Krisenmanagement Bei der Ölpest dient der Bock als GärtnerSeite 2/2
Kein Wunder also, wenn BP auf Anfrage erklärt: " The press work is managend by BP ." Und wenn die Pressearbeit entsprechend tendenziös ist. Auch der Zugang zur Unglücksstelle wird von dem Konzern geregelt. Wie der Einsatz der Armee, die mit Ausrüstung und Soldaten aushilft. BP entscheidet, wie viele Freiwillige angeheuert, geschult und eingesetzt werden.
Trotz der tief verwurzelten Skepsis gegenüber dem Staat und der Offenheit für die Wirtschaft scheint in den USA langsam das Unwohlsein zu wachsen, ob das in diesem Fall die richtige Strategie ist. Immerhin gilt Big Oil als die mächtigste Lobbygruppe des Landes mit erheblichem Einfluss auf die Politik .
- Ölkatastrophen: "Exxon Valdez" 1989
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Um das empfindliche Ökosystem an der Südküste des US-Bundesstaates Alaska für Jahre nachhaltig zu schädigen, reichten im März 1989 knapp 40.000 Tonnen Rohöl aus dem verunglückten Tanker Exxon Valdez.
Im Prince-William-Sund kam es damals zur bislang größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA.2400 Kilometer Küste wurden verunreinigt. Hunderttausende Seevögel starben, auch Otter, Robben und Grauwale verendeten.
Trotz aufwendiger Reinigungsarbeiten hat sich das Gebiet nur oberflächlich erholt. Die niedrigen Temperaturen verzögern den biologischen Abbau des Öls. Vor allem in den Uferzonen lagern noch immer Reste der "schwarzen Pest".
Viele Tierarten leiden bis heute unter der Katastrophe.
- "Amoco Cadiz" 1978
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Zur folgenschwersten Ölkatastrophe in Europa kam es im März 1978, als der Supertanker Amoco Cadiz an der französischen Atlantikküstenördlich von Brest auf Grund lief.
Im Sturm zerbrach der Koloss, und mehr als 223.000 Tonnen leichtes Rohöl verpesteten Strände und Felsen der Bretagne auf einer Länge von 360 Kilometern. Wochenlang schaufelten Tausende Freiwillige und Soldaten das Öl in Plastiktüten und schrubbten verschmierte Felsen.
In einem Ölteppich von der Größe des Saarlands starben Vögel, Fische und Muscheln. Die Austernbänke wurden für Jahre zerstört, der Tourismus zunächst schwer beeinträchtigt. Günstige Strömungen, hohe Wellen und die vielen Freiwilligen verhinderten ein Desaster.
Schon 1979 lockte die Bretagne wieder Urlauber an saubere Strände, doch nach Schätzungen von Experten lagen ein Jahr nach dem Unglück noch immer 40.000 Tonnen Öl auf dem Meeresgrund.
- "Pallas" 1998
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Als der Holzfrachter Pallas im Herbst 1998 an der Nordseeküste vor Amrum strandete, starben 16.000 Seevögel.
Verantwortlich waren 100 Tonnen Schweröl, die aus dem Schiff geflossen waren.
Auch Präsidentensprecher Gibbs gestand das Problem ein, dass niemand sonst die Ausrüstung hat, um in solcher Tiefe zu arbeiten. Zitat: " Obviously they have the unique equipment for dealing with this at a depth of 5,000 feet under the floor – under the surface of the ocean ." Offenkundig seien sie die einzigen, die damit umgehen könnten, sagte Gibbs. Doch geht es nicht nur um das Leck, auch der Umgang mit dem im Meer treibenden Öl ist umstritten. Trotzdem versicherte Gibbs, dass die Regierung schon dafür sorge, dass BP alles tue, was aus Sicht des Staates getan werden müsse.
Immerhin gibt das Weiße Haus dazu recht markige Erklärungen ab. Man werde dem Konzern weiter "das Messer an die Kehle halten, um sicherzustellen, dass sie alles tun, was notwendig ist", sagte Gibbs schon Anfang Mai . Die Metapher " boot on the throat ", die er von Innenminister Ken Salazar übernommen hatte, bescherte ihm sofort die Frage eines Reporters, warum man sich so harsch äußere und ob im Verhältnis zu BP irgendetwas schief laufe.
Auch wenn Gibbs verneinte, scheint genau das der Fall zu sein. Big Oil kriegt die Katastrophe nicht in den Griff und lässt mittlerweile auch die Regierung hilflos und korrupt aussehen. Anders ist es kaum zu erklären, dass Präsident Barack Obama nun persönlich eine "unabhängige Kommission" zur Untersuchung der Ölpest eingesetzt hat, die noch dazu "umfangreiche Befugnisse" haben solle, wie es hieß. Außerdem hat man inzwischen bei der für Bohrgenehmigungen zuständigen Regierungsagentur Mineral Management Service einen Umbau angekündigt und einen Abteilungsleiter gefeuert. Was insgesamt so viel ändern wird wie der Strohhalm , den BP inzwischen in eines der Lecks geschoben hat, um zumindest einen kleinen Teil des austretenden Öls abzusaugen: Nichts.
- Datum 19.05.2010 - 14:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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jüngsten Zeit vor später Erkenntnis. Immerhin.
"Derjenige, der sich als unfähig erwies und die Sauerei verbockt hat, soll bestimmen, wie sie wieder beseitigt werden kann?"
Nur liebe Zeit, das ist auch in Deutschland zunehmend Stand der Dinge. Den Neos sei es gedankt. Wie war das noch in Köln im U - Bahnbau? Der Auftraggeber überwacht sich selbst. Die DB kontrolliert sich selber. Defekte Radachsen an Güterwaggons. Gab es da nicht schon Tote und Verletzte? Das ist nur die Spitze des Eisberges.
Nur der Deutsche Michel darf auf einen gnadenlosen TÜV zählen. Zu Steigerung des Umsatzes soll er sogar noch öfter hin. Beim kleinen Privatmann gibt es keinen Pardon.
den dicksten Hammer unterschlagen.
Nach dem Kapitalverbrechen - das als Finanzkrise verkauft wurde - wurden doch auch just die Verursacher aus Politik und Hochfinanz damit beauftragt, den HerrenDamen die vergoldeten Gesäße zu retten.
Im Gegensatz zu Banken gilt die Bevölkerung, von der gelobten Demokratie ganz zu schweigen, hierzulande einfach nicht als 'systemisch'.
den dicksten Hammer unterschlagen.
Nach dem Kapitalverbrechen - das als Finanzkrise verkauft wurde - wurden doch auch just die Verursacher aus Politik und Hochfinanz damit beauftragt, den HerrenDamen die vergoldeten Gesäße zu retten.
Im Gegensatz zu Banken gilt die Bevölkerung, von der gelobten Demokratie ganz zu schweigen, hierzulande einfach nicht als 'systemisch'.
"Nach deutschem Verständnis ist das absurd. Derjenige, der sich als unfähig erwies und die Sauerei verbockt hat, soll bestimmen, wie sie wieder beseitigt werden kann?"
Warum soll das absurd sein?
Wir machen das seit dem Beginn der Wirtschaftskrise mit unsrem Geld.
Dem kann ich - LEIDER - nur zustimmen.
Dem kann ich - LEIDER - nur zustimmen.
Dem kann ich - LEIDER - nur zustimmen.
den dicksten Hammer unterschlagen.
Nach dem Kapitalverbrechen - das als Finanzkrise verkauft wurde - wurden doch auch just die Verursacher aus Politik und Hochfinanz damit beauftragt, den HerrenDamen die vergoldeten Gesäße zu retten.
Im Gegensatz zu Banken gilt die Bevölkerung, von der gelobten Demokratie ganz zu schweigen, hierzulande einfach nicht als 'systemisch'.
Soviel mir bekannt ist, befindet sich die defektive britische Ölplattform in internationalen Gewässern des Golfs von Mexiko außerhalb der US-Hoheitszone. Amerikanische Behörden hatten daher keine Kontrolle bei ihrer Errichtung. Jetzt aber ist das Öl in US-Hoheitsgebiet eingedrungen. Das ändert die Situation.
Es ist eine Plattform der amerikanischen Firma Transocean (website: www.deepwater.com), die im Auftrag von BP Probebohrungen durchgeführt hat. Die Lizenrechte am Ölfeld hat die amerikanische Regierung durch die Behörde MMS an BP vergeben. D.h. es war nicht unser Unfall, aber es ist unser Öl, das austritt. BP CEO Tony Hayward dazu gestern in der FAZ:
H: Dieser Unfall ereignete sich auf einer Bohrplattform, die einem anderen Unternehmen gehörte und von diesem auch betrieben wurde. Dieses Unternehmen war für die Sicherheit auf der Plattform verantwortlich und ist dafür rechenschaftspflichtig. Ich will hier niemandem eine Schuld zuweisen – es ist die Aufgabe der staatlichen Ermittlungen, herauszufinden, was passiert ist und wer verantwortlich ist. Aber ich versichere Ihnen, dass die Betriebssicherheit im BP-Konzern für mich an erster Stelle steht, und dieser Unfall unterstreicht nur, wie wichtig das ist.
FAZ: Warum wurde zum Beispiel auf eine Vorrichtung verzichtet, mit welcher das Absperrventil am Meeresboden notfalls ferngesteuert bedient werden kann?
H: Der Blow Out Preventer der Transocean-Plattform hatte mehrere Sicherheitsstufen und verschiedene Kontrollmöglichkeiten – alle haben in diesem Fall versagt. Wir müssen unbedingt klären, warum diese versagt haben – aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass dies nichts mit dem Fehlen eines einzelnen Kontrollsystems zu tun hat. Das ist schlicht irrelevant.
Es ist eine Plattform der amerikanischen Firma Transocean (website: www.deepwater.com), die im Auftrag von BP Probebohrungen durchgeführt hat. Die Lizenrechte am Ölfeld hat die amerikanische Regierung durch die Behörde MMS an BP vergeben. D.h. es war nicht unser Unfall, aber es ist unser Öl, das austritt. BP CEO Tony Hayward dazu gestern in der FAZ:
H: Dieser Unfall ereignete sich auf einer Bohrplattform, die einem anderen Unternehmen gehörte und von diesem auch betrieben wurde. Dieses Unternehmen war für die Sicherheit auf der Plattform verantwortlich und ist dafür rechenschaftspflichtig. Ich will hier niemandem eine Schuld zuweisen – es ist die Aufgabe der staatlichen Ermittlungen, herauszufinden, was passiert ist und wer verantwortlich ist. Aber ich versichere Ihnen, dass die Betriebssicherheit im BP-Konzern für mich an erster Stelle steht, und dieser Unfall unterstreicht nur, wie wichtig das ist.
FAZ: Warum wurde zum Beispiel auf eine Vorrichtung verzichtet, mit welcher das Absperrventil am Meeresboden notfalls ferngesteuert bedient werden kann?
H: Der Blow Out Preventer der Transocean-Plattform hatte mehrere Sicherheitsstufen und verschiedene Kontrollmöglichkeiten – alle haben in diesem Fall versagt. Wir müssen unbedingt klären, warum diese versagt haben – aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass dies nichts mit dem Fehlen eines einzelnen Kontrollsystems zu tun hat. Das ist schlicht irrelevant.
Unter Honecker wäre das nicht passiert :)
Es ist wirklich der reine Hohn Verstaatlichung also Sozialismus als Garant für die Koordinierung von (Spezial)Aufgaben zu benennen. Zu welchem Zeitpunkt in der Geschichte kam technologische Innovation aus dem Büro von Beamten? Welcher Sozialistische Staat hat sich durch gute Organisation und technologische Überlegenheit hervorgetan?
Woher soll Obama und sein Stab die Erfahrung und das Wissen für so eine Aufgabe haben?
Will hier jemand mit solchen Thesen eine politische Agenda (Verstaatlichung) vorantreiben?
Die Verstaatlichung in der DDR hat ja besonders die Umwelt in Bitterfeld geradezu in ein Naturreservat verwandelt hat.
DDR? Verstaatlichung?
Ich fürchte, ich verstehe Ihre Argumentation nicht ganz. Katastrophenschutz ist eine hoheitliche Aufgabe. Und sollte es auch sein. Was bitte hat das mit Sozialismus zu tun?
Beste Grüße
Kai Biermann
für die Aufgabe einer intelligenten, realitätsbezogenen Weltbetrachtung zu Gunsten eines rigiden, stereotypen Weltbilds. Bitte verwässern Sie diese Rarität nicht mit zu viel Hinterfragen.
DDR? Verstaatlichung?
Ich fürchte, ich verstehe Ihre Argumentation nicht ganz. Katastrophenschutz ist eine hoheitliche Aufgabe. Und sollte es auch sein. Was bitte hat das mit Sozialismus zu tun?
Beste Grüße
Kai Biermann
für die Aufgabe einer intelligenten, realitätsbezogenen Weltbetrachtung zu Gunsten eines rigiden, stereotypen Weltbilds. Bitte verwässern Sie diese Rarität nicht mit zu viel Hinterfragen.
... die ersten Klumpen nun in Florida ankommen, bin ich mal gespannt, was passieren wird, wenn die ersten Ölklumpen in GB oder F an die Küste geschwämmt werden.
Zumindest ist das die Frage, die ich mir stelle ob das theoretisch möglich wäre...
Da hat Ihre Kollegin gestern was falsch verstanden oder wir haben uns unklar ausgedrückt:
Die BP-Pressearbeit wird von BP gemanagt und verantwortet und nicht von einer PR-Firma.
Aber: Die Pressearbeit des Unified Comand Centers JIC und die website "www.deepwaterhorizonresponse.com" wird nicht von BP gemacht, sondern von allen dort Beteiligten, also den involvierte Firmen und den verschiedenen Behörden.
BP Presse
Sehr geehrter Herr Winkler,
ich fürchte, es war Ihre Antwort, die dann missverständlich war. Ich zitiere:
vollständige Frage - Wer regelt die Pressearbeit zur Deepwater Horizon - ist das ausschließlich BP-Personal?
vollständige Antwort - The press work is managed by BP.
Wie bitte wäre es korrekt? Ich korrigiere das dann gern.
Beste Grüße
Kai Biermann
wäre ich mal GANZ leise.
Sehr geehrter Herr Winkler,
ich fürchte, es war Ihre Antwort, die dann missverständlich war. Ich zitiere:
vollständige Frage - Wer regelt die Pressearbeit zur Deepwater Horizon - ist das ausschließlich BP-Personal?
vollständige Antwort - The press work is managed by BP.
Wie bitte wäre es korrekt? Ich korrigiere das dann gern.
Beste Grüße
Kai Biermann
wäre ich mal GANZ leise.
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