Überraschend schnell haben sich in den vergangenen Monaten Hunderttausende Menschen mit dem für die meisten recht harmlosen Zika-Virus angesteckt. Verbreitet wird der Erreger durch infizierte Mücken. Allein in Brasilien gibt es derzeit mehr als 1,5 Millionen Infizierte. Behörden verzeichneten bis Ende Februar 2016 in rund 40 Ländern aktuelle, bestätigte Zika-Fälle. Zum Teil handelt es sich im einzelne Infektionen, eine Verbreitung im Land ist laut Experten nicht zu erwarten.

Die Verantwortlichen der Weltgesundheitsorganisation WHO sagen deutlich: Es gibt keinen Grund zur Panik. Die meisten Menschen, die sich anstecken, bemerken dies gar nicht. Nur bei einigen kommt es zu leichtem Fieber, Hautausschlag und geröteten Augen. Im Schnitt entwickelt etwa jeder vierte bis fünfte Infizierte solche Symptome.

Ein besonderes Risiko besteht nach jetzigem Kenntnisstand nur für schwangere Frauen. Stecken sie sich mit dem Virus an, kann der Erreger über das Blut auf das Kind übertragen werden – selbst wenn die Frau keine Symptome hat. Noch steht der Beweis aus, doch es gilt als sehr wahrscheinlich, dass diese Weitergabe in seltenen Fällen zu Fehlbildungen unter Neugeborenen führen kann.

Zika-Virus - WHO befürchtet Millionen Erkrankungen Viele südamerikanische Regierungen gehen gegen die Stechmücken vor, die das gefährliche Zika-Virus übertragen. Dennoch rechnet die Weltgesundheitsorganisation WHO mit vier Millionen Krankheitsfällen in diesem Jahr.

Da es weder spezifische Therapien noch Impfungen gegen das Zika-Virus gibt, ist der beste Schutz, Mückenstiche zu vermeiden, um sich nicht anzustecken. Dabei ist zu beachten, dass Aedes-Mücken, die den Erreger in sich tragen, auch tagsüber stechen.

Stichfeste Kleidung sowie Moskitonetze in der Nacht sind derzeit ratsam. Zudem empfehlen Behörden Insektenschutzmittel mit Wirkstoffen wie DEET oder IR3535.