Fragen und Antworten zu Amflora Das Geheimnis der genetisch veränderten Kartoffel

Ist "Amflora" gefährlich? Und ebnet die Industrie-Kartoffel jetzt den Weg für mehr Gentechnik in unseren Lebensmitteln? Fragen und Antworten zur umstrittenen Knolle.

Speisekartoffeln enthalten zwei Arten von Stärke. Für die Industrie ist vor allem das klebrige Amylopektin brauchbar

Speisekartoffeln enthalten zwei Arten von Stärke. Für die Industrie ist vor allem das klebrige Amylopektin brauchbar

Die Kartoffel ist mehr als nur ein Gemüse.

Das zeigte sich schon 1756, als Friedrich der Große den Anbau der aus den Anden eingeschleppten Knolle in Preußen per Gesetz befahl. Viele Bauen weigerten sich – denn sie fürchteten das von der Kirche als "Teufelskraut" bezeichnete Nachtschattengewächs, nachdem einige versehentlich statt der gekochten Knolle eine rohe Kartoffel oder gar Teile der giftigen Pflanze probiert hatten.

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Um den Bauern die Kartoffel schmackhaft zu machen, soll sich der Preußische König eines Tricks bedient haben: Der Legende nach ließ er die Kartoffeläcker von Soldaten bewachen. Das sollte den Bauern signalisieren, dass dort eine besonders wertvolle Frucht gedeiht, die andere stehlen würden.

Schließlich wurde die Kartoffel akzeptiert, Europa besiegte mit ihr den Hunger – auch wenn die Abhängigkeit von dem neuen Grundnahrungsmittel wiederum zu so mancher Hungersnot führte, sobald die Kartoffelernte einmal ausblieb. Heute hat sie den gesamten Erdball erobert, doch bis heute ist der Erdapfel auch ein Zankapfel. Als die Kartoffelsorte Linda im Jahr 2004 aus dem Sortiment gestrichen wurde, erregte das die Gemüter. Menschen demonstrierten für die Wiedereinführung der Knolle, die nach fünf Jahre wieder auf den Markt kam.

Und seit nunmehr 14 Jahren streiten Wissenschaftler, das Unternehmen BASF, Verbraucherschützer und Umweltorganisationen um die Einführung der genetisch veränderten Kartoffelsorte "Amflora". Am Dienstag genehmigte die EU-Kommission schließlich den Anbau dieser Kartoffel in Europa. Umweltschützer fürchten nun, dass damit alle Dämme gebrochen sind, die Europa bislang vor einer Schwämme gentechnisch manipulierter Lebensmittel bewahrten. Forscher hingegen freuen sich, dass neue Entwicklungen in der grünen Gentechnik nun auch in Europa eine Chance haben.

Grund genug, mit den größten Mythen um die "Gen-Kartoffel" Amflora aufzuräumen. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Eingewandert aus Südamerika

Schon zwischen 8000 und 5000 v. Chr. bauten die Inka in den Anden Kartoffeln an. Sie waren es auch, die anfingen, aus Wildkartoffeln neue Sorten zu züchten. Im 16. Jahrhundert kam die Kartoffel dann auf dem Seewege nach Europa – zunächst als exotische Zierpflanze. Ob es die Spanier waren – oder doch die Engländer –, die die Kartoffel aus Südamerika mitbrachten, können Historiker bis heute nicht genau sagen.

Als die Europäer merkten, dass die Knolle des ansonsten giftigen Nachtschattengewächses ausgesprochen nahrhaft ist, begann der Siegeszug der Kartoffel in Europa, wo sie ab dem 18. Jahrhundert zum wichtigsten Grundnahrungsmittel wurde und die Grundlage für ein enormes Bevölkerungswachstum lieferte.

Von der Zierpflanze zum Grundnahrungsmittel

Im Jahre 1756 erließ König Friedrich der Große von Preußen den Befehl zum Kartoffelanbau. Allerdings setze sich das neue Gemüse nur langsam durch. Schädlinge und der falsche Anbau vernichteten so manche Ernte. Und da viele Menschen nicht wussten, dass die Kartoffelpflanze giftig und die Knolle roh ungenießbar ist, machten sie üble Erfahrungen mit der Kartoffel.

