Neue Studie zur Fischerei "Die Fangquoten sind illegal und umweltschädlich"

Ein Biologe und ein Jurist haben Europas Fischerei unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Aktuelle Fangquoten verstoßen gegen Gesetze und schaden der Umwelt massiv.

Ein Schellfisch blickt aus dem Netz eines schottischen Fischerbootes

Ein Schellfisch blickt aus dem Netz eines schottischen Fischerbootes

"Die Ergebnisse unser Studie sind niederschmetternd", sagt der Fischereibiologe Rainer Froese vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). Hatten die Forscher ohnehin schon ein negatives Ergebnis befürchtet, so zeigt der Vergleich der Ist- mit den Soll-Bestandswerten, dass nur noch rund fünf Prozent der Fischbestände eine ausreichende Bestandsgröße aufweisen und nachhaltig befischt werden.

"In Europa werden die Bestände absichtlich so klein gehalten, dass sie gerade nicht zusammenbrechen", sagt Froese mit Verweis auf die in der Fachzeitschrift Fish and Fisheries veröffentlichten Ergebnisse seiner Studie. Zusammen mit dem Juristen Alexander Proelß vom Kieler Walter-Schücking-Institut für Internationales Recht kommen die Kieler zu dem Schluss, dass mit den Fangquoten latent gegen internationales und EU-Recht verstoßen wird. 

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Und das, obwohl eigentlich alles geregelt zu sein schien: Bereits auf dem Weltgipfel 2002 in Johannesburg waren sich die EU-Länder darin einig, ihre Fischbestände bis 2015 soweit wieder aufzubauen, auf dass sie auch weiterhin höchste Erträge liefern. "Nach unseren Analysen ist das Ziel jedoch längst nicht mehr zu halten", erläutert Froese. Mit Seelachs, Ostsee-Sprotte und Stöcker erreichen nur drei von 54 untersuchten Fischarten im Nordost-Atlantik eine ausreichende Bestandsgröße.

Für einige Fische sei es bereits zu spät. "Der Zustand von zwölf Fischarten – darunter Kabeljau, Scholle und Heilbutt – ist so schlecht, dass sie sich selbst bei einem kompletten Fischereistopp bis 2015 nicht mehr erholen könnten", sagt Froese. "Weitere Bestände ließen sich nur noch durch drastisch reduzierte Fangquoten stabilisieren." 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Seerechtler fand erstmals eine juristische Bewertung der Fischereiquoten statt, die ähnlich niederschmetternd ausfällt wie die biologische: Danach verletzt die regelmäßige, andauernde Überfischung zahlreicher Fischarten latent das im europäischen Recht verankerte, verbindliche Vorsorgeprinzip. "Mit der derzeitigen Praxis verstößt die Europäische Union nicht nur gegen das Völkerrecht, sondern auch gegen eigenes EU-Recht", erklärt Proelß.

Die Pflicht, Fischbestände nach dem Leitbild des größtmöglichen erreichbaren Dauerertrags zu bewirtschaften, wurde bereits 1982 im internationalen Seerechtübereinkommen festgelegt, das 1994 in Kraft trat. "Aber auch die 2002 in Johannesburg vereinbarten Vorgaben wurden weder effektiv in nationales Recht umgesetzt, noch haben sie Einfluss auf die bestehende europäische Fischereipolitik", sagt Proelß.

Und so liegen die Fangquoten auch 2010 wieder weit über den Mengen, die einen Aufbau der Bestände zuließen. Dabei könnten die Fangmengen bei nachhaltigem Management nach Berechnungen des Fischereibiologen sogar bis zu 79 Prozent höher ausfallen. "Mit dieser weder wirtschaftlich, noch ökologisch vertretbaren Politik verfehlt Europa das selbst gesteckte Ziel des Wiederaufbaus seiner Fischbestände um mehr als 30 Jahre", sagt Froese.

