Meeresfischerei Fangverbot für bedrohten Blauflossen-Thunfisch gescheitert
Umweltschützer sorgen sich um die Zukunft von "Thunnus thynnus". Eine Internationale Schutzkommission konnte sich nicht auf ein absolutes Fangverbot für den Thun einigen.
© Gavin Newman/AFP/Getty Images

Blauflossen-Thunfisch-Schwarm im Mittelmeer: Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass er hier wegen Überfischung bereits 2012 ausgestorben ist
Die Meeresfischer dürfen ihre Netze auch weiterhin nach dem vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfisch auswerfen: Die Internationale Schutzkommission für den Thunfisch im Atlantik (ICCAT) konnte sich auf einer Konferenz im brasilianischen Recife nicht auf ein völliges Fangverbot verständigen. Umweltverbände reagierten enttäuscht.
Allerdings senkte die Kommission am Sonntag die Fangquote für 2010 um rund ein Drittel auf 13.500 Tonnen. Für die kommende Saison war ursprünglich ein Fangquote von 19.950 Tonnen vorgesehen. Zudem soll die Fangsaison für die bedrohte Art auf einen Monat eingeschränkt werden und ein Plan zur Erholung des Bestandes in Kraft treten, teilte die ICCAT mit. Der Kommission gehören 48 Staaten an.
ICCAT-Chef Fabio Hazin sagte zum Abschluss der einwöchigen Beratungen, der Beschluss stelle sicher, dass sich ein Teil des Bestands in den kommenden 15 Jahren wieder stabilisiere. Die ICCAT behielt sich vor, ein komplettes Fangverbot auszusprechen, falls dies von Wissenschaftlern empfohlen wird.
Die EU-Kommission zeigte sich mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden. Allerdings gibt es auch in der EU Stimmen für einen völligen Fangstopp. Hingegen verweigern sich Fischereistaaten aus der EU wie Spanien, Italien und Frankreich schärferen Einschränkungen.
Der "Thunnus thynnus" kann bis zu 700 Kilogramm schwer und bis zu viereinhalb Meter lang werden. Er lebt im Atlantik und im Mittelmeer. Die auch unter dem Namen "Roter Thunfisch" bekannte Fischart ist vor allem in Japan beliebt, wo sie in Sushi-Restaurants angeboten wird. Ein Exemplar bringt hier regelmäßig 20.000 Dollar ein, auch 100.000 Dollar wurden schon für einen Fisch bezahlt. Der Bestand ist seit Beginn der Handelsfischerei allerdings auf 15 Prozent zurückgegangen.
Umweltschützer fordern deshalb einen völligen Fangstopp, damit sich die dezimierten Bestände der Art erholen können. Die Organisation WWF warnt seit langem davor, dass der Blauflossen-Thunfisch auch im Mittelmeer überfischt ist und dort schon bis 2012 ausgestorben sein könnte, wenn er nicht geschützt wird. "Das ist zu wenig zu spät", kommentierte dann auch Susan Lieberman von der Umweltgruppe Pew die Entscheidung der ICCAT. "Die Maßnahmen bedeuten einen Rückgang, und das ist ja auch schön. Aber es wird zu keiner Erholung der Art führen."
- Datum 17.11.2009 - 16:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 5
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auch hier Hinz und Kunz Sushi essen, dann muss halt der Thunfisch drauf gehen.
Man könnte immer nur heulen bei solchen Meldungen!
...oder ist die Positionierung der Artikel "Fotowettbewerb Unterwasser-Cuisine" & "Wahabi Nouri ist Koch des Jahres" mit lecker "Thunfisch-Tartar" und gefälschtem "Heringskaviar" nur zufällig und in den unendlichen Weiten der Internetsee unbemerkt über die 4 Artikel mit den Themata des Beifanges und der Überfischung der Meere geraten. Wie dem auch sei: Mast und Schotbruch Ihr Leichtmatrosen!
1/2 TL Salz
1 1/2 TL fein gehackte rote Chilischote
1 gelbe Paprika, entkernt , in Streifen
1 grüne Paprika, entkernt , in Streifen
1 rote Paprika, entkernt , in Streifen
1 grüne Mango, geschält, entkernt und in dünnen Scheiben
4 mittl Thunfischsteaks (L)
100 ml Mangonektar (L)
2 Stengel Petersilie, fein gehackt
2 Limonen, Saft davon
1 kl Zwiebel, in dünnen Scheiben
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1/2 TL Schwarzer Pfeffer
50 g Butter
2 Stengel Koriander, fein gehackt
Zubereitung: Die Thunfischsteaks in Limonensaft und der Hälfte des Mangonektars einlegen und mindestens 30 min im Kühlschrank marinieren.
