InfografikEnergie für Deutschland

Der Großteil unserer Energie wird noch klimaschädlich erzeugt und wir sind von Importen abhängig. Dabei gibt es längst Pläne, wir wir zum Sparmeister werden könnten. von 

Infografik Energie sparen Deutschland Wind Öl

Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF-Dokument herunterzuladen  |  © labor@nicolekrohn.de

Ginge es nur um die gute Absicht, dann würden wir uns bereits heute großteils mit erneuerbarer Energie versorgen.

Doch Sonne, Wind und Co. decken tatsächlich erst sieben Prozent unseres Energiebedarfs für Heizung, Strom, Verkehr und Industrie.

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Für den Rest werden Bodenschätze klimaschädlich verbrannt – oder in Atommüll verwandelt.

Und über 70 Prozent davon importieren wir, vor allem aus Russland und Norwegen . Besonders klimaschädlich ist jener Anteil, den wir aus eigener Quelle stillen, vor allem aus Braunkohle.

Doch es ginge auch anders: Bis 2050 könnten wir mit Sparsamkeit und neuer Technik unseren Energieverbrauch um 42 Prozent senken und gleichzeitig den regenerativen Anteil auf 49 Prozent steigern, heißt es im jüngsten Leitszenario des Bundesumweltministeriums.

Deutschlands CO2-Emissionen sänken auf 20 Prozent des Niveaus von 1990. Unser Beitrag dazu, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, wäre geleistet.

Die Infografik zeigt wie wir zum Sparmeister werden könnten.Sie können sie hier als PDF herunterladen .

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Leserkommentare
    • jokneip
    • 12. Oktober 2009 19:06 Uhr

    Seit 20 Jahren weiss jeder Grundschüler, dass uns auf Dauer nur regenerative Energie versorgen kann. Geleistet wurde seit dem Eneuerbare Energien Gesetz wenig.
    Durch die Abkopplung von Energieimporten, die wir in unserer Handelsbilanz wieder teuer erwirtschaften müssen, hätte man schon längst eine bessere Gegenwart schaffen können.
    Heute diskutieren wir wieder über Restlaufzeiten unserer Meiler, statt über Investitionen in Technologie und Zukunft. Wem das hilft? Vor allem den Konzernen, denn der Steuerzahler/Stromkunde wird auf Dauer davon keinen Cent sehen.
    So freut es mich, dass aktuelle Bürgerproteste den Bau von neuen Kraftwerken verhindern. (Siehe NRW und Saarland)
    Scheint, dass der Bürger schon längst verstanden hat. Die Politik scheint da im Denken noch nicht so weit gekommen zu sein.

    • SonjaR.
    • 14. Oktober 2009 10:44 Uhr

    mit Blick auf die Entwicklungsgeschichte die der Mensch selbst an den Tag legt muss ich immer an Terry Pratchetts "Wir sind die Grössten" denken. Wann sehen wir uns nicht mehr als die Intelligentesten Lebensformen? Wird es dieses Eingeständniss im Verhältniss zur Natur geben bevor manche auf Raumstationen ausweichen?

  1. ...verbrauchen andere mehr. Denn die nicht erneuerbare Energie wird billiger, wenn wir unsere Nachfrage reduzieren. An diesem ökonomischen Grundsatz kommen wir leider nicht vorbei. Mit Wind und Sonne können wir unser Gewissen beruhigen, mehr zunächst nicht. Ich befürchte, die Förderung von Sonne und Wind wird als moderne Ablaßzahlung in die Geschichte eingehen.

  2. Die Donut-Chart (oben) ist ein sehr gutes Beispiel für eine schlechte Infografik (mehr Aesthetik als darstellerische Genauigkeit). Es ist bekannt, dass es uns schwer fällt die Grösse von Flächen abzuschätzen oder Winkel zu vergleichen (siehe z.B. http://en.wikipedia.org/wiki/Pie_chart). Deshalb kann man mit der vorliegenden Grafik, z.B. sehr schlecht abschätzen welchen Anteil die nicht importierten Energieträger haben im Vergleich zu denen, die importiert werden müssen (Vergleich von Wikeln im Donut nötig).

    Dazu kommt ein Problem bei der Farbwahl. In Dunkel werden die Anteile der importierten Energieträger angegeben. Wenn man sich jetzt die Braunkohle anschaut wird durch die Farbe suggeriert, dass 100% unserer Braunkohle importiert wird (dasselbe gilt für die Biomasse). Nur durch einen Blick auf die fehlenden Importprozente sieht man, dass das wohl nicht der Fall ist. Es hätten also entweder die importierten Anteile in Dunkel und der Rest hell, oder alle nicht importierten Anteile in Hell dargestellt werden müssen.

