Vulkanausbruch auf Island : Gletscher-Vulkan könnte Klima verändern

Die Eruptionen am Eyjafjalla-Gletscher werden heftiger. Der Rauch aus Asche und Schwefel in der Atmosphäre könnte das Klima beeinflussen. Auf Island kam es jetzt zu Überschwemmungen.

Der Vulkanausbruch am Eyjafjalla-Gletscher auf Island hat nun doch Überschwemmungen ausgelöst. Die Eruption unter dem rund 200 Meter dicken Eis brachte Teile des Gletschers zum Schmelzen. Rund 700 Menschen aus der Umgebung mussten deshalb in Sicherheit gebracht werden.

Die Wassermassen drohten, eine Schnellstraße und mehrere Brücken zu beschädigen. Um die Fluten abzuleiten und Druck abzubauen, seien an mehreren Stellen Durchbrüche durch den Straßendamm gegraben worden. Aus drei noch am Morgen sichtbaren Löchern in der Eisdecke des Gletschers bildete sich ein durchgehender Riss.

Wie das Seismologische Institut in Reykjavik berichtete, kam es am Mittwoch zu Eruptionen, die zum Teil 20-mal stärker waren als an den Tagen zuvor. Diese Entwicklung hatten Forscher am Eyjafjalla-Gletscher nicht erwartet. Als der Vulkan Ende März dieses Jahres zum ersten Mal seit 1823 wieder aktiv geworden war, rechneten sie mit einem lang anhaltenden, aber gemäßigten Ausbruch.

Durch das extrem schnell schmelzende Gletschereis nimmt die Überschwemmungsgefahr rapide zu. Gewaltige Aschewolken in Folge des Vulkanausbruchs haben inzwischen zu massiven Einschränkungen des Flugverkehrs geführt – auch in Deutschland.

Auf Island – einer Insel, die durch Vulkanaktivitäten entstanden ist – sind die Menschen an die Unberechenbarkeit der Natur gewöhnt. Von 140 Vulkanen sind dort heute noch 30 aktiv. Das Naturschauspiel zieht zahlreiche Touristen an und interessiert auch Vulkanologen.

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Kommentare

14 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Nach A.....kaltem Winter...

... vielleicht auch noch ein kalter Sommer?
Ich hoffe das wenigstens die Klimaforscher aus diesem Vulkanausbruch etwas lernen das uns in der Klimadebatte weiterhilft und klare Antworten gibt.
Irgend einen Sinn will ich schon darin sehen, sollte ich tatsächlich den ganzen Sommer mit dem Pulli rumlaufen müssen.

Primär wird das Wetter beeinflusst!

Bevor das Klima, der statistische Mittelwert des Wetter beeinflusst werden kann, muss sich zuerst einmal das Wetter, genauer gesagt, die meteorologischen Erscheinungen, wie Temperatur, Druck, Feuchte, Wind, Wolkenbedeckung, Sonnenscheindauer usw. sich verändern und zwar über mindestens 30 Jahre. So will es die die Weltorganisation der Meteorologen seit 1935. Die Klimafaktoren geografische Breite und Länge sowie die topografische Höhe werden sich wohl daduch nicht ändern, also wird sich, bis auf einige Witterungsunbillen, das Klima längerfristig kaum ändern!

Also BITTE kein Panikmache!

Was in der Klimadebatte weiterhilft?

Ich denke schon, das es da einiges gibt, was weiterhilft. Zuerst einmal haben wir es hier mit der Lava als einen reinen Wärmestrahler zu tun, die üblichen Wärmetransportwege in der Atmosphäre - die latente und die gefühlte Wärme - haben hier kaum Einfluss. Die gängige Erkenntnis des IPCC besagt aber, dass die Wärmestrahlung ca. um den Faktor 6 in der Atmosphäre durch den Mensch gemachten Treihauseffekt erhöht wird. Das heißt auf das Ereignis in Island bezogen, das sich die Lufttemperatur regional massiv und mit entsprechendem Nachlaufeffekt erhöhen müsst. Aber, kein Wort davon, statt dessen soll die Luft auf Grund der Schwefelsäure-Tröpfchen abkühlen.

Na, schauen wir mal, was passiert.