Ölpest vor der US-Küste "Die Kadaver sind Beweismittel gegen BP"
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"Diese Tiere sind meine Patienten. Wir versuchen, so viele wie möglich zu retten"

 ZEIT ONLINE: Wie geht es jetzt am Golf von Mexiko weiter?

Schroeder: Wir hoffen auf das beste, bereiten uns aber auf das schlimmste vor. Wir haben weitere Helfer auf Standby, die uns jederzeit verstärken könnten. Außerdem bauen wir unsere Anlage hier aus. Niemand kann wissen, wie viele Tiere genau da draußen am sterben sind und wie viele es bis zu uns schaffen. All diese Tiere sehe ich als meine Patienten an. Wir versuchen, so viele wie möglich zu retten. Mit Ölsperren versuchen wir jene Inseln zu schützen, vor denen die Babyschildkröten ihre ersten Schwimmversuche unternehmen. Wir überlegen, die frisch Geschlüpften einzusammeln, um sie im Atlantik – weit weg vom Öl – freizulassen.

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Ölteppich
Auf ifitwasmyhome.com kann man sich anschauen, welches Ausmaß die Ölpest im Vergleich zur Fläche Norddeutschlands hat

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ZEIT ONLINE: Können die geretteten Tiere jemals wieder in die Natur zurückkehren?

Zaccardi: Ja, absolut. Wir werden alle Schildkröten so schnell wie möglich freilassen. Wenn wir sicher sind, dass das Tier wieder fit ist und auch im Körper kein Öl ist, suchen wir nach einem Ort, um sie freizulassen. Das dauert in der Regel Wochen, hier und jetzt rechnen wir aber eher mit Monaten. Das schlimmste wäre es aber, den Tieren den Stress mit der Reinigung und Rehabilitierung zuzumuten, und sie dann der Gefahr auszusetzen, erneut in den Ölteppich zu schwimmen.

Die Fragen stellte Felix Wadewitz.

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn interessieren denn schon ein paar Kröten, wenn Vermögenswerte in Gefahr sind?

    Oh, was sagen Sie, Schildkröten sind noch nicht einmal Kröten? Tant pis... Weg mit dem Kriechzeug, freie Fahrt für freie Würger...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sorry für Rächtschreibfehler. Sind Folgen einer exklusiv ökkkonomisch-merkkkantilistischen Erziehung.

    Sorry für Rächtschreibfehler. Sind Folgen einer exklusiv ökkkonomisch-merkkkantilistischen Erziehung.

  2. Sorry für Rächtschreibfehler. Sind Folgen einer exklusiv ökkkonomisch-merkkkantilistischen Erziehung.

    Antwort auf "Gutmenschen, pah..."
  3. Mensch inklusive.

    Sowieso illusorisch der Versuch "grüner" Gruppen die Natur im Jetztzustand zu konservieren. Geht nich und wird nicht gehen. Die Natur nimnmt ihren Lauf incl. menschen- oder nichtmenschengemachten Katastrophen.

    Aber niedlich sind se schon, die Schildkröten

  4. Sehr interessiert bin ich jetzt auf die ersten Taxen für die einzelnen Tiere, also was z.B. ein Delphin oder ein Pelikan in Geld wert und wieviel wird BP für die umgekommenen Tiere zahlen?

    Das Bohrloch, der Betonmantel im Bohrloch ist durch die topkillaction geborsten, also zerstört. Jetzt quillt das Öl auch im Umkreis der Bohrung aus dem Meeresboden und das Leck ist nicht mehr zu versiegeln. Nach ersten Schätzungen wird das Öl die nächsten 50 Jahre sich in den Golf von Mexiko ergießen. BP ist somit Geschichte.

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