Diagnose psychischer StörungenHeute noch normal, morgen schon verrückt

Bald erscheint die Bibel der Psychiatrie neu, kurz "DSM-5". Das Handbuch zur Diagnose psychischer Leiden wird über Nacht Millionen zu Kranken machen. von 

Ende Mai werden auf der Welt plötzlich Millionen Geisteskranke mehr leben. Denn die größte Psychiatervereinigung trifft sich in San Francisco und veröffentlicht die fünfte Neuauflage der Bibel ihrer Zunft, das DSM-5. Nach der Überarbeitung des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) werden aus leichten psychischen Störungen plötzlich echte Krankheiten, aus Gesunden über Nacht Kranke.

Seit Monaten schimpfen Kritiker aus aller Welt gegen den Herausgeber, die American Psychiatric Association (Apa). Die 36.000 Mitglieder starke Organisation arbeitet seit mehreren Jahren daran, die neuesten Forschungsergebnisse in das Handbuch aufzunehmen und genauer zu definieren, wo normales Verhalten aufhört und eine psychische Störung beginnt.

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Eigentlich kein schlechter Prozess, der durchaus Fortschritte bringt, etwa für Spielsüchtige oder Menschen mit dem Messie-Syndrom. Ihnen kann künftig präziser geholfen werden. Spielsucht gilt nun als Verhaltenssucht und schreibt zielgerichtetere Therapien vor. Das Messie-Syndrom wird unter DSM-5 erstmals als eigene Krankheit geführt.

Beunruhigend finden viele Mediziner und Psychiater allerdings den Trend, die Schwelle zur psychischen Krankheit zu senken. "Die Überarbeitung des Katalogs war eigentlich nicht nötig", sagt Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), "methodisch hat sich DSM-5 qualitativ nicht wesentlich weiter entwickelt als sein Vorgänger." Allerdings rücke die Grenze zwischen gesund und krank nun gefährlich nah an normales Verhalten heran. "Die Kollegen scheuen sich nicht, einen großen Anteil von Gesunden zu Kranken zu machen", sagt DGPPN-Präsident Maier und spielt damit auf falsch positive Diagnosen an, die DSM-5 nach sich ziehen wird. Die Fachorganisation Apa nimmt in Kauf, dass Ärzte nun auch eine Reihe gesunder Menschen mit Medikamenten und entsprechenden Nebenwirkungen behandeln wird.

Trauer wird zur Krankheit

Eine der am heftigsten kritisierten Änderungen betrifft die Depression: Normale Trauer wird in der Neuauflage des Diagnosehandbuchs schon nach kurzer Zeit zu einer Krankheit. Wer nach dem Tod eines geliebten Menschen keinen Appetit und keinen Antrieb verspürt, schlecht schläft und mit gedrückter Stimmung durch den Tag schleicht, würde nun bereits nach zwei Wochen eine Depression diagnostiziert bekommen. Nicht selten werden hier Psychopharmaka verschrieben, vor allem in den USA, wo viele Mediziner bereits bei leichten psychischen Störungen Medikamente verordnen. So ist auch der Vorwurf entstanden, vor allem die Pharmaindustrie habe ein Interesse an neuen DSM-Kriterien.

Mit DSM-5 wird wohl auch die Zahl der Kinder weiter steigen, die an ADHS leiden sollen. Bislang müssen die typischen Zappelphilipp-Symptome wie motorische Unruhe und mangelnde Konzentrationsfähigkeit vor dem siebten Lebensjahr auftreten, um eine Erkrankung zu diagnostizieren. Dieser Zeitraum wird im neuen Diagnosekatalog auf die ersten zwölf Lebensjahre ausgeweitet. Damit schließen die Autoren auch die Schulzeit mit ein. Dies ist ohnehin eine große Umwälzung im Leben von Kindern, die Stress mit sich bringt, der nicht selten mit ADHS-Symptomen einhergeht. In vielen Fällen sind dies ganz normale Reaktionen, mit denen die Kinder auch ohne Medikamente zurechtkommen. In Deutschland bekommen allerdings schon heute 6,5 Prozent der Jungen unter zehn bis zwölf Jahren Medikamente wie Ritalin.

Leserkommentare
  1. 1. Logik?

    "Schüren Lobbygruppen von Psychiatern und Psychotherapeuten nur unnötige Ängste? Nein. Denn DSM-5 wird einen gehörigen Einfluss auf die neue ICD-Auflage haben, die in zwei Jahren veröffentlicht werden soll."

