UrteilWer nicht Vater sein will, sollte keine Samen spenden

Kinder von Samenspendern haben schon seit 1989 das Recht, ihre Abstammung zu erfahren. In der Praxis blieb ihnen das oft versagt. Ändert sich das endlich? von 

"Ihr Lieben: wir haben gewonnen! :)" Auf ihrer Facebookseite freuen sich die Mitglieder des Vereins Spenderkinder über das vorläufige Ende eines Rechtsstreits, der einmalig in Deutschland ist. Als erster Mensch in der Bundesrepublik hat die 22-jährige Sarah P. das Recht eingeklagt, zu erfahren, welcher Mann den Samen spendete, mit dem sie gezeugt wurde. Ihr Einzelfall soll Menschen in ähnlichen Lebenssituationen nun den Weg ebnen. Ob Sarah P. ihren biologischen Vater allerdings jemals kennenlernen wird, ist ungewiss.

Die junge Frau erfuhr mit 18, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher ist. Seither sucht sie nach dem Mann, der ihr zur Hälfte das Aussehen, Bewegungen und Talente vererbte. So sagte sie es auch vor Gericht, schrieb Andreas Bernard in der Süddeutschen Zeitung

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Sarah P. ist eines von mehr als 100.000 Kindern, die seit den siebziger Jahren in Deutschland durch eine Samenspende gezeugt worden sind. Ärzte sprechen von donogener Insemination (DI). Jedes Jahr werden auf diese Weise schätzungsweise 1.000 Kinder in Deutschland gezeugt. Der Pionier dieser Praxis ist der Reproduktionsmediziner Thomas Katzorke, zumindest gemessen an der Anzahl der Kinder, die er mit der DI zeugte. Ihn hat Sarah P. verklagt, denn er weigert sich, den Namen ihres biologischen Vaters preiszugeben. Schließlich sicherten in der Vergangenheit Ärzte wie er den Samenspendern zu, dass sie anonym bleiben würden.

Ein Versprechen, das sie nie hätten geben sollen, wie nun auch das Oberlandesgericht Hamm meint. Die Richter schätzen das Auskunftsrecht von Sarah P. damit höher ein als ein Geheimhaltungsinteresse seitens der Mediziner und ihrer Samenspender. Das Urteil ist wegweisend, ähnliche Klagen könnten nun folgen. Die anonyme Samenspende könnte damit endlich Geschichte werden. Eigentlich müsste sie es längst sein.

Ein Präzedenzfall, um geltendes Recht endlich umzusetzen

Das Wissen um den eigenen biologischen Vater ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Grundrecht. Indirekt bestätigte dies etwa das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 31. Januar 1989. Danach haben Kinder einen Anspruch darauf, ihre Abstammung zu kennen. Im konkreten Fall ging es aber um das Auskunftsrecht eines nichtehelichen Kindes.**

Was in vielen anderen europäischen Ländern bereits seit Jahren ausdrücklich geregelt ist, bleibt bislang in Deutschland auch eine Frage juristischer Fachsimpelei. Im Ausland ist etwa sichergestellt, dass die Informationen von Samenspendern nicht nur verzeichnet werden, sondern dass die Männer auch keine Ansprüche und Pflichten dem Kind gegenüber haben. Die Kinder wiederum haben die Möglichkeit, ab einem gewissen Alter die Daten ihrer biologischen Väter einzusehen.

Wer wird Samenspender?

"Wer Sperma spendet, schenkt nicht nur Leben, sondern gibt darüber hinaus seine eigenen Gene weiter und lebt so über den Zeitraum seines Lebens hinaus." So steht es zum Beispiel auf der Website der Hamburger Samenbank IRC. Die Voraussetzungen, um als Spender infrage zu kommen, sind nicht gering:

  • Alter zwischen 18 und 40 Jahren
  • keine Erbkrankheiten oder chronischen Erkrankungen in der Familie
  • keine ansteckenden Krankheiten (zum Beispiel HIV oder Hepatitis)
  • keine physischen Defizite bzw. Mängel
  • gepflegtes sauberes Äußeres
  • ansehnliche, männliche Erscheinung
  • ausreichende Spermienmenge und -beweglichkeit.

Nebenbei gibt es zwischen 70 und 100 Euro für jedes eingefrorene Ejakulat. Registrierte Männer dürfen alle zwei Wochen in den Kliniken vorbeischauen. Das macht theoretisch mehr als 2.000 Euro Zuverdienst im Jahr.

Kennt der Spender das gezeugte Kind?

Für den Samenspender ist es in der Regel fast unmöglich zu erfahren, ob und wie viele Kinder mit seinem Samen letztlich gezeugt worden sind. In der Vergangenheit willigten viele Männer auch ein, dass sie weder Nachforschungen anstellen noch Kontakt zu den gesetzlichen Eltern des Kindes suchen würden.

Anders handhabt es etwa die Erlanger Samenbank, die der Reproduktionsmediziner Andreas Hammel leitet. Hier wird ein Mann nur Spender, wenn er einem möglichen Kontakt mit seinem späteren biologischen Kind zustimmt. Seit 2007 ist es auch rechtlich nicht mehr möglich, als Samenspender anonym zu bleiben. Wenn Spenderkinder ihre genetische Abstammung erfahren wollen, müssen Kinderwunschzentren sie in Zukunft darüber informieren.

Meist genügt es den Samenspendern auch zu wissen, dass sie Paaren und Eltern zu einem Kind verhelfen, das sie sich sehnlichst wünschen und anders nicht bekommen können. Die Aufwandsentschädigung pro Samenspende sei weniger ein Motiv, sagen die Kliniken.

Offenbar hat Sarah P. nun einen Präzedenzfall geschaffen, um bereits geltendes Recht umzusetzen. In Zukunft werden sich Kinderwunschkliniken nicht mehr so leicht hinter falschen Anonymitätsversprechen verstecken können. Seit 2007 dürfen sie dies offiziell ohnehin nicht mehr. Seither regelt das Transplantationsgesetz deutlicher als vorherige Berufsordnungen für Ärzte, wie mit Samenspendendaten umzugehen ist. Mittlerweile müssen sie mindestens 30 Jahre lang aufbewahrt werden. Auch der Datenschutz berührt nicht "das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung".

Samenspender müssen heute darüber aufgeklärt werden, dass Sie kein Recht auf Anonymität haben. Wer partout nicht Vater sein will, sollte also auch keine Samen spenden.

Keine Suche nach einem anderen oder dem richtigen Vater

Die Geheimhaltung sei ein Relikt aus den frühen Zeiten der Reproduktionsmedizin, sagt Corinna Lobe*. Die 28-Jährige ist selbst Mitglied im Verein Spenderkinder. "Vor 20, 30 Jahren war die Samenspende ein großes Tabuthema", sagt Lobe. Damals wollten weder Eltern noch Spender, dass irgendjemand etwas über eine DI erfährt, aus Scham und Angst vor dem Gerede der Nachbarn und Bekannten. Dieses Bild wandelt sich. Auch weil es moderne Familien gibt, die nicht nur aus Vater und Mutter bestehen. Die erfüllten Kinderwünsche Alleinerziehender und auch lesbischer Paare sorgen seit Jahren für mehr Akzeptanz.

Lobe hofft, dass das Urteil ihr und vielen der etwas mehr als 50 Spenderkindern hilft, die über den Verein miteinander vernetzt sind. Sie wünschen sich die Möglichkeit, ihren biologischen Vater zu kennen. "Dieses Bedürfnis ist mehr als bloße Neugier", sagt Lobe. "Es ist Teil meiner Identität, die Hälfte von allem, woraus ich entstanden bin." Dies sei keine Suche nach einem anderen oder dem richtigen Vater. Sie trennt zwischen dem Mann, den sie ihr Leben lang kennt, und der sie erzogen hat, und dem Mann, der ihr Erzeuger ist. "Viele denken, es sei ein großer Schock und mit Leid verbunden, zu erfahren, dass der soziale Vater nicht der biologische ist", sagt Lobe. Was für eine Übertreibung. Die Wahrheit mache den sozialen Vater nicht weniger wichtig im Leben.

Leserkommentare
  1. Super, dann spendet halt auch keiner mehr. Schade für diejendigen, die auf eine Samenspende angewiesen sind/waren, Glück für die, die auf diese Weise noch gezeugt wurden - und das nun für alle Zeiten erschwert haben. Das nenne ich mal egoistisches Verhalten.

