Osteuropa : In Moldawien leiden Tausende an Tuberkulose

In Moldawien erkranken jedes Jahr Tausende Menschen an Tuberkulose. Der Fotograf David Rochkind reiste vier Wochen lang durch das Land und dokumentierte die Lage.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist das Elend in Moldawien groß. Die Hygiene ist miserabel und das Gesundheitssystem marode. Viele Menschen hungern. Diese Bedingungen begünstigen die Lungenkrankheit Tuberkulose; die Abwehrsysteme der Menschen sind zu schwach, um sich gegen den Erreger zu wehren.

In Moldawien leiden so viele Menschen an Tuberkulose wie in kaum einem anderen Land. Im Jahr 2010 reiste der Fotograf David Rochkind vier Wochen lang durch die ärmsten Gegenden des Landes, um die Situation der Tuberkulose-Patienten zu dokumentieren. 

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Kommentare

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So ist das in Moldawien.

Zu Zeiten der Sowjetunion war das Land ein blühendes Paradies. es gab Industrie, Wirtschaft und Arbeitsplätze, die Straßen und Städte waren sauber und gepflegt.
Es gab Krankenhäuser, Schulen in jedem noch so winzigen Dorf, und von den Ausmaßen an Hepatitis, Tuberkulose und anderen Krankheiten hätte man damals nicht mal Nachts zu träumen gewagt.

Tuberkulose usw. gab es zwar auch damals, aber es gab auch einen effizienten Seuchenschutz und man kümmerte sich um die Leute. Jetzt, nach 20 Jahren Unabhängigkeit, sitzen Omas auf der Straße und verkaufen ihr letztes Hab und Gut, In Städten wie Balti vegetieren Kranke in Krankenhäusern mit Fenstern aus Kartons vor sich hin, die Straßen sehen aus wie Schweizer Käse und von den Dörfern und der Infrastruktur will ich erst gar nicht anfangen.
In einem Land mit einen großen Anteil an Schwarzerde und fast schon Meditteranem Klima, wo Lavendel und jedes erdenkliche Obst und Gemüse wächst, liegt die Landwirtschaft komplett brach und die Leute im Dorf Hungern nach jeder Dürre (die dort fast jährlich vorkommt). Wer nur irgendwie kann, verlässt das Land auf schnellstem Wege nach Russland oder in die EU. Wer das nicht kann, bleibt auf der Strecke.

Das ganze Land geht vor die Hunde, während die jeweilige "Regierung" lieber Geld für Einkaufszentren, neue Polizeiuniformen, Luxuslimousinen und Villen in Vororten für ihre Mitarbeiter ausgibt. Den Rest stecken sie sich in die Tasche.
Woher ich das weiss? Ich komme von dort

Danke für diese bitteren Informationen....

....die Menschen glauben einfach an nichts mehr, außer an das Geld. Ich will die SU weder positiv noch negativ bewerten, aber es ist doch zu sehen, dass niemand mehr eine Moral in irgendetwas sieht und niemand mehr an irgendetwas wirklich glaubt.

Wichtig ist nur das Geld und davon ganz viel!

Hah, und da ist es doch voll bitterer Ironie, wenn ich hier als nächsten Lesetipp den Titel "Konsum ist ihr Gemüse" lese...