Sie sind ganz schön druff. Auf Drogen. Und das wissen Sie auch. Zusammen mit dem Global Drug Survey, der weltweit größten Drogenumfrage im Netz hat ZEIT ONLINE Ende 2015 bereits zum dritten Mal seine Leser gefragt, was sie trinken, rauchen, schnupfen, schlucken oder sonst wie zu sich nehmen. 29.866 Menschen haben geantwortet. Die wichtigsten Ergebnisse aus Deutschland im Überblick, in Form einer Kartengeschichte:

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Reuters
30.000-Mal high

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Der Global Drug Survey ist die größte Umfrage unter Drogennutzern. Ein Drittel aller Befragten kamen aus Deutschland. Wer mitgemacht hat?

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Danny Moloshok/Reuters
Vor allem unsere Leser

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Die Daten sind nicht repräsentativ, aber hilfreich: Wie geht es Ihnen mit Drogen? Das Ziel: Wer weiß, was er tut, lebt ungefährlicher.

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Richtige Antwort. Zwar kommt es bei allen Drogen auf die Dosis an. Crack rangiert aber ganz oben, wenn es um gesundheitliche Schäden für den Einzelnen geht. Es macht abhängig und zerstört Nervenzellen. Wer Koks schnieft, ist auch nicht besser dran: Geschmacks- und Geruchsnerven verkümmern, Gefäße werden geschädigt. Auf Dauer kommen Organschäden hinzu, auch Psychosen sind mögliche Folgen.

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Richtig! So viele Menschen würden ihren Konsum im nächsten Jahr gerne reduzieren. Jeder zehnte Alkoholtrinker konnte übrigens mindestens einmal pro Monat nicht aufhören zu trinken. 13 Prozent bereuen ihr Trinkverhalten regelmäßig.

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Lesen Sie alles über die Risiken von und den Umgang mit Drogen auf der Themenseite "Wie gefährlich ist der Rausch?".

Ein einzigartiger Einblick ist es, den ZEIT ONLINE mit dem Global Drug Survey jedes Jahr gewinnt. Keine andere Erhebung trägt in größerer Zahl die Erfahrungen von Frauen und Männern zusammen, die Drogen nehmen. Das Ziel ist ein alternativer Drogenbericht, der informiert, aufklärt, Verhaltenstipps gibt und versucht, den Konsum weniger schädlich zu machen als bisher. 

Hier ist im Video ein kurzer Überblick auf die internationalen Ergebnisse. Rund 100.000 Menschen aus 23 Ländern haben mitgemacht:

Ob Sie Alkohol trinken oder lieber Cannabis rauchen, ob die Droge Ihrer Wahl erlaubt ist oder verboten: Riskant ist der Konsum immer. Seit Jahrzehnten lernen Menschen, dass verbotene Drogen besonders schädlich sind. Dabei sterben an den Folgen von Alkohol und Tabak jedes Jahr allein in Deutschland geschätzt 195.000 Menschen. Mehr als an jeder anderen Droge. Wer hingegen Verbotenes schnupft oder schluckt, raucht oder spritzt, ist ein Straftäter und kriminell. Darin zeigt sich eine Schwäche der derzeitigen Drogenpolitik. ZEIT ONLINE hat deshalb Vorschläge für moderne Drogengesetze veröffentlicht:

Hinweise zum Umgang mit Drogen

Jeder weiß, dass zu viel Zucker und Fett in Lebensmitteln dem Körper schaden. Also gibt es Empfehlungen, wie wir uns gesünder ernähren können. Vergleichbare Kampagnen sollen über einen weniger riskanten Umgang mit Alkohol und Tabak aufklären. Für verbotene Substanzen sind solche Informationen hingegen tabu.

Unsinniger könnte diese Haltung kaum sein. "Sichererer Drogenkonsum ist angenehmerer Drogenkonsum", sagt Adam Winstock. Der Mediziner und Psychiater leitet den Global Drug Survey. Die Umfrage zeige: "Die meisten Menschen, die Drogen nehmen, sind keine Idioten. Sie wollen ihr Leben nicht ruinieren". Was sie antreibe, zu Drogen zu greifen? "Vergnügen und Genuss", sagt Winstock.

Verbote haben daran nichts geändert, dass immer mehr Menschen Drogen nehmen. Um sie zu schützen, ist es sinnvoller, auf Aufklärung und Prävention zu setzen.

Dazu sammelt der Global Drug Survey auch Ihre Erfahrungen. Wie sehr sorgen Sie sich um Freunde, die Drogen nehmen? Haben Sie schon einmal neue synthetische Stoffe probiert, von denen Sie nicht wussten, was Sie da nehemen? Lassen Sie Ihre Drogen testen?


Fünf Minuten Zeit? Unsere Mini-Umfrage sammelt Ihre Erfahrungen: Wie sehr sorgen Sie sich um Freunde, die Drogen nehmen? Haben Sie schon einmal Drogen testen lassen? (Lesen Sie hier mehr zum Global Drug Survey).

ZEIT ONLINE widmet diesem Schwerpunkt ein ganzes Dossier, unter anderem mit diesen Themen: