Klimadebatte Deutsche Klimaforscher weisen Schuld von sich

Das Ansehen des Weltklimarats hat gelitten. Das liege aber nicht an der Wissenschaft, sagen Klimaforscher. Sie fordern weiterhin den Rücktritt von IPCC-Chef Pachauri.

Er habe dem Ruf des Klimarates geschadet und sollte zurücktreten, fordern deutsche Klimaforscher: Rajendra Pachauri

Er habe dem Ruf des Klimarates geschadet und sollte zurücktreten, fordern deutsche Klimaforscher: Rajendra Pachauri

"Klimawissenschaft im Kreuzverhör" – so lautete der vielversprechende Titel einer Podiumsdiskussion, die gestern in der Hamburger Universität stattfand. Fünf führende deutsche Klimaforscher luden ein, um die Frage zu diskutieren, wie man das Vertrauen der Öffentlichkeit nach "Climategate" und "Gletscherfehler" zurückgewinnen könnte.

Von einem Kreuzverhör konnte aber nicht die Rede sein, stellte die Fragen doch nicht etwa ein Frank Plasberg, sondern die Pressesprecherin des Hamburger Klima Campus, einem Zusammenschluss norddeutscher Klimawissenschaftler, dem alle Podiumsteilnehmer angehören.

Gleich zu Beginn ließ sie das Publikum abstimmen, ob Irren nicht menschlich sei, und man einen Fehler in einem 3000 Seiten starken Dokument entschuldigen könnte. Das Publikum erwies sich als gnädig und stimmte mit großer Mehrheit für die Entschuldigung. Und so wurde die Veranstaltung auch zu einem Lehrstück misslungener Wissenschaftskommunikation.

Anlass für eine Diskussion gibt es jedenfalls genug, seit in den vergangenen Monaten immer wieder Kritik an dem einst hoch geschätzten Weltklimarat IPCC laut wurde. Kurz vor der Klimakonferenz in Kopenhagen wurden die E-Mails eines britischen Klimaforsches gehackt, die den Eindruck vermitteln, dass Klima-Daten geschönt wurden. Im Januar kam heraus, dass im Klimareport des IPCC falsche Angaben zum Abschmelzen der Himalaja-Gletscher gemacht wurden. Und zuletzt schienen auch Aussagen zu Afrikas künftiger Landwirtschaft auf dubiosen Quellen zu beruhen.

Handelt es sich bei diesen angeblichen Einzelfällen um gezielte Manipulation, um ein politisches Ziel – den Klimawandel aufzuhalten – zu erreichen? Ist der Weltklimarat unter diesen Umständen noch glaubwürdig oder müsste er nicht grundlegend reformiert werden?

Leser-Kommentare
  1. Der IPCC-Chef Pachauri ist nicht, wie im Artikel ausgesagt, Klimaforscher, sondern Eisenbahningenieur und Ökonom.
    (http://de.wikipedia.org/w...)

    Macht aber auch nichts, da der IPCC-Chef nicht wissenschaftliche Arbeit leistet, sondern eher die Schnittstelle Wissenschaft - Politik ausfüllt.

    • lepkeb
    • 26.03.2010 um 18:58 Uhr

    das Selbstverständnis der hier zitierten dt. "Forschungselite" ist schon ein schönes Bild der Gesellschaft.

    "das Ansehen der Klimawissenschaften sei lediglich in der Öffentlichkeit angekratzt, innerhalb der Wissenschaft sei man mit sich voll zufrieden. "

    Liebe Forscher der dt. Steuerzahler aka die Öffentlichkeit bezahlt euch eure warmen und gut dotierten Pösten.

    "die beteiligten Forscher die Arbeit zusätzlich zu ihrer normalen Tätigkeit in ihrer Freizeit machten. "Wenn der Auftraggeber eine bessere Prüfung des Berichts will, kostet das mehr Zeit und Geld." "
    Sollte Herr Vißbeck ( Gehalt Profs. Schleswig Holstein 65.902 Euro http://www.sueddeutsche.d...) nicht in der Lage sein die Arbeit zu leisten, dann soll er sich vielleicht eine andere Tätigkeit suchen, die bei dem Arbeitsaufwand besser dotiert ist. Wird er mit seiner Vita jedoch nicht finden.

    "harsch war die Kritik an den Geisteswissenschaftlern"
    Bin selber keiner, aber das ist nur noch schlechter Stil, erst seinen Name unter das Pamphlet setzen und sich darin Sonnen und wenn die Kacke am Dampfen ist, die Schuld auf Andere schieben.

    "Aber auch Datenbanken von Behörden oder des Deutschen Wetterdienstes werden nirgendwo veröffentlicht und gelten damit als graue Literatur – sind aber wissenschaftlich legitimiert."
    Da sollte man in D-land mal ansetzen, um diese Daten allen zur Vefügung zu stellen, da würde es wahrscheinlich noch mehr solcher unliebsamen Überraschungen geben.

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    • PGMN
    • 26.03.2010 um 20:59 Uhr

    Ihr Kommentar ist ein schönes Beispiel für den Grund, warum wissenschaftliche Arbeit nicht von Jedermann beurteilt werden sollte. Wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft mit sich zufrieden ist, bedeutet dies in der Regel, dass neues Wissen erlangt, naturwissenschaftliche Grundsätze eingehalten, oder, sollte dies, wie hier, nicht der Fall gewesen sein, die Fehler beseitigt wurden. Wie aber will der Uninformierte darüber entscheiden, ob wissenschaftliche Grundsätze eingehalten wurden, wenn er diese nicht einmal kennt? Anders ausgedrückt: Warum sollte ich mit jemandem über den Zweiten Weltkrieg diskutieren, der nicht weiß, wo Polen aufzufinden ist?

    Was Ihren Vorschlag an Prof. Vißbeck angeht, so sei gesagt, dass, wie bereits im Artikel, und Ihrem Zitat, gesagt, die Überprüfung des IPCC-Berichts _nicht_ sein Job ist, sondern er es in seiner Freizeit macht. Was also soll der Vorwurf?

    Auch den Vorwurf an "die Geisteswissenschaftler" ist m.M. nach berechtigt, denn warum sollten diese einen Teil des Berichts übernehmen, wenn er dann doch von Anderen nachbearbeitet werden muss, denn diese Anderen hätten es dann auch direkt selbst machen können. Auch in der Wissenschaft gibt es Arbeitsteilung. Des Weiteren sei gesagt, dass die Wissenschaft eben mit Falsifikation arbeitet. Anders als, beispielsweise, eine Religion wird kein Wissenschaftler, auch eine schon herausgegebene, Publikation als letzte Wahrheit darstellen, sondern sich ihrer potentielle Widerlegung immer gewahr sein.

    • PGMN
    • 26.03.2010 um 20:59 Uhr

    Ihr Kommentar ist ein schönes Beispiel für den Grund, warum wissenschaftliche Arbeit nicht von Jedermann beurteilt werden sollte. Wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft mit sich zufrieden ist, bedeutet dies in der Regel, dass neues Wissen erlangt, naturwissenschaftliche Grundsätze eingehalten, oder, sollte dies, wie hier, nicht der Fall gewesen sein, die Fehler beseitigt wurden. Wie aber will der Uninformierte darüber entscheiden, ob wissenschaftliche Grundsätze eingehalten wurden, wenn er diese nicht einmal kennt? Anders ausgedrückt: Warum sollte ich mit jemandem über den Zweiten Weltkrieg diskutieren, der nicht weiß, wo Polen aufzufinden ist?

    Was Ihren Vorschlag an Prof. Vißbeck angeht, so sei gesagt, dass, wie bereits im Artikel, und Ihrem Zitat, gesagt, die Überprüfung des IPCC-Berichts _nicht_ sein Job ist, sondern er es in seiner Freizeit macht. Was also soll der Vorwurf?

    Auch den Vorwurf an "die Geisteswissenschaftler" ist m.M. nach berechtigt, denn warum sollten diese einen Teil des Berichts übernehmen, wenn er dann doch von Anderen nachbearbeitet werden muss, denn diese Anderen hätten es dann auch direkt selbst machen können. Auch in der Wissenschaft gibt es Arbeitsteilung. Des Weiteren sei gesagt, dass die Wissenschaft eben mit Falsifikation arbeitet. Anders als, beispielsweise, eine Religion wird kein Wissenschaftler, auch eine schon herausgegebene, Publikation als letzte Wahrheit darstellen, sondern sich ihrer potentielle Widerlegung immer gewahr sein.

    • ngw16
    • 26.03.2010 um 20:55 Uhr

    Wie bekannt wird die Temperatur in der Arktis von Stationen gemessen, die ca. 1200km voneinander entfernt sind.
    Der Rest wird interpoliert.
    Auch sind Stationen z.B. in Bolivien im Gebirge nicht mehr vorhanden.
    Klar ist es dort so warm, wie an der Küste, bzw. den Tälern.
    Für Deutschland kann man da sparen, wow, eine einzige Meßstation reicht dann ja.

    Tolle wissenschaftliche Arbeit.

    • PGMN
    • 26.03.2010 um 20:59 Uhr

    Ihr Kommentar ist ein schönes Beispiel für den Grund, warum wissenschaftliche Arbeit nicht von Jedermann beurteilt werden sollte. Wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft mit sich zufrieden ist, bedeutet dies in der Regel, dass neues Wissen erlangt, naturwissenschaftliche Grundsätze eingehalten, oder, sollte dies, wie hier, nicht der Fall gewesen sein, die Fehler beseitigt wurden. Wie aber will der Uninformierte darüber entscheiden, ob wissenschaftliche Grundsätze eingehalten wurden, wenn er diese nicht einmal kennt? Anders ausgedrückt: Warum sollte ich mit jemandem über den Zweiten Weltkrieg diskutieren, der nicht weiß, wo Polen aufzufinden ist?

    Was Ihren Vorschlag an Prof. Vißbeck angeht, so sei gesagt, dass, wie bereits im Artikel, und Ihrem Zitat, gesagt, die Überprüfung des IPCC-Berichts _nicht_ sein Job ist, sondern er es in seiner Freizeit macht. Was also soll der Vorwurf?

    Auch den Vorwurf an "die Geisteswissenschaftler" ist m.M. nach berechtigt, denn warum sollten diese einen Teil des Berichts übernehmen, wenn er dann doch von Anderen nachbearbeitet werden muss, denn diese Anderen hätten es dann auch direkt selbst machen können. Auch in der Wissenschaft gibt es Arbeitsteilung. Des Weiteren sei gesagt, dass die Wissenschaft eben mit Falsifikation arbeitet. Anders als, beispielsweise, eine Religion wird kein Wissenschaftler, auch eine schon herausgegebene, Publikation als letzte Wahrheit darstellen, sondern sich ihrer potentielle Widerlegung immer gewahr sein.

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    • lepkeb
    • 26.03.2010 um 23:35 Uhr

    das der nicht dem Zirkel angehörende, die Ergebnisse nicht bewerten kann. Scheint aber aber ein Standesdünkel dt. Akademiker zu sein, alle anderen sind nur dummes Vieh, dem man sagen muss, wie die Welt funktioniert. Und wäre es nicht durch den s.g. Email Hack rausgekommen, würde man sich immer noch mit den Lorberren des Berichtes schmücken und ihn nicht in Frage stellen.

    Zu Herrn Visbeck: Es geht darum, wenn ihm bei seinem Gehalt und der daraus resultierenden totalen Überlastung durch seinen Beruf die Zeit für die Mitarbeit fehlt, dann sollte er es sein lassen und nicht sagen, dass der Bericht eine Freizeitbeschäftigung ist und darum nicht richtig gemacht werden konnte. Aber er wußte sicherlich, dass man durch die Mitarbeit an einen größeren Pool von Forschungsmitteln kommen kann.

    Ihre letze Ausführung ist natürlich das Highlight, vermute mal sie sind Wissenschaftler. Wenn ich meinen Namen unter eine Arbeit setzte, bin ich mir bewusst sein, was drin steht und ob ich dies mittragen kann. Im Nachgang dann die Schuld auf andere abzuwälzen und zu sagen, wir haben aber alles richtig gemacht, die anderen sind Schuld, zeugt in meinem Augen von schlechtem Stil.
    Dazu noch eine kleines Zitat der DFG zum Thema "gute wissenschaftliche Praxis"
    "Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Veröffentlichungen tragen die Verantwortung für deren Inhalt stets gemeinsam." und der Bericht ist ja wohl eine wissenschaftliche Veröffentlichung.

    • lepkeb
    • 26.03.2010 um 23:35 Uhr

    das der nicht dem Zirkel angehörende, die Ergebnisse nicht bewerten kann. Scheint aber aber ein Standesdünkel dt. Akademiker zu sein, alle anderen sind nur dummes Vieh, dem man sagen muss, wie die Welt funktioniert. Und wäre es nicht durch den s.g. Email Hack rausgekommen, würde man sich immer noch mit den Lorberren des Berichtes schmücken und ihn nicht in Frage stellen.

    Zu Herrn Visbeck: Es geht darum, wenn ihm bei seinem Gehalt und der daraus resultierenden totalen Überlastung durch seinen Beruf die Zeit für die Mitarbeit fehlt, dann sollte er es sein lassen und nicht sagen, dass der Bericht eine Freizeitbeschäftigung ist und darum nicht richtig gemacht werden konnte. Aber er wußte sicherlich, dass man durch die Mitarbeit an einen größeren Pool von Forschungsmitteln kommen kann.

    Ihre letze Ausführung ist natürlich das Highlight, vermute mal sie sind Wissenschaftler. Wenn ich meinen Namen unter eine Arbeit setzte, bin ich mir bewusst sein, was drin steht und ob ich dies mittragen kann. Im Nachgang dann die Schuld auf andere abzuwälzen und zu sagen, wir haben aber alles richtig gemacht, die anderen sind Schuld, zeugt in meinem Augen von schlechtem Stil.
    Dazu noch eine kleines Zitat der DFG zum Thema "gute wissenschaftliche Praxis"
    "Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Veröffentlichungen tragen die Verantwortung für deren Inhalt stets gemeinsam." und der Bericht ist ja wohl eine wissenschaftliche Veröffentlichung.

    • lepkeb
    • 26.03.2010 um 23:35 Uhr

    das der nicht dem Zirkel angehörende, die Ergebnisse nicht bewerten kann. Scheint aber aber ein Standesdünkel dt. Akademiker zu sein, alle anderen sind nur dummes Vieh, dem man sagen muss, wie die Welt funktioniert. Und wäre es nicht durch den s.g. Email Hack rausgekommen, würde man sich immer noch mit den Lorberren des Berichtes schmücken und ihn nicht in Frage stellen.

    Zu Herrn Visbeck: Es geht darum, wenn ihm bei seinem Gehalt und der daraus resultierenden totalen Überlastung durch seinen Beruf die Zeit für die Mitarbeit fehlt, dann sollte er es sein lassen und nicht sagen, dass der Bericht eine Freizeitbeschäftigung ist und darum nicht richtig gemacht werden konnte. Aber er wußte sicherlich, dass man durch die Mitarbeit an einen größeren Pool von Forschungsmitteln kommen kann.

    Ihre letze Ausführung ist natürlich das Highlight, vermute mal sie sind Wissenschaftler. Wenn ich meinen Namen unter eine Arbeit setzte, bin ich mir bewusst sein, was drin steht und ob ich dies mittragen kann. Im Nachgang dann die Schuld auf andere abzuwälzen und zu sagen, wir haben aber alles richtig gemacht, die anderen sind Schuld, zeugt in meinem Augen von schlechtem Stil.
    Dazu noch eine kleines Zitat der DFG zum Thema "gute wissenschaftliche Praxis"
    "Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Veröffentlichungen tragen die Verantwortung für deren Inhalt stets gemeinsam." und der Bericht ist ja wohl eine wissenschaftliche Veröffentlichung.

    Antwort auf "Äh, wie bitte?"
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    • PGMN
    • 27.03.2010 um 1:33 Uhr

    Ja genau, ich unterstelle _Ihnen_, dass Sie die Ergebnisse nicht bewerten können. Was ich allerdings nicht tue, ist, zu behaupten, man müsse Mitglied eines Klubs sein, um forschen zu können. Jeder, auch Autodidakten, können das nötige Fachwissen erwerben, und das ist meist nicht viel, um jedem Nobelpreisträger Fehler, so er denn welche macht, nachzuweisen.
    Wissenschaft wird nach einer festgelegten Methodik betrieben, deren Ziel die möglichst fehlerfreie Ermittlung von Erkenntnissen ist. Dazu gehört, Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und zur allgemeinen Ansicht freizugeben, damit Jeder die Möglichkeit bekommt, Fehler ausfindig zu machen. Wenn ein Fehler erkannt wird, so kann er dann korrigiert werden. Wenn Sie also den Vorwurf vorbringen, eine Veröffentlichung sei nicht zweifelsfrei fehlerfrei, so fordern Sie etwas, das die Wissenschaft nicht liefern kann und zeigen damit, dass Sie nicht wissen, wie der wissenschaftliche Prozess funktioniert und wissen daher nicht, um bei meiner obigen Analogie zu bleiben, nicht, wo Polen liegt. Dies ist keine Frage eines Standesdünkels, sondern eine dessen, dass Sie nicht gut genug informiert sind. Oder wären Sie der Ansicht, dass Ihre Meinung in einer Diskussion über den 2ten Weltkrieg Gewicht hätte, wenn Sie behaupteten, Hitler hätte Liberia überfallen? Das Problem ist eben, dass fast alle Wissenschaftler, aber fast Niemand sonst, ihre Methodik kennen, daher sieht es vielleicht von außen wie Standesdünkel aus. Vielleicht später mehr.

    Ich glaube, Sie haben Herrn Visbeck nicht ganz verstanden.

    Natürlich ist er wie andere Klimaforscher in der Lage, von seinem Professorengehalt gut zu leben und qualitativ hochwertige Arbeit in Forschung und Lehre an seiner Universität zu leisten. An diesen Forschungseinrichtungen entstehen dann auch die Fülle der wissenschaftlichen Artikeln, die dann die Grundlage des IPCC-Berichts bilden.

    Visbeck wollte darauf hinweisen, dass das IPCC keine Forschungseinrichtung ist, sondern selbst nur ca. 15 Angestellte besitzt. Die Arbeit der Erstellung von IPCC-Berichten wird von Forschern freiwillig, ehrenamtlich und unbezahlt geleistet neben ihrem eigentlichen Job.

    Natürlich soll dies keine Fehler entschuldigen, aber es zeigt wieder einmal, dass man für ehrenamtliche Arbeit alles mögliche, aber keine Dankbarkeit erwarten sollte ;-)

    • PGMN
    • 27.03.2010 um 1:33 Uhr

    Ja genau, ich unterstelle _Ihnen_, dass Sie die Ergebnisse nicht bewerten können. Was ich allerdings nicht tue, ist, zu behaupten, man müsse Mitglied eines Klubs sein, um forschen zu können. Jeder, auch Autodidakten, können das nötige Fachwissen erwerben, und das ist meist nicht viel, um jedem Nobelpreisträger Fehler, so er denn welche macht, nachzuweisen.
    Wissenschaft wird nach einer festgelegten Methodik betrieben, deren Ziel die möglichst fehlerfreie Ermittlung von Erkenntnissen ist. Dazu gehört, Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und zur allgemeinen Ansicht freizugeben, damit Jeder die Möglichkeit bekommt, Fehler ausfindig zu machen. Wenn ein Fehler erkannt wird, so kann er dann korrigiert werden. Wenn Sie also den Vorwurf vorbringen, eine Veröffentlichung sei nicht zweifelsfrei fehlerfrei, so fordern Sie etwas, das die Wissenschaft nicht liefern kann und zeigen damit, dass Sie nicht wissen, wie der wissenschaftliche Prozess funktioniert und wissen daher nicht, um bei meiner obigen Analogie zu bleiben, nicht, wo Polen liegt. Dies ist keine Frage eines Standesdünkels, sondern eine dessen, dass Sie nicht gut genug informiert sind. Oder wären Sie der Ansicht, dass Ihre Meinung in einer Diskussion über den 2ten Weltkrieg Gewicht hätte, wenn Sie behaupteten, Hitler hätte Liberia überfallen? Das Problem ist eben, dass fast alle Wissenschaftler, aber fast Niemand sonst, ihre Methodik kennen, daher sieht es vielleicht von außen wie Standesdünkel aus. Vielleicht später mehr.

    Ich glaube, Sie haben Herrn Visbeck nicht ganz verstanden.

    Natürlich ist er wie andere Klimaforscher in der Lage, von seinem Professorengehalt gut zu leben und qualitativ hochwertige Arbeit in Forschung und Lehre an seiner Universität zu leisten. An diesen Forschungseinrichtungen entstehen dann auch die Fülle der wissenschaftlichen Artikeln, die dann die Grundlage des IPCC-Berichts bilden.

    Visbeck wollte darauf hinweisen, dass das IPCC keine Forschungseinrichtung ist, sondern selbst nur ca. 15 Angestellte besitzt. Die Arbeit der Erstellung von IPCC-Berichten wird von Forschern freiwillig, ehrenamtlich und unbezahlt geleistet neben ihrem eigentlichen Job.

    Natürlich soll dies keine Fehler entschuldigen, aber es zeigt wieder einmal, dass man für ehrenamtliche Arbeit alles mögliche, aber keine Dankbarkeit erwarten sollte ;-)

    • PGMN
    • 27.03.2010 um 1:33 Uhr

    Ja genau, ich unterstelle _Ihnen_, dass Sie die Ergebnisse nicht bewerten können. Was ich allerdings nicht tue, ist, zu behaupten, man müsse Mitglied eines Klubs sein, um forschen zu können. Jeder, auch Autodidakten, können das nötige Fachwissen erwerben, und das ist meist nicht viel, um jedem Nobelpreisträger Fehler, so er denn welche macht, nachzuweisen.
    Wissenschaft wird nach einer festgelegten Methodik betrieben, deren Ziel die möglichst fehlerfreie Ermittlung von Erkenntnissen ist. Dazu gehört, Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und zur allgemeinen Ansicht freizugeben, damit Jeder die Möglichkeit bekommt, Fehler ausfindig zu machen. Wenn ein Fehler erkannt wird, so kann er dann korrigiert werden. Wenn Sie also den Vorwurf vorbringen, eine Veröffentlichung sei nicht zweifelsfrei fehlerfrei, so fordern Sie etwas, das die Wissenschaft nicht liefern kann und zeigen damit, dass Sie nicht wissen, wie der wissenschaftliche Prozess funktioniert und wissen daher nicht, um bei meiner obigen Analogie zu bleiben, nicht, wo Polen liegt. Dies ist keine Frage eines Standesdünkels, sondern eine dessen, dass Sie nicht gut genug informiert sind. Oder wären Sie der Ansicht, dass Ihre Meinung in einer Diskussion über den 2ten Weltkrieg Gewicht hätte, wenn Sie behaupteten, Hitler hätte Liberia überfallen? Das Problem ist eben, dass fast alle Wissenschaftler, aber fast Niemand sonst, ihre Methodik kennen, daher sieht es vielleicht von außen wie Standesdünkel aus. Vielleicht später mehr.

    Antwort auf "Sie unterstellen"
  2. Dieser angeblichen Wissenschaft sind einfach die Gelder zu streichen und die Lehrstühle. Zum Glück war es doch ein brutaler Missgriff, den Klimaschwindel in Kopenhagen zum Wintereinbruch propagieren zu wollen. Zum Glück sind so die Verträge gescheitert, mit denen wir in den kommenden Jahren hunderte von Milliarden für so einen Quatsch wie CO2-Sparen und die absehbar nicht fälschungssicheren CO2-Zertifikate hätten ausgeben müssen, um damit die internationale organisierte Kriminalität zu bereichern.

    Ein Wahnsinn. Aber wir kennen das ja auch von der sogenannten Wirtschaftswissenschaft, die immer noch nicht herausgefunden hat, dass Wirtschaftskrisen absichtlich verursacht werden. Es gibt keine Wissenschaft im Kapitalismus, nur Lügen und käuflichen Unsinn!

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    Tut mir leid, wenn ich es so deutlich sagen muss, aber durch Ihren Kommentar haben Sie sich total disqualifiziert. Da Sie nicht einmal Wetter von Klima unterscheiden können haben Sie bewiesen, dass Sie keine Ahnung haben worüber Sie da schwadronieren.

    Stattdessen erliegen Sie einem Gefühl, dass "die Wissenschaftler" den IPCC-Bericht auf unlautere Weise beeinflussen würden. Dem ist aber nicht so. Die Ergebnisse zu Erwärmungstrends, CO2-Beitrag etc sind alle vollkommen unumstritten und gültig. Es hat nie jemand die grundlegenden Aussagen des IPCC-Berichts in Frage gezogen noch gäbe es Hinweise, dass die Aussagen nicht gültig sind. Wenn Sie den Artikel aufmerksam lesen werden Sie feststellen, dass allein eine Aussage zu den Gletschern im Himalaya anscheinend falsch eingebracht wurde. Alles andere ist immer noch gültig - insbesondere der naturwissenschaftliche Teil des Berichts (Workgroup 1). Und das ist mit der wichtigste! Denn dort werden die Trends und der menschliche Einfluss darauf hergeleitet.

    Haben Sie sich denn überhaupt schonmal den Bericht angeschaut? Ich tippe mal auf Nein - stattdessen lassen Sie sich von obskuren Webseiten und Zeitungsartikeln beeinflussen, deren Autoren genauso wenig Ahnung von der Materie haben wie Sie. Wieso glauben eigentlich so viele Leute, dass sie problemlos wissenschaftliche Ergebnisse interpretieren können? Erzählen Sie Ihrem Arzt eigentlich auch ständig, dass er seinen Diagnosen nicht korrekt macht?

    Tut mir leid, wenn ich es so deutlich sagen muss, aber durch Ihren Kommentar haben Sie sich total disqualifiziert. Da Sie nicht einmal Wetter von Klima unterscheiden können haben Sie bewiesen, dass Sie keine Ahnung haben worüber Sie da schwadronieren.

    Stattdessen erliegen Sie einem Gefühl, dass "die Wissenschaftler" den IPCC-Bericht auf unlautere Weise beeinflussen würden. Dem ist aber nicht so. Die Ergebnisse zu Erwärmungstrends, CO2-Beitrag etc sind alle vollkommen unumstritten und gültig. Es hat nie jemand die grundlegenden Aussagen des IPCC-Berichts in Frage gezogen noch gäbe es Hinweise, dass die Aussagen nicht gültig sind. Wenn Sie den Artikel aufmerksam lesen werden Sie feststellen, dass allein eine Aussage zu den Gletschern im Himalaya anscheinend falsch eingebracht wurde. Alles andere ist immer noch gültig - insbesondere der naturwissenschaftliche Teil des Berichts (Workgroup 1). Und das ist mit der wichtigste! Denn dort werden die Trends und der menschliche Einfluss darauf hergeleitet.

    Haben Sie sich denn überhaupt schonmal den Bericht angeschaut? Ich tippe mal auf Nein - stattdessen lassen Sie sich von obskuren Webseiten und Zeitungsartikeln beeinflussen, deren Autoren genauso wenig Ahnung von der Materie haben wie Sie. Wieso glauben eigentlich so viele Leute, dass sie problemlos wissenschaftliche Ergebnisse interpretieren können? Erzählen Sie Ihrem Arzt eigentlich auch ständig, dass er seinen Diagnosen nicht korrekt macht?

  3. Ein typisches Beispiel wie kritikunfähig glaubensgesteuerte Wissenschaftler sind. Das ist kein neues Phänomen, jeder der die üblichen Mittelalterromane liest, wird mit derlei Verhalten konfrontiert und hakt es als normale Entwicklung, die immer wider neu bekämpft werden muss, ab. Der einzige Unterschied: Aus der heutigen Sicht ist völlig klar, dass das damals völliger Nonsens oder unwissenschaftliche Ignoranz gewesen ist.
    Selbständiges ideologiefreies Denken ist eben nach wie vor die wichtigste Voraussetzung für erfolgreichen Fortschritt und Wissenschaft.
    Wir haben uns leider den Fehler erlaubt, dies in den 68-ziger Jahren, in der Euphorie des notwendigen Aufbruchs, zu vergessen.
    Es wird Zeit diesen Fehler zu korrigieren.
    Damit aus dem Fortschritt kein Rückschritt wird.

    H.

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    Sehr geehrter Hermann.12

    War es nicht gerade die wissenschaftliche Methode, die die glaubensgesteuerte "Forschung" des Mittelalters abgelöst hat und damit eine Wissensexplosion in den folgenden Jahrhunderten ausgelöst hat? Wenn Sie nun Wissenschaftlern, die gerade nach dieser Methode arbeiten, als "glaubensgesteuert" bezeichnen, dann offenbaren Sie eine völlige Unkenntnis der wissenschaftlichen Methode.

    Dass Klimaforscher auf ihre Arbeit stolz sind, mag nur auf den ersten Blick der öffentlichen Wahrnehmung widersprechen.

    Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass alle Fehler im IPCC-Bericht in keiner Weise die wissenschaftlichen Grundlagen betreffen, die Basis ist in der Wissenschaft unumstritten.

    Die Gegner der Klimaforschung bedienen sich ja gerade nicht der wissenschaftlichen Methode, um diese zu widerlegen, sondern versuchen, durch künstlich aufgebauschte Stimmungen (siehe CRU-Hack, IPCC-Kritik) Skepsis und Verwirrung in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Natürlich können und müssen die Arbeit beim IPCC verbessert werden, aber Widerlegung von Erkenntnissen kann nur über die wissenschaftliche Methode erzielt werden, d.h. durch Einreichung eines papers, das überzeugend darlegt, dass bisherige Erkenntnisse falsch sind.

    Kurz:
    Der Konsens in der Wissenschaft ist so groß wie die Verwirrung in der Öffentlichkeit. Einfach verschiedene Perspektiven.

    Sehr geehrter Hermann.12

    War es nicht gerade die wissenschaftliche Methode, die die glaubensgesteuerte "Forschung" des Mittelalters abgelöst hat und damit eine Wissensexplosion in den folgenden Jahrhunderten ausgelöst hat? Wenn Sie nun Wissenschaftlern, die gerade nach dieser Methode arbeiten, als "glaubensgesteuert" bezeichnen, dann offenbaren Sie eine völlige Unkenntnis der wissenschaftlichen Methode.

    Dass Klimaforscher auf ihre Arbeit stolz sind, mag nur auf den ersten Blick der öffentlichen Wahrnehmung widersprechen.

    Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass alle Fehler im IPCC-Bericht in keiner Weise die wissenschaftlichen Grundlagen betreffen, die Basis ist in der Wissenschaft unumstritten.

    Die Gegner der Klimaforschung bedienen sich ja gerade nicht der wissenschaftlichen Methode, um diese zu widerlegen, sondern versuchen, durch künstlich aufgebauschte Stimmungen (siehe CRU-Hack, IPCC-Kritik) Skepsis und Verwirrung in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Natürlich können und müssen die Arbeit beim IPCC verbessert werden, aber Widerlegung von Erkenntnissen kann nur über die wissenschaftliche Methode erzielt werden, d.h. durch Einreichung eines papers, das überzeugend darlegt, dass bisherige Erkenntnisse falsch sind.

    Kurz:
    Der Konsens in der Wissenschaft ist so groß wie die Verwirrung in der Öffentlichkeit. Einfach verschiedene Perspektiven.

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