Ökologie und Landwirtschaft Spritzmittel halbieren die Artenvielfalt

Forscher haben europaweit die Einflüsse von Pestiziden auf die Biodiversität von Ackerflächen untersucht. Das Ergebnis: Spritzmittel sind ein wahrer Artenkiller.

Dass Pestizide Tiere und Pflanzen abtöten, ist keine Überraschung, schließlich sind diese Mittel dazu da, Schädlinge auf Ackerflächen zu bekämpfen. Dass dabei auch Lebewesen getroffen werden, die den Ertrag der Bauern eigentlich überhaupt nicht gefährden, kann man sich ebenfalls denken. Doch jetzt hat ein europäisches Forscherteam in einer groß angelegten Feldstudie erstmals genau untersucht, wie sich der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden auf das Ökosystem in Kulturlandschaften auswirkt.

Dabei stellte sich heraus, dass die Artenvielfalt auf Feldern, die regelmäßig mit Pestiziden behandelt werden, um die Hälfte geringer war als auf ökologisch bewirtschafteten Äckern. Dieser Effekt zeigte sich auch in der Umgebung der landwirtschaftlichen Anbauflächen.

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Für die Studie, die im Fachblatt der Gesellschaft für Ökologie  Basic and Applied Ecology erscheint, wurden in neun Testregionen, die sich auf acht Länder von den Niederlanden bis nach Spanien verteilen, insgesamt 1350 Weizenfelder untersucht. Die Äcker lagen in unterschiedlichen geografischen Regionen und waren verschieden groß. Bei der Untersuchung, wie sich Pestizide unter verschiedenen Bedingungen auf Teile des Ökosystems auswirken, richteten die Forscher ihre Aufmerksamkeit besonders auf Laufkäfer und bodenbrütende Vögel.

Leser-Kommentare
  1. offensichtlich zuerst im Kopf von Menschen. - Dann wird sich wohl niemand mehr wundern, warum entsprechende Produkte weder Tier noch Mensch ausreichend ernähren, sprich: ausreichend Energien binden können. - Und nun? Rücken alle die Giftlobbyisten ihre Gelder wieder heraus, um den alten Zustand der Natur wieder herzustellen? -

  2. Bevor hier irgendjemand jetzt postet, die grüne Gentechnik hätte diese Probleme nicht, möchte ich gleich vorbeugend widersprechen.

    Wer das nicht glaubt, informiere sich über das Roundup-Ready-System von Monsanto.

    Im Gegensatz hat es die konventionelle Landwirtschaft geschafft die Spritzmittel effizienter einzusetzen und den Verbrauch zu reduzieren.

  3. Autsch, da fuehlen wir Befürworter der grünen Gentechnik uns ja gleich mundtot gemacht. Tatsache ist, dass z.B. durch den Einsatz von Bt Baumwolle in China eine drastische Verminderung von Pestiziden erreicht werden konnte:
    http://www.gmo-compass.or...

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    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:55 Uhr
    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:55 Uhr
  4. 4. Häh

    Wo soll jetzt der tiefere Sinn von Artenvielfalt auf Agrarflächen sein? Klar, die Bodenökologie muss stimmen, aber Krabbelviecher können sich auch überall anders auf Grünflächen austoben, warum ausgerechnet auf Agrarflächen? Übrigens, die Tierdichte ist in den Städten höher als auf dem Land.

    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:55 Uhr
    5. Mhm,
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    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:57 Uhr

    ich wollte den Kommentar nicht abschicken - sorry.

    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:57 Uhr

    ich wollte den Kommentar nicht abschicken - sorry.

    • FZ
    • 12.02.2010 um 18:57 Uhr

    ich wollte den Kommentar nicht abschicken - sorry.

    Antwort auf "Mhm,"
    • tobger
    • 12.02.2010 um 21:28 Uhr

    Ist es nicht der Zweck von Pestiziden, die Artenvielfalt auf Agrarflächen zu reduzieren? Schliesslich soll dort im Wesentlichen nur das wachsen, was angebaut wird und potentielle Schädlinge werden unter Kontrolle gehalten.

    Insofern nicht wirklich überraschen (ohne Wertung)

  5. 8.

    Ein Grund mehr Bio-Vegane Landwirtschaft vorzuziehen. Unglaublich, dass sogar Konsum von Gemüse den Tod von einer Vielzahl Subjektwesen bedeutet.
    Was ich nie verstehen werde ist, warum in den Mainstreammedien die Artenvielfalrt als schützenswert hochgehalten werden muss, aber der Tierschutz, also der Schutz des individuellen Tieres unabhängig seiner Artzugehörigkeit kaum beachtung findet.

    Jede gerettete Spitzmaus ist begrüßenswert. Man muss endlich technicken jenseits der Chemiekeule entwickeln um zb Nagetiere abzuhalten. Oder: Man pflanzt mehr an als man verkaufen möchte und kalkuliert einen prozentsatz ausfall mit ein. Dann wird das Gemüse zwar teurer, aber das sollte egal sein, angesichts des Staatsziels Tierschutz in der Verfassung.

    Mehr Forschung! (Ohne Tierversuche natürlich!)

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