Schwarzer Peter oder harmloser Vogel?
Bronzefarben schimmerndes Gefieder, smaragdgrüne Augen: Der in Norddeutschland beheimatete Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist zum "Vogel des Jahres 2010" gewählt worden. Der Naturschutzbund (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern wollen sich damit offensiv für den Schutz des Tieres einsetzen. Das ist nicht unumstritten, denn Angler und Fischer sehen den Kormoran als Bedrohung
- Datum 15.10.2009 - 13:09 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Komerane haben noch keine Tierart ausgerotet. Die Überfischung der Teiche und der Meere schaffen das aber allemale. Im Bodensee macht dem Bodenseefelchen nicht der Komeran den garaus, sondern das Saubere Wasser und die vielen Touristen die Felchen essen wollen.
Das Problem des Kormoran ist ausserdem der extrem saure Kot. Ich hab mal eine Kormorankolonie beobachtet, die ein kleines Wäldchen zerstört hatte, indem sie von einem Baum auf den nächsten übersiedelte. Ebenso können Kormorane möglicherweise ganze Seen zum kippen bringen. Das Problem sind also wahrscheinlich nicht die Futtermengen, sondern die Ausscheidungen.
Eigentlich ist es übertrieben in Deutschland von "Natur" zu sprechen, denn es handelt sich um eine Kulturlandschaft. Diese muss gepflegt werden, also müssen auch die erfolgreichsten Tiere bejagt werden, weil sie keine natürlichen Feinde mehr haben. Das ist für mich ebenso akzeptabel wie der massvolle Verzehr von Fleisch, für den ja auch Tiere getötet werden.
Schutznetze würde ich mal als typische deutsche Lösung bezeichnen. Ziemlich panne und ausserdem wahrscheinlich auch schädlich für andere Viecher, wie z.B. Singvögel oder Enten.
dass sich bei einem angeblich so schädlichen Vogel nur die Angler und Fischzüchter empören und gestört fühlen.
Cui bono ist auch hier die Frage die man sich stellen sollte!
dass sich bei einem angeblich so schädlichen Vogel nur die Angler und Fischzüchter empören und gestört fühlen.
Cui bono ist auch hier die Frage die man sich stellen sollte!
dass sich bei einem angeblich so schädlichen Vogel nur die Angler und Fischzüchter empören und gestört fühlen.
Cui bono ist auch hier die Frage die man sich stellen sollte!
Angler sind, anders als Berufsfischer, keine Menschen, die von dem Ergebnis Ihrer Tätigkeit leben. Im Gegenteil, sie nennen sich überwiegend "Sportfischer". Die von ihnen angeführten Argumente der Hege und Pflege, nicht unähnlich der der Freizeitjäger bei Rotwild, dienen ihrem Zeitvertreib, um nicht zu sagen Freizeitvergnügen. Der Berufsfischer an deutschen Seen hat ein profundes Wissen, teilweise über Generationen hinweg weitergegeben, um die Eigenart, sogar die Bedürfnisse des Wesens, das seinem eigenen Broterwerb dient. So auch für die Bedeutung des Schilfgürtels als Kinderstube und Schutzgebiet, Wasserfilter und Atemspender. Nicht von ungefähr sind Berufsfischer bei wichtigen Entscheidung an und um große Oberflächengewässer immer auch Ansprechpartner von Verbänden und Entscheidungsträgern. Sie und Angler in einem Atemzug zu nennen, erscheint also auch im Zusammenhang mit der vorliegenden Veröffentlichung schon als dubios.
Dass Vögel nicht immer unserem ästetischen Kuschelideal zwischen Fell und Katzenklo entsprechen, ändert nichts an ihren naturgegebenen Bedürfnissen und dem Recht, sie auch auszuleben zu dürfen, statt es nutzbringend aushauchen zu müssen. Seeadler etwa brüten nur auf abgestorbenen Bäumen, und sie zieren doch Staatsflaggen. Als Fortschritt wäre dann schon zu bezeichnen, dass Spaziergänger ihre Hunde an die Leine nehmen, statt sie im Schilf zur Brutzeit wildern zu lassen. Aber wir wissen ja, welcher Freund des Deutschen bester ist, nach seinem Auto ...
Oh!!! hier arbeiten Mensch und Tier zusammen und im nächsten Satz kommt gleich der NABU (!Ironie!).
