LebensmittelBelastetes Putenfleisch in Deutschland verzehrt

Tonnenweise Fleisch mit erhöhtem Antibiotikawert ist in den deutschen Handel gelangt. Die Ware ist bereits verzehrt, Gesundheitsgefahr besteht nach Behördenangaben nicht.

Fast 20 Tonnen medikamentenbelastetes Putenfleisch sind aus Rumänien nach Nordrhein-Westfalen transportiert, weiterverarbeitet und in mehrere Länder ausgeliefert worden. In der verarbeiteten Pute waren die Antibiotika-Werte zum Teil 27 Mal höher als erlaubt, teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium mit. "Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Ware schon verzehrt wurde", hieß es. Akute Gesundheitsgefahr bestehe dadurch aber nicht.

Eine Firma aus dem Münsterland verkaufte das Fleisch an Kantinenbetreiber und Händler in Deutschland, Großbritannien und Österreich. Rund 15 Tonnen gelangten nach NRW, Bayern, Baden-Württemberg und Bremen. "Die Behörden versuchen, noch soviel Fleisch wie möglich zu finden", sagte ein Ministeriumssprecher.

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Die Belastung war durch Eigenproben eines Betriebs in Warendorf und eines Kunden Ende Februar und Anfang März entdeckt worden.

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Leserkommentare
  1. wieder von der Grippe geheilt worden!

    Müsste demnächst Muskeln aufbauen weiss man schon wo die nächsten Mittel drin sind?

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    Na ja - zieht man zusätzlich noch die Angsthormone in Betracht, die bei jeder Schlachtung in einem Tier ausgeschüttet werden und die der Konsument dann beim Verzehr ebenfalls mit zu sich nimmt,

    wundert es doch eigentlich nicht mehr groß, warum viele Menschen heutzutage so aggressiv durch die Gegend rennen. Aggressionen sind ja meist nicht viel mehr anderes, als unbewusste Ängste, die sich dergestalt kanalisieren !

    • gooder
    • 15. März 2013 19:21 Uhr

    Ob da die Kühlkette beim Transport zwischen Hersteller, Großhändler, Händler und Verbraucher eingehalten wurde, schließlich liegt Rumänien ja nicht gleich links um die Ecke? Eventuell wurde das Putenfleich aber auch mit Antibiotika gegen Salmonellen und Streptokokken vorbehandelt.

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    ...wurde die Kühlkette nicht eingehalten! Die Rumänen sind ja blöde und kriegen das über die Entfernung nicht hin, das schaffen nur Griechen, Türken und Spanier!

    By the way, als Vegetarier interessiert mich das alles nicht!

  2. sollten wir uns langsam fragen, wo eigentlich unbelastete Nahrung, insbesondere Fleisch noch zu haben sind, dann sind wir schneller fertig? Denn ich fürchte die Meldungen über belastetes Fleisch überschreiten die Menge an unbelastetem bei weitem. Gut, es ist ja auch einfach, über unbelastete Dinge redet ja auch niemand. Aber irgendein Gefühl sagt mir: Mein letztes Putengyros hatte ich an der Uni vor 3 Tagen, na dann Mahlzeit!

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    • gooder
    • 15. März 2013 20:01 Uhr

    Vermutlich werden Fleisch,Eier und ddiverse Milchprodukte, will man auf Nummer sicher gehen,nur noch in ausgewählten Delikatessengeschäfte zu haben sein, zu delikaten Preisen versteht sich, schließlich sind die Erzeugnisse dann unter ganz besonderen Gesichtspunkten produziert worden und unterliegen einer extrem gewissenhaften Kontrolle, was den Mehrpreis letztendlich gerechtfertigt.

  3. Vermarktungsketten rennen und billig kaufen werden wir auch weiterhin Müll verzehren und die Pharmaindustrie danch selber füttern müssen wenn wir es überleben,, Hauptsache billig damit noch schnell Urlaub in Kriegsregionen zum Schnapperpreis abfällt und da gibt es ja Buffet :-)

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    manchmal frage ich mich ob Leute hier wissen, was so ausserhalb der ÖD Blase los ist. Viele könne sich nur noch Discounter leisten und selbst da ist es tlw. schon harrig was im Korb drin liegt (oder besser nicht) und dann 100 Euro weg sind.
    Das billige Essen ist der Preis den man als Exportexweltmeister bezahlen muss. Denn wer keine Kohle hat kann nicht entsprechend konsumieren und da muss man halt da produzieren, wo Monatsgehälter noch um 100 Euro liegen, so verdient in Serbien eine Angestellte im Justizministerium 220 Euro im Monat und als Arbeiter verdient man halt entsprechend weniger.
    Und wer sagt dann muss man weniger Fleisch essen, natürlich wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze kein Problem, nur bei körperlich schwerer Arbeit brauche ich Energie und die Natur hat den Menschen ja nicht umsonst mit Schneidezähnen ausgerüstet und ihm nicht 4 Mägen wie der Kuh gegeben.

    Spannend ist auch das man sich hier jetzt über Antibiotika aufregt, wenn die Leute wüssten was sie sich täglich an Antibiotika über ihr Leitungswasser reinziehen, die würden keins mehr trinken.

    • andkin
    • 16. März 2013 10:28 Uhr

    ich kann Ihnen nur zustimmen. es ist eigentlich alles ganz klar und einfach: zu dumpingpreisen kann es auch nur dumpingprodukte in ddumpingqualität geben. und was das bedeutet, ist eigentlich klar: ob es nun extrem erhöhte antibiotika sind oder anderer gammel, tierquälerei etc.
    ich esse schon seit jahren konsequent bio (bioladenbio, nicht supermarktbio). es gibt da auch keine garantie, vor allem nicht mehr, seit bio immer mehr auch als geldquelle entdeckt wird. trotzdem sind die chancen da sehr gut, faire und gesunde produkte zu bekommen. ich kaufe wenn möglich nur regional und demeter/bioland. und ich zahle eben entsprechend. meine gesundheit, die tiere, die beschäftigeten und die umwelt sind mir das wert.
    und um gleich das luxusargument vorwegzunehmen: ich bin ganz bestimmt nicht reich. ich habe kein auto und kann mir auch manch andere dinge nicht leisten, weil ich den fairen preis für gesunde nahrung zahle. es ist m.E. eine frage der priorität, nicht des gedlbeutels.
    und pute esse ich schon seit jahren nicht mehr, auch nicht in bio, seit ich erfahren habe, dass die tiere so kaputtgezüchtet sind, dass sie ohne medikamente oder sonstige maßnahmen überhaupt nicht sein können.

  4. billig muss es sein und... eigentlich ist es im endeffekt dank der guten kontrollen doch auch nicht lebensbedrohlich?!

    hauptsache es schmeckt (nach irgend etwas > die chemie hat die lösung!) und es ist billig.

    wirkliche aufreger sind diese themen doch nur für oberstudienräte, apotheker, ärzte & Co,, die sich das kilo ECHTE pute für > 20 € leisten können.

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    • ösi
    • 16. März 2013 0:53 Uhr

    ... und freuen sich, dass die Kinder und Kindeskinder mehr vom Erbe haben werden.

    Ich kenne zu viele gutgestellte, die Fleisch vom Diskonter lieben. Daran eine Riesenfreude haben.

    Oder ist das ein österreichisches Phänomen?

    kriegen sie für letztlich den selben Preis 1mal in 14 Tagen hochwertiges Fleisch.
    Das ist nicht nur für die Tiere besser, sondern auch für Sie!

  5. ... und wieder einmal hat die Lebensmittelüberwachung in NRW versagt!
    Dabei zeigt RotGrün dort mit ihrer Betroffenheitskönigin Bärbel Höhn immer gern mit dem Finger auf andere!
    Was helfen noch mehr Gesetze, wenn nicht einmal die bestehenden zu kontrollieren sind. Wie Konfuzius schon sagte - je mehr Gesetze, desto mehr Verbrecher.
    Was wir brauchen sind mehr Kontrollen - nicht bei den kleinen Einzelhändlern und Handwerkern, sondern bei den großen Vermarktern.

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    • ösi
    • 16. März 2013 0:45 Uhr

    ... in NRW wurde die "Verkettung" aufgedeckt, in anderen (Bundes)Ländern werden die Verarbeitenden Betriebe auch weiterhin mit belastetem Fleisch beliefert, ohne dass eine Behörde es aufdeckt.

    In Wien wurde "weiterverarbeitet". Was das heißt, was daraus gemacht wurde, dürfen wir in Ö nicht erfahren.

    Da wünsche ich mir direkt von Ihnen angeprangerte Zustände wie die in NRW'!

    dass dafür der am 1. März ins Amt gekommene grüne Agrarminister verantwortlich sein soll. Wenn Sie die im Artikel genannten Zeitpunkte der ersten Untersuchungen beachtet hätten, wäre Ihnen klar, dass der Skandal noch in den Zeitraum der Schwarzgelben Regierung fällt, die auch den Eierskandal und das verseuchte Tierfutter verschlafen hat.

    jetzt habe ich mit meiner Reaktion nicht richtig hingeguckt und habe mir mit Niedersachsen einen Freudschen Verschreiber geleistet. Sie meinten ja ganz zutreffend NRW, mein Fauxpas!

  6. Die damalige Fit- und Gesundheitswelle spülte die Pute in die Ladentheke. Der Verbraucher gierte nach dem roten, rosafarbenen und blassen Mageren. Der Fleischindustrie kam das nicht ungelegen, war doch mit der gewünschten Kost wesentlich mehr Geld zu verdienen. Sie stellte um und lieferte das gewünschte wässrige Rotzeug und die magere Pute. In allen deutschen Restaurants war Pute der Renner und ist es in Teilen bis heute noch. Leider beruhte die veränderte Verbrauchernachfrage auf dümmlicher Unwissenheit und verdummender Information. Fett ist der Geschmacksträger und fettloses Fleisch ist für Geschmacksnerven eigentlich eine Zumutung. Fettteile muss man übrigens nach der Zubereitung auch nicht mitessen.

    Und nun mal wieder zur Abwechslung sogenannte belastete Pute. Das soll einen Putenesser aus der Ruhe bringen? Schlimmer wie das unbelastete Putenfleich kann es nicht sein, im Gegenteil: Bei der belasteten Pute werden die Medikamente gleich mitgeliefert, die man braucht um den Putenfrass zu ertragen.

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    Fett als Geschmacksträger, das Standardargument für ungesunde Nahrungsmittel. Richtig heißt es: Fett ist EIN Geschmacksträger, für den Geschmack gut, jedoch nicht in rauen Mengen nötig. Lässt sich nicht abstreiten.

    Mit dem Geschmack ist es wie mit allen anderen Lebensmitteln auch: wer sich regelmäßig zuckerbeladenen Instant-Tee hinter die Binde kippt, für den schmeckt ein zuckerfreier Beuteltee bestenfalls nach Leitungswasser. Unsere Geschmacksnerven können konditioniert werden, d.h. schraubt man sein Leben lang nur fettiges Schweinefleisch in sich rein, schmeckt alles mit deutlich weniger Fett wie aufgeweichte Pappe.

    Davon mal abgesehen ist Ihnen hoffentlich bekannt, dass rotes Fleisch in den Mengen, in denen es der Durchschnittsdeutsche zu sich nimmt, ganz im Gegensatz zur Pute, krebserregend ist.

  7. sollte in der Tierzucht grundsätzlich verboten werden.
    Die Gefahr, dass wir uns damit selber eine neue, unheilbare Seuche züchten ist einfach zu groß.

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    Und dies am besten weltweit. Vor allem jeder immungeschwächte Mensch hat dadran n Interesse.

    Prophylaktischer Einsatz von Antibiotika IST in Deutschland verboten!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Fleisch | Großbritannien | Rumänien | Österreich | Baden-Württemberg | Bayern
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