Heute gibt es weltweit um die 5000 Züchtungen. Weltweit werden jedes Jahr etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Bis Ende des 20. Jahrhunderts pflanzten und verzehrten vor allem die Menschen in Europa, den USA und der Sowjetunion Kartoffeln. Seit einigen Jahren verlagert sich die Produktion genau wie die Nachfrage stärker nach Asien, Afrika und Südamerika – der Heimat der Kartoffel. Nach Zahlen der Welternährungsorganisation FAO war China 2007 der größte Kartoffelproduzent, gefolgt von Russland und Indien. Deutschland steht mit knapp 12 Millionen Tonnen pro Jahr auf Platz sieben.

Die Zulassung der Kartoffelsorte Amflora wurde bereits 1996 erstmals von der Firma BASF beantragt. Wozu braucht der Chemie-Konzern Kartoffeln?

BASF möchte die Kartoffel als Stärkelieferant herstellen. Die Industrie macht daraus zum Beispiel Papier, Pappe und Kleister. Nach Informationen des Fachverbands der Stärke-Industrie werden jedes Jahr rund anderthalb Millionen Tonnen Stärke für die Industrie produziert. Etwa ein Drittel davon wird aus Kartoffeln gewonnen. Allerdings wird nur etwa die Hälfte der Stärke in Lebensmitteln verarbeitet. Auch Amflora ist nicht als Speisekartoffel gedacht, ihr hoher Stärkeanteil macht sie praktisch ungenießbar. Allerdings dürfen Tiere damit gefüttert werden.

Amflora geriet als "Gen-Kartoffel" in die Schlagzeilen. Eine irritierende Bezeichnung, da alle Lebewesen Gene enthalten. Was wurde an der Kartoffel gentechnisch verändert? 

Die Wissenschaftler wollten eine Kartoffel entwickeln, die fast nur Amylopektin-Stärke enthält. Denn die ist besonders gut zur Weiterverarbeitung geeignet. "Herkömmliche Kartoffelstärke besteht zu 80 Prozent aus Amylopektin und zu 20 Prozent aus Amylose", erläutert Thorsten Storck, Projektleiter bei BASF Plant Science. "Ein Großteil der an der Stärke geschätzten Eigenschaften stammt aus dem Amylopektin, zum Beispiel die gute Klebewirkung. Die Amylose dagegen stört bei vielen technischen Anwendungen. Sie geliert und macht die gelöste Kartoffelstärke dadurch instabil." Also veränderten die Forscher das Erbgut der Kartoffel so, dass das Enzym, dass für die Synthese der Amylose zuständig ist, nicht gebildet wird. Heraus gekommen ist eine Kartoffel, die fast nur aus Amylopektin-Stärke besteht.

Wenn die Amflora-Kartoffel gar nicht auf unsere Teller kommt – warum wehren sich dann Umweltverbände und Verbraucherschützer dagegen? 

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) die Sicherheit der Amflora-Kartoffel für Mensch, Tier und Umwelt bestätigt. Kritiker zweifeln allerdings daran, dass die Folgen gentechnischer Veränderungen an Pflanzen heute schon sicher für die Zukunft abzuschätzen sind. Außerdem fürchten sie, dass Substanzen aus der Industrie-Kartoffel Amflora auf Umwegen doch auf den Tellern der Verbraucher landen – etwa wenn das Fleisch von Tieren, die mit der Knolle gefüttert wurden, im Supermarktregal landet. "Die Behauptung der Regierung, die Gen-Kartoffel werde nicht in die Nahrung gelangen, ist unglaubwürdig. Wo Gen-Pflanzen angebaut werden, tauchen sie über kurz oder lang auch in Lebensmitteln auf. BASF weiß das und hat deshalb umfassende Zulassungen auch für Lebensmittel beantragt", sagt dazu Martin Hofstetter, Gentechnik-Experte bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Amflora enthält ein Marker-Gen, das bestimmte Bakterien resistent gegen Antibiotika machen könnte. Gelangt es in den menschlichen Organismus, wird die Behandlung von Infektionen erschwert. Wie berechtigt ist diese Angst?

Das Marker-Gen wurde der Kartoffel eingepflanzt, um im Labor die Pflanzen herauszüchten zu können, die das gewünschte Merkmal tragen. Dass für den Menschen gefährliche Antibiotika-Resistenzen durch dieses Marker-Gen ausgelöst werden, halten Forscher allerdings für nahezu ausgeschlossen. Denn dazu müsste das Bakterium genau den Erbgutabschnitt, der bei der Kartoffel verändert wurde, in sein eigenes Erbgut einbauen. Ein solcher Fall ist bisher in der Natur noch nicht beobachtet worden. Im Labor gelang den Forschern zwar eine gezielte Übertragung von Pflanzen-DNA auf Bakterien. Allerdings halten auch die Experten der Efsa dieses Risiko in der Natur für ausgesprochen gering.

Der Resistenzmarker aus der Amflora-Kartoffel kommt in der Natur außerdem bereits vor, ohne das schädliche Auswirkungen bekannt sind. "Ich finde es enttäuschend, dass einige Umweltverbände jetzt mit der Behauptung Ängste schüren, der Resistenzmarker aus der Kartoffel könne zu antibiotikaresistenten Krankheitserregern führen. Wissenschaftler sind sich einig, dass die Übertragung eines Ergbutabschnittes von einer Pflanze auf ein Bakterium in der Natur nur theoretisch denkbar ist", sagte die BASF-Sprecherin Susanne Benner. "Wäre das nicht der Fall, müssten wir bei allem, was wir essen Angst haben, dass sich Gene daraus in unser Erbgut einbauen."

Ähnlich sieht das Dirk Prüfer, Professor für Pflanzen-Biotechnologie an der Universität Münster und dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie: "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich so ein Markergen auf ein Bakterium überträgt und es resistent gegen Antibiotika macht", sagt er. Dennoch habe er Verständnis für die Befürchtungen der Verbraucher. "Wenn die Menschen besser darüber informiert würden, was Wissenschaftler an Kulturpflanzen verändern, würden sie vielleicht auch erkennen, dass auf diese Weise ökologisch sinnvolle Produkte entstehen." Amflora sei zum Beispiel deshalb nützlich, weil die Trennung der beiden Stärkekomponenten eine Menge Energie spart.

Neben Amflora gibt es heute bereits Kartoffeln, die fast nur aus Amylopektin bestehen und die nicht gentechnisch verändert wurden. Warum will BASF Amflora trotzdem unbedingt anbauen?

Diese anderen Amylopektin-Kartoffeln entstehen durch ein Zuchtverfahren namens "Tilling" – das steht für Targeting Induced Local Lesions In Genoms. Dabei helfen die Wissenschaftler der Evolution durch Chemikalien, UV-Licht oder Radioaktivität auf die Sprünge. Sie lösen im Labor künstlich eine Vielzahl von Mutationen aus, für die die Natur Jahre braucht. So lassen sich die in der Industrie beliebten Eigenschaften der Kartoffel in kurzer Zeit herauszüchten. "Tatsächlich gibt es Tilling-Kartoffeln, die fast nur Amylopektin enthalten und der Amflora daher ähnlich sind", sagt Susanne Brenner, Biologin und Sprecherin von BASF Plant Science."Der Vorteil an der Gentechnik ist allerdings, dass man gezielt bestimmte Gene einsetzen kann, was beim Tilling nicht möglich ist", sagt Brenner. An der Amflora-Kartoffel halte der Konzern auch deshalb fest, weil es in der Stärkeindustrie ein Interesse daran gebe, und man erwarte nach Jahren der Entwicklung nun auch damit Geld zu verdienen. BASF arbeitet außerdem an Nachfolge-Kartoffeln für Amflora. Eine dieser Sorten soll auch zu Lebensmitteln verarbeitet werden – in Form von Pommes Frites.

Das Tilling-Verfahren

In der Diskussion um die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora", die nur die für die Industrie interessante Stärkesorte Amylopektin und keine Amylose enthält, wird häufig darauf hingewiesen, dass es bereits reine Amylopektin-Kartoffeln gibt – und zwar ohne Gentechnik.

Hergestellt werden diese Kartoffeln mit dem sogenannten "Tilling"-Verfahren. Das steht für Targeting Induced Local Lesions In Genoms und ist eigentlich eine beschleunigte Zuchtmethode. Dabei lösen die Wissenschaftler im Labor durch Chemikalien, UV-Strahlen oder Radioaktivität künstlich Mutationen im Erbgut von Kulturpflanzen aus. In der Natur verursachen zum Beispiel Sonnenstrahlen solche Erbgutveränderungen. Anschließend werde im Falle der Amylopektin-Kartoffel die Pflanzen ausgewählt, bei denen das Gen zur Amylose-Synthese blockiert ist: Das Ergebnis ist eine Kartoffel, die nur die gewünschte Industrie-Stärke enthält.

"Allerdings ist dieses Verfahren recht langwierig, da bei der Mutagenese auch Gene verändert werden, die man gar nicht treffen will", erläutert Dirk Prüfer, Professor für Pflanzen-Biotechnologie an der Uni Münster und Forscher am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie. Wenn sich das gewünschte Merkmal in einer Kartoffel ausgebildet hat, müssen die Forscher sie so lange mit Hochleistungssorten rückkreuzen, bis alle unerwünschten Genmutationen wieder verschwunden sind. 

Keine Alternative zur Gentechnik

Eine wirkliche Alternative zu gentechnisch veränderten Kartoffeln bietet das Tilling deshalb nicht, weil die Forscher nur Genveränderungen nutzen können, die bereits von Natur aus im Genpool der Pflanzen vorkommen. Will man neue Gene einschleusen, geht das nur mithilfe gentechnischer Methoden.

"Unsere Tilling-Kartoffel, die wir am Fraunhofer-Institut zusammen mit anderen Wissenschaftlern entwickelt haben, war auch nicht als Konkurrenz zu Amflora gedacht", sagt der Molekularbiologe Dirk Prüfer. Er ist auch kein Gegner der Amflora-Kartoffel. Gentechnisch veränderte und durch Tilling produzierte Kartoffeln haben seiner Ansicht nach ökologische Vorteile: "Dass Amylopektin-Stärke und Amylose nicht mehr nachträglich getrennt werden müssen, spart eine Menge Energie", sagt er. (dal)

Mit Amflora hat die EU-Kommission erstmals seit zwölf Jahren den Anbau einer gentechnisch veränderte Pflanze erlaubt. 1998 war die Mais-Sorte MON 810 des US-Agrarkonzerns Monsanto zugelassen worden. Gegner wie Befürworter grüner Gentechnik rechnen nun mit weiteren gentechnisch veränderten Produkten auf dem europäischen Markt. Was erwartet Verbraucher und Forscher?

"Ich erhoffe mir, dass nach dieser Entscheidung der EU-Kommission die gentechnische Verbesserung von Nahrungsmitteln und von Rohstoffen für die Biomasseverwertung im Interesse der Menschen erleichtert wird", sagt Christel Happach-Kasan. Die FDP-Bundestagsabgeordnete und Biologin begrüßt den Anbau der Amflora-Kartoffel. "Meines Erachtens war die Zulassung längst überfällig. Wenn ein Produkt die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, wie wir es von der Amflora bereits seit 2005 wussten, sollte es auch zugelassen werden" Das gebiete die Rechtssicherheit in der EU und die Stärkung von Wirtschaft und Forschung in Deutschland, als Grundlage für einen starken Sozialstaat, sagte die Politikerin. Gegen den Anbau sprach sich der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling aus: "Es ist ein Schlag ins Gesicht für die Bürger in Europa, von denen 70 Prozent Gentechnik im Essen ablehnen", sagte er. Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, sprach angesichts der Zulassung sogar von einem "politischen Kniefall vor der BASF".

