Klimaschutz Wasser für Russlands Moore
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In Weißrussland sollen zunächst 10.000 Hektar wiedervernässt werden

Infolge der wirtschaftlichen Veränderungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs liegen insbesondere in Weißrussland, der Ukraine und der Russischen Föderation in erheblichem Umfang Moorflächen brach, die trockengelegt und vorwiegend für landwirtschaftliche Zwecke, aber auch für Forstwirtschaft und Torfabbau genutzt wurden. Im Rahmen des Projektes sollen zunächst 10.000 Hektar degradierte Moore in Weißrussland wiedervernässt werden. Damit wird das Projekt beispielhaft zeigen, wie durch die Wiedervernässung von Mooren Treibhausgas-Emissionen vermieden werden können", sagte der Greifswalder Moorforscher Michael Succow, der sich mit einer Stiftung für den Moorschutz einsetzt.

Wissenschaftler und Klimaexperten setzen darauf, dass in Kopenhagen eine Regelung getroffen wird, nach der Moore als CO2-Speicher im Emissionshandel berücksichtigt und ihr Schutz durch Kohlenstoff-Zertifikate vergütet werden kann. Sollte das gelingen, müssten Staaten genau berechnen und nachweisen, wie viel Treibhausgas sie durch Renaturierungsmaßnahmen eingespart haben.

Die Ergebnisse der Studien aus Osteuropa seien auch auf tropische Moore übertragbar, hieß es auf der Tagung. Solche Moore finden sich zum Beispiel auf den Inseln SumatraBorneo und Papua in Indonesien. Hier ist der über Jahrtausende entstandene mit Wald bewachsene Torfboden durch Holzeinschlag, die Rodung für Palmölplantagen und durch wiederkehrende Waldbrände gefährdet. Während der Schutz der Moore dort schwierig ist, konnten in Osteuropa bereits große Flächen erfolgreich wiedervernässt werden.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Ja einfach und energiesparend zu leben ist wesentlich
    schöner als energieverschwendend zu leben.
    Heimische Arbeitsplätze sind besser wie die riesige
    alles verschlingende Globalisierung.
    Wie schön könnte die Natur bei uns sein,doch die
    Gier,die Gier und nochmals die Gier macht alles kaputt.
    Und doch wäre alles so einfach !

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