Afrikaner streiten um Elfenbein
Afrikaner streiten um Elfenbein
In Doha wird auch der Kampf um den Elfenbeinhandel wieder ausbrechen. Kenia, Ghana, Ruanda und vier weitere afrikanische Länder fürchten ein Aufflackern der Wilderei, falls weiteres Elfenbein legal in den Handel kommt. Sie möchten den Verkauf für weitere 20 Jahre total verbieten. Tansania und Sambia wollen dagegen ihre Lagerbestände verkaufen. "Gerade in diesen beiden Ländern sind Elefantenwilderei und Elfenbeinschmuggel völlig außer Kontrolle", sagt Daniela Freyer von der Organisation Pro Wildlife.
"Je mehr Elfenbein freigegeben wird, desto mehr wird auch gewildert", sagt IFAW-Artenschutzexperte Peter Püschel. Schätzungsweise werde nur ein Zehntel der Schmuggelware auch entdeckt. Die Banden seien zunehmend organisiert. "Zusätzlich führt die Präsenz von Tausenden von chinesischen Arbeitern in Ghana und Kenia zu Wilderungen", ergänzt Püschel. "In Ghana sind viele Produkte für den chinesischen Markt zu finden." Deutschland spricht sich gegen den Elfenbeinhandel aus, in der EU sind die Meinungen dazu noch geteilt.
China soll den Handel mit Tigerprodukten ahnden
Einig ist man sich in Europa dagegen beim Tigerschutz. China soll keine Tigerprodukte mehr verkaufen. Der Handel ist zwar offiziell verboten, wird aber von den Behörden nicht geahndet. Zudem sollte nach dem Willen der EU die Zucht der Raubkatzen für Tigerprodukte eingestellt werden. 5000 bis 10.000 Tiger leben nach IFAW-Schätzung in Farmen – offiziell zur Auswilderung.
Es gibt in China zahlreiche Mittelchen aus Tigerprodukten, etwa den Tigerwein. Dazu wird ein Tigerskelett in eine Tonne voll Wein gelegt. Eine Flasche davon koste mehrere hundert Dollar, sagt Püschel. In Freiheit gebe es nur noch etwa 3500 Tiger in 13 Ländern. Auch in Russland und Indien werden Tiger wegen der Nachfrage aus China gejagt.
Wie schlecht es um den Tierschutz in China bestellt ist, macht ein Bericht der Zeitung China Daily deutlich: In einem Zoo in Shenyang verhungerten demnach elf Tiger, weil dem Zoo das Geld fehlte, die Tiere ausreichend zu füttern. Die Tiger seien an Unterernährung gestorben und nicht an Infektionen, sagte Liu Xiaoqiang, der Vizechef der Station für den Schutz wilder Tiere in der Provinzhauptstadt von Liaoning.
Die USA wollen den Eisbär schützen
Der Eisbär soll auf Wunsch der USA geschützt werden. "Allein in Kanada werden jährlich 500 bis 600 Eisbären legal getötet", schreibt Pro Wildlife. Auch Grönland genehmige den Abschuss von 130 Eisbären jährlich. Hauptabnehmer seien Pelzhändler in Japan und europäische Großwildjäger, die 40.000 Euro für einen Abschuss bezahlen.

Für weitere Artikel zum Thema Artenschutz klicken Sie auf das Bild
Wissenschaftler vermuten, dass der Klimawandel den Eisbärbestand zurückdrängt. Denn mit dem Packeis rund um den Nordpol schmelzen die Jagdgründe der riesigen Räuber. Beweise für diese Annahme haben die Forscher bislang allerdings nicht: Denn der Bestand der Eisbären rund um den Nordpol ist schwer zu erfassen. Schätzungen reichen von 16.000 bis zu 35.000 Exemplaren. Da Eisbären auf einer Fläche von bis zu 200.000 Quadratkilometern wandern, sind sie extrem schwer zu zählen.
Neben den großen Fischen und Säugetieren stehen bei der Artenschutzkonferenz auch Korallen, Laubfrösche und verschiedene Pflanzen auf der Tagesordnung. Wie viel auf dem Treffen erreicht wird, ist ungewiss. Ergebnisse werden erst zum Ende der Tagung erwartet.
- Datum 13.03.2010 - 08:41 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








....mit Rotem Thunfisch stoppen – allerdings nicht sofort"
Sushi ohne Roten Tunfisch ist ja auch nicht fein und Sushi ist in Brüssel beliebt.
Wie leer wird die Welt sein.
Gar nicht erwähnt wurde, dass die anscheinend so beliebten Haifischflossen außerdem auf besonders brutale Art gewonnen werden: Sie werden den Tieren vom lebendigen Leib abgeschnitten, die dann qualvoll verenden.
Wer gute Nerven hat kann sich das hier ansehen:
http://www.stopsharkfinni...
Das ist bestimmt den wenigsten bewusst, die so eine "Delikatesse" bestellen.
Also wenn die Tiere ausgestorben sind, und sich im Tierhimmel dann alle wiedersehen, dann bekommen Elefanten, Delphine, Tiger Thunfische und vor allem der Pandabär kräftig auf die Umme, weil die wieder allen anderen austerbenden Arten die Show gestohlen haben.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren