Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Forscherin oder ein Forscher im Leben erhalten kann: der Nobelpreis. Und es ist eine Ehrung, die der Öffentlichkeit sagt: Was hier geleistet wurde, geht uns alle an.

Den Anfang der Nobelpreiswoche 2013 machte das Gremium des Nobelpreises für Physiologie und Medizin am Karolinska-Institut im schwedischen Stockholm. Seine Mitglieder haben die diesjährigen Preisträger bekanntgegeben: Die US-Forscher James Rothman und Randy Schekman sowie der aus Deutschland stammende Thomas Südhof erhalten den Nobelpreis. Sie erforschten, wie Zellen Stoffe transportieren.

Im vergangenen Jahr haben die Zellforscher John Gurdon aus Großbritannien und der Japaner Shinya Yamanaka die begehrte Auszeichnung erhalten. Sie hatten erwachsene Körperzellen in einen Zustand zurückprogrammiert, in dem diese sich wie embryonale Stammzellen zu allen möglichen Gewebearten entwickeln können.

Jedes Jahr bekommen die Jurymitglieder zwischen 200 und 300 Kandidatenvorschläge in den einzelnen Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Frieden, Literatur und Wirtschaft. Selbst vorschlagen darf sich niemand. In die Auswahl kommt nur, wer von einem früheren Preisträger, einem Lehrstuhlinhaber aus dem jeweiligen Fachgebiet in Skandinavien oder einem Akademiker, den das Nobelkomitee für würdig befunden wird.

Vergeben werden die Preise seit 1901. Sie gehen auf das Testament des Großindustriellen und Wissenschaftlers Alfred Nobel zurück. Der Erfinder des Dynamits stiftete den Großteil seines Vermögens für die Auszeichnungen, die seinen Namen tragen. Er wollte damit die wichtigsten Entdeckungen, Erfindungen, Fortschritte, literarischen Werke und Friedensbemühungen einzelner Personen würdigen lassen.

Am 8. Oktober ab 11.45 Uhr verkündet das Nobelkomitee in Stockholm den oder die Preisträger in der Kategorie Physik. Die Bekanntgabe können Sie auf ZEIT ONLINE live verfolgen.