Anders als Umwelt- und Verbraucherschützer hoffen Wissenschaftler jetzt auf mehr Freiheit für neue Entwicklungen in der Pflanzengenetik. Nach Schätzungen des Biotechnologie-Verbandes DIB warten derzeit allein rund 17 Produkte auf ihre Zulassung in der EU für den Anbau, etwas mehr als 40 Produkte stehen vor ihrer Zulassung für den Import als Futtermittel sowie für die Lebensmittelbranche. "Es ist zwar noch kein Durchbruch", sagte DIB-Geschäftsführer Ricardo Gent zur Entscheidung der EU-Kommission für Amflora. Es müsse nun vor allem zusammen mit der Politik daran gearbeitet werden, in der Bevölkerung mehr Vertrauen herzustellen.

BASF möchte Amflora noch in diesem Jahr auch in Deutschland anpflanzen. Werden in deutschen Läden also schon bald Pappe und Kleber verkauft, die Stärke aus der "Gen-Kartoffel" enthalten?

Ob die Kartoffel wirklich ein Verkaufsschlager wird, muss sich zeigen. Denn wenn sich die Verbraucher massiv gegen Produkte aus Amflora-Stärke wehren, bekommt auch die Stärkeindustrie ein Problem. "Wir sehen zurzeit keine Möglichkeit, Amflora anzupflanzen. Die Konsequenzen wären zu groß", sagte dazu ein Vertreter des deutschen Kartoffelstärke-Produzenten Emsland Stärke der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das Risiko, Geschäftspartner zu verlieren, sei für das Unternehmen zu groß, "weil es Kunden gibt, die für grüne Gentechnik nicht offen sind". Auch der Geschäftsführer der Firma Südstärke, Josef Königbauer, sagte der Taz: "Für uns kommt Amflora definitiv nicht in Frage." Südstärke beliefere auch die Lebensmittel-Industrie – die Unternehmen der Branche wollten keine gentechnisch veränderte Stärke in ihrer Produktion. "Wir könnten die konventionellen und die Gen-Kartoffeln im Werk kaum trennen", sagte Königbauer. Unterdessen formiert sich in Deutschland der Protest gegen die Kartoffel. Greenpeace projizierte zum Auftakt ein Plakat am Bundeskanzleramt mit der Aufschrift "Nein zur Gen-Kartoffel".

Sollte es tatsächlich eines Tages zu einem großflächigen Anbau der "Gen-Kartoffel" in Deutschland kommen, können sich die Amflora-Bauern also auf Demonstranten an ihren Äckern gefasst machen. Wenn die Felder dann von Polizisten bewacht werden müssen, sind wir in etwa wieder so weit, wie Friedrich der Große, der die Kartoffel-Äcker von Soldaten bewachen ließ. Doch heute hat vermutlich das Volk das letzte Wort – zum Teufelskraut.

 
Leser-Kommentare
    • Crest
    • 04.03.2010 um 17:21 Uhr

    Eher ein Kniefall vor den Aktivisten von Greenpeace:

    "Wir sehen zurzeit keine Möglichkeit, Amflora anzupflanzen. Die Konsequenzen wären zu groß", sagte dazu ein Vertreter des deutschen Kartoffelstärke-Produzenten Emsland Stärke der Neuen Osnabrücker Zeitung.

    Herzlichst Crest

  1. Im Gegensatz zur normaler Nahrung, sind alle Gennahrungsprodukte Patentgeschütz. Das Ergebnis kann man in Indien und vielen anderen Süd-Amerikanischen Ländern sehen. Erst wird das blaue vom Himmel erlogen und dann ist man von Monsanto abhängig, Dünger, Pestizide und Samen müssen von Monsanto teuer erworben werden.

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    • lepkeb
    • 04.03.2010 um 17:50 Uhr

    das es damit bald unmöglich wird selber Pflanzen zu vermehren, da es nur noch Hybride gibt und diese größtenteils nicht mehr fertil sind. Aber so etwas übersteigt wahrscheinlich den Horizont der meisten Politiker.