Die Hälfte der Butter zerlassen und Mango, Paprikastreifen, Zwiebel, Knoblauch und Chilischote sautieren. Den restlichen Mangosaft zugießen. Unter Rühren 10 min köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.
Die Kräuter zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Weitere 5 min köcheln, warm stellen. Den Grill vorheizen. Die restliche Butter schmelzen und die Thunfischmarinade unterrühren.
Die Steaks etwa 6 min auf jeder Seite grillen oder anbraten, währenddessen mit der Marinade bestreichen. Jedes Steak mit Mangosauce servieren.
War mal in einer Essen&Trinken, roter Thun ist zwar etwas teurer, schmeckt aber am besten.
zu einem Artikel über die Bedrohung einer Art ein Kochrezept zu posten.
ich mag Thunfisch persönlich auch sehr gerne, als Koch verarbeite ich ihn eigentlich auch gerne, aber trotzdem sollte man hier eher Alternativen empfehlen als die Schultern zu zucken und zu sagen "schmeckt halt gut der Fisch..."
----
Auch wenn es mir bisweilen extrem schwer fällt - ich esse und verarbeite keinen mehr!
zu einem Artikel über die Bedrohung einer Art ein Kochrezept zu posten.
ich mag Thunfisch persönlich auch sehr gerne, als Koch verarbeite ich ihn eigentlich auch gerne, aber trotzdem sollte man hier eher Alternativen empfehlen als die Schultern zu zucken und zu sagen "schmeckt halt gut der Fisch..."
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Auch wenn es mir bisweilen extrem schwer fällt - ich esse und verarbeite keinen mehr!
zu einem Artikel über die Bedrohung einer Art ein Kochrezept zu posten.
ich mag Thunfisch persönlich auch sehr gerne, als Koch verarbeite ich ihn eigentlich auch gerne, aber trotzdem sollte man hier eher Alternativen empfehlen als die Schultern zu zucken und zu sagen "schmeckt halt gut der Fisch..."
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Auch wenn es mir bisweilen extrem schwer fällt - ich esse und verarbeite keinen mehr!
"Ein leider immer noch weit verbreiteter Irrtum ist, dass die Dosen-Thunfischindustrie für den Niedergang bestimmter Thunfischarten, wie z.B. für die (fast)Ausrottung des Blauflossenthunfisches (Roter Thunfisch) verantwortlich zeichnet. Die am stärksten überfischten Thunfischarten (Blauflossen-, Gelbflossenthunfisch und Großaugenthune) werden - mit Ausnahme der Gelbflossenthune - fast ausschließlich, bzw. ausschließlich für den Frischfischmarkt (z.B. Sushi, Sashimi) gefischt. Japan ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer mit rund 78 Prozent des weltweit verkauften frischen Thunfischs."
quelle:
http://www.delphinschutz....
"Ein leider immer noch weit verbreiteter Irrtum ist, dass die Dosen-Thunfischindustrie für den Niedergang bestimmter Thunfischarten, wie z.B. für die (fast)Ausrottung des Blauflossenthunfisches (Roter Thunfisch) verantwortlich zeichnet. Die am stärksten überfischten Thunfischarten (Blauflossen-, Gelbflossenthunfisch und Großaugenthune) werden - mit Ausnahme der Gelbflossenthune - fast ausschließlich, bzw. ausschließlich für den Frischfischmarkt (z.B. Sushi, Sashimi) gefischt. Japan ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer mit rund 78 Prozent des weltweit verkauften frischen Thunfischs."
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http://www.delphinschutz....
"Ein leider immer noch weit verbreiteter Irrtum ist, dass die Dosen-Thunfischindustrie für den Niedergang bestimmter Thunfischarten, wie z.B. für die (fast)Ausrottung des Blauflossenthunfisches (Roter Thunfisch) verantwortlich zeichnet. Die am stärksten überfischten Thunfischarten (Blauflossen-, Gelbflossenthunfisch und Großaugenthune) werden - mit Ausnahme der Gelbflossenthune - fast ausschließlich, bzw. ausschließlich für den Frischfischmarkt (z.B. Sushi, Sashimi) gefischt. Japan ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer mit rund 78 Prozent des weltweit verkauften frischen Thunfischs."
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