Krisenmanagement von BP Intern sprach man von einem Alptraum
US-Abgeordnete haben BP kurz vor einer Kongressanhörung bezichtigt, im Golf von Mexiko vorsätzlich geschlampt zu haben. Der Druck auf den Ölmulti wächst – und zwar von allen Seiten.
Seit Wochen ist BP wegen der Ölpest im Golf von Mexiko in Bedrängnis. Zwei US-Abgeordnete haben nun den politischen Druck auf den Ölmulti noch einmal erhöht. Kurz vor einer Befragung von Managern großer Ölfirmen vor dem US-Kongress beschuldigten sie den Konzern, billige Schnellverfahren für die Sicherung des Bohrlochs angewandt zu haben. "Es scheint, BP habe sich wiederholt für ein gewagtes Vorgehen entschieden, um Kosten und Zeit einzusparen", schrieben die beiden Demokraten Henry Waxman und Bart Stupak in einem offenen Brief an den BP-Chef Tony Hayward .
Zum Beispiel habe BP das Steigrohr in der Ölquelle nur mit sechs Stützen zentriert statt mit 21, wie es empfohlen sei. Dadurch sei der Zement zum Abdichten des Bohrlochs aufgerissen. Auch habe der Konzern lediglich eine billige Schutzhülle für die Quelle verwendet. Insgesamt habe BP durch diese Entscheidungen sieben bis zehn Millionen Dollar (5,7 bis 8,1 Millionen Euro) und einige Arbeitstage gespart, hieß es in dem Schreiben. Zuvor hatte es bereits Medienberichte zu den Schnellverfahren gegeben . Waxman und Stupak schrieben, dem Ölmulti wären die Probleme lange vor dem Unfall bekannt gewesen. Eine Woche vor der Explosion auf der Bohrinsel habe ein Mitarbeiter in einer firmeninternen E-Mail von einer "Ölquelle des Alptraums" gesprochen.
Doch nicht nur aus der Politik, auch aus der Branche selbst hagelte es scharfe Kritik an BP. In einer Anhörung vor dem US-Kongress warfen die Chefs mehrerer großer Ölkonzerne dem Mitbewerber schwerwiegende Versäumnisse vor. Der Chevron-Chef John Watson bezeichnete die Havarie der Förderplattform Deepwater Horizon und die nachfolgende Ölpest als "vermeidbare Tragödie". Das Fiasko im Golf zeige, dass es "schreckliche Folgen" habe, wenn die Ölfirmen bei der Förderung nicht mit "denselben hohen Standards an Sicherheit und Verantwortung" arbeiteten. Der ExxonMobil-Chef Rex Tillerson bezeichnete die Ereignisse als "eine dramatische Abkehr von den Branchen-Normen bei der Tiefseebohrung". Unter den geladenen Konzernchefs vor dem Energieausschuss des Repräsentantenhauses war auch der USA-Chef von BP, Lamar McKay, der sich ebenfalls zu den Vorgängen äußern sollte.
Auf ifitwasmyhome.com kann man sich anschauen, welches Ausmaß die Ölpest im Vergleich zur Fläche Norddeutschlands hat
Die Schelte für BP kommt nicht von ungefähr, fürchten die Ölkonzerne doch aufgrund der Katastrophe drastische Auflagen. Eine Analyse der Rating-Agentur Moody’s scheint dies zu bestätigen. Demnach löst die Ölpest "eine beispiellose finanzielle, rechtliche, behördliche und ökologische Krise" für die gesamte Branche aus, sagte Moody's-Chef Steven Wood Medienberichten zufolge. Bis zu zwei Jahre könne es dauern, bevor Produzenten, Betreiber von Bohrinseln und Dienstleister an das Ausmaß ihrer Tiefsee-Aktivitäten vor der Katastrophe anknüpfen könnten. Weltweit könnten Staaten die neuen, schärferen US-Standards für Bohrungen vor der Küste übernehmen.
Doch nicht nur BP, auch die in die Katastrophe nicht direkt involvierten Unternehmen mussten sich im Kongress deutliche Worte anhören. Zur Eröffnung der Anhörung kritisierten Abgeordnete die Notfallpläne der Ölkonzerne als veraltet und teilweise unbrauchbar. In zwei der untersuchten Pläne sei die Telefonnummer eines "seit Langem verstorbenen Experten" angeführt, sagte der Ausschussvorsitzende Ed Markey. BP und drei weitere Konzerne erwähnten in den Dokumenten des Weiteren den Schutz von Walrössern, "die seit drei Millionen Jahren nicht mehr im Golf von Mexiko beheimatet sind".
Derweil besuchte US-Präsident Barack Obama zum bereits vierten Mal die von der Ölpest betroffene Küstenregion – und unterstrich seinen Willen, BP zur Rechenschaft zu ziehen. Der Konzern sei verantwortlich für die "größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes", sagte Obama. Das Unglück sei ein "Angriff auf unsere Küsten, und wir werden mit allen Mitteln kämpfen". Er werde "BP und alle verantwortlichen Parteien" für die Katastrophe haftbar machen, sagte Obama weiter.

Und täglich grüßt die Ölpest: Allmählich wird die Umweltkatastrophe zum traurigen Alltag im Golf von Mexiko
Hierfür plant der Präsident einen Treuhandfonds, aus dem Schadenersatz an Betroffene fließen soll. Das Geld soll von BP kommen. Um die Entschädigungszahlungen zu beschleunigen, will die Regierung dem BP-Konzern das Prüfungs- und Zuteilungsverfahren abnehmen. Dies sei der "beste Weg", um eine effiziente Vergabe der Mittel zu erreichen, für die BP aufkommen muss, sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs. Der Schaden könne "zig Milliarden Dollar, wenn nicht Hunderte" betragen. Alles, was BP zu dem Fonds beisteuere sei lediglich eine "Anzahlung", nach oben hin gebe es keine Grenze. Den Konzern hat die Ölpest eigenen Angaben zufolge bislang 1,6 Milliarden Dollar gekostet. Für den Mittwoch hat Obama die BP-Führungsspitze zu sich ins Weiße Haus zitiert, um deren Krisenmanagement unter die Lupe zu nehmen.
Bereits am Dienstagabend will der Präsident zudem die Bevölkerung in einer Rede an die Nation über die Maßnahmen seiner Regierung gegen die Katastrophe unterrichten. Dabei werde Obama auch eine neue Energiepolitik der USA umreißen und erläutern, wie das Land seine Abhängigkeit vom Öl verringern könnte, sagte ein Sprecher. Zudem wolle der Präsident einen Sonderbeauftragten berufen, der die ökologische Wiederherstellung der Golfküste koordinieren soll.
- Datum 15.06.2010 - 17:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
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Realisten sagen es seit Jahrzehnten voraus. Irgendwann reichen die Förderquoten nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Die Abbaurisiken steigen und damit auch die Kosten. Doch wer steht dafür gerade, bei Katastrophen wie in diesem Fall? In erster Linie die Natur und all ihr von der Katastrophe betroffenen Lebewesen. Dass sich die Natur erholen wird, steht außer Frage. Doch bis dahin, wird es ein weiteres Sterben geben. Der Aufschrei wäre um einiges größer, wenn statt “nur“ der Tiere Menschen die Opfer wären. Wir sind schon eine selbstverherrlichende Spezies. Wir trampeln über den Planeten, als ob wir noch einen in Reserve hätten. Ich denke bei solchen Nachrichten immer an die Aussage von Agent Smith aus Matrix, erster Teil. „Es gibt nur eine weitere Spezies, die ist wie ihr. Und dies sind Viren.“
http://www.ploync.de/verm...
Aber ich bin sicher das kann gar nicht vorkommen, Atomkraft ist ja sicher und nicht so gewinngetrieben. Und falls es vorkommt gibt es garantiert deutlich bessere Notfallpläne, so dass man die Probleme schnell in den Griff bekommt.
da die Technik absolut sicher ist!
Kann nix passieren, höchstens in 100 Milliarden Jahren ein kleiner Störfall!
Wenn Sie dennoch gewisse Bedenken Haben, einfach unter einem Tisch Schutz suchen, im Freien nur eine Aktentasche über den Kopf halten und gründlich die Hände waschen. Das reicht schon.
Sie sehen, es kann überhaupt nichts passieren!
Ihre preiswerte und saubere Atomenergie
da die Technik absolut sicher ist!
Kann nix passieren, höchstens in 100 Milliarden Jahren ein kleiner Störfall!
Wenn Sie dennoch gewisse Bedenken Haben, einfach unter einem Tisch Schutz suchen, im Freien nur eine Aktentasche über den Kopf halten und gründlich die Hände waschen. Das reicht schon.
Sie sehen, es kann überhaupt nichts passieren!
Ihre preiswerte und saubere Atomenergie
...und erstaunt sein.
Man mische "den Schwarm" mit "Limit"
und man bekommt in etwa das, was da
im Golf von Mexiko gerade abgeht.
...in zweieinhalb Jahren wird President Palin BP für alles erlittene Ungemach großzügig entschädigen!
...interessant zu lesen.
http://info.kopp-verlag.d...
Laut Wissenschaftler IRA LEIFER in den USA kann es sein, daß wir da noch lange was von haben:
"This reservoir is massive, and it could easily flow that kind of oil for the next twenty or thirty years, if it was left to go unattended."
http://www.democracynow.o...
sehr Aufschlussreich,Artikel die jeder lesen sollte.
Sollte das Oilgasgemisch zwischenzeit wirklich aus mehrern -Quellen- am Meeresboden entweichen,weil die Hauptleitung im Boden geborsten ist,werden diese wohl erst versiegen ,wenn sich der Druck angeglichen hat.Nur eine gezielte Entlastungsbohrung kann zumindestens teilweise Abhilfe schaffen.Der hilflose und -zahnlose-Obama kann einem leid tun,denn auch er ,Präsident der -Weltmacht Amerika- die zwar auf dem Mond war und mittlerweise jede Region auf der Erde in Angst und Schrecken versetzen könnte,wird nun womöglich gezwungen montelang seinem Volk zu erklären, warum er, dieser sich noch ausweitenden Katastrophe nichts entgegen zu setzen hat.
...mit dem Eso-Schmarrn geht die Welt nur noch schneller unter.
Der von Ihnen verlinkte Artikel ist nicht gut. Er gibt für die vielen spektakulären Behauptungen nur eine Quelle an, und zwar eine Internetseite, deren Glaubwürdigkeit wohl bezweifelt werden darf. Sonst sind die Zitationen unsauber und unvollständig. Es ist nicht festzustellen, wo sich der Autor Dinge einfach ausgedacht hat, um seine Story zu stärken.
Einfache Meinungsmache auf der Basis allgemeiner Besorgnis; leider kein Journalismus.
Leider, denn auf jeden Fall gibt es Dinge, die der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten werden, und gibt es Fädenzieher, von denen man nichts weiß. Aber: der verlinkte Artikel bring uns der Wahrheit kein kleinstes Stück näher.
Zum Kopp-Verlag: es lohnt sich, die Autorenliste, bspw. bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/w...), mal anzusehen. Zur Beurteilung der zukünftigen Links zu Artikeln diesen Verlags.
Laut Wissenschaftler IRA LEIFER in den USA kann es sein, daß wir da noch lange was von haben:
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http://www.democracynow.o...
sehr Aufschlussreich,Artikel die jeder lesen sollte.
Sollte das Oilgasgemisch zwischenzeit wirklich aus mehrern -Quellen- am Meeresboden entweichen,weil die Hauptleitung im Boden geborsten ist,werden diese wohl erst versiegen ,wenn sich der Druck angeglichen hat.Nur eine gezielte Entlastungsbohrung kann zumindestens teilweise Abhilfe schaffen.Der hilflose und -zahnlose-Obama kann einem leid tun,denn auch er ,Präsident der -Weltmacht Amerika- die zwar auf dem Mond war und mittlerweise jede Region auf der Erde in Angst und Schrecken versetzen könnte,wird nun womöglich gezwungen montelang seinem Volk zu erklären, warum er, dieser sich noch ausweitenden Katastrophe nichts entgegen zu setzen hat.
...mit dem Eso-Schmarrn geht die Welt nur noch schneller unter.
Der von Ihnen verlinkte Artikel ist nicht gut. Er gibt für die vielen spektakulären Behauptungen nur eine Quelle an, und zwar eine Internetseite, deren Glaubwürdigkeit wohl bezweifelt werden darf. Sonst sind die Zitationen unsauber und unvollständig. Es ist nicht festzustellen, wo sich der Autor Dinge einfach ausgedacht hat, um seine Story zu stärken.
Einfache Meinungsmache auf der Basis allgemeiner Besorgnis; leider kein Journalismus.
Leider, denn auf jeden Fall gibt es Dinge, die der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten werden, und gibt es Fädenzieher, von denen man nichts weiß. Aber: der verlinkte Artikel bring uns der Wahrheit kein kleinstes Stück näher.
Zum Kopp-Verlag: es lohnt sich, die Autorenliste, bspw. bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/w...), mal anzusehen. Zur Beurteilung der zukünftigen Links zu Artikeln diesen Verlags.
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MfG.
da die Technik absolut sicher ist!
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Sie sehen, es kann überhaupt nichts passieren!
Ihre preiswerte und saubere Atomenergie
Laut Wissenschaftler IRA LEIFER in den USA kann es sein, daß wir da noch lange was von haben:
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