Sie nehmen gar keine Drogen? Ganz sicher? Dann gehören Sie zu einer relativ kleinen Gruppe von Menschen weltweit, die weder Alkohol trinkt, noch raucht, niemals Kaffee oder anderes Koffeinhaltiges wie Mate oder Monster trinkt – und auch in der Hausapotheke nicht fündig wird. Für alle anderen sind Drogen Alltag, ob wir sie nun so nennen oder nicht. Wie oft greifen Sie nach solchen Substanzen – auch nach illegalen – und wie geht es Ihnen dabei?

Global Drug Survey 2018
ZEIT ONLINE ruft auf zur größten Drogenumfrage.

Um das herauszufinden, arbeitet ZEIT ONLINE mit dem Global Drug Survey zusammen, der weltweit größten unabhängigen Drogenumfrage. "Schon wieder?", denken jetzt vielleicht manche von ihnen. Ja, zum fünften Mal. Rund 120.000 Antworten haben wir so bereits in den vergangenen vier Jahren gesammelt. Der wohl umfangreichste Datensatz zum Thema überhaupt. Je weiter er wächst, desto detaillierter und stichhaltiger sind die Erkenntnisse daraus. Also bitten wir auch diesmal unsere Leser ab 16 Jahren, anonym an der Umfrage teilzunehmen (mehr dazu im Infokasten unten).

Drogen, das meint alles – von Alkohol und Tabak über Ecstasy, Koks, Pilze, Cannabis, Medikamente, Legal Highs bis hin zu Klebstoff oder koffeinhaltigen Energydrinks. Eben all jene Substanzen, die Sie nehmen, um sich zu entspannen, zu berauschen, Schmerzen zu lindern, leistungsfähiger zu sein, konzentriert zu arbeiten oder auch sich zu betäuben. Aus welchen Gründen auch immer. Unser Ziel ist ein realistisches Bild davon, was Menschen nehmen und warum. Nur so ist eine offene und ehrliche Debatte über Drogen möglich, darüber welchen Nutzen sie haben können und wann es gefährlich wird. Ganz ohne dabei Menschen zu verurteilen, die sich bewusst für den Konsum entscheiden oder all jene zu bewerten, die abstinent leben.

Warnhinweise auf Bier und Wein?

Dieses Mal wollen wir nicht nur erneut klären, wie sich Menschen im Rausch verhalten, was sie dafür ausgeben und wie sie gesund bleiben. Wir fragen auch, was Sie von Warnhinweisen auf Bier und Wein halten würden – zum Beispiel: "Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Gewalt und Missbrauch." Dann wollen wir wissen, was Ihre erste Droge war, und versuchen zu ermitteln, was am besten hilft, um mit Cannabis aufzuhören.

Fast jeder hat schon Drogenerfahrungen gesammelt, meist mit Alkohol. Drogen sind Kulturgut und waren schon immer mitten unter uns, und sind nicht etwas für eine kleine Minderheit. Millionen Menschen nehmen sie, die meisten tatsächlich ohne ernsthaft krank zu werden (Beyrer et al., The Lancet, 2016). Nicht wenige jedoch schaden sich so sehr, dass sie süchtig werden oder auch ihr Leben riskieren. Um das zu verhindern, braucht es mehr Wissen, Aufklärung und Hilfe statt härterer Strafen.

Machen Sie mit – und informieren Sie sich! ZEIT ONLINE hat im Laufe der letzten fünf Jahre auf Grundlage der Forschung ausgewertet, wie sich Drogen sicherer nehmen lassen, welche Risiken jeder kennen sollte und welchen Einfluss verschiedene Substanzen auf die Gesundheit, die Psyche, die Gesellschaft und unser Zusammenleben haben: Auf zeit.de/drogen finden Sie alle Reportagen, Hintergrundstücke und Tipps im Umgang mit Alkohol, Cannabis und vieles mehr.

Und nun, nehmen Sie bitte teil am Global Drug Survey 2018!

Wer bereits jetzt mehr über Gefahren und Hinweise zum Gebrauch einiger der gängigsten Drogen wissen will, für den haben wir dieses Glossar zusammengestellt:

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Lesen Sie die Übersicht zum Drogen im Check – ein Glossar in einer optimierten Fassung.