Stiftung Warentest hat 21 Nuss-Nugat-Cremes getestet. © Daniel Karmann/dpa

In zahlreichen Nuss-Nugat-Cremes hat die Stiftung Warentest bei einer Laboruntersuchung Schimmelpilzgifte gefunden. In 16 von 21 getesteten Schokoladenaufstrichen waren sogenannte Aflatoxine nachweisbar, wie es in der April-Ausgabe der Zeitschrift test heißt. Alle Aufstriche hielten demnach jedoch den Grenzwert ein. In den anderen fünf Produkten wurden keine Schimmelpilzgifte gefunden, darunter im Klassiker Nutella sowie in den günstigeren Alternativen von real,-, Kaufland und Aldi Nord und dem Bioprodukt Bionella.

Aflatoxine können entstehen, wenn falsch gelagerte oder nicht richtig getrocknete Haselnüsse schimmeln. Laut Stiftung Warentest sind diese Gifte "nicht immer vermeidbar".

Der erhöhte Aflatoxin-Gehalt in den untersuchten Nuss-Nugat-Cremes könnten dem Bericht zufolge saisonal bedingt sein. Möglicherweise sei "mehr Ware schlechterer Qualität in den Handel gekommen", nachdem die Haselnussernte im Hauptanbauland Türkei 2014 schlecht ausgefallen war.

Die Stiftung Warentest prüfte nicht nur den Schadstoffgehalt der 21 Schokoaufstriche, sondern unter anderem auch Aussehen und Geschmack sowie die Verpackungen, die darauf zu findenden Angaben und Werbeaussagen. Neben Testsieger Nutella schnitten noch fünf weitere Nuss-Nugat-Aufstriche mit dem Gesamturteil "gut" ab. Zwölf Cremes beurteilten die Tester als "befriedigend", eine wurde als "ausreichend" eingestuft.

Zwei Schokocremes erhielten das Gesamturteil "mangelhaft". Die mit 1,74 Euro pro 100 Gramm teuerste Creme wurde laut Stiftung Warentest wegen Schadstoffen aus dem Fett abgewertet. Die andere war demnach auf der Verpackung als "laktose- und milchfrei" deklariert worden. Sie enthielt aber Spuren von Laktose und Milcheiweiß.