wenn, dann höchstens selbst gemacht zu Hause.

  3. Im Zuge der Wirtschaftskrise in Irland sind viele Pferde einfach verstoßen und ausgesetzt worden. Würde mich nicht wundern, wenn die verarbeitet worden sind.

    http://www.spiegel.de/wir...

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  4. ... welches auch zu 92% aus pflanzlichen Stoffen und nur zu 8% aus Fleisch besteht. Wenns den Katzen schmeckt, ist's für uns bestimmt auch OK, das wäre ein Weg die Fleischkonsum zu reduzieren und denjenigen denen es schwerer fällt noch den Geschmack zu erhalten.

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    ich hatte mich verwirren lassen wegen den 8% Fleisch, aber der Rest sind nicht pflanzliche Erzeugnisse sondern größtenteils Wasser (wenn man an Nassfutter denkt)

  5. ich hatte mich verwirren lassen wegen den 8% Fleisch, aber der Rest sind nicht pflanzliche Erzeugnisse sondern größtenteils Wasser (wenn man an Nassfutter denkt)

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Aldi | Tesco | Behörde | DNA | Lidl | Test
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