Sind wachsende Korallenriffe des Rätsels Lösung?
Kleinen glaubt, dass der Konzentrationsanstieg eine natürliche Ursache hat. In einer Klimasimulation rechneten Kleinen und sein Kollege Victor Brovkin alle wichtigen Klimafaktoren gegeneinander auf. Zwei fielen dabei besonders ins Gewicht: Korallenriffe, die während einer Warmzeit stark anwachsen und Moore, die sich gleichzeitig ausbreiten.
Wie Menschen benötigen Korallen Kalzium um zu wachsen, sie binden große Mengen davon aus dem Meer. Ein Ozean unter Kalziummangel kann aber weniger Kohlenstoffdioxid aufnehmen. Moore hingegen sind regelrechte CO2-Senken. Beide Prozesse wirken also gegenläufig: "In der Summe ergibt unser Modell, dass der Kohlendioxid-Gehalt um 20 ppm ansteigt", so Brovkin. Diese Zahl deckt sich exakt mit den Ergebnissen der Eiskernbohrungen.
Aber auch wenn das Modell der Klimaforscher den Menschen an dieser Stelle entlastet, gibt es für sie keinen Zweifel daran, dass er den Klimawandel zu verantworten hat. Menschliche Emissionen ließen die CO2-Konzentration nämlich um mehr als 100 ppm seit 1850 ansteigen, das ist ein Zuwachs von 40 Prozent in 160 Jahren.
- Datum 03.02.2010 - 15:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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korallen leben in enger symbiose mit zooxanthellen, also algen (dinoflagellaten), die die korallen dicht überziehen und für sie nahrung in form von zucker bereitstellen. dh, die zooxanthellen binden jede menge CO2 aus dem wasser um photosynthese zu betreiben (würden sie das nicht tun, wäre das milieu um die korallen zu sauer um kalk abscheiden zu können).
ich frage mich nun, inwieweit diese tatsache bei den aufgestellten hypothesen berücksichtigt wurde. der CO2-entzug durch die zooxanthellen müsste doch den Ca-entzug der korallen aus dem meerwasser zumindest aufwiegen und das meer könnte demnach wieder CO2 aufnehmen um seinen CO2-gehalt jenem in der atmosphäre anzugleichen...
Sie haben Recht!; entweder ist die Untersuchung, äh bemerkenswert....(und etwas fragwürdig) oder (was ich vermute) total unzulänglich wiedergegeben.
Die Riffgemeinschaft fällt ja schließlich Kalzium als Karbonat und nicht als Metall gegen das Löslichkeitsprodukt!
Hauptsache klimarelevant!
MfG Karl Müller
Sie haben Recht!; entweder ist die Untersuchung, äh bemerkenswert....(und etwas fragwürdig) oder (was ich vermute) total unzulänglich wiedergegeben.
Die Riffgemeinschaft fällt ja schließlich Kalzium als Karbonat und nicht als Metall gegen das Löslichkeitsprodukt!
Hauptsache klimarelevant!
MfG Karl Müller
Sie haben Recht!; entweder ist die Untersuchung, äh bemerkenswert....(und etwas fragwürdig) oder (was ich vermute) total unzulänglich wiedergegeben.
Die Riffgemeinschaft fällt ja schließlich Kalzium als Karbonat und nicht als Metall gegen das Löslichkeitsprodukt!
Hauptsache klimarelevant!
MfG Karl Müller
20 ppm sind nicht viel.
Wenn es vor 8000 Jahren schon sehr viel wärmer war, dann waren auch die Weltmeere viel wärmer.
Und warmes Wasser speichert weniger CO2.
Riesige Mengen des CO2, sehr viel mehr als in der Atmosphäre sind in den Weltmeeren gespeichert (CO2, Hydrogenkarbonat, Carbonat)
Etwas vom CO2 der Weltmeere könnte in die Atmosphäre entwichen sein.
Man weiß ja schon lange Folgendes: erst wird es wärmer und dann steigt der CO2-Gehalt der Luft.
Die Temperatur der Meere folgt der Erwärmung der Atmosphäre ja auch mit Verzögerung.
Warum sind denn die
Korallen vor 8000 Jahren so stark gewachsen? Weil es plötzlich wärmer wurde? Weil viele Calzium-Ionen in die Meere gespült wurde?
Übrigens, wieviel CO2 das Wasser speichern kann, hängt erstmal vom pH ab, nicht unbedingt davon, ob da Kalzium-Ionen in der Nähe sind.
Im sauren liegt alles CO2 als CO2 vor. Die Lösungsfühigkeit des Wassers bezüglich CO2 ist bei niedrigem pH gering.
(Man gieße etwas Essig in CO2 haltiges Mineralwasser, es sprudelt heftig).
Wird das Medium alkalischer z.B. pH 7 , liegt ein Teil als Hydrogencarbonat vor, macht man das Wasser stark alkalisch (pH 12) liegt fast alles CO2 als Carbonat vor. Gibt man dann Kalzium-Ionen hinzu, fällt Calzium-Carbonat als Feststoff aus auf den Grund des Gefäßes.
Korallenwachstum geht erstmal mit Calziumcarbonatabscheidung einher.
Stark anwachsende Korallenriffe sollten erstmal den CO2-Gehalt des Meeres und dann der Atmosphäre absinken lassen.
Ein Stopp des Korallenwachstums sollte dann die Aufnahmefähigkeit der Weltmeere absenken, es wird ja kein CO2 mehr oder sehr viel weniger/jahr als Calzimukarbonat in einen Feststoff überführt.
Von woher aber sollte nun zusätzliches CO2 herkommen, das nicht vorher schon in der Atmophäre war?
Vulkanismus? War der vor 8000 Jahren besonders heftig?
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