    • lepkeb
    • 04.03.2010 um 17:50 Uhr

    das es damit bald unmöglich wird selber Pflanzen zu vermehren, da es nur noch Hybride gibt und diese größtenteils nicht mehr fertil sind. Aber so etwas übersteigt wahrscheinlich den Horizont der meisten Politiker.

  2. hier mal ein Video dazu.
    http://video.google.de/vi...

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    Bitte nicht schon wieder dieses platte Video.
    Mal ganz abgesehen davon, dass sie diese Kartoffel wahrscheinlich nie essen werden.
    Ist ihnen überhaupt klar was mit dieser Kartoffel passiert ist? Was in ihr steckt?

    Diese Kartoffel enthält alles was eine normale Kartoffel auch enthält!
    Nur ein Enzym weniger! Es wurde nichts in diese Kartoffel eingebracht!

    Das Gift, auf welches sie sich in ihrer blühenden Unwissenheit berufen, steckt also in jeder einzelnen Kartoffel die sie in ihrem Leben gegessen haben!

    Bitte nicht schon wieder dieses platte Video.
    Mal ganz abgesehen davon, dass sie diese Kartoffel wahrscheinlich nie essen werden.
    Ist ihnen überhaupt klar was mit dieser Kartoffel passiert ist? Was in ihr steckt?

    Diese Kartoffel enthält alles was eine normale Kartoffel auch enthält!
    Nur ein Enzym weniger! Es wurde nichts in diese Kartoffel eingebracht!

    Das Gift, auf welches sie sich in ihrer blühenden Unwissenheit berufen, steckt also in jeder einzelnen Kartoffel die sie in ihrem Leben gegessen haben!

  3. Der Vergleich zwischen dem 18. Jahrhundert und heute ist in der Tat erhellend. Man fragt sich unwillkürlich, was wohl Friedrich der Große mit Kartoffelfelder zerstörenden Verbrecherbanden angestellt hätte.

    • Crest
    • 04.03.2010 um 17:45 Uhr

    IRONIE-ON

    Ein Kreuz ist das mit den Lebensmitteln. Keine Natur mehr. Von Handarbeit ganz zu schweigen, was sind da ökologische Arbeitsplätze in den letzten Jahrhunderten gnadenlos wegrationalisiert worden - für eine mindestens ebenso gnadenlos wachsende Bevölkerung.

    "Werdet weniger."

    Las ich einmal - auf einer Toilette. Tja, wenn das so einfach wäre. Diese neumodischen Lebensmittel halten ja auch nicht das, was sie (besser: Sie) versprechen. Denn die Menschen leben doch tatsächlich länger - mit ihnen.

    Kein Mutterkorn mehr im Getreide, keine Pilzerkrankungen, keine Schädlinge, warum lässt man der Natur nicht einfach ihren Lauf?

    Gute Frage, denn zumindest dann wären hier weniger ätzende Diskussionen zu führen -

    mangels Masse.

    IRONIE-OFF

    Zurück zur Eingangsfrage: Darf man?
    Ich denke man durfte.

    Herzlichst Crest

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    ... und immer mehr Krebserkrankungen und Zunahme von Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Darmerkrankungen. Wie lange lebt schon der Mensch als letztes Glied der Nahrungskette Pflanze/Tier/Mensch, wie lange gibt es die Eingriffe in gewachsene Gene bei Pflanzen? - Auswirkungen kommen erst noch, und dann will es keiner gewesen sein. - Im übrigen, eigentlich langweilig, sollte auf dieser schönen Erde nur noch für Menschen Platz sein. -

    ... und immer mehr Krebserkrankungen und Zunahme von Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Darmerkrankungen. Wie lange lebt schon der Mensch als letztes Glied der Nahrungskette Pflanze/Tier/Mensch, wie lange gibt es die Eingriffe in gewachsene Gene bei Pflanzen? - Auswirkungen kommen erst noch, und dann will es keiner gewesen sein. - Im übrigen, eigentlich langweilig, sollte auf dieser schönen Erde nur noch für Menschen Platz sein. -

    • lepkeb
    • 04.03.2010 um 17:50 Uhr

    das es damit bald unmöglich wird selber Pflanzen zu vermehren, da es nur noch Hybride gibt und diese größtenteils nicht mehr fertil sind. Aber so etwas übersteigt wahrscheinlich den Horizont der meisten Politiker.

    Antwort auf "patente"
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    • kräg
    • 04.03.2010 um 21:37 Uhr

    dann erledigen sich die ganzen 'gen'-pflanzen ganz von selbst.

    • kräg
    • 04.03.2010 um 21:37 Uhr

    dann erledigen sich die ganzen 'gen'-pflanzen ganz von selbst.

    • WIHE
    • 04.03.2010 um 17:59 Uhr

    Ich bin auch Verbraucher

    und habe weder etwas gegen KKWs noch gegen Gen veränderte Kartoffeln.

    Mir geht diese ganze Hysterie sowohl gegen die KKWs als auch gegen die Gentechnik furchtbar auf die Nerven.

    Der Widerstand deutscher Umweltschützer vor 150 Jahren gegen die Eisenbahn war auch nicht von Dauer.
    Das gibt mir Hoffnung, dass sich die Vernunft irgendwann doch durchsetzt.

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    • nebbia
    • 04.03.2010 um 19:17 Uhr

    ...dann melden sie doch ihren Vorgarten an zur Endlagerung der völlig harmlosen Atomabfälle. Und Monsanto spendet ihnen die Blümchen zum kaschieren...müssen sie dann halt jedes Yjahr neu kaufen weil die unfruchtbar sind :-)

    ... sollten Sie den "Zauberlehrling" nochmal lesen.
    Der ist aktueller denn jeh, vorallem beim Beispiel Amflora.

    • nebbia
    • 04.03.2010 um 19:17 Uhr

    ...dann melden sie doch ihren Vorgarten an zur Endlagerung der völlig harmlosen Atomabfälle. Und Monsanto spendet ihnen die Blümchen zum kaschieren...müssen sie dann halt jedes Yjahr neu kaufen weil die unfruchtbar sind :-)

    ... sollten Sie den "Zauberlehrling" nochmal lesen.
    Der ist aktueller denn jeh, vorallem beim Beispiel Amflora.

  4. Wer vertraut Experten? Hallen stürzen ein wegen mangelhafter Konstuktionen, die aber so im Lehrbuch gestanden haben. Eisenbahnachsen halten nicht, Toyota baut Schrott - wo kann man sich auf Experten blind verlassen? Wer das tut, ist selbst Schuld. Jeder normale Mensch baut genügend Sicherheiten in seinem Leben ein, wo er selbst gestalten kann. Wer das nicht tut, ist geistig gestört. Wo sind die Sicherheiten bei der Gentechnik?

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    • Crest
    • 04.03.2010 um 18:57 Uhr

    SCHROFFHEIT-ON

    Die liegen in der Natur selbst. Das was nicht anpassungsfähig ist, stirbt aus.

    SCHROFFHEIT-OFF

    Verwechseln Sie das bitte nicht mit Zynismus. Andere Sicherungsmechanismen hat die Natur nicht, wenn, ja wenn der Mensch selbst etwa mit High-Tech keine künstlichen Sicherungen (das fängt mit low-tech Impfungen an und endet mit Designer-Impfstoffen und Medikamenten) implementiert.

    Herzlichst Crest

    • Crest
    • 04.03.2010 um 18:57 Uhr

    SCHROFFHEIT-ON

    Die liegen in der Natur selbst. Das was nicht anpassungsfähig ist, stirbt aus.

    SCHROFFHEIT-OFF

    Verwechseln Sie das bitte nicht mit Zynismus. Andere Sicherungsmechanismen hat die Natur nicht, wenn, ja wenn der Mensch selbst etwa mit High-Tech keine künstlichen Sicherungen (das fängt mit low-tech Impfungen an und endet mit Designer-Impfstoffen und Medikamenten) implementiert.

    Herzlichst Crest

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