Rohstoffe Warum Kupfer teuer bleibt
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Recycling zur Ressourcen-Schonung

Verknappung bei Kupfer kein relevantes Thema

Doch auch wenn der Preis für Kupfer gestiegen ist: Mit einer Verknappung des Rohstoffs rechnen Experten nicht. "Bei Kupfer sind langfristig keine Engpässe zu erwarten", betont etwa Peter Buchholz von der BGR. Die Reserven des Metalls, also jene Lagerstätten, die derzeit gewinnträchtig abgebaut werden können, wird vom United States Geological Survey auf 480 Millionen Tonnen geschätzt, hinzu kommen geschätzte Ressourcen von mehr als drei Milliarden Tonnen auf dem Land sowie etwa 700 Millionen Tonnen am Meeresgrund. Nach Berechnungen des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung ISI reichen die Reserven darum noch 31 Jahre, die Ressourcen mehr als 190 Jahre.

Und selbst danach droht kein abruptes Rohstoffende. Die Berechnungen zu den Rohstoffmengen basieren allein auf den bereits bekannten Lagerstätten, zukünftige Funde sind noch nicht berücksichtigt. "Bei Metallrohstoffen kann man bislang keine endgültige Aussage über die Rohstoffmengen der Erde treffen", weist Peter Buchholz auf Erkenntnislücken hin: "Die absolute Menge der Ressourcen ist völlig unbekannt, das Potenzial für neu zu entdeckende Lagerstätten aber sehr groß."

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Recycling zur Ressourcenschonung

Hinzu kommt die Möglichkeit der Aufbereitung. "Kupfer wird nicht verbraucht, sondern gebraucht", sagt Birgit Schmitz: "Es ist sehr gut recycelbar." Schon heute würde mehr als die Hälfte des in Deutschland verarbeiteten Kupfers wiederverwendet. "Selbst bei filigranem Elektroschrott ist eine Wiederverwertung oft günstiger als die Neubeschaffung aus Minen", sagt sie.

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Auch Franz Michael Meyer vom Institut für Mineralogie und Lagerstättenlehre der RWTH Aachen sieht die zukünftige Versorgung mit Kupfer ohne Sorge: "Ich bin sicher, dass die Recyclingrate noch gesteigert werden kann." Zudem gebe es immer neue technische Entwicklungen, durch die das Kupfer als Rohstoff für einzelne Produkte verdrängt werde – was zur Entspannung der Lage beitrage. "Nehmen Sie nur das Beispiel des Telefons: Das funktionierte früher mit Kupferdrähten. Heute telefonieren wir mit Mobiltelefonen."

Auch bei der Datenübertragung für das Internet hat Kupfer ausgedient: Glasfaserkabel sind deutlich schneller, und bei WLAN-Techniken werden die Daten inzwischen per Funk übertragen – völlig kupferfrei.

Weitere zum Teil frei verfügbare Artikel zum Thema finden Sie im Dossier Rohstoffe bei spektrumdirekt.de.

 
Leser-Kommentare
  1. Übrigens ist der Kupferpreis im Augenblick nicht besonders hoch, sondern hatte vor ein paar Jahren seinen Zenith. Seitdem geht es abwärts.

    • joflo
    • 10.02.2010 um 15:04 Uhr

    "[...]und bei WLAN-Techniken werden die Daten inzwischen per Funk übertragen – völlig kupferfrei."

    Um dann per Funk um die ganze Welt zu gehen? Da ist der Akku aber ganz schnell alle. Oder gehen die Daten doch nur bis zur Basisstation und von da aus ins Kabel? WLAN spart kein Kupfer, die Glasfaserkabel machen das.

    Gleiches gilt fuer Handys.

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