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    Seien wir doch ehrlich, warum spenden manche Männer ihren Samen? Genau, es wird vermutlich überwiegend um das Thema Geld gehen. Es wird vermutlich auch Spender geben, deren Hauptgrund es ist, einer Person, die sonst nicht die Chance auf ein eigenes Kind hätte, diese Chance zu geben. Aber ich wage mal die kühne Behauptung, keiner geht "anonym" Samenspenden, um selber so viele Kinder wie möglich zu zeugen und dann gegebenenfalls auch noch Unterhalt für diese zu zahlen (denn auch dieses ist nun nicht mehr ganz auszuschließen.
    Ich bin ganz Ihrer Meinung, dieses Urteil wird vermutlich den allermeisten Spendern die Lust an bezahlter Masturbation rauben. Das für diese einzelne Person positive Urteil besiegelt gleichzeitig das negative Schicksal vieler anderer, denen nun die Chance auf eine medizinische Empfängnis verwehrt bleibt. Und das ist in der Tat egoistisch!

    Redaktion

    Lieber Hans im Glück,

    seit 2007 ist die Zahl der Spender laut dem Mediziner und Inhaber der Erlanger Samenbank Andreas Hammel nicht zurückgegangen. Und das, obwohl seither jeder Mann aufgeklärt werden muss, dass er keinen Anspruch hat, als Samenspender anonym zu bleiben.

    Wie auch im Text erwähnt, sollten sich Samenspender auch davon nicht verunsichern lassen. Zwar muss noch gesetzlich endlich eindeutig geregelt werden, dass ihre Spenderkinder kein Recht auf Unterhalt und Erbansprüche haben. Den meisten Spenderkindern geht es darum aber auch gar nicht.

    In Erlangen wird es sogar begrüßt, wenn sich Spender und Spenderkind eines Tages begegnen wollen oder voneinander erfahren.

    • Oyamat
    • 07. Februar 2013 12:26 Uhr

    Zitat: "Schade für diejendigen, die auf eine Samenspende angewiesen sind/waren..."
    Es gibt keine Pflicht, Kinder zu haben, woher also "angewiesen"?

    MGv Oyamat

    "Schade für diejendigen, die auf eine Samenspende angewiesen sind/waren, "

    Wir sprechen hier von Sperma, nicht von einer Niere oder anderen lebenswichtigen Organen....

  2. "Wie auch im Text erwähnt, sollten sich Samenspender auch davon nicht verunsichern lassen. Zwar muss noch gesetzlich endlich eindeutig geregelt werden, dass ihre Spenderkinder kein Recht auf Unterhalt und Erbansprüche haben. Den meisten Spenderkindern geht es darum aber auch gar nicht."

    ... wie möchten Sie diese Aussage verstanden wissen?
    Glauben Sie, dass den Spendern egal sein kann, ob sie gegebenenfalls später einmal Unterhaltsansprüche zu erfüllen haben oder ob die mittels ihres Samens gezeugten Kinder später einmal Erbansprüche erwerben, weil es den meisten Spenderkindern überhaupt nicht darum ginge?
    Woher haben Sie eigentlich Ihre Erkenntnisse bezüglich der Spenderkinder?
    Ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß durch das Urteil des OLG Hamm erst jetzt bei vielen Spenderkindern der Gedanke aufkommen wird, sich mit der Thematik Unterhalts- und Erbrecht zu befassen.
    Und vor allem:
    Wenn das Spenderkind und seine Mutter Sozialhilfe (Hartz IV oder Grundsicherung) beziehen, könnten die Sozialhilfeträger die Kinder verpflichten, zunächst den Vater zu ermitteln und auf Unterhalt in Anspruch zu nehmen. Was glauben Sie, wird dann passieren?
    Eimal dürfen Sie raten ...

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    • lxththf
    • 07. Februar 2013 12:47 Uhr

    ist doch aber auch viel einfacher, mal völlig unabhängig vom Erbrecht etc. Es gibt doch einen Grund, warum die Samenspende anonym war und das der Arzt zugesichert hat. Der trivialste Grund dürfte doch einfach sein, dass die Spender es schlicht nicht wollten, dass irgendwann ein Kind vor der Tür steht und "Hallo Papa" ruft. Also mal völlig unabhängig von der juristischen Perspektive glaube ich, dass das hohe emotionale Kosten sind für alle Beteiligten. Dem Kind, dem Spender und den Eltern. Trotzdem muss ich so ein bisschen an den Film "Made in America"(1993) denken.

    • KG
    • 07. Februar 2013 12:12 Uhr

    Diese armen Kinder. Haben bloß zwei liebende Eltern, die tausende Euro ausgegeben haben, um dieses Kind zu bekommen, aber wissen nicht, woher die Hälfte ihrer Gene kommt.
    Da würde ich mir auch denken: "Haben es diese ganzen Kinder gut, deren Väter abgehauen, tot, Alkoholiker, sonstwie drogensüchtig, Schläger, etc. sind. Die wissen gar nicht wie schlimm das ist, eine glückliche Familie zu haben, aber nur 50% der Gene mit den Eltern zu teilen!!!"

    Beschissene Rechtsprechung, Mäßiger Artikel.

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    Offensichtlich haben Sie da was in den falschen Hals bekommen. Wer hat gesagt, dass solche Kinder ihre Eltern nicht mehr zu schätzen wissen. Aber das man erfahren möchte, von wem man abstammt, dürfte doch nachvollziehbar sein.

    Das hat mit Egoismus nichts zu tun.

    Vermutlichen werden Sie es nicht mehr lesen. Aber ich ärgere mich gerade unglaublich über Ihre Kurzsichtigkeit, Engstirnigkeit und Ihre abenteuerlichen Schlussfolgerungen. Deswegen schreibe ich das jetzt einfach noch für mich, um es gesagt zu haben:
    Wer sagt Ihnen denn, dass Spenderkinder eine glückliche Familie haben? Wer sagt Ihnen denn, dass die sozialen Väter sich in irgendeiner Weise besser verhalten als biologische? Diese Argumentation können Sie da direkt wieder ausstreichen, das geht vollständig am Thema vorbei. Können Sie denn nicht die Anliegen von Adoptivkindern nachvollziehen, die überhaupt keine ihrer Wurzeln kennen? Das Bedürfnis ist in diesem Fall doch dasselbe, bezieht sich aber nur auf einen Elternteil. Es stößt nur auf verwirrend wenig Verständnis. Gene haben erwiesenermaßen einen immensen Einfluss auf Entwicklung, Persönlichkeitseigenschaften, Begabung, Präferenzen etc. Das Gefühl von Wurzellosigkeit ist kein ausgedachtes und auch kein "Luxusproblem". Und zuletzt: Das Relevante an diesem Urteil ist, dass Spenderkinder überhaupt Information erhalten dürfen. Denn nein, im Moment ist es so, dass kein Name, keine Information über Alter, Beruf oder irgendetwas anderes herausgegeben werden. Und das wäre eigentlich der Knackpunkt. Kein Vaterersatz, keine dicke Freundschaft. Keine Unterhaltansprüche. Nur Information.
    Ich hoffe, dass Sie irgendwann nochmal auf jemanden treffen, der Ihnen da ein bisschen Verständnis beibringt.

  3. "Er glaubt nicht, dass die Zahl der Samenspender nun abnimmt, weil Männer Ansprüche fürchten."

    Blankes Wunschdenken. Wer ist denn schon so dämlich und setzt sich für 100 € dem Risiko aus später mal Zehntausende bezahlen zu müssen? Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, wie der Autor des Artikels meint, klein sein sollte, ist die Relation von Nutzen und Risiko einfach extrem unattraktiv. Schon die Tatsache das jemand der als Student mit 20 ein paar mal Samen gespendet hat, mit 45 wenn er vielleicht eine eigene Familie hat, plötzlich mit mehreren anderen Kindern konfrontiert werden könnte, dürfte viele potenzielle Spender abschrecken.

    Man kann ja ein gewisses Maß von Verständnis für Frau Lobe aufbringen. Sie macht sich aber etwas vor, wenn sie glaubt für Spenderkinder zu kämpfen. Im Ergebnis hat sie für eine Rechtslage gekämpft unter der wohl Viele von den lebenden Spenderkindern (eventuell auch sie) nicht existieren würden, hätte es die Rechtslage schon damals gegeben, bzw. in Zukunft nicht existieren werden. Schließlich setzt man nun praktisch voraus, dass Spender von Samen- oder Eizelle entweder hemmungslose Idealisten oder Vollidioten sind.

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  4. Seien wir doch ehrlich, warum spenden manche Männer ihren Samen? Genau, es wird vermutlich überwiegend um das Thema Geld gehen. Es wird vermutlich auch Spender geben, deren Hauptgrund es ist, einer Person, die sonst nicht die Chance auf ein eigenes Kind hätte, diese Chance zu geben. Aber ich wage mal die kühne Behauptung, keiner geht "anonym" Samenspenden, um selber so viele Kinder wie möglich zu zeugen und dann gegebenenfalls auch noch Unterhalt für diese zu zahlen (denn auch dieses ist nun nicht mehr ganz auszuschließen.
    Ich bin ganz Ihrer Meinung, dieses Urteil wird vermutlich den allermeisten Spendern die Lust an bezahlter Masturbation rauben. Das für diese einzelne Person positive Urteil besiegelt gleichzeitig das negative Schicksal vieler anderer, denen nun die Chance auf eine medizinische Empfängnis verwehrt bleibt. Und das ist in der Tat egoistisch!

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    Antwort auf "Super..."
  5. Vielleicht in der Art einer automatischen Adoption und damit das Erlöschen jeglicher Ansprüche an den Samenspender.
    Damit erspart man sich unnötige rechtliche Auseinandersetzungen.

    Auch ein Schutz der Samenspender vor Stalking durch die "Kinder", ein Recht auf Ablehnung des Kontakts u.Ä..

    Wahrscheinlich wird es aber mal wieder diffus gehalten, damit Rechtsanwälte mehr zu tun haben.

    Übrigens hätte ich als verantwortlicher Arzt die Unterlagen auch schon vernichtet. Schon um mich vor Zivilklagen bzgl. der zugesicherten Anonymität zu schützen.

    9 Leserempfehlungen
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    ..muss man denken, um einen solchen Satz zu produzieren:

    #2 "Auch ein Schutz der Samenspender vor Stalking durch die "Kinder", ein Recht auf Ablehnung des Kontakts u.Ä.."

    Wer glaubt mit seinem biologischen Material im Sinne von "alles geht" umgehen zu können, wird einfach mal eines Besseren belehrt. Die Produktion von Kindern mit "Fremdsperma" hat eben auch ein paar gewichtige Nebenwirkungen. Wobei mir die Motivationslage er Spender sowieso unklar ist (achnee, sind ja alles Menschenfreunde ;-))Ein Kind in die Welt zu setzen ohne irgendeine Vorstellung davon zu haben wie es lebt und wie es aufgehoben ist? Es gruselt mich!

    Abstammung ist ein wichtiger Teil er Identität. Lässt sich nicht einfach wegerziehen oder wegdiskutieren.

    Geht halt nicht immer alles.

    Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Die meisten Männer dürten vor allem wegen dem Geld Samen spenden, dass man dafür erhält.

    Aber wenn sich eine Frau oder ein Paar entscheidet, mit Fremden Sperma ein Kind zu zeugen, sollten diese beiden auch für die Erziehung und den Unterhalt des Kindes aufkommen. Der Spender sollte auf jedenfall for Ansprüchen durch eventuell aus der Spende gezeugte Kinder geschützt sein!

    @fritz.o.mat: Bei der Samenspende schießt man in einen Becher, nicht in eine Frau. Mal hypothetisch: Aus diesem einen Becher könnte man problemlos Tausende Kinder zeugen. Wie sollte jemand solche Unterhaltsansprüche jemals bedienen können?

    Und die Entscheidung, ob ein Kind draus wird trifft definitiv das Parr/die Frau. Vorher ist es nur ein Becher voll Sperma.

    Väter sind ihren Kindern zum Unterhalt verpflichtet. Dies Recht kann Kindern nicht genommen werden. Samenspender können die Empfänger der Samenspende zwar vertraglich verpflichten, sie von der Haftung freizustellen, aber wenn bei den sozialen Eltern nichts zu holen ist, haftet er.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Recht | Arzt | Bundesverfassungsgericht | Erzeuger | Mediziner | Redaktion
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