Umweltschutzorganisationen weisen seit Jahren auf den Raubbau in den Meeren hin und starteten entsprechende Kampagnen, die langsam Wirkung zeigen. "Mit der Einführung des MSC-Siegels (Marine Stewardship Council) und der Zusammenarbeit mit der Einzelhandelsgruppe Edeka konnten wir erreichen, dass heute immer mehr Verbraucher zertifizierten Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigem Fischfang kaufen – aus unserer Sicht der beste Weg, die Politik zum Handeln zu bewegen", erläutert die Pressesprecherin des World Wide Fund for Nature (WWF) Heike Vesper. "Nach einer Kampagnenlaufzeit von gut zehn Jahren, ist jetzt anscheinend auch bei den Fischverarbeitern der Gedanke der Nachhaltigkeit angekommen und sie setzen vermehrt auf Ware mit dem MSC-Siegel."
 

 
Leser-Kommentare
  1. noch nicht genug gaebe, hier noch eine riesige von der ganz anderen Seite!

  2. Die beschriebene Gefahr der existenziellen Bedrohung hunderter Millionen Menschen durch Überfischung ist ja so neu nicht, wie auch das verharmlosende lamentieren der Fischereinationen dagegen. Heute zählt der Gewinn und der Arbeitsplatz.
    Berücksichtigt man zusätzlich die in wenigen Jahren (ca. 30) ausgebeuteten globalen Phosphatvorkommen (Grundlage landwirtschaftlicher Düngung), kumulieren zwei leer geräumte Ernährungsgrundlagen zu einem Zeitpunkt, an dem auf diesem begrenzten Planeten ca 9 Milliarden Menschen leben werden.
    Wer für die Menschheit eine Agenda 2050 schreiben will, sollte viel Optimismus an den Tag legen! Insbesondere wenn er auch noch andere Rohstoffe z.B. für den Transport (Peak oil)nicht nur von Lebensmitteln berücksichtigen möchte, und die zu erwartende Preisentwicklung für immer knapper werdende Rohstoffe, Güter und Lebensmittel.

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    • Clerk
    • 26.01.2010 um 22:02 Uhr

    Die Meisten wollen doch nichts über Weltuntergangsszenarien hören - es macht ja schließlich Angst. Lieber stecken sie den Kopf in den Sand und machen so weiter wie eh und je und tun so als ob nix wäre. Wenn dann irgendwann die Folgen richtig spürbar werden, wird es eh schon längst zu spät sein. Aber die Menschheit wollte das doch so.
    Das ist dermaßen frustrieren, wenn man nur bedenkt, wie wenig man heute bewegen müsste, um unsere Zukunft grüßtenteils abzusichern, und selbst für das Wenige sind die wenigsten bereit - oft reagieren sie sogar aggressiv, wenn man sie damit konfrontiert. Denken sich sogar irgendwelche Verschwörungstheorien der Wissenschaftler aus, als wenn ob alle Unis weltweit nur irgendwelche Sadisten ausbilden würden, die es kaum erwarten würden, den Menschen mental so richtig eins reinzuhauen. Was geht da bloß in den Köpfen der Menschen vor?? Unwissenheit allein kann es doch nicht sein. Bequemlichkeit allein doch auch nicht. Ich habe mich schon lange gefragt, wie man diese selbstzerstörerische Sichtweise der Menschheit umändern könnte. Sicherlich geht das langfristig, die Zeit dazu haben wir aber nicht mehr. Ich hab schon aufgegeben. Bestimmte Kreise werden sich eh absichern können. Und der Rest kann dann ums nackte Überleben kämpfen. So war es schon immer, und so wird es auch diesmal sein. Dabei waren wir so nah dran, endlich anders zu handeln...

    • otto_B
    • 28.01.2010 um 8:17 Uhr

    Die Nennung von Überfischung, Phosphat-Ressourcenverbrauchverbrauch und Peak-Oil klingt interessant. Aber ob das ein Problem für die Menschheit "als ganzes" ist, da wäre ich schon vorsichtiger. Den industrialisierten Teil erwischt es stärker, zumindest wenn man sich den aktuellen Durchsatz an Schnitzeln, Fischstäbchen und Benzin vor Augen hält, die Schiene Bio-Sprit hier ausdrücklich inbegriffen.
    Dagegen gibt es in Afrika weite Regionen, die ohnehin kaum an den Weltmarkt aneschlossen sind. Man brennt vielleicht ab und zu ein Stück Regenwald runter, aber Phosphat-Dünger setzte man dort sicher weniger ein. Eine Ressourcenverknappung auf dem Gebiet merkte man dortvielleicht garnicht.
    Andererseits, mit der Verknappung der Ressourcen reagiert deren Preis. Und da werden in den entwickelten Gesellschaften ja auch Dnamiken in Gang gesetzt. Manches freitagabendliche Baebecue mit Billig-Schweinefleich wird vielleicht nicht mehr stattfinden, auch manche Kneipe am Ballermann mangels Kundschaft zumachen. Vielleicht sich auf die Glitzerwelt in den Golf-Emiraten auch der Wüstensand niederlegen. Das Leben wird sicher auch mit weniger Auto-Kilometern, weniger Flug-Kilometern und weniger Waren-Ferntransport funktionieren.
    Die "Menschheit" wird sich schon irgendwie an die jeweils gegebene Ressourcensituation anpassen. Hier so, und dort eben anders. Die Vorstellung, daß die Spezies Homo sapiens den Regeln der Populationsökologie enthoben sein könnte, halte ich für etwas romantisch.

    • Clerk
    • 26.01.2010 um 22:02 Uhr

    Die Meisten wollen doch nichts über Weltuntergangsszenarien hören - es macht ja schließlich Angst. Lieber stecken sie den Kopf in den Sand und machen so weiter wie eh und je und tun so als ob nix wäre. Wenn dann irgendwann die Folgen richtig spürbar werden, wird es eh schon längst zu spät sein. Aber die Menschheit wollte das doch so.
    Das ist dermaßen frustrieren, wenn man nur bedenkt, wie wenig man heute bewegen müsste, um unsere Zukunft grüßtenteils abzusichern, und selbst für das Wenige sind die wenigsten bereit - oft reagieren sie sogar aggressiv, wenn man sie damit konfrontiert. Denken sich sogar irgendwelche Verschwörungstheorien der Wissenschaftler aus, als wenn ob alle Unis weltweit nur irgendwelche Sadisten ausbilden würden, die es kaum erwarten würden, den Menschen mental so richtig eins reinzuhauen. Was geht da bloß in den Köpfen der Menschen vor?? Unwissenheit allein kann es doch nicht sein. Bequemlichkeit allein doch auch nicht. Ich habe mich schon lange gefragt, wie man diese selbstzerstörerische Sichtweise der Menschheit umändern könnte. Sicherlich geht das langfristig, die Zeit dazu haben wir aber nicht mehr. Ich hab schon aufgegeben. Bestimmte Kreise werden sich eh absichern können. Und der Rest kann dann ums nackte Überleben kämpfen. So war es schon immer, und so wird es auch diesmal sein. Dabei waren wir so nah dran, endlich anders zu handeln...

    • otto_B
    • 28.01.2010 um 8:17 Uhr

    Die Nennung von Überfischung, Phosphat-Ressourcenverbrauchverbrauch und Peak-Oil klingt interessant. Aber ob das ein Problem für die Menschheit "als ganzes" ist, da wäre ich schon vorsichtiger. Den industrialisierten Teil erwischt es stärker, zumindest wenn man sich den aktuellen Durchsatz an Schnitzeln, Fischstäbchen und Benzin vor Augen hält, die Schiene Bio-Sprit hier ausdrücklich inbegriffen.
    Dagegen gibt es in Afrika weite Regionen, die ohnehin kaum an den Weltmarkt aneschlossen sind. Man brennt vielleicht ab und zu ein Stück Regenwald runter, aber Phosphat-Dünger setzte man dort sicher weniger ein. Eine Ressourcenverknappung auf dem Gebiet merkte man dortvielleicht garnicht.
    Andererseits, mit der Verknappung der Ressourcen reagiert deren Preis. Und da werden in den entwickelten Gesellschaften ja auch Dnamiken in Gang gesetzt. Manches freitagabendliche Baebecue mit Billig-Schweinefleich wird vielleicht nicht mehr stattfinden, auch manche Kneipe am Ballermann mangels Kundschaft zumachen. Vielleicht sich auf die Glitzerwelt in den Golf-Emiraten auch der Wüstensand niederlegen. Das Leben wird sicher auch mit weniger Auto-Kilometern, weniger Flug-Kilometern und weniger Waren-Ferntransport funktionieren.
    Die "Menschheit" wird sich schon irgendwie an die jeweils gegebene Ressourcensituation anpassen. Hier so, und dort eben anders. Die Vorstellung, daß die Spezies Homo sapiens den Regeln der Populationsökologie enthoben sein könnte, halte ich für etwas romantisch.

