Treibhauseffekt CO2-Emissionen steigen rapide
Alarmsignal vor dem Klimagipfel in Kopenhagen: Forschern zufolge ist der globale Kohlendioxid-Ausstoß durch fossile Brennstoffe seit 2000 um fast ein Drittel angewachsen.
© Mike Clarke/AFP/Getty Images

Hongkongs Skyline verblasst im Smog: In China haben sich die CO2-Emissionen seut 1990 verdoppelt
Allen Klimaschutzbemühungen zum Trotz steigen die weltweiten Kohlendioxid-Emissionen deutlich: Wie ein internationales Forscherteam im Fachjournal Nature Geoscience berichtet, erhöhte sich der CO2-Ausstoß durch Öl, Kohle und andere fossile Brennstoffe allein in diesem Jahrzehnt um 29 Prozent. Selbst im Krisenjahr 2008 hätten die Emissionen um 2 Prozent zugenommen. Zugleich scheine die Aufnahmefähigkeit der Natur für das Treibhausgas zu sinken, schreiben die Forscher um Corinne Le Quéré vom British Antarctic Survey.
Von 2000 bis 2007 wuchsen demnach die globalen CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe durchschnittlich um 3,6 Prozent pro Jahr – eine Verdreifachung im Vergleich zu den neunziger Jahren (1 Prozent pro Jahr).
Mit insgesamt 8,7 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr sei der Ausstoß heute um 41 Prozent höher als im Jahr 1990, dessen Werte im Kyoto-Protokoll als Grundlage für die Senkung der Emissionen angesetzt sind. In dem multilateralen Vertrag hatten sich die Industrieländer darauf geeinigt, von 2008 bis 2012 ihre Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr zurückzufahren.
Der Pro-Kopf-Ausstoß stieg im weltweiten Mittel von 1,1 Tonnen Kohlenstoff im Jahr 2000 auf 1,3 Tonnen im Jahr 2008. Schwellenländer wie Indien und China hätten ihre Emissionen seit 1990 mehr als verdoppelt, schreiben die Forscher. Alle Entwicklungsländer zusammengenommen emittierten inzwischen mehr Treibhausgase als die Gruppe der Industrieländer.
Der Pro-Kopf-Ausstoß in den Industrieländern liegt allerdings nach wie vor drastisch über dem der Entwicklungsländer. So verursachte etwa 2007 jeder US-Bürger statistisch gesehen 6 Tonnen Kohlenstoffemissionen, Kongo kam hingegen nur auf einen von 13 Kilogramm (0,013 Tonnen) pro Einwohner.
Bislang schluckt die Natur die Mehrheit der menschlichen CO2-Emissionen. Pflanzen und Meere lagern den Klimakiller ein und gelten daher als sogenannte natürliche Kohlenstoffsenken. Der neuen Untersuchung zufolge haben deren Kapazitäten allerdings in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. Blieben vor 50 Jahren nur 40 Prozent der jährlichen CO2-Emissionen in der Atmosphäre, sind es heute bereits 45 Prozent.
Es handele sich um die bislang stärksten Belege für die abnehmende Aufnahmefähigkeit der natürlichen Kohlenstoffsenken, meinen die Forscher. "Der einzige Weg, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, ist eine drastische Reduzierung der globalen CO2-Emissionen", schreibt die Forscherin Corinne Le Quéré. Allerdings räumte sie ein, dass das Wissen über die Kohlenstoffsenken der Erde noch immer lückenhaft sei. "Aber wenn es gelingt, die Unsicherheiten über Kohlenstoffsenken zu reduzieren, können unsere Daten dazu dienen, die Wirksamkeit der Klimapolitik zu überprüfen."
- Datum 17.11.2009 - 19:45 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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es wird kälter , also müssen wir demnächst bald das ganze Jahr heizen und da steigt das CO2. War doch so beabsichtigt.
Was soll man mit diesen Zahlen anfangen , wenn das Bundesministerium für Wirtschaft eine Zahl von 30Mrd. t Co2 für 2008 angibt.
Es sollten erst einmal welteweit geltende Basen beschlossen werden.
Kann man übrigens alles leicht googeln.
Ich halte mich also erst einmal an unsere Statistik .
30Mrd. weltweit , D davon ca. 900Mio. t => 2,7%
damit ist klar , was wir wirklich auf die Waage bringen können.
In den folgenden Jahren wird unser Anteil weiter fallen ( weil der Rest der Welt erst einmal zulegt) und evtl . unseren Anteil an der Weltbevölkerung von 1,5% erreichen , somit ist dann alles palleti.
CO2 ist im sichtbaren Spektrum absolut transparent.
Eine Absorption durch CO2 findet im langwelligen Infrarotbereich statt.
Das Foto zeigt etwas ganz anderes.
Das Foto von Nebel in Hongkong hat damit beim besten Willen keinen Zusammenhang, es zeigt aber vielleicht die mediale Vernebelung des Themas auf.
61% der Zunahme der antropogenen CO2-Emission sind somit auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen:
Zitat (1), Bevölkerung (2), Bilanz (3):
(1) Zitat:"Der Pro-Kopf-Ausstoß stieg im weltweiten Mittel von 1,1 Tonnen Kohlenstoff im Jahr 2000 auf 1,3 Tonnen im Jahr 2008."
Das entspricht einem Wachstum von 18% in 8 Jahren.
(2) Im Jahr 2000 lebten 6.07 Mia Menschen, im Jahr 2008 6.70 Mia Menschen auf der Erde.
Das entspricht einem Wachstum von 11% in 8 Jahren.
(3) : Teilt man 11 durch 18 und multipliziert man den Quotienten mit 100 so ergibt sich eine durch das Bevölkerungswachstum verursachte Zunahme der anthropogenen CO2-Emission um 61.1% bei gleichbleibender Emission "pro Kopf".
Fazit:
Die im Artikel angegebene Zunahme der pro-Kopf-CO2-Emission beträgt 18%.
Die im Artikel nicht erwähnte Zunahme der Gesamtemission von CO2 zwischen 2000 und 2009 beträgt 64%.
Ca zwei Drittel der bisherigen Zunahme der globalen CO2-Emission zwischen 2000 und 2009 sind durch das globale Bevölkerungswachstum verursacht.
Hin zu konkreten lokalen Maßnahmen, die sich eben nicht nur auf CO2 fokusieren, sondern helfen, den "Fußabdruck" der jetzt lebenden Menschen einzuschränken und die Ressourcen zu schützen. CO2 ist m.E. nicht das Problem, sondern die Menschheitsexplosion und die Vernichtung der z.B. "CO2 Senken" oder der steigende Fleischkonsum, der in der konventionellen Produktion viel Pflanzenernergie als Futter benötigt, um 1 kg Fleisch zu produzieren oder die Abholzung oder die Versiegelung der Landschaft oder ... . CO2 ist nur ein kleiner Teil des "Fußadruckproblems". Kein Einzelstaat kann die Probleme der Welt lösen; jeder Einzelstaat kann aber lokale Lösungen finden, die in der Gesamtsumme viel bewirken können. Man muss es aber wollen und auch umsetzen und es als Chance verstehen und nicht als "Einschränkung". Vieles findet aber leider noch nicht statt, da das Denken immer noch rückwärtsgewandt ist und mehr im Gestern verharrt, als sich auf das Morgen auszurichten. Warum sollen Produkte gekauft werden, die in China u. Indien unter grausamen Bedingungen produziert werden - weil sie billig sind ? Warum müssen Joghurtprodukte in z.B. Spanien produziert werden und quer durch Europa gekarrt werden - weil dem Kunden es egal ist ? Warum findet man in den Städten bei verstopften Autostrassen keine engagierten Tunnelprojekte, wo der Autoverkehr fließt und auf den Straßen viel zuwenig Fahrradwege u. e-Fahrzeugwege ? u.v.m.