    Dass DSM-5 Einfluss auf die neue ICD-Auflage in zwei Jahren haben werde "entkräftet" also das Argument, dass Lobbygruppen von Psychiatern und Psychotherapeuten nur unnötige Ängste schürten. Hmmm ... grübel***grübel....

    Herr lass Logik vom Himmel regnen.....
    im Zweifel für mich, ich lass mich gerne eines besseren belehren, wenn mir Jemand diesen Absatz logisch machen kann!

    7 Leserempfehlungen
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    Deutsche Ärzte schlagen Alarm, dass die Änderungen an der DSM schlecht für die Menschen und gut für die Pharmaindustrie sind.
    Deutsche Ärzte müssen sich jedoch nicht an die Regeln der DSM halten, sondern an diejenigen der ICD.
    Da stellt sich die Frage: Sturm im Wasserglas?
    Nein, denn die DSM beeinflusst die nächste Ausgabe der ICD.

    So verstehe ich das...

    • GDH
    • 07. Mai 2013 13:28 Uhr

    Wenn es hier keine Auswirkungen hätte, könnte man von davon sprechen, "dass Lobbygruppen von Psychiatern und Psychotherapeuten nur unnötige Ängste schürten".

    Da es aber auf dem Umweg über ICD auch Auswirkungen auf die Diagnostig haben kann, sind die Ängste eben nicht "unnötig".

    Das Argument ist logisch einwandfrei.

    ... wer gegen die EU und den EURO ist (aus welchem Grund auch immer).
    Das ist wie in der Sowjetunion und der DDR. Man wird nicht mehr bestraft oder eingesperrt, sondern "geheilt" und "betreut".
    Ein Fall wie der in Bayern wird somit in Zukunft ganz normal sein.

    Ihr habt ja Recht.-) Danke für den Hinweis!

    Ich habe "Lobbygruppen von Psychiatern und Psychotherapeuten", die "nur unnötige Ängste" schüren mit der Pharmalobby gleichgesetzt - das ergibt einem ganz anderen (Un)Sinn. Habe mich wohl von der oft negativen Belegung von "Lobby" reiten lassen und Lobby mit Pharmalobby assoziiert.
    Mein Fehler.
    Wie macht man jetzt die Likes wieder rückgängig .-)?

  2. Zum einen: hat der Autor das seltene Glück, ein Vorabexemplar der "Bibel der Psychiatrie" (welch un-polemischer Ausdruck) zu ergattern, oder woher genau weiß er, was alles passieren wird? So wie ich das verstanden habe, ist die Arbeit an dem Katalog noch in vollem Gange. Aber wer wird von Journalisten schon Seriösität erwarten wollen...

    Davon abgesehen setzt die Kritik an der falschen Stelle an. Wenn in den USA schon bei leichten psychischen Störungen Medikamente verordnet werden (Quelle vielleicht dazu?), dann ist das nicht der Fehler des Diagnose-Katalogs, sondern der Ärzte bzw. der Tatsache geschuldet, dass viele Psychopharmaka in den USA frei im Handel erhältlich sind und im Fernsehen beworben werden.

    Außerdem: "Wer nach dem Tod eines geliebten Menschen keinen Appetit und keinen Antrieb verspürt, schlecht schläft und mit gedrückter Stimmung durch den Tag schleicht, würde nun bereits nach zwei Wochen eine Depression diagnostiziert bekommen"

    Das ist nach der aktuellen ICD-10 Klassifikation, die in Deutschland eher verwendet wird, auch schon so. Wie eine solche depressive Störung behandelt wird, und ob man gleich Psychopharmaka auspacken muss, ist eine andere Frage (die weder im ICD noch im DSM beantwortet wird, weil es dort nur um Diagnosen und Klassifikationen geht, nicht um Therapien).

    Bei aller berechtigter Kritik, die man an einer möglichen Überdiagnostik im psychiatrischen Bereich äußern kann: Bitte etwas fundierter, und etwas weniger einseitig, liebe ZO.

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    "Zum einen: hat der Autor das seltene Glück, ein Vorabexemplar der "Bibel der Psychiatrie" (welch un-polemischer Ausdruck) zu ergattern, oder woher genau weiß er, was alles passieren wird?"

    Kann man alles auf dsm5.org nachlesen, der Development-Seite der APA. ;)

    Psychopharmaka frei im Handel kaeuflich sind?

    Auch wenn sie fuer diese Mittel TV-Werbung sehen, brauchen Sie dafuer natuerlich ein Rezept.

  3. Wer länger als zwei Wochen trauert (vor wenigen Jahrzehnten gab es noch ein Trauerjahr) ist krank. Kinder, die nicht ins Gepräge passen und allzuoft elterliche Erziehungsfähigkeit vermissen lassen, sind krank. In diesen Entwicklungen kann ich kein hifreiches Raster zur Klassifizierung und Behandlung von Kranken erkennen. Es drängen sich vielmehr die üblichen Vedächtigen in den Vordergund: Gesteigerter Geltungsdrang, Habgier, Egomanie, Hochmut. Warum wird sowas nicht verhindert?

    Danke, dass wir hier zumindest darüber informiert werden und nicht einfach irgendwann in der Psychatrie landen wegen krankhafter Trauer!

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    ist eine philosophische Frage.
    Hier geht es nur darum, wie gut jemand innerhalb der Gesellschaft funktioniert.
    Kritisieren sie nicht die Psychologie, kritisieren sie die Gesellschaft!

    *Ironie on* Wenn man nach 2 Wochen Trauer schon als depressiv gilt und man von Therapeuten, die man anruft, die Antwort bekommt "Ich habe drei Jahre Wartezeit", dann sollte man sich besser schon jetzt auf einen Therapieplatz bewerben, damit man, wenn in den nächsten Jahren ein geliebter Mensch stirbt, sofort "adäquat" therapiert wird.*Ironie off*

    Ich würde eher zum Therapeuten, wenn mir der Tod eines geliebten Menschen so egal wäre, so dass dieser bei mir nach 2 Wochen keine Regung mehr auslösen würde.

    "Gesteigerter Geltungsdrang, Habgier, Egomanie, Hochmut. Warum wird sowas nicht verhindert?" Wer soll das verhindern - und wie? Es sind zu wenig Leute, die so denken, und diese wenigen können/wollen auch nicht zusammenhalten - leider. Und allein ist jeder schwach.

  4. Wer zwei Wochen trauert, muss nicht depressiv sein.
    Wer nach zwei Wochen Trauer aber zum Arzt rennt, um "etwas zu kriegen" und sei es nur eine AU, muss zwangsläufig auch eine Diagnose erhalten.

    Mir klingelt da so ein hysterisches Gekeife im Ohr. Jeder, wirklich ausnahmslos jeder soll mitkriegen, wie schlecht es mir geht und was für eine Sonderbehandlung ich benötige. Aber niemand hat das Recht, mir zu sagen, was ich hätte. Das weiß ich selber besser.

  5. Stimmen die Angaben über Jahrgang und Studium im Kurzporträt des Autors?

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    • deDude
    • 07. Mai 2013 13:27 Uhr

    Sind Kommentare zu Psychologie nur Akademikern kurz vor dem Ruhestand vorbehalten?

    Ich finde es richtig und wichtig auch einmal anzusprechen wie heute diagnostiziert und vor allem auch behandelt wird. Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld Ärzte, die bei jeder Gelegenheit Antibiotika verschreiben und sei es gegen eine einfache, mild verlaufene Grippe.

    Ich kenne Ärzte, die eine Depression nicht von einer Phase der schlechten Laune unterscheiden können und vollkommen gesunden Menschen Anti-Depressiva verschreiben.

    Wenn das Kind heute tut was ein Kind eben so tut, herumtollen, nicht auf seine Eltern hören und frech sein, dann ist das Kind nicht Kind, sondern krank und braucht psychologische Behandlung, wenn das Kind zu Beginn der Pubertät nicht in die Schule will (und Hand auf's Herz, wer von uns wollte das schon) dann braucht es keine klare Ansage der Eltern sondern einen Psychater der "das Kind schonend an die Schule heranführt".

    Das Leben ist doch kein Ponyhof, da gibt's Aufs und Abs und jeder einzelne von uns muss irgendwie damit klarkommen. Früher hatte man in solchen Situationen Freunde die einem über einen Verlust hinweggeholfen haben, die für einen da waren wenn man sie brauchte, heute gibt's aber leider bei vielen nurnoch Arbeit - Arbeit - Arbeit und man ist in vielen Familien und unter Freunden froh wenn wenigstens das Wochenende für die gemeinsame Zeit übrig ist.

    Für mich ist das alles ein Resultat der Entwicklung unserer Gesellschaft in der nur das ICH zählt.

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie den konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/jp

    Lieber Herr Habekuß,
    ich habe etwas provokant ihre Qualfikation hinterfragt.

    Das war unfair, weil ich das sicher nicht getan hätte, wenn ich die weiter oben zitierte Stelle richtig verstanden hätte.
    Asche auf mein Haupt und Ihnen alle Gute!

    PS: Mir bleibt der Trost, dass ich ohne dieses Missverständnis niemals nicht auf das Kurzporträt geklickt hätte, und das schadet eigentlich nie.