  3. ...und Tierschutzwidrig.

    Aber das spielt ja keine Rolle...
    Ausbeutung der Meere ist eine Sache, aber auch der jeweilige Fisch sollte beachtung finden. Er "erstickt" doch qualvoll an Land, damit der geneigte Bürger fressen kann! Massenweise und jeden Tag! Da ist es zynisch wenn der mensch sich erst gedanken macht, wenn der betsand zu neige geht und er selbst bedroht wird.

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    ging mir beim Lesen des Artikels auch durch den Kopf.

    ich gebe ihnen aus vollem herzen recht! es ist immer das gleiche: da wird von nachhaltiger befischung geredet, fast würde ich lieber sagen: gelabbert!

    um den einzelnen fisch geht es mensch schon gar nicht.
    da müsste eigentlich ganz schnell ein „fischwahnsinn“ (analog zum damaligen BSE rinderwahnsinn her) und sofort würde niemand mehr fisch auf dem teller haben wollen.

    tja, so sind die menschen. immer nur auf ihr eigenes wohlbefinden bedacht! steht krone-der-schöpfung eben nun mal auch zu! (ironisch gesagt!)

    ging mir beim Lesen des Artikels auch durch den Kopf.

    ich gebe ihnen aus vollem herzen recht! es ist immer das gleiche: da wird von nachhaltiger befischung geredet, fast würde ich lieber sagen: gelabbert!

    um den einzelnen fisch geht es mensch schon gar nicht.
    da müsste eigentlich ganz schnell ein „fischwahnsinn“ (analog zum damaligen BSE rinderwahnsinn her) und sofort würde niemand mehr fisch auf dem teller haben wollen.

    tja, so sind die menschen. immer nur auf ihr eigenes wohlbefinden bedacht! steht krone-der-schöpfung eben nun mal auch zu! (ironisch gesagt!)

  4. Die Bestände werden angeblich gerade knapp über dem Zusammenbruch stabil gehalten, was m.E. für ein ziemlich geniales handling spricht. Wie schafft man das, wo man doch rücksichtslos die Natur ausbeutet?
    Gleichzeitig gibt es angeblich, woher auch immer, als nachhaltig zertifizierten Fang und das ohne die Chance einen Bestand tatsächlich selektiv zu schützen.
    Wie geht das wohl?

  5. vor meinem Fenster. Mir macht das Angst.