    Die Kodierung der Anteile selbst ist ausserdem sehr schlecht gemacht. Man weiss nicht ob man die Fläche betrachten soll oder die Länge am Radius (und wenn die Länge, dann von der Mitte ausgehend oder vom inneren Ring?).

    Die Wahl einer ganz anderen Repräsentation wäre hier sicherlich wesentlich genauer gewesen und hätte zu einer besseren Infografik geführt (vermutlich nicht schön rund, aber Schönheit ist hier nicht alles).

  3. Ihr Artikel nennt keine Zahlen, bloß einige Prozentangaben. Es blieben bei mir einige Fragen offen, da ich mich erinnern kann, dass D eigentlich Jahr für Jahr fleissig Strom exportiert:

    http://wirtschaft.t-online.de/stromversorgung-deutschland-exportiert-meh...

    Zudem beschreibt folgende Internetseite sehr schön (leider sind die Daten ein paar Jahre alt, aktuelle Zahlen wären schön) wie die absoluten Zahlen aussehen:

    http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/stromerzeugung-2002.php

    Hier liefert D folgende Zahlen( Strom in Millionen Kilowattstunden (= kWh)):
    Stromerzeugung (im Jahr 2003) 560.000
    Stromexport (im Jahr 2003) 53.800
    Stromimport (im Jahr 2003) 45.800
    Stromverbrauch (im Jahr 2003) 519.500

    Nach diesen absoluten Zahlen.... erlauben sie mir die Frage: Wie darf ich ihren Artikel verstehen? Werben sie für neue Atomkraftwerke um uns von Importen "unabhängiger" zu machen?

    Ein kurzes Statement wäre erwünscht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In dem Artikel geht es um die Gesamtheit der Energie Im- und Exporte in Deutschland und dazu zählen eben auch Gas und Öl. Von daher sollten Zahlen schon stimmen

  4. 6.

    In dem Artikel geht es um die Gesamtheit der Energie Im- und Exporte in Deutschland und dazu zählen eben auch Gas und Öl. Von daher sollten Zahlen schon stimmen

    Antwort auf "Das ist komisch"
    • achimvr
    • 10. Dezember 2009 0:12 Uhr
    7.

    Für Brennelemente muß Uran importiert werden. GB und F fördern dies nicht in ihren Ländern. Korrekterweise muß die Herkunft also woanders zugerechnet werden, im Falle Areva wohl nach Nigeria.
    Stromexport fehlt, in den letzten Jahren wurde jedes Jahr über 20 TWh Strom exportiert. Nachzulesen bei http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=1

  5. Es gibt mindestens zwei Wege Energie einzusparen, die in diesem Szenario nicht deutlich werden:
    - Stromsparen
    z.B. beim Stromverbrauch der Computer. Man kann Standardbueroarbeitsplaetze (Officeprogramm Internet) mit ca. 30 Watt Verbrauch fuer den Monitor betreiben. Stattdessen werden PC´s eingesetzt, mit denen man selbst aufwaendige Graphiken und Filme bearbeiten koennte und die im ausgeschaltetenten(!) Zustand 30 Watt verbrauchen. (Anm: Ich verwalte ein Netz mit 150 Arbeitsplatz-PCs und habe 110 30-Watt Arbeitsplaetze und die anderen mit Stromschaltern im Betrieb).
    z.B. Leerlaufleistungen billiger Trafos. Es gibt jede Menge Trafos, die eine Leerlaufleistung von 10 Watt haben. Besonders skurill wird das, wenn diese Trafos 10 Watt Halogenlampen mit Strom versorgen. Solche Stromfresser gehoeren verboten.
    - Blockheizkraftwerke
    Mit kleinen standardisierten Blockheizkraftwerken koennte das Gas, das zum Heizen genutzt wird, wesentlich effektiver eingesetzt werden. Es gibt zwar schon Aktivitaeten in der Richtung, ich werde aber den Eindruck nicht los, dass im Hintergrund von den grossen Energiekonzernen gegengesteuert wird. Dezentrale Stromerzeugung passt nicht so ganz in deren Konzept.

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  • Serie Wissen in Bildern
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Energie | Energieverbrauch | Bodenschätze | Heizung | Industrie | Sonne
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