Laut Waldzustandsbericht 2009 ist der deutsche Wald in etwas besserer Verfassung. "Der Kronenzustand fast aller Baumarten in Deutschland, darunter Fichten, Kiefern und Eichen hat sich verbessert", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Demnach wiesen 36 Prozent der Bäume keine Schäden an den Kronen auf. Im Vorjahr waren es nur 31 Prozent gewesen.

Mehr als ein Viertel der Bäume allerdings ist schwer beschädigt, wie aus dem Bericht hervorgeht. So stieg der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen in den Schadstufen 2 bis 4 binnen eines Jahres um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent. Der Anteil der Bäume mit mittleren Schäden ging leicht zurück – von 20,4 auf 19,7 Prozent.

Sorgen machen sich Experten vor allem um die Buche, deren Zustand sich im vergangenen Jahr stark verschlechterte. So stieg der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen innerhalb eines Jahres um 20 Prozentpunkte auf 50 Prozent. Ursachen für das schlechte Abschneiden waren laut Bericht der trockene August, aber vor allem der üppige Behang mit Bucheckern. Da die Fruchtbildung des Baumes von der Sommertemperatur des Vorjahres mitbestimmt wird, wird ein Zusammenhang mit dem Klimawandel vermutet.

Besser geht es hingegen der Fichte, bei der der Anteil deutlicher Kronenverlichtungen von 30 auf 26 Prozent zurückging. Auch die Kiefer hat sich erholt. So wiesen noch 13 Prozent der Bäume deutliche Lücken in den Kronen auf, im Vorjahr waren es noch 18 Prozent gewesen. Der Anteil der Bäume mit mittleren Schäden sank von 18,9 auf 15,8 Prozent.

Der Zustand des langjährigen Sorgen-Baumes Eiche bleibt kritisch, auch wenn eine leichte Erholung festzustellen ist. So sank der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen von 52 auf 48 Prozent. Der Anteil der Bäume mit mittleren Schäden ging von 28,3 auf 26,5 Prozent zurück.