In der Demokratischen Republik Kongo ist die Ebola-Epidemie erneut ausgebrochen. Sowohl das kongolesische Gesundheitsministerium als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigten einen ersten Fall dieser Erkrankung in der nordöstlichen Provinz Bas-Uele, der von einem Labor nachgewiesen wurde. Insgesamt gebe es neun Verdachtsfälle. Einen Anlass für Reise- oder Handelsbeschränkungen gebe es jedoch nicht. Der Ausbruch beschränke sich auf die Provinz.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Der Erreger kann hämorrhagisches, also mit schweren inneren Blutungen einhergehendes, Fieber auslösen. Das Virus, das zuerst am Ebola-Fluss im Kongo auftauchte, lässt sich in Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Bislang gibt es kein Heilmittel, ein Impfstoff wird derzeit noch getestet.

Bei der bislang größten Ebola-Epidemie starben in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone zwischen 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen, mehr als 28.000 hatten sich infiziert. Unabhängig von der großen Epidemie kam es im Kongo in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu kleineren Ebola-Epidemien, 2014 starben 49 Menschen.

In dem aktuellen Fall forderte der kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Die Behörden täten alles nötige, um die Epidemie im Bezirk Likati einzudämmen. "Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern", hieß es in einem Statement seines Ministeriums. Dem WHO-Landesdirektor zufolge werden die ersten Teams aus Epidemiologen, Biologen und weiteren Experten den schwer zugängigen Ort des Ausbruchs noch am Freitag oder Samstag erreichen.