  6. "Zum einen: hat der Autor das seltene Glück, ein Vorabexemplar der "Bibel der Psychiatrie" (welch un-polemischer Ausdruck) zu ergattern, oder woher genau weiß er, was alles passieren wird?"

    Kann man alles auf dsm5.org nachlesen, der Development-Seite der APA. ;)

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wenig fundierte Kritik"
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    Da hatte ich tatsächlich nachgeschaut, aber wirklich handfeste Informationen habe ich dort nicht gefunden. Ist ja auch noch eine "work in progress", wie man so schön sagt.

    • Jappie
    • 08. Mai 2013 11:14 Uhr

    Also ich kann das Werk dort nicht einsehen, nur vorbestellen - und für eine fundierte Aussage sollte man schon mal das Original eingesehen haben. Das ist jedenfalls der Standart, den ich an von mir geäußerte Kritik lege.

    • genug
    • 07. Mai 2013 13:15 Uhr

    ..werden demzufolge noch mehr Kinder und Erwachsene. Empathie (Trauer bei Tode eines geliebten Menschen) wird kurzerhand als krank erklärt. Lebendige Kinder, die wegen dem Sitzzwang in der Schule natürlicherweise zappeln, werden als krank erklärt.

    Keine Frage: diese Medizin züchtet Roboter, die Pharma- und Therapeutenlobby freut´s.

    Und wieder vermisse ich eine gesellschaftliche Diskussion i.S.v. wie wollen wir leben? was ist Glück? welche Rechte haben Kinder? welchen Wert räumen wir Gefühlen ein? usw., stattdessen haben gesellschaftsschädigende Auswüchse des Kapitalismus nach wie vor freie Hand. Nicht gut.

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    dass Sie es nicht in der Hand hätten.

    Sie werden nicht gezwungen Psychopharmaka zu nehmen. Auch müssen Sie ihre Kinder nicht zum Arzt bringen und ihnen Ritalin verschreiben lassen.

    Zudem gibt es auch viele alternative Schulformen, in denen Ihr Kind vielleicht besser zurecht kommt, wenn es nicht still sitzen kann. (obwohl es hier schwerer ist, diese Angebote gibt es nicht überall)

    Aber im Bezug auf Medikamente haben Sie es doch selber in der Hand!

  7. Leider scheint der Autor des Artikels eine psychiatrische Diagnose mit eventueller Hilfe für Betroffene zu dämonisieren und damit althergebrachte Vorurteile von einer Pathologisierung der Gesellschaft zu schüren. Das DSM ermöglicht wie auch das ICD zunächst nur eine genauere Einteilung verschiedener Krankheiten und dient daher einer präziseren Diagnostik, welche Betroffenen zugutekommt. Es ist weder ein Manual, in welchem Behandlungsempfehlungen gegeben werden, noch wird es dazu dienen ein unangemessenes Maß an Psychopharmaka zu verordnen.

    Angstbilder wie „Überdiagnostik und pharmakologischen Übertherapie“, Schlagworte wie „Bibel der Psychiatrie“ sowie Sätze wie „Ende Mai werden auf der Welt plötzlich Millionen Geisteskranke mehr leben.“ hätte man – insbesondere im Hinblick auf die Wortwahl – wohl eher reißerischen Boulevard-Blättern zugetraut.

    Es wäre schön gewesen, hätte der Autor den Platz genutzt, um auf einem ohnehin vorurteilsbehafteten Gebiet aufzuklären statt zu verdunkeln.

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    Schon die Überschrift "Heute noch normal, morgen schon verrückt" stigmatisiert Menschen mit psychischen Störungen.
    Und in diesem Ton geht es leider im ganzen Artikel weiter. Sehr schade!

    • doof
    • 07. Mai 2013 14:17 Uhr

    zuständig für den DSM IV:

    http://www.zeit.de/2013/1...

    "Vor einer Inflation der Diagnosen in der Psychiatrie warnt deshalb der international renommierte Psychiater Allen Frances. Er zeigt auf, welche brisanten Konsequenzen die Veröffentlichung haben wird: Alltägliche und zum Leben gehörende Sorgen und Seelenzustände werden als behandlungsbedürftige, geistige Krankheiten kategorisiert. Verständlich und kenntnisreich schildert Allen Frances, was diese Änderungen bedeuten, wie es zu der überhandnehmenden Pathologisierung allgemein-menschlicher Verhaltensweisen kommen konnte, welche Interessen dahinterstecken und welche Gegenmaßnahmen es gibt. "
    http://www.dumont-buchver...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arzt | Depression | Medikament | Mediziner | USA
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