Meeresforschung Eine Raumstation für den Ozean

Über den Mond ist mehr bekannt als über die Tiefen der Meere. Der Architekt Jacques Rougerie will das ändern, mit seiner Vision von einer bemannten Unterwasserstation.

Jaques Rougerie hat einen Traum – seit 40 Jahren schon: "Seefahrer schauen nur auf das Wasser. Sie sind blind für die riesige Welt unter sich." Und deshalb möchte der französische Architekt endlich "SeaOrbiter" realisieren – eine "bewohnbare Struktur", die ähnlich einer Raumstation im All die Erforschung der Meere revolutionieren soll.

Angetrieben von den Meeresströmungen soll das mehr als 50 Meter hohe Observatorium durch die Ozeane schwimmen und den Wissenschaftlern an Bord direkte Einblicke ins Unterwasserleben ermöglich: Mehr als die Hälfte der Station liegt unter Wasser, wo riesige Fenster die Sicht auf das Forschungsumfeld gewähren. 

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Der SeaOrbiter kommt zur richtigen Zeit, denn die Erforschung der Weltmeere steht vor einem neuen Zeitalter. Weltweit schicken sich Forschungseinrichtungen an, endlich mehr über das Blau unseres Planeten zu erfahren.

Bislang gilt beispielsweise die Tiefsee als schlechter erforscht als der Mond – trotz aller Fortschritte wie Alexandra Isern vom Office of Polar Programs der US-amerikanischen National Science Foundation meint: "Wir sind seit dem Zweiten Weltkrieg beim Verständnis der Ozeane sehr gut vorangekommen. Jetzt müssen wir den nächsten großen Schritt wagen und 24 Stunden täglich sieben Tage die Woche vor Ort sein."

Leser-Kommentare
  1. ...ein Fortschritt. Eine wirklich sehr gute Idee. ich bin mir sicher das in den Meeren noch etliche Geheimnisse ''schlummern'' die für uns von entschiedener Bedeutung sein könnten. Und eine permanente Unterwasser Station ist da ein Riesen schritt schritt zur Aufklärung vieler Fragen!!!

  2. ganz schön, aber inzwischen wird sie ja schon benutzt um Bratwurst zu verkaufen...

    • ben_
    • 15.03.2010 um 21:41 Uhr

    Zugegeben, der Sea Orbiter sieht etwas sexier aus. Aber "for the first time on the world" ist nicht ganz richtig, gibt es doch bereits seit 1962 die "Floating Instrument Platform".

    http://de.wikipedia.org/w...

  3. Vielleicht findet sich ja da unten noch der eine oder andere Fisch, wenn die Ozeane leergeräumt sind. Damit auf der Spekulantenparty die Sushis nicht ausgehen.

    Oder irgendein Loch, wo wir den Atommüll hinkippen können, oder vielleicht findet sich Erdöl oder Diamanten?

    Oder bewahren wir dem geschändeten Planeten nicht besser noch ein paar menschenfreie Zonen? Ich denke, die Tiefsee kann auf diese Kreatur, die seit Jahrtausenden nur Zerstörung und Entsetzen bringt, gut verzichten.

  4. Aber.....: im Anschluß der Forschung folgt doch stets die gnadenlose Ausbeutung.

    ...Bis jetzt sind die Tiefsee Biotope, von Menschen noch nicht angetastet.

    Noch nicht!

    Die Geldhaie warten schon.

    • phe4
    • 24.03.2010 um 15:01 Uhr

    So wie der Mensch die Meere schon verschmutzt hat, würde ich nicht unterschreiben, dass die Tiefsee noch unangetastet ist.

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