Global Drug Survey - Beteiligen Sie sich an der weltweit größten Umfrage zum Drogenkonsum Alkohol, Zigaretten, Haschisch, wie viel konsumieren Menschen? Das soll aus dem jährlichen Global Drug Survey hervorgehen. ZEIT ONLINE unterstützt die weltweit größte Umfrage zum Drogenkonsum und bittet Sie, mitzumachen.

Drogen versprechen Spaß, sollen Hochgefühle auslösen, Beschwerden lindern oder beruhigen. Es sind die positiven Eigenschaften, die Millionen Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt zu Rauschmitteln greifen lassen. Ganz gleich ob sie legal sind wie Alkohol und Tabak oder verboten wie Cannabis, Kokain, Amphetamine und Heroin.

Erhebungen zum Drogenkonsum basieren fast immer auf Daten aus Kliniken und Therapiezentren, werden von Ärzten und Sozialstationen erhoben. Sie lenken den Fokus auf diejenigen, die von Drogen abhängig geworden sind – mit entsprechend schweren psychischen und körperlichen Folgen. Solche Studien zeichnen jedoch ein Bild des Süchtigen am Rande der Gesellschaft. Sie erfassen nur diejenigen, für die die negativen Auswirkungen der Drogen überwiegen.

Dabei nehmen Menschen in allen Gesellschaftsschichten Drogen, ob sie fest im Beruf stehen, Familie haben oder Akademiker sind. Für gewöhnlich erfassen Studien niemanden, der mit Drogen glücklich lebt und zurecht kommt. Der Global Drug Survey will auch diese Leute erreichen. Die weltweit größte Umfrage zum alltäglichen Rauschmittelkonsum richtet sich bewusst nicht an Ärzte und Therapeuten, sondern direkt an all diejenigen, die im Alltag Drogen nehmen – vom einfachen Glas Wein über frei verkäufliche Medikamente bis hin zu Kokain oder Heroin.

Erstmals soll der Global Drug Survey in diesem Jahr auch erheben, wie die Deutschen zu Drogen stehen, was sie nehmen, wie oft und aus welchen Gründen. Diese Fragen können helfen, über die positiven wie negativen Folgen von Drogen unabhängig aufzuklären. Deshalb unterstützt ZEIT ONLINE dieses Vorhaben. 

Der Global Drug Survey findet bereits zum dritten Mal seit 2011 statt – bisher kamen die Teilnehmer aber vor allem aus dem englischsprachigen Raum. Die ersten Auswertungen haben gezeigt, dass die meisten Menschen, die hin und wieder etwas nehmen, nicht abhängig sind. Rauschmittel gehören für viele zum Leben dazu. Wer über Drogen, Drogenpolitik und -missbrauch diskutieren will, sollte das nicht ignorieren, sondern genau hier ansetzen. Nur so kann die Debatte über die gefährlichen bis hin zu tödlichen Folgen von Rauschmitteln differenziert geführt werden.

Nehmen Sie an der weltweit größten Studie zum Drogenkonsum teil. Klicken Sie auf das Bild.

Wir wollen wissen, was Sie nehmen, wie viel und wie oft. Das Bier am Abend, die Zigarette zwischendurch, vielleicht hin und wieder ein Joint? Oder ist es das selbst verordnete Schmerzmittel, sind es die Schlaftabletten für die Nacht? Die Pillen, um die Uniprüfung zu überstehen oder das Job-Projekt noch zu schaffen?

Was geben Sie für Rauschmittel aus? Wo kaufen Sie sie, online oder auf der Straße? Probieren Sie auch neue und illegale Drogen aus? Schrecken Sie Strafen davon ab, bestimmte Rauschmittel zu konsumieren? Wichtiger noch: Wie versuchen Sie, Gesundheitsschäden zu vermeiden? Wie wirken Anti-Drogen-Kampagnen auf Sie?