    • Clerk
    • 26.01.2010 um 22:02 Uhr

    Die Meisten wollen doch nichts über Weltuntergangsszenarien hören - es macht ja schließlich Angst. Lieber stecken sie den Kopf in den Sand und machen so weiter wie eh und je und tun so als ob nix wäre. Wenn dann irgendwann die Folgen richtig spürbar werden, wird es eh schon längst zu spät sein. Aber die Menschheit wollte das doch so.
    Das ist dermaßen frustrieren, wenn man nur bedenkt, wie wenig man heute bewegen müsste, um unsere Zukunft grüßtenteils abzusichern, und selbst für das Wenige sind die wenigsten bereit - oft reagieren sie sogar aggressiv, wenn man sie damit konfrontiert. Denken sich sogar irgendwelche Verschwörungstheorien der Wissenschaftler aus, als wenn ob alle Unis weltweit nur irgendwelche Sadisten ausbilden würden, die es kaum erwarten würden, den Menschen mental so richtig eins reinzuhauen. Was geht da bloß in den Köpfen der Menschen vor?? Unwissenheit allein kann es doch nicht sein. Bequemlichkeit allein doch auch nicht. Ich habe mich schon lange gefragt, wie man diese selbstzerstörerische Sichtweise der Menschheit umändern könnte. Sicherlich geht das langfristig, die Zeit dazu haben wir aber nicht mehr. Ich hab schon aufgegeben. Bestimmte Kreise werden sich eh absichern können. Und der Rest kann dann ums nackte Überleben kämpfen. So war es schon immer, und so wird es auch diesmal sein. Dabei waren wir so nah dran, endlich anders zu handeln...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... auch ich zerbreche mir tagtäglich den Kopf darüber, was sich in den Köpfen der Menschen und anschließend in ihrem Verhalten ändern muss, damit "die Kehrtwende" kommen kann oder wir im letzten Moment die "Notbremse" ziehen können. Und ich bin sehr häufig vehementen Widerstand ausgesetzt, (meiner Erfahrung nach besonders im ländlicheren Gegenden) wenn ich z.B. Vorschläge gezügelteren Fleischkonsums oder Fleischverzichts mache (und das natürlich auch immer mit Informationen unterlege).Verzicht kann übrigens sehr wohl schmackhaft sein! Ich denke da an asiatische Lebensphilosophien oder meine Kindheit zu Zeiten der DDR, in der die sogenannte Mangelwirtschaft dazu führte, dass die Menschen sich meiner Meinung nach viel eher auf andere Werte als den grenzenlosen Konsum besannen, weil sie "aus der Not eine Tugend machen" mussten. In meinen dunklen Stunden bin ich auch davon überzeugt, dass es zu spät sein wird, wenn das große Umdenken nach dem "Kipping Point" eintritt. Schon für meine eigene Erkenntnisbefriedigung suche ich weiter nach der Antwort. Gerade denke ich ihr auf der Spur zu sein: Ist ein hohes Maß an Bildung für alle vielleicht der Schlüssel zur Reflektionsfähigkeit und Übernahme von Verantwortung?! :)

    ... auch ich zerbreche mir tagtäglich den Kopf darüber, was sich in den Köpfen der Menschen und anschließend in ihrem Verhalten ändern muss, damit "die Kehrtwende" kommen kann oder wir im letzten Moment die "Notbremse" ziehen können. Und ich bin sehr häufig vehementen Widerstand ausgesetzt, (meiner Erfahrung nach besonders im ländlicheren Gegenden) wenn ich z.B. Vorschläge gezügelteren Fleischkonsums oder Fleischverzichts mache (und das natürlich auch immer mit Informationen unterlege).Verzicht kann übrigens sehr wohl schmackhaft sein! Ich denke da an asiatische Lebensphilosophien oder meine Kindheit zu Zeiten der DDR, in der die sogenannte Mangelwirtschaft dazu führte, dass die Menschen sich meiner Meinung nach viel eher auf andere Werte als den grenzenlosen Konsum besannen, weil sie "aus der Not eine Tugend machen" mussten. In meinen dunklen Stunden bin ich auch davon überzeugt, dass es zu spät sein wird, wenn das große Umdenken nach dem "Kipping Point" eintritt. Schon für meine eigene Erkenntnisbefriedigung suche ich weiter nach der Antwort. Gerade denke ich ihr auf der Spur zu sein: Ist ein hohes Maß an Bildung für alle vielleicht der Schlüssel zur Reflektionsfähigkeit und Übernahme von Verantwortung?! :)

  6. was die einen als Katastrophe sehen und Weltuntergangsstimmung schüren, sehe ich als Change dem Analog-Fisch den Durchbruch zu ermöglichen ;-)

    p.s. Die Welt wird erst in ca. 5 Milliarden Jahren untergehen, nämlich im Feuerball der implodieren Sonne. Bis dahin wird noch viel passieren! Die eine oder andere Art wird verschwinden, dafür aber auch viele neue dazukommen.

  7. Vor allem wird die Natur dafür sorgen, dass die Art homo sapiens zu den bis dahin verschwundenen Arten gehören wird.

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