Globale Erwärmung Das Ozonloch hat den Klimawandel am Südpol aufgehalten
Der erste internationale Antarktis-Bericht zeigt: Der Klimawandel ist am Südpol angekommen. Und Maßnahmen gegen das Ozonloch haben die Erwärmung noch verstärkt.
Lange war es ruhig um den entlegendsten aller Kontinente, die Antarktis. Gut 20 Jahre nach der Entdeckung des Ozonlochs war Ruhe eingekehrt im ewigen Eis. Selbst der Klimawandel schien einen Bogen um die kälteste Region der Erde zu machen.
Das ewige Eis schien der globalen Erwärmung zu trotzen und zeigte über einen langen Zeitraum sogar Abkühlungstendenzen. Die Antarktis: ein Garant für die Stabilität des Weltklimas? Schreckten auch immer neue Alarmmeldungen aus der Arktis die Menschen hoch, so schien im tiefen Süden der Erde die Klima-Welt noch in Ordnung zu sein.
Doch der neueste, gerade in London veröffentlichte Bericht der internationalen SCAR-Group (Scientific Committee on Antarctic Research) mit dem Titel Antarctic climate change and the environment zeigt jetzt ein neues Bild: Längst ist der Klimawandel auch in der Antarktis angekommen. Und mehr noch: einer der größten Erfolge des internationalen Umweltschutzes der letzten 20 Jahre, der Stopp von Flourchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs), erweist sich im Nachhinein als kontraproduktiv gegen das Ansteigenden der Temperaturen.
- Was ist SCAR?
SCAR ist ein interdisziplinäres Komitee mit Vertretern aus 35 Ländern, das sich mit der Koordination der internationalen Forschung in der Antarktis und im Südozean befasst. Deutschland wird durch das Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven vertreten. Zwei Bremerhavener Wissenschaftler, der Biologe Julian Gutt und der Ozeanograph Eberhard Fahrbach, arbeiteten federführend an dem neuen Bericht mit. "Er ist eine Synthese der Ergebnisse der internationalen Forschergruppen der letzten Jahre", erläutert Fahrbach "und nicht etwa das Ergebnis eines eigenständigen Projektes."
- Worum geht es?
-
Der Bericht basiert auf den Arbeiten eines Teams von mehr als 100 Wissenschaftlern, die ihre Einschätzungen zur Situation in der Antarktis formulieren.
Die Daten des Reports stammen aus luftchemischen und meteorologischen Messungen, Bohrkernuntersuchungen aus dem Meeresboden und dem Eis und reichen bis hin zu statistischen Erhebungen zu den Lebensgemeinschaften im Ozean.
Die wichtigsten Erkenntnisse der SCAR-Kommission lassen sich schnell zusammenfassen: Es werden derzeit die höchsten CO2-Werte der vergangenen 800.000 Jahre gemessen. Die Erwärmung des Südozeans führt zu drastischen Veränderungen in den Ökosystemen und zu einer Verschiebung der Windgürtel um die Antarktis.
Als unmittelbare Folge der Verschiebung der Windgürtel wird mehr Wärme zur antarktischen Halbinsel geleitet, wodurch die dortigen Gletscher schneller abschmelzen und große Mengen Eis verlieren. An die Stelle des Eises treten an Land immer neue Pflanzengemeinschaften, die den ehemals eisbedeckten Boden besiedeln und den Treibhauseffekt regional verstärken.
Anders als in der Arktis findet sich eine zehnprozentige Zunahme des Meereises um die Antarktis – mit unmittelbaren Folgen für die marine Nahrungskette und die Pinguinkollonien. Schlussfolgernd sehen die Forscher eine Erwärmung der Antarktis in diesem Jahrhundert von rund drei Grad Celsius und befürchten einen stärkeren Anstieg des weltweiten Meeresspiegels als bisher vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) prognostiziert.
- Datum 01.12.2009 - 14:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das große böse Treibhausgas heißt jetzt also Ozon. Wie groß ist eigentlich der Anteil des Ozons am Treibhauseffekt?
Es stiftet nur unnötig Verwirrung, wenn jetzt der Ausstoß von FCKWs und die Zerstörung der Ozonschicht als probates Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels dargestellt wird.
Tolle Leistung!
Wer den climategate-Skandal (gehackte Emails zeigen Verschwörung der Klimawissenschaftler) nicht verpaßt hat , der weiß, dass die Forscher selbst nicht an die These vom Ozonloch glauben:
As an aside, recent cooling over Antarctica could be partly forced by ozone losses, though I note that the cooling is strongest in March-May, not in Sept-Nov when the ozone hole occurs.
http://www.eastangliaemai...
Aber climategate, der selbst in Australien zu Neuwahlen führen könnte, ist ja in Deutschland kein Thema.
Also bei aller Liebe … das verstehe ich nicht mehr. Wieso ist Ozon denn jetzt plötzlich ein Treibhausgas? Ich dachte immer FCKW wäre ein Treibhausgas … warum pumpen wir dann nicht noch mehr FCKW in die Athmosphäre?
Leute, langsam komm ich mir ein bisschen verschaukelt vor. Und wenn das noch ein bisschen so weiter geht ist mir der Kram auch irgendwann mal egal. Die Evolution bekommt das schon irgendwie wieder hin. Ts.
Warum wird eigentlich "Climategate" wieder ignoriert? Es ist "BEWIESEN!!!!" dass der CO2 Klimawandel ein großer Schwindel ist und was macht die Zeit? Schreibt weiter irgendwelche Lügen und vorallem kopiert sie Artikel vom Spiegel, wo es nochmal um das CO2 als Klimakiller geht wo dann auch noch die Kommentarfunktion nicht gestattet ist. Sie sollten sich schämen immernoch Larkai dieser Propaganda zu sein...
Lieber Sempro,
selbstverständlich kopieren wir keine Artikel vom Spiegel und verbreiten auch keine Lügen. Welche Intention sollte ZEIT ONLINE als Qualitätsmedium im Netz dabei auch haben?
Der o.g. Artikel wurde von unserem freien Autoren Rüdiger Schacht eigens für ZEIT ONLINE verfasst - der Autor hat den Antarktis-Bericht gelesen und mit beteiligten Wissenschaftlern, unter anderem vom AWI gesprochen.
Anders als einzelne Forschungsergebnisse zum Klimawandel, deren Aussagen sich stark widersprechen können, ist dieser SCAR-Bericht deshalb so interessant und auch bedeutsam, weil er die Ergebnisse vieler Forschungsgruppen zusammenfasst. Es handelt sich um den ersten internationalen Forschungsbericht zur Situation in der Antarktis.
Dass ausgerechnet das Ozonloch einen kühlenden Effekt auf die Region gehabt haben könnte, ist das erstaunlichste Ergebnis, das auch Wissenschaftler verblüfft.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
Lieber Sempro,
selbstverständlich kopieren wir keine Artikel vom Spiegel und verbreiten auch keine Lügen. Welche Intention sollte ZEIT ONLINE als Qualitätsmedium im Netz dabei auch haben?
Der o.g. Artikel wurde von unserem freien Autoren Rüdiger Schacht eigens für ZEIT ONLINE verfasst - der Autor hat den Antarktis-Bericht gelesen und mit beteiligten Wissenschaftlern, unter anderem vom AWI gesprochen.
Anders als einzelne Forschungsergebnisse zum Klimawandel, deren Aussagen sich stark widersprechen können, ist dieser SCAR-Bericht deshalb so interessant und auch bedeutsam, weil er die Ergebnisse vieler Forschungsgruppen zusammenfasst. Es handelt sich um den ersten internationalen Forschungsbericht zur Situation in der Antarktis.
Dass ausgerechnet das Ozonloch einen kühlenden Effekt auf die Region gehabt haben könnte, ist das erstaunlichste Ergebnis, das auch Wissenschaftler verblüfft.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
Die SCAR Group habe ich persönlich schon ganz abgeschrieben.
Beim AWI hoffe ich, dass sie nicht so einen Unsinn veröffentlicht haben. Das wäre den dann ihre nächste Selbstdiskreditiertung.
Das deutsche Forschungsschiff Polarstern war lange am Südpol. Werden seine Aufzeichnungen genommen und maximal pro Klimawandel interpretiert kommt leider eine Abkühlung um 0,2°C heraus. Darüber hat sogar Zeit-Online berichtet.
(Als das mit der Abkühlung klar wurde, hat die deutsche Regierung die Polarstern schnell in die Arktis versetzt. Hofft man, daß sich wenigstens die Arktis politisch korrekt verhält?)
Die Durschnittliche Temperatur am Südpol liegt bei ca. -30°C. Erst ab einer Mindesttemperatur kann die Photosynthese ablaufen, sie beträgt bei frostharten Pflanzen beispielsweise −1 °C. Auch mit einer Erwärmung um 3°C liegen wir noch weit darunter. Dadurch wird es erstmal nix mit einer neue Pflanzengemeinschaft am Südpol.