An der Umfrage können Sie hier online teilnehmen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Befragung in diesem Jahr auf Cannabis. Keine andere illegale Droge wird in Deutschland häufiger genommen. Der Global Drug Survey fragt unter anderem nach den Qualitäts- und Preisunterschieden von Marihuana und Haschisch. 

Generelles Ziel ist es, eine Momentaufnahme des alltäglichen Drogenkonsums von Menschen ab 16 Jahren zu erstellen. Unabhängig davon, in welchem sozialen Umfeld sie leben. Die Ergebnisse sollen helfen, Menschen besser vor den negativen Folgen von Drogen zu schützen. Auch unterstützen sie Politiker darin, aktuelle Gesetze und Regelungen zu hinterfragen. Bringen Verbote etwas oder nicht? Wie können suchtgefährdete Menschen besser erreicht werden? Wie schützt man sich vor der Abhängigkeit?

Erstellt hat den Global Drug Survey ein Expertenteam um den britischen Suchtexperten, Mediziner und Psychiater Adam Winstock. Winstock hat das Projekt als unabhängiges und selbstfinanziertes Institut gegründet, das verspricht, alle Daten zum Drogenkonsum vertraulich und anonym zu erheben.

ZEIT ONLINE wird in den kommenden Wochen weiter über Drogenkonsum im Alltag und über die Ergebnisse der weltweiten Befragung berichten. Sie können der Debatte und den Themen rund um den Global Drug Survey auch auf Twitter unter #GDS2014 folgen.

Die Umfrage wird dieses Mal von Medien in 17 Ländern auf vier Kontinenten unterstützt. Darunter der britische Guardian, die amerikanische Huffington Post und die französische Libération. ZEIT ONLINE wird im Frühjahr 2014 über die Ergebnisse berichten. Die Initiatoren hoffen auf mehr als 50.000 Teilnehmer weltweit.

Nehmen Sie sich kurz Zeit, machen Sie mit.

Update: Die Ergebnisse sind da: Mehr als 22.000 Menschen in Deutschland haben sich an der Online-Umfrage Global Drug Survey 2014  beteiligt. Daraus ist der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht entstanden.

Alle Hintergründe, Grafiken und Ergebnisse zum ZEIT-ONLINE-Drogenbericht 2014 © ZEIT ONLINE

Nie zuvor haben mehr Deutsche so detailliert beschrieben, was sie rauchen, schnupfen, trinken und einwerfen. Hier finden Sie alle Ergebnisse der Umfrage sowie weitere Grafiken und Artikel zu Drogen in Deutschland.

* Anmerkung der Redaktion: Die Initiatoren des Global Drug Survey (GDS) versichern, die Befragung anonym durchzuführen, die IP-Adressen der Teilnehmer nicht zu speichern und die Rohdaten weder an andere Organisationen noch an Strafverfolgungsbehörden weiterzugeben oder zu verkaufen. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Ihr Internetprovider erfasst, welche Internetseiten Sie aufrufen. Wenn Sie an der Umfrage teilnehmen möchten, ohne dass Ihr Provider das registriert, sollten Sie ein Internetcafé aufsuchen oder über einen Proxyserver surfen. Die Verbindung zur Umfrage selbst ist verschlüsselt, Ihre Angaben können also nicht einfach von Dritten mitgelesen werden.

Aufruf: Der Global Drug Survey 2015 hat begonnen. Nehmen Sie bis zum 20. Dezember 2014 an der weltweit größten Umfrage zum Drogenkonsum teil und helfen Sie mit, Drogenkonsum sicherer zu machen (Lesen Sie hier mehr).

Die Ergebnisse werden wir Ihnen im Sommer 2015 exklusiv auf ZEIT ONLINE vorstellen. Folgen Sie der Umfrage auch auf Twitter via #GDS2015 und @GlobalDrugSurvy. Berichte und Hintergründe zum Thema auf ZEIT ONLINE finden Sie hier.