SolarkraftDie perfekte Zelle

Neue Fotovoltaikmodule arbeiten effektiver als gängige oder benötigen weniger teures Silizium bei gleichem Wirkungsgrad. Kommt bald die Solarwende? von Sascha Rentzing

Konzentratorzellen fokussieren Licht mit wenige Zentimeter grossen Linsen

Konzentratorzellen fokussieren Licht mit wenige Zentimeter großen Linsen nahezu 500-fach verstärkt auf leistungsstarke Solarzellen  |  © Concentrix Solar

Auch wenn Rezession und Bankenkrise derzeit unsere Hauptsorgen zu sein scheinen, gibt es mittel- und langfristig größere Probleme: Der Verbrauch von Öl, Gas und Kohle steigt weiter, und damit nimmt auch die Erderwärmung zu. Würden alle fossilen Energieressourcen verbrannt, dürfte der Temperaturanstieg Teile der Erde unbewohnbar machen – so lauten Schätzungen des Klimarats der Vereinten Nationen. Sogar die Internationale Energieagentur, die bislang als enger Verbündeter der Kraftwerksbetreiber galt, fordert daher in ihrem letzten World Energy Outlook (2008) eine "globale Energierevolution".

Die Solarindustrie will dabei laut Anton Milner, Vorstand des Europäischen Fotovoltaikindustrie- Verbands EPIA, eine Vorreiterrolle einnehmen: Sonnenkraftwerke mit 350 Gigawatt Gesamtleistung sollen bis 2020 jährlich gut 420 Terawattstunden beziehungsweise zwölf Prozent des in Europa benötigten Stroms liefern. Kein bescheidenes Ziel, steuern Solaranlagen doch...

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Leserkommentare
    • Meier_3
    • 09. Oktober 2009 9:33 Uhr

    1. Herkömmliche Solarmodule benötigen sehr viel Strom zur Herstellung. Da der in Deutschland zu ca. 2/3 aus Kohlekraftwerken kommt, muß entspr. viel CO2 auf den mit ihnen erzeugten Strom umgelegt werden - gar nicht schön "Öko".
    2.Seit kurzem bietet eine Firma aus BW Fotovoltaik-Zellen auf der Basis von Cu-In-Se2 an. Diese benötigt zu ihrer Herstellung nicht annähernd so viel Strom, ist somit bezügl. CO2-Bilanz deutlich günstiger. Kehrseite der Medaille: In/Indium ist knapp.

    • Meier_3
    • 09. Oktober 2009 9:42 Uhr
    2. E-Auto

    Wesentlicher Punkt für ihre Anwendung sind ihre Stromspeicher, die Akkumulatoren, kurz Akku's. Herkömmliche Blei-akku's haben eine recht begrenzte Energiedichte, ermöglichen nur begrenzte Reichweiten ( - die in vielen Fällen ausreichen). Günstiger sind Li-Ionen-Akku's. Die bisher hergestellten hatten die unschöne Neigung, gelegentlich zu explodieren, erst den neuesten hat man das abgewöhnt. Bevor man an eine Anwendung in größerem Maßstab denkt, sollte ein Praxistest zeigen, daß es wirklich so ist. Dann gibt es aber noch eine eklige Tatsache: Lithium-Vorkommen sind recht begrenzt, für riesige Zahlen von Autos sicher nicht ausreichend.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Spektrum der Wissenschaft
  • Schlagworte Erderwärmung | Gas | Kohle | Rezession | Strom | Vorstand
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