Und Kommentar 2 von John_Doe rundet das Bild ab. Es ist durchaus glaubwürdig, dass Herr Jones und Herr Mann wissen, daß es nicht so ist wie im Zeit-Artikel dargestellt.
"Die Durschnittliche Temperatur am Südpol liegt bei ca. -30°C. Erst ab einer Mindesttemperatur kann die Photosynthese ablaufen, sie beträgt bei frostharten Pflanzen beispielsweise −1 °C. Auch mit einer Erwärmung um 3°C liegen wir noch weit darunter. Dadurch wird es erstmal nix mit einer neue Pflanzengemeinschaft am Südpol."
Direkt am Südpol natürlich nicht... aber z. B. an den durch ihre nördliche Lage ohnehin schon immer klimatisch begünstigten Küsten der Antarktischen Halbinsel, der Bunger-Oase oder auch in den bislang noch praktisch vegetationslosen Trockentälern im Transantarktischen Gebirge (unweit der US-Station McMurdo)!
"Die Durschnittliche Temperatur am Südpol liegt bei ca. -30°C. Erst ab einer Mindesttemperatur kann die Photosynthese ablaufen, sie beträgt bei frostharten Pflanzen beispielsweise −1 °C. Auch mit einer Erwärmung um 3°C liegen wir noch weit darunter. Dadurch wird es erstmal nix mit einer neue Pflanzengemeinschaft am Südpol."
Direkt am Südpol natürlich nicht... aber z. B. an den durch ihre nördliche Lage ohnehin schon immer klimatisch begünstigten Küsten der Antarktischen Halbinsel, der Bunger-Oase oder auch in den bislang noch praktisch vegetationslosen Trockentälern im Transantarktischen Gebirge (unweit der US-Station McMurdo)!
dass FCKW gar nicht der Verursacher des Ozonlochs sei, sondern zur Stabiliserung beitrüge. Jetzt wissen wir es und müssen FCKW wieder auspacken? Abwarten ... http://viereggtext.blogsp...
... die erklärt haben, dass der CO2-Klimawandel gar nicht existiert.
Ich habe mich in letzter Zeit immer wieder bei der Überlegung ertappt, dass man eigentlich ab sofort keine fossilen Energien mehr verbrennen darf, wenn dadurch der Meeresspiegel steigt.
Da wir weiterhin Gas, Kohle und Erdöl verbrennen wie kein Jahr zuvor, ergibt dieses Verhalten nur einen Sinn, wenn das gar nicht der Grund für den Anstieg ist.
Danke. Ich fühle mich jetzt besser.
Sie sehen nicht genau,was die nächste Kurve bringt?
Nun,die Forscher wurden in der Zeit der alleinigen
Wirtschaftsdominanz eben sehr abhängig von Aussenmitteln.
Diese Aussenmittel kommen und kamen von der Industrie.
Sie können an den Protesten der Studenten entnehmen,
dass in den Universitäten vieles im Argen liegt.
Das war nicht immer so.Es war vor dem Neoliberalismus
zwar wichtig,welcher politischen Partei ein Forscher
angehört.Doch wichtige Dinge zu ändern ,das stört
die etablierten Systeme vor allem die etablierte Wirtschaft.
Das stört die Wirtschaft allerdings mehr,als es die
Abgeordneten gestört hat.Das heißt,man hat die
Forschung privatisiert.Wahrheit ist oft schmerzlich.
Mietmäuler finden sich immer.
Das heißt,auch wenn es berechtigte Kritik an den
Klimazertifikaten gibt,so sagt einem der logische
Hausverstand,dass alles,was sich in den letzten
Jahrzehnten ja in Bezug auf Militärische Transporte,
Gütertransporte,riesige Vernichtung von Waldbeständen,
Flugverkehr,wobei ein Flugzeug beim Starten die Sauerstoffmenge
eines Fußballfeldes verbraucht,selbstverständlich Auswirkungen
auf die Zusammensetzung der Atmosphäre und das Klima hat.
Dass sich das Klima ändert,das könnten Sie sogar
wenn Sie nur einige wenige Jahrzehnte auf unser schönen
Erde sind auch selbst erkennen.
Um bei meinem Vergleich zu bleiben: Es wird Zeit die
Scheiben des Autos,das mit hoher Geschwindigkeit fährt,
zu reinigen.Nur eine freie Forschung,kann die Wahrheit
erkennen!!
Sie sehen nicht genau,was die nächste Kurve bringt?
Nun,die Forscher wurden in der Zeit der alleinigen
Wirtschaftsdominanz eben sehr abhängig von Aussenmitteln.
Diese Aussenmittel kommen und kamen von der Industrie.
Sie können an den Protesten der Studenten entnehmen,
dass in den Universitäten vieles im Argen liegt.
Das war nicht immer so.Es war vor dem Neoliberalismus
zwar wichtig,welcher politischen Partei ein Forscher
angehört.Doch wichtige Dinge zu ändern ,das stört
die etablierten Systeme vor allem die etablierte Wirtschaft.
Das stört die Wirtschaft allerdings mehr,als es die
Abgeordneten gestört hat.Das heißt,man hat die
Forschung privatisiert.Wahrheit ist oft schmerzlich.
Mietmäuler finden sich immer.
Das heißt,auch wenn es berechtigte Kritik an den
Klimazertifikaten gibt,so sagt einem der logische
Hausverstand,dass alles,was sich in den letzten
Jahrzehnten ja in Bezug auf Militärische Transporte,
Gütertransporte,riesige Vernichtung von Waldbeständen,
Flugverkehr,wobei ein Flugzeug beim Starten die Sauerstoffmenge
eines Fußballfeldes verbraucht,selbstverständlich Auswirkungen
auf die Zusammensetzung der Atmosphäre und das Klima hat.
Dass sich das Klima ändert,das könnten Sie sogar
wenn Sie nur einige wenige Jahrzehnte auf unser schönen
Erde sind auch selbst erkennen.
Um bei meinem Vergleich zu bleiben: Es wird Zeit die
Scheiben des Autos,das mit hoher Geschwindigkeit fährt,
zu reinigen.Nur eine freie Forschung,kann die Wahrheit
erkennen!!
Lieber Sempro,
selbstverständlich kopieren wir keine Artikel vom Spiegel und verbreiten auch keine Lügen. Welche Intention sollte ZEIT ONLINE als Qualitätsmedium im Netz dabei auch haben?
Der o.g. Artikel wurde von unserem freien Autoren Rüdiger Schacht eigens für ZEIT ONLINE verfasst - der Autor hat den Antarktis-Bericht gelesen und mit beteiligten Wissenschaftlern, unter anderem vom AWI gesprochen.
Anders als einzelne Forschungsergebnisse zum Klimawandel, deren Aussagen sich stark widersprechen können, ist dieser SCAR-Bericht deshalb so interessant und auch bedeutsam, weil er die Ergebnisse vieler Forschungsgruppen zusammenfasst. Es handelt sich um den ersten internationalen Forschungsbericht zur Situation in der Antarktis.
Dass ausgerechnet das Ozonloch einen kühlenden Effekt auf die Region gehabt haben könnte, ist das erstaunlichste Ergebnis, das auch Wissenschaftler verblüfft.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
Sehr geehrte Frau Lüdemann,
ein großes Lob an die Wissenschaftsredaktion der ZEIT!
Ich fühle mich durch die ZEIT wie wohl die meisten Leser (Lesen die meisten eifrig schreibenden "Skeptiker" überhaupt die Zeit oder ist dies eher gezielte Stimmungsmache?)sehr gut informiert über den Stand der Forschung.
Die von St. Rahmstorf formulierte Medienkritik (ich glaube 2007, sie erinnern sich wohl. Tenor: Warum informiert man sich nicht erst, bevor man schreibt bzw. druckt) trifft auf ihre Redaktion mit Sicherheit nicht zu, wie man an ihrem Beitrag in #8 erkennt. Ich nehme an, jemand wie U. Kulke (WELT) hätte bei ihnen wohl keine Chance *grins*.
Vielen Dank!
Sehr geehrte Frau Lüdemann,
ein großes Lob an die Wissenschaftsredaktion der ZEIT!
Ich fühle mich durch die ZEIT wie wohl die meisten Leser (Lesen die meisten eifrig schreibenden "Skeptiker" überhaupt die Zeit oder ist dies eher gezielte Stimmungsmache?)sehr gut informiert über den Stand der Forschung.
Die von St. Rahmstorf formulierte Medienkritik (ich glaube 2007, sie erinnern sich wohl. Tenor: Warum informiert man sich nicht erst, bevor man schreibt bzw. druckt) trifft auf ihre Redaktion mit Sicherheit nicht zu, wie man an ihrem Beitrag in #8 erkennt. Ich nehme an, jemand wie U. Kulke (WELT) hätte bei ihnen wohl keine Chance *grins*.
Vielen Dank!
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