Hin zu konkreten lokalen Maßnahmen, die sich eben nicht nur auf CO2 fokusieren, sondern helfen, den "Fußabdruck" der jetzt lebenden Menschen einzuschränken und die Ressourcen zu schützen. CO2 ist m.E. nicht das Problem, sondern die Menschheitsexplosion und die Vernichtung der z.B. "CO2 Senken" oder der steigende Fleischkonsum, der in der konventionellen Produktion viel Pflanzenernergie als Futter benötigt, um 1 kg Fleisch zu produzieren oder die Abholzung oder die Versiegelung der Landschaft oder ... . CO2 ist nur ein kleiner Teil des "Fußadruckproblems". Kein Einzelstaat kann die Probleme der Welt lösen; jeder Einzelstaat kann aber lokale Lösungen finden, die in der Gesamtsumme viel bewirken können. Man muss es aber wollen und auch umsetzen und es als Chance verstehen und nicht als "Einschränkung". Vieles findet aber leider noch nicht statt, da das Denken immer noch rückwärtsgewandt ist und mehr im Gestern verharrt, als sich auf das Morgen auszurichten. Warum sollen Produkte gekauft werden, die in China u. Indien unter grausamen Bedingungen produziert werden - weil sie billig sind ? Warum müssen Joghurtprodukte in z.B. Spanien produziert werden und quer durch Europa gekarrt werden - weil dem Kunden es egal ist ? Warum findet man in den Städten bei verstopften Autostrassen keine engagierten Tunnelprojekte, wo der Autoverkehr fließt und auf den Straßen viel zuwenig Fahrradwege u. e-Fahrzeugwege ? u.v.m.
Hin zu konkreten lokalen Maßnahmen, die sich eben nicht nur auf CO2 fokusieren, sondern helfen, den "Fußabdruck" der jetzt lebenden Menschen einzuschränken und die Ressourcen zu schützen. CO2 ist m.E. nicht das Problem, sondern die Menschheitsexplosion und die Vernichtung der z.B. "CO2 Senken" oder der steigende Fleischkonsum, der in der konventionellen Produktion viel Pflanzenernergie als Futter benötigt, um 1 kg Fleisch zu produzieren oder die Abholzung oder die Versiegelung der Landschaft oder ... . CO2 ist nur ein kleiner Teil des "Fußadruckproblems". Kein Einzelstaat kann die Probleme der Welt lösen; jeder Einzelstaat kann aber lokale Lösungen finden, die in der Gesamtsumme viel bewirken können. Man muss es aber wollen und auch umsetzen und es als Chance verstehen und nicht als "Einschränkung". Vieles findet aber leider noch nicht statt, da das Denken immer noch rückwärtsgewandt ist und mehr im Gestern verharrt, als sich auf das Morgen auszurichten. Warum sollen Produkte gekauft werden, die in China u. Indien unter grausamen Bedingungen produziert werden - weil sie billig sind ? Warum müssen Joghurtprodukte in z.B. Spanien produziert werden und quer durch Europa gekarrt werden - weil dem Kunden es egal ist ? Warum findet man in den Städten bei verstopften Autostrassen keine engagierten Tunnelprojekte, wo der Autoverkehr fließt und auf den Straßen viel zuwenig Fahrradwege u. e-Fahrzeugwege ? u.v.m.
Sie haben Recht. Sich nur auf die Reduktion der CO2-Emissionen zu fokussieren, wird der Problematik nicht gerecht. Aber die Politiker haben etwas zum reden.
Sie haben Recht. Sich nur auf die Reduktion der CO2-Emissionen zu fokussieren, wird der Problematik nicht gerecht. Aber die Politiker haben etwas zum reden.
Im Artikel wird von Tonnen Kohlenstoff - nicht CO2 - gesprochen. 8,7 Milliarden Tonnen Kohlenstoff entsprechen ca. 31,9 Millarden Tonnen CO2. Da liegt das Bundesministerium für Wirtschaft schon ganz richtig.
Sie haben Recht. Sich nur auf die Reduktion der CO2-Emissionen zu fokussieren, wird der Problematik nicht gerecht. Aber die Politiker haben etwas zum reden.
Mal abgesehen von allen fachlichen Anmerkungen: Ich würde gerne die Quellenangaben haben (Artikeltitel, doi...irgendwas). Also liebes Zeit-Online-Team...dann kann ich auch mitreden!
aber bitte schön:
Corinne Le Quéré et al.: Trends in the sources and sinks of carbon dioxide. Nature Geoscience, November 17, 2009
online gibt es den artikel glaub ich noch nicht. Wenn dann wird man es wahrscheinlich hier zuerst erfahren:
http://www.uea.ac.uk/mac/...
oder hier:
http://quest.bris.ac.uk/p...
aber bitte schön:
Corinne Le Quéré et al.: Trends in the sources and sinks of carbon dioxide. Nature Geoscience, November 17, 2009
online gibt es den artikel glaub ich noch nicht. Wenn dann wird man es wahrscheinlich hier zuerst erfahren:
http://www.uea.ac.uk/mac/...
oder hier:
http://quest.bris.ac.uk/p...
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