Suchtbericht: Alkohol kostet Zehntausende das Leben
Der Konsum von Bier, Wein und Schnaps ist unverändert hoch, Zehntausende Menschen sterben deshalb. Experten fordern höhere Preise und weniger Werbung für Alkohol.
© Daniel Naupold/dpa

Der Konsum von alkoholischen Getränken wie Wein ist unverändert hoch in Deutschland.
Jeder Deutsche hat 2011 im Schnitt 136,9 Liter alkoholische Getränke wie Bier, Wein oder Spirituosen getrunken. Das entspricht einer randvoll gefüllten Badewanne. Dies geht aus Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hervor.
Umgerechnet entfielen damit auf jeden Deutschen rund 9,6 Liter reinen Alkohols. Damit bleibt der Konsum in Deutschland auf unverändert hohem Niveau, schon in den beiden Vorjahren hatte er etwa diesen Wert.
Die Folgen sind dramatisch: Etwa 74.000 Menschen sterben nach Berechnung der Suchtexperten jährlich an den Folgen von Alkohol allein oder in Kombination mit dem Rauchen. Durch alkoholbedingte Erkrankungen, Fehlzeiten oder Frühverrentung entstehe in Deutschland ein volkswirtschaftlicher Schaden von 26,7 Milliarden Euro pro Jahr.
Zahlreiche alkoholbedingte Krankheiten
Die Diagnose "Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol" sei inzwischen die dritthäufigste in der Krankenhausstatistik, bei Männern sogar die häufigste Diagnose unter den stationär behandelten Patienten. Hinzu kämen weitere typische Krankheiten wie alkoholbedingte Leberzirrhose, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Krebserkrankungen sowie Unfälle und Verletzungen unter Alkoholeinfluss.
Nicht nur Vieltrinker setzten ihre Gesundheit aufs Spiel, mahnte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Man müsse nicht erst süchtig werden, um alkoholbedingt zu erkranken. Schon durch den regelmäßigen Konsum von Alkoholmengen, die von den meisten als gering betrachtet werden, könnten Organe geschädigt, das Krebsrisiko gesteigert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht werden.
Experten fordern höhere Alkoholpreise
Die Grenzwerte für einen relativ risikoarmen Alkoholkonsum gesunder Erwachsener lägen für Frauen bei nur zwölf Gramm und für Männer bei 24 Gramm reinen Alkohols pro Tag. Ein 0,3-Liter-Glas Bier enthält rund 13 Gramm reinen Alkohols, ein 0,2-Liter-Glas Wein rund 16 Gramm.
Die Suchtexperten fordern, dass die Preise für Alkoholika angehoben werden. So könne der Konsum in Deutschland verringert werden. Auch sollte die Werbung für alkoholische Getränke stärker eingeschränkt werden. Zudem fordern die Experten mehr Promillekontrollen im Straßenverkehr.









Was genau ist denn ein Alkoholsyndrom?
Im übrigen gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen übertriebenem Konsum und tatsächlich (krankhaftem) Alkoholismus. Aber diese Unterscheidung treffen Medien und Komentatoren nur selten, da es womöglich den Effekt der "Aussage" schmälert.
... manchem Kommentar hier entnehmen. Die Verharmlosung findet auch statt, wenn in der Werbung ach so kuuuuhle angeschmutzte Typen mit Flaschen schieben und die Flaschen ( Weibsen ) fallen reihenweise um.
Es gab mal 'ne Werbung für'nen Korn, in der nur die Flasche und der "Wasserstand" für die Tage einer Woche gezeigt wurde ... umgerechnet hat der anonyme Typ dann 24/7 einen Pegel von 0,5 Promille - wie nett.
Wenn wir die ( mutmaßlich ) 40.000 Schnapsleichen ( LEICHEN ) pro Jahr mit den ach so schrecklich vielen Rauschgifttoten ( etwa 1.200 p.a. ) vergleichen - ticken wir denn noch richtig oder sind wir da nicht schon alle besoffen?
Na und?
Wer will denn schon gesund sterben?
Das Leben ist halt eins der gefährlichsten!
Es endet immer tödlich!
Und ein bisschen Spaß muss doch auch sein. Oder?
Auch jeder Spaß und jeder Fehler kann der letzte im Leben sein.
Mich bringen jedenfalls auch diese Klugscheißer um!
Da bin ich doch ganz bei Ihnen.
Vermutlich titeln die Zeitungen in bekannter Manier in 20 Jahren:
"Gesunde Ernährung macht jährlich Hundertausende Demenzkrank"
Aber vielleicht hat man bis zu diesem Zeitpunkt ein Heilmittel gefunden.
Imerhin: Pro Jahr medizinischer Forschung wird ein aktuell Lebensmonat hinzugewonnen.
Da bin ich doch ganz bei Ihnen.
Vermutlich titeln die Zeitungen in bekannter Manier in 20 Jahren:
"Gesunde Ernährung macht jährlich Hundertausende Demenzkrank"
Aber vielleicht hat man bis zu diesem Zeitpunkt ein Heilmittel gefunden.
Imerhin: Pro Jahr medizinischer Forschung wird ein aktuell Lebensmonat hinzugewonnen.
Das Betäubungsmittelgesetz ist nicht logisch, denn die Oberligachemikalien tauchen in ihm gar nicht auf. Deshalb muss man so oft lesen, dass "Alkohol und Drogen" im Spiel waren. Als ob Alkohol keine Droge wäre. Elegante Lösung des Problems: alle Drogen gleich behandeln, das Betäubungsmittelgesetz wegen erwiesener Sinnfreiheit abschaffen und den Drogenverkauf unspektakulär gestalten. Man nehme spezialisierte unauffällige Läden, in denen die erwachsenen Süchtigen ihren Stoff in haushaltsüblichen Mengen in 1A-Qualität zu moderaten Preisen und nach kompetenter Beratung erhalten und den Kunden das Beschaffen ein bisschen peinlich ist. Sie würden darüber aufgeklärt werden, dass Drogenkonsum die Zurechnungsfähigkeit verringern kann, müssten unterschreiben, dass sie die Erklärung verstanden haben und dass deshalb Drogenkonsum nicht mehr als strafmindernd gilt.
Der Reiz des Verbotenen und Besonderen wäre dahin, Beschaffungskriminalität gehörte der Vergangenheit an und für Straßendealer und Banden gäbe es nichts mehr zu verdienen, weshalb illegale Importe ausbleiben würden.
Da bin ich doch ganz bei Ihnen.
Vermutlich titeln die Zeitungen in bekannter Manier in 20 Jahren:
"Gesunde Ernährung macht jährlich Hundertausende Demenzkrank"
Aber vielleicht hat man bis zu diesem Zeitpunkt ein Heilmittel gefunden.
Imerhin: Pro Jahr medizinischer Forschung wird ein aktuell Lebensmonat hinzugewonnen.
"Auch wenn du nicht alkoholkrank bist, bist du trotzdem alkoholkrank."
Superprävention.
Eine, wie oben angemerkt, "gut[e] Lebenssituation" dürfte sich nicht allein aus der finanziellen Situation Fertigstudierter oder der relativen Freiheit von sich noch im Studium befindenden Menschen ergeben. Professoren haben viel Stress und neben der Arbeit auch noch ein Privatleben, in dem es nicht immer so gut laufen muss (wie bei allen anderen auch); Studenten haben seit Bologna ebenfalls viel Stress und auch ihre adoleszenten/finanziellen Probleme und bilden daher auch keine von der Mehrheitsgesellschaft abgesonderte Kohorte, würde ich meinen.
Der volkswirtschaftliche Schaden durch Alkohol ist sehr hoch.
Es werden nur ca. 3 Milliarden € durch Alkoholsteuer eingenommen, es entstehen aber Kosten von ca. 24,4 Milliarden €.
Ich bin stark dafür, dass die Alkoholsteuer kräftig erhöht wird und Alkohol endlich genauso verdammt wird wie das Rauchen.
Warum soll ich dafür aufkommen, wenn jemand unbedingt Alkohol trinken will.
"Warum soll ich dafür aufkommen, wenn jemand unbedingt Alkohol trinken will."
Erstens sind die Leute, die Kosten verursachen, diejenigen, die nicht trinken w o l l e n, sondern müssen, weil sie abhängig und also k r a n k sind.
Und zweitens sind die Kassen Solidargemeinschaften. Heißt: Jede/r zahlt für jede/n. Zum Beispiel muss der Raucher oder die Trinkerin ja auch "aufkommen" für diejenigen, die vielleicht "unbedingt Extremsport machen wollen" und sich verletzen oder wegen Fehlernährung z.B. an Diabetes erkranken.
Noch mal: Abhängigkeit ist keine Willensfrage, sondern Krankheit. Wollen Sie wirklich einen Teil der Kranken aus der Solidargemeinschaft ausschließen?
Wer meint, andere ausschließen zu können, weil sie sich vermeintlich nicht anpassen wollen, ist auf einem gefährlichen Weg - letztlich könnte man sogar dem Veganer unterstellen, dass er sich langfristig selbst krank macht, und ganz am Schluss bleibt in letzter Konsequenz kaum jemand übrig, der einzahlt.
Was der alles kostet . Kinderzeit und Jugend und Schule und Ausbildung - bevor er was einbringt!
Man sollte die schwedische Lösung wählen:
Alkohol nur auf Bezugsschein.
"Warum soll ich dafür aufkommen, wenn jemand unbedingt Alkohol trinken will."
Erstens sind die Leute, die Kosten verursachen, diejenigen, die nicht trinken w o l l e n, sondern müssen, weil sie abhängig und also k r a n k sind.
Und zweitens sind die Kassen Solidargemeinschaften. Heißt: Jede/r zahlt für jede/n. Zum Beispiel muss der Raucher oder die Trinkerin ja auch "aufkommen" für diejenigen, die vielleicht "unbedingt Extremsport machen wollen" und sich verletzen oder wegen Fehlernährung z.B. an Diabetes erkranken.
Noch mal: Abhängigkeit ist keine Willensfrage, sondern Krankheit. Wollen Sie wirklich einen Teil der Kranken aus der Solidargemeinschaft ausschließen?
Wer meint, andere ausschließen zu können, weil sie sich vermeintlich nicht anpassen wollen, ist auf einem gefährlichen Weg - letztlich könnte man sogar dem Veganer unterstellen, dass er sich langfristig selbst krank macht, und ganz am Schluss bleibt in letzter Konsequenz kaum jemand übrig, der einzahlt.
Was der alles kostet . Kinderzeit und Jugend und Schule und Ausbildung - bevor er was einbringt!
Man sollte die schwedische Lösung wählen:
Alkohol nur auf Bezugsschein.
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