Astronomie Sternexplosion im Labor

Während sich eine internationale Staatengemeinschaft in jahrelanger Abstimmung auf den Standort eines Versuchsreaktors einigte, haben die USA eine Anlage gebaut, eröffnet und erfolgreich getestet. Und zünden noch dieses Jahr zum ersten Mal einen Mikrostern im Labor.

192 Laserstrahlen werden auf einen kleinen hohlen Goldzylinder gerichtet. Ein kugelförmiges Pellet mit dem Treibstoff für die Kernfusion wird von der Strahlung auf eine Dichte und Temperatur komprimiert, wie sie im Zentrum von Sternen herrschen. Dann setzt spontan Kernfusion ein.

192 Laserstrahlen werden auf einen kleinen hohlen Goldzylinder gerichtet. Ein kugelförmiges Pellet mit dem Treibstoff für die Kernfusion wird von der Strahlung auf eine Dichte und Temperatur komprimiert, wie sie im Zentrum von Sternen herrschen. Dann setzt spontan Kernfusion ein.

mittlerweile begonnenen Bau des Versuchsfusionsreaktors Iter in Cadarache, nördlich von Marseille. Dieses Etikett ist förmlich Segen und Fluch zugleich. Denn steht es zum einen für das hehre Ziel, "saubere" Energie zu erzeugen – ohne Emission von Treibhausgasen, Ausbeutung begrenzter Rohstoffe und stark radioaktiven Abfall –, wird es zum anderen genau wie die bemannte Raumfahrt als zu teures und letztendlich vielleicht sinnloses Unterfangen kritisiert.

"Das größte Wissenschaftsprojekt seit der Internationalen Raumstation." So bezeichnete der ehemalige französische Staatspräsident Jacques Chirac den

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Dabei beschäftigen sich Wissenschaftler und Techniker ebenfalls seit mehr als einem halben Jahrhundert mit einem solchen Reaktor. Kurz nachdem Physiker wie Hans Bethe die Energiegewinnung in Sternen erklärten, wurde darüber nachgedacht, die Fusion auf der Erde zur Stromerzeugung einzusetzen – bis heute allerdings ohne Erfolg. Denn die Bedingungen im Zentrum von Sternen wie der Sonne sind extrem – hier herrschen Drücke von 300 Milliarden Atmosphären und Temperaturen von mehr als zehn Millionen Grad.

Leser-Kommentare
  1. 1. Laser

    Die US. Laseranlage die hier zum "Komprimieren" und Energieerzeugung genutzt werden soll, dient nur zur militärischen Matrerialforschung für Einflüsse durch Röntgenstrahlung und hohe Temperatur. Die kammer, in der alle Bündel zusammenlaufen hat nicht umsonst Öffnungen die groß genug sind um jegliche Materialien reinzuschaffen und zu testen.

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    Ich denke sie dient der Invasion von Britisch-Indien.

    Ich denke sie dient der Invasion von Britisch-Indien.

  2. Ich denke sie dient der Invasion von Britisch-Indien.

    Antwort auf "Laser"
  3. 10 Millarden Euro. Verteilt auf 30 Jahre. Verteilt auf über 30 Staaten. Um das weltweite Energieproblem, samt sämtlicher dadurch verursachter Kriege, zu lösen.

    DAS IST ALLES?

    Wie wärs mit 10 Milliarden pro Jahr und pro Mitglieds-Staat? Das wäre eine angemessene Investition.

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    ... sollte man mehr in die Kernfusion investieren, wo doch die Erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Solar den Weltenergiebedarf tausendfach decken könnten?

    Glauben Sie vielleicht, dass die Stromerzeugung mittels Kernfusion billiger wird als aus heutigen Kraftwerken? Oder das die heutigen Monopolstrukturen mit der Kernfusion zerschlagen werden kann? Glauben Sie vielleicht, die Staaten der 3. Welt bekämen die Fusionsreaktoren geschenkt?

    Selbst wenn die Kernfusion mal läuft, ist das nur eine Nischentechnologie, weil sie zu teuer und zu aufwendig sein wird.

    ... sollte man mehr in die Kernfusion investieren, wo doch die Erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Solar den Weltenergiebedarf tausendfach decken könnten?

    Glauben Sie vielleicht, dass die Stromerzeugung mittels Kernfusion billiger wird als aus heutigen Kraftwerken? Oder das die heutigen Monopolstrukturen mit der Kernfusion zerschlagen werden kann? Glauben Sie vielleicht, die Staaten der 3. Welt bekämen die Fusionsreaktoren geschenkt?

    Selbst wenn die Kernfusion mal läuft, ist das nur eine Nischentechnologie, weil sie zu teuer und zu aufwendig sein wird.

  4. ... sollte man mehr in die Kernfusion investieren, wo doch die Erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Solar den Weltenergiebedarf tausendfach decken könnten?

    Glauben Sie vielleicht, dass die Stromerzeugung mittels Kernfusion billiger wird als aus heutigen Kraftwerken? Oder das die heutigen Monopolstrukturen mit der Kernfusion zerschlagen werden kann? Glauben Sie vielleicht, die Staaten der 3. Welt bekämen die Fusionsreaktoren geschenkt?

    Selbst wenn die Kernfusion mal läuft, ist das nur eine Nischentechnologie, weil sie zu teuer und zu aufwendig sein wird.

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    • PGMN
    • 09.02.2010 um 8:09 Uhr

    Sehen Sie es halt nicht als Vorstoß in der Energiegewinnung, sondern als reinen Vorstoß in der Wissenserschließung.
    Das Wissen um die Fusionsforschung ist auch dann sinnvoll, wenn wir eines Tages mit den Einhörnern und Elfen über die Blumenwiesen der Zukunft der regenerativen Energien frohlocken.

    • PGMN
    • 09.02.2010 um 8:09 Uhr

    Sehen Sie es halt nicht als Vorstoß in der Energiegewinnung, sondern als reinen Vorstoß in der Wissenserschließung.
    Das Wissen um die Fusionsforschung ist auch dann sinnvoll, wenn wir eines Tages mit den Einhörnern und Elfen über die Blumenwiesen der Zukunft der regenerativen Energien frohlocken.

    • 2b
    • 08.02.2010 um 23:56 Uhr

    Bei allen Nachteilen und Gefahren wäre es mir trotzdem lieber, Atomforscher beschäftigten sich in der Forschung mehr mit Kernfusion als mit Kernspaltung:
    http://www.sfv.de/sob9920...

  5. dass diese "Forscher" nicht aus Versehen ein kleines schwarzes Loch erzeugen. Ups! Scotty, beamen!

    • PGMN
    • 09.02.2010 um 8:09 Uhr
    7. Dann

    Sehen Sie es halt nicht als Vorstoß in der Energiegewinnung, sondern als reinen Vorstoß in der Wissenserschließung.
    Das Wissen um die Fusionsforschung ist auch dann sinnvoll, wenn wir eines Tages mit den Einhörnern und Elfen über die Blumenwiesen der Zukunft der regenerativen Energien frohlocken.

    Antwort auf "Wozu..."

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