Das klingt ja doch zu schön um wahr zu sein. Ich glaube kaum, dass der NABU und der Autor diese Zusammenarbeit wirklich gutheißen kann, wenn er sich fünf Minuten länger mit dem Thema beschäftigen würde. Den Vöglen wird die Kehle zugeschnürt, damit Sie die erbeuteten Fische nicht schlucken. So was ist wirklich vorbildlich und das sollten wir auch in Deutschland einführen. Ob dann ein Artikel mit dem Titel "Hier arbeiten Mensch und Tier zusammen" erscheinen würde, wage ich zu bezweifeln.
"In Deutschland leben heute wieder rund 24.000 Brutpaare.." schreiben NABU und LBVB. Das klingt bescheiden. Der Bestand hat sich auf inzwischen 2 Millionen in Europa entwickelt. Der tägliche Nahrungsbedarf liegt bei täglich rund 1.000 Tonnen Fisch. Und weiter schreiben die Vogelschützer:"Jahrzehntelang war der Kormoran (Phalacrocorax carbo) aus Deutschland so gut wie verschwunden..". Der Leser soll aus dieser Formulierung vermutlich schließen, dass der Kormoran deutschlandweit verbreitet war. Dass sich der LBV diese Aussage zu eigen macht, ist peinlich. Ein Blick in die ornithologische Literatur hätte genügt um zu erkennen, dass der Kormoran z. B. in Bayern allenfalls seltener Durchzügler war. (A. J. Jäckel A. J. (1891) „Systematische Übersicht der Vögel Bayerns"
Noch eine falsche Behauptung gefällig? „Doch Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten...." Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Dort ist nachzulesen, wie die damals als Speisfisch begehrte Maräne von Kormoranen regional ausgerottet wurde. Dafür gibt es auch aktuelle Beispiele. Es gibt Anlässe, wo es dem NABU selbst geraten scheint, Tierbestände zu regulieren. Das geschieht dann meist ohne viel Aufhebens. Nachdem die Biberpopulation in Bayern etwas außer Kontrolle geraten ist und der Export von mehr als 1000 Tieren in andere Länder mangels Bedarf dieser Art nicht mehr läuft, wurden in Bayern vom NABU 1000 Tiere klammheimlich getötet!
Ehre, wem Ehre gebührt: Das bayernweite Biber-Managament betreibt nicht der NABU, sondern der BN, der "Bund Naturschutz in Bayern". Der NABU wird in Bayern durch den LBV vertreten (deswegen auch der gemeinsame "Vogel des Jahres"), der BN wiederum ist der bayerische Ableger des BUND. Der Freistaat hat halt auch im Naturschutz so seine Besonderheiten...
Von "klammheimlichen" Bibertötungen kann natürlich überhaupt keine Rede sein. Das im Sinne eines friedlichen Miteinanders von Biber und Mensch insgesatm sehr erfolgreiche Bibermanagement läuft in enger Absprache mit staatlichen Stellen. Nur wo Biber durch ihre Dämme größere Probleme bereiten und die Tiere nicht umgesiedelt werden können, kommt es - mit Genehmigung durch die Naturschutzbehörden - als ultima ratio zu Tötungen.
Was den Kormoranbestand angeht, so ist die "Maßeinheit" Brutpaare die in der Vogelkunde übliche. Die Zahl die Individuen schwankt nämlich aufgrund der hohen Jungensterblichkeit und der ohnehin nur vergleichsweise geringen Lebenserwartung vieler Arten im Laufe eines Jahres erheblich. Die 24.000 Brutpaare in Deutschland sind unbestrittener Fakt.
Wie flächendeckend der Kormoran vor 500, 1000 oder 2000 Jahren im Gebiet der heutigen Bundesrepublik verbreitet war, vermag niemand zu sagen. Es gibt aber hinreichend Funde und alte Quellen, die eine natürliche Verbreitung nicht nur an der Küste, sondern auch an vielen Stellen im Binnenland belegen.
Hallo,
Auch wenn es in der Vogelkunde üblich ist die Brutpaare anzugeben, so hat es doch einen Beigeschmack wie dies beim Kormoran vom NABU dargestellt wird.
Wenn dann Herr May - Chefredakteur des NABU-Magazins, - bei seiner Rechtfertigung der Zahlen die noch nicht brütenden Jungvögel zu erwähnen vergisst, (2,8x der Anzahl der Brutvögel) könnte man fast Absicht vermuten.
24.000 BrutPAARE = 48000 Brutvögel x 2,8 = 134.000 Vögel
Und wie viele Wintergäste kommen dann noch hinzu?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren