Der Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungsparteien das sogenannte E-Health-Gesetz verabschiedet. Damit können künftig mehr Daten auf den Gesundheitskarte gespeichert werden. Das bedeutet, dass etwa auch erfasst wird, welche Medikamente ein Patient einnimmt und welche Vorerkrankungen er hatte. Die neuen Regelung hat zum Ziel, dass Informationen zwischen Ärzten und Kliniken besser ausgetauscht werden können. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht in dem neuen Gesetz einen "echten Nutzen für die Versicherten."

Bislang wurden auf der Gesundheitskarte nur Informationen wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Details zur Krankenversicherung gespeichert. Die elektronischer Gesundheitskarte ist seit Anfang des Jahres Pflicht für jeden, der eine gesetzliche Krankenversicherung besitzt. Ab Mitte 2016 soll es möglich sein Versichertendaten online abzugleichen und zu aktualisieren.

In den folgenden Jahren sollen immer mehr Daten auf den Gesundheitskarten gespeichert werden. Für 2018 ist die Integration von Notfalldaten, etwa Allergien oder Implantate, geplant. Diese kann der Arzt bei einem Unfall sofort abrufen. Bis Ende 2018 soll es auch eine elektronische Patientenakte geben, die Daten wie Röntgenbilder oder Arztbriefe umfasst.