Ob das Bier nach Feierabend, die Zigarette in der Pause oder verbotene Stoffe wie Cannabis, Ecstasy oder Kokain: Gemeinsam mit dem Global Drug Survey, der weltweit größten Drogenumfrage im Netz, hat ZEIT ONLINE schon jetzt mehr Menschen in Deutschland zu ihrem Drogenkonsum befragt als es je eine Studie zuvor. Sie können weiterhin teilnehmen – noch bis zum 20. Dezember. Was nehmen Sie, wie oft, warum und wie?

Der anonyme Fragebogen richtet sich an alle, die gelegentlich oder häufiger Alkohol trinken, rauchen, kiffen, koksen, synthetische Drogen wie Ecstasy nehmen oder zu Medikamenten greifen, für die sie eigentlich ein Rezept bräuchten oder die sie schlucken, ohne krank zu sein.

Millionen von Menschen nehmen Rauschmittel, um Schmerzen zu lindern, zu entspannen, ihre Leistung zu steigern oder um einfach Spaß zu haben. Wir wollen von Ihnen wissen, was genau Sie konsumieren, wo Sie Drogen kaufen, ob auf der Straße oder auch online? Was geben Sie dafür aus? Und uns interessiert: Wie versuchen Sie, dabei gesund zu bleiben?

ZEIT ONLINE unterstützt bereits zum zweiten Mal den Global Drug Survey. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 22.000 Menschen in Deutschland teil. Damit hatte die Onlineumfrage mehr Teilnehmer als jede andere Erhebung zum Thema Drogen. In diesem Jahr werden noch mehr Leser teilnehmen, schon jetzt sind es mehr als 25.000 – die Wissenschaftler hinter der Befragung erhoffen sich noch detailliertere Ergebnisse. Die anonym gewonnenen Daten sollen helfen, die gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit Drogen zu beleben. Wie ließe sich Drogenpolitik sinnvoller gestalten? Wie sieht eine Suchtprävention aus, die auf Fakten und den Erfahrungen von Drogenkonsumenten aufbaut?

Alle Leser ab 16 Jahren sind aufgerufen, an der Onlinebefragung teilzunehmen.

Global Drug Survey 2015 - Welche Drogen nehmen Sie? Alkohol, Marihuana und illegale Substanzen – wie viel konsumieren Menschen? Das soll aus dem Global Drug Survey 2015 hervorgehen. ZEIT ONLINE bittet Sie, mitzumachen unter www.zeit.de/gds-daten.

Das Besondere am Global Drug Survey: Die Antworten geben Einblick in den Alltag von Menschen, die zwar Drogen konsumieren, aber keine größeren Probleme damit haben. Es werden also nicht nur – wie in vielen anderen Statistiken zu Drogen – Menschen erfasst, die abhängig und krank, straffällig oder sonst auffällig geworden sind und etwa Hilfe in einer Suchtklinik oder Beratungsstelle suchen.

Alle Drogen schaden, aber nicht alle in gleichem Maße

Umgekehrt kann dies aber auch heißen: Wer seinem Körper mit Alkohol, Tabak und verbotenen Substanzen schadet, hält sich eventuell für völlig normal. Viele schätzen die Gefahren von Drogen vermutlich falsch ein. Sie sehen deshalb auch keinen Anlass, etwas an ihrem Verhalten zu ändern.

Dies war auch eines der Ergebnisse des ersten ZEIT-ONLINE-Drogenberichts, der aus den Daten des Global Drug Survey 2014 entstanden ist.

Zu wissen, warum sich Menschen für Drogen entscheiden, ist die Grundlage, um offen über Risiken sprechen und sinnvoll aufklären zu können. All die genannten Stoffe sind schädlich, aber nicht jede Droge ist gleich zerstörerisch. Wie also lassen sich Nebenwirkungen reduzieren?

Alle Hintergründe, Grafiken und Ergebnisse zum ZEIT-ONLINE-Drogenbericht 2014 © ZEIT ONLINE

ZEIT ONLINE versucht, gemeinsam mit dem Global Drug Survey, Antworten auf solche Fragen zu finden. Wenn dies gelänge, wäre viel erreicht.

Den Fragebogen hat der britische Suchtexperte Adam Winstock mit seinem Team erstellt. Der Mediziner und Psychiater hat das Projekt als unabhängiges und selbstfinanziertes Institut gegründet, das verspricht, alle Daten zum Drogenkonsum vertraulich und anonym zu erheben (Lesen Sie hier mehr zu Datensicherheit und dem Aufbau der Studie).

Medien in 20 Ländern auf vier Kontinenten unterstützen den Survey in diesem Jahr. Darunter der britische Guardian, die amerikanische Huffington Post und die französische Libération. ZEIT ONLINE wird im Sommer 2015 die Auswertung der Ergebnisse präsentieren.

Lesen Sie auch wichtige Hinweise zum Datenschutz und für eine sichere Teilnahme an der Umfrage.

Folgen Sie dem Global Drug Survey 2015 auch auf Twitter über @GlobalDrugSurvy und #GDS2015. ZEIT ONLINE berichtet in den kommenden Wochen im Rahmen der laufenden Umfrage in einem Themen-Spezial über Drogen.