Ölkatastrophe "Static Kill" soll Bohrloch schneller abdichten
BP hat einen neuen Plan entwickelt, das Bohrloch zu verschließen. Die Aussickerungen am Seeboden stuft der Konzern unterdessen als ungefährlich ein.
© Chip Somodevilla/Getty Images

Der Einsatzleiter Thad Allen auf einer Pressekonferenz am Montag
Die entdeckten Aussickerungen im Golf von Mexiko stehen nicht im Zusammenhang mit der Abdichtkappe über dem lecken Bohrloch des Ölkonzerns BP. Dies teilte der Einsatzleiter der US-Regierung, Admiral Thad Allen, mit. Er verlängerte die Belastungstests am Bohrloch erneut um 24 Stunden, die Ölquelle blieb damit vorerst weiter geschlossen. Zwar gebe es auch an dem Deckel selbst ein kleines Leck. "Wir glauben aber nicht, dass dies derzeit Konsequenzen haben muss", sagte Allen.
Auch der britische Ölkonzern zeigte sich zuversichtlich. "Es läuft alles absolut so, wie wir es erwartet haben", sagte der BP-Manager Kent Wells. "Je länger dieser Test dauert, desto mehr Vertrauen haben wir in die Stabilität der Quelle." Allzu großer Optimismus sei allerdings noch nicht angebracht, mahnte Allen. Zunächst sei zu klären, warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickere und an weiteren Stellen Methangas entweiche. "Es gibt zu viele unbeantwortete Fragen", sagte der Admiral der Küstenwache. Über das weitere Vorgehen solle zunächst ein Expertenteam beraten, das die Prüfergebnisse ständig auswerte.
Zudem trug die Regierung dem Konzern auf, den Meeresgrund rund um die Bohrstelle weiterhin genau zu kontrollieren. Ein BP-Sprecher sagte, derzeit würden zwei Arten von aufsteigenden Blasen untersucht. Zum einen gebe es eine langsam aufsteigende Gasblase am Meeresboden nahe dem oberen Ende des Bohrlochs. Zudem stiegen Blasen nahe der oberen Öffnung des Bohrlochs auf, dort, wo die Kappe den Ölfluss stoppe. Bei den Blasen handle es sich möglicherweise eher um Stickstoff, der sich am Meeresboden über Tiefseebohrlöchern bilden könne, als um Erdgas, das auf ein bestehendes Leck hindeutete.
Die Kappe auf dem Bohrloch hindert seit vier Tagen das Öl daran, ins Meer zu strömen. Noch bis zum vergangenen Donnerstag schossen täglich bis zu 8200 Tonnen aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe. Bislang bezeichnen BP und die Regierung die Versiegelung als Versuch – laut Kent Wells soll er in 24-Stunden-Schritten immer weiter verlängert werden. BP hatte die Hoffnung geäußert, die Abdichtkappe bis zur endgültigen Versiegelung der Ölquelle verschlossen zu halten. Eine Entlastungsbohrung soll nach Angaben des Konzerns erst am 29. Juli unternommen werden, anschließend will der Konzern bis Mitte August das Bohrloch zunächst mit schwerem Bohrschlamm und dann mit Zement verschließen.
Unterdessen arbeitet BP an einem neuen Plan, der an die im Mai gescheiterte Top Kill -Methode erinnert. Dabei sollte das Bohrloch über die Ventile in der Kappe direkt mit Schlamm und Zement verschlossen werden, noch bevor eine Entlastungsbohrung unternommen wurde. Wells sagte, im Laufe der nächsten Tage solle entschieden werden, ob der Static Kill getaufte Versuch gestartet werde.
Der Schlammbeschuss wäre bereits das zwölfte technische Manöver von BP an dem Leck in 1500 Metern Meerestiefe – fast alle scheiterten. Ein ähnlicher Plan endete im Mai in einem Fiasko, nachdem der Ölmulti vergeblich tonnenweise Schlamm und Gummistücke mit hohem Druck ins offene Bohrloch geschossen hatte.
Noch sei es verfrüht zu sagen, ob "das Bohrloch geschlossen bleibt, bis die Entlastungsbohrung fertig ist", sagte Allen. Sollte die Steigleitung der Belastung des Drucks nicht standhalten, müssten die Ventile des Zylinders wieder geöffnet und das ausströmende Öl wie zuvor auf bereitstehende Schiffe abgepumpt werden. Bis diese Operation anlaufen könnte, würden mehrere Tage vergehen, in denen wieder tonnenweise Öl ins Meer strömten.
Die Bohrinsel Deepwater Horizon des britischen Ölkonzerns BP war im April nach einer Explosion gesunken und hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge aus dem Bohrloch zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. In den US-Bundesstaaten Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida sind Küsten verschmutzt, das Ökosystem des Golf von Mexiko wurde schwer beschädigt.
- Natur in Gefahr
-
Anfangs hieß es noch, dass aus den Lecks unter der explodierten Bohrinsel Deepwater Horizon nach Schätzungen des Ölkonzerns BP und der Behörden täglich rund 5000 Barrel Öl schießen würden. Das sind knapp 800.000 Liter der zähen schwarzen Masse. Mittlerweile hat die US-Regierung ihre Schätzung deutlich nach oben korrigiert. Sie liegt nun zwischen 35.000 und 60.000 Barrel pro Tag. Das wären bis zu 9,5 Millionen Liter. Seit Wochen weisen Forscher auf entsprechende Mengen hin.
Bedroht ist nicht nur die Küstenregion des amerikanischen Bundesstaates Louisiana, wo das Öl bereits auf Land getroffen ist. Nach Angaben der Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA (NOOA) kommt es auch zu Auswirkungen für Tiere und Pflanzen entlang der Küsten der Nachbarstaaten Mississippi, Alabama und Florida. Derzeit schätzt NOOA, dass allein in Louisiana zehn Tierschutzgebiete betroffen sind.
Die Sumpflandschaften in der Region sind artenreiche Ökosysteme, die fast 40 Prozent der Feuchtgebiete der USA ausmachen.
- Meerestiere
-
Louisianas Ministerium für Natur und Fischerei sieht 445 Fischarten, 45 Säugetierarten, 32 Amphibienarten und 134 Vogelarten unmittelbar durch den wabernden Ölteppich in Gefahr.
Meeressäuger, wie die Delfinart Großer Tümmler oder der Pottwall können sich im klebrigen Öl verfangen, wenn sie zum Luftholen auftauchen. Der Karibik-Manati, eine bereits gefährdete Seekuhart, wandert entlang der Golfküste in warme Gewässer.
Auch einige Schildkrötenarten könnten unter dem Öl leiden. Gerade beginnt die Zeit, in der sie ihre Eier an den Stränden ablegen und auf Futtersuche sind.
Einige Umweltschützer fürchten sogar, dass der Alligator Schwierigkeiten bekommen könnte, im brackigen Mündungsgebiet des Mississippi-Delta Nahrung zu finden. Viele Fischarten, die auf seinem Speiseplan stehen, könnten vom Öl eingefangen werden.
- Vögel
-
Eine Vielzahl an Vogelarten lebt und zieht an der Golfküste entlang, um hier Eier zu legen, Nester zu hüten und nach Futter zu suchen. Allein an der Küste Louisianas zählt man rund fünf Millionen Zugvögel in den Sumpfgebieten.
Der offizielle Vogel des Staates Louisiana, der Braunpelikan, hat gerade angefangen auf den Sandinseln, die parallel zur Küstenlinie verlaufen, zu brüten. Weitere rund hundert Zugvögelarten, darunter Schwalben, Ammern und Waldsänger, legen derzeit einen Zwischenstopp in der Region ein.
Hinzu kommen zahlreiche Vogelarten, die an den Stränden nisten.
- Pflanzen
-
Besonders die weitverbreiteten Mangrovenwälder an der Küste des Golfs von Mexiko reagieren sehr empfindlich auf eine Ölverschmutzung. Sie sterben ab, sobald das Öl ihre Luftöffnungen in den Wurzeln verklebt.
Dies ist nicht nur ein ökologisches Problem. Die Mangroven spielen auch eine wichtige Rolle im Küstenschutz. Gerade in der Region vor Louisianas Küste kommt es immer wieder zu starken Hurrikans. Die Mangroven bieten als eine Art natürliche Barriere Schutz für das gesamte Mississippi-Delta.
Künftige Stürme könnten größere Schäden anrichten, weil Mangroven nur langsam nachwachsen.
- Fischerei
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Der Golf von Mexiko ist der einzige Ort, an dem der Blauflossenthun im Westatlantik seine Laichgründe hat. Die Laichzeit hat gerade begonnen und die Meerestiere sind ohnehin eine gefährdete Art. Ihre Eier schwimmen an der Wasseroberfläche und auch die Larven bleiben in den oberen Wasserschichten, die direkt vom Öl verseucht sind.
Auch der Menaden, eine Heringsart, ist direkt vom Öl betroffen. Die Fische ziehen ihre Nahrung aus dem Wasser, indem sie es filtern. So kann das Öl direkt in ihren Organismus gelangen.
In den Gewässern vor der US-Küste leben zudem riesige Mengen Austern, Krabben, Muscheln und weitere Fische.
Noch geht die örtliche Industrie zwar nicht von einem dramatischen Einfluss auf die Fischereibetriebe aus. Dennoch geht die Furcht um. Einige Krabbenfischer haben bereits BP, Transocean und die anderen an dem Bohrvorhaben beteiligten Konzerne Halliburton sowie Cameron wegen Fahrlässigkeit verklagt.
Auf Druck von Präsident Barack Obama hatte BP im Juni für die Einrichtung eines Entschädigungsfonds die Bereitstellung von 20 Milliarden Dollar (15,4 Milliarden Euro) zugesagt. Der von der Regierung eingesetzte Verwalter Kenneth Feinberg sagte, ein endgültiges Verschließen der Ölquelle werde die Abwicklung der Entschädigungