Die Fälle von Zika-Infektionen in Brasilien haben sich um mehr als 95 Prozent reduziert. Die Zahl lag in den ersten beiden Monaten dieses Jahres noch bei 1.653, in 30 bestätigten Fällen handele es sich um schwangere Frauen, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien noch 30.683 Zika-Infektionen registriert worden. Das von der Moskitoart Aedes aegypti übertragene Virus kann bei den Embryonen irreparable Schädelfehlbildungen auslösen.

Wegen der Epidemie mit Brasilien als Zentrum hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor einem Jahr den globalen Gesundheitsnotstand erklärt, den sie im November 2016 wieder aufhob. Die brasilianische Regierung schickte Zehntausende Soldaten in den Kampf gegen die Moskitos

Die ersten Monate des Jahres gelten wegen der tropischen Temperaturen im südamerikanischen Sommer als Monate mit der größten Moskitogefahr. Auch die Dengue-Fälle seien in den ersten beiden Monaten 2017 um knapp 90 Prozent zurückgegangen.

Zika löst bei den meisten Menschen eher harmlose, grippeähnliche Symptome aus. Allerdings kann eine Zika-Virusinfektion für Schwangere gravierende Folgen haben: Es gilt als erwiesen, dass Zika Fehlbildungen bei Ungeborenen auslösen kann, wenn sich die Schwangere infiziert. Die Kinder kommen etwa mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Zudem erkranken Infizierte in seltenen Fällen an einer Nervenkrankheit, dem Guillain-Barré-Syndrom.