Meteorologie Die Regenmacher

Wo Sonne scheint oder Regen fällt, ist längst nicht mehr nur Sache der Natur. Forscher greifen schon heute künstlich in das Wetter ein.

Regenwolken über Hong Kong: Die Möglichkeiten zur Beeinflußung des Wetters sind komplex, aber nicht unmöglich

Regenwolken über Hong Kong: Die Möglichkeiten zur Beeinflußung des Wetters sind komplex, aber nicht unmöglich

"Wenn wir Methoden zur Wettermodifikation angemessen anwenden, können sie uns im Kampf zu einer bisher unvorstellbaren Dominanz verhelfen (…). Bis 2025 kann das Wetter uns gehören." Dieses Zitat entspringt keinem Thriller – sondern einem Forschungsbericht, den Mitglieder der US-Armee im Jahr 1996 der Air Force vorlegten [1].

Zwar stammt die Arbeit von Studenten des Air War College statt von erfahrenen Kriegsplanern und enthält in erster Linie Zukunftsszenarien – trotzdem stellen sich nicht nur Verschwörungstheoretiker weltweit die Frage, wer eigentlich für den Regenguss am Sonntagnachmittag oder den Schnee im März verantwortlich ist.

Anzeige

Die Beeinflussung des Wetters ist schon lange keine Sciencefiction mehr. Verschiedene Länder erforschen Ansätze, um Wolken zu erschaffen, zum Abregnen zu zwingen oder wenden sie bereits an – und berichten von Erfolgen. Die Möglichkeiten regen zum Träumen an: nie wieder Dürren, Schneestürme, Unwetter oder Regen am Wochenende. Doch wenn Menschen das Wetter verändern, stellt sich nicht nur die Frage nach der technischen Machbarkeit: Wer darf über die Wolken herrschen?

Erschienen bei spektrumdirekt.de

Erschienen bei spektrumdirekt.de

Um künstlichen Regen zu schaffen, muss der Mensch die natürlichen Prozesse in den Wolken verstärken. Regen entsteht, wenn sich die winzigen Wassertröpfchen in den Wolken, deren Durchmesser zehnmal kleiner ist als der eines Haars, entweder mit Hilfe eines Kristallisationskeims zu Eiskörnchen oder mit Kondensationskeimen zu größeren Tropfen verbinden. Erreichen sie dann eine kritische Größe, fallen sie abhängig von der Temperatur als Regen oder Schnee zur Erde. Gibt es mehr Partikel, die als Keime dienen können, steigt bei ausreichender Sättigung der Wolke mit Wasserdampf auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Dieses Prinzip machen sich viele Wolkenmodifizierer zunutze.

Während in der Anfangszeit des Regenmachens unter anderem mit Sand oder sogar Schallwellen experimentiert wurde, entdeckte der amerikanische Nobelpreisträger Irving Langmuir gemeinsam mit seinem Assistenten Vincent Schaefer im Jahr 1946 eine Chemikalie, mit deren Hilfe er es in seiner Tiefkühltruhe schneien lassen konnte: Silberjodid. Das Salz ist bis heute das am weitesten verbreitete Impfsubstrat für Wolken. Seine Moleküle haben eine ähnliche chemische Struktur wie Eiskristalle, deshalb lagern sich die Wasserteilchen besonders gut daran an.

Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Verzichten Sie auf das Verbreiten von Verschwörungstheorien. Die Redaktion/sh

    • albinz
    • 27.05.2010 um 4:29 Uhr

    Entfernt. Verzichten Sie auf die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Danke. Die Redaktion/sh

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ganz einfach.

    ganz einfach.

  2. ganz einfach.

  3. Die sinnfreie Herrschaft zu erringen. Dieses Ziel hat sich
    in einen Futtertrog für Wissenschaftler verwandelt die sich
    gerne mit unlösbaren Problemen beschäftigen. Motto man tue
    so als habe man eine Lösung gefunden, dann verlange man
    Forschungsgelder, dann liefere man ein Ergebnis mit vielen
    Konjunktiven und verlange mehr Geld, um weitere Konjunktive
    zu produzieren.Ganz nebenbei suche man Schuldige, die dafür
    verantwortlich gemacht werden können, dass das Unmögliche
    nicht funktioniert.Je globaler man das aufzieht, desto weniger wird man kontrolliert. Deswegen sind Geo-Engineering
    und Climate-Changing so beliebte Fachgebiete für die Hätte-,
    Könnte-, Würde-Wissenschaftler.Da kann man mit Computermodellen alles beweisen und wenns falsch ist,ist halt der Computer schuld.

    • albinz
    • 02.07.2010 um 14:27 Uhr

    Entfernt. Siehe oben. Die Redaktion/sh

    • wml14
    • 05.05.2011 um 0:23 Uhr

    ... würde ich meine Anfragen hierhin richten:

    Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ)
    Department 1
    c/o DLR Oberpfaffenhofen
    82234 Wessling

    Geoengineering und Aerosolprogramme in der BRD sind beim GFZ beheimatet.

    Eine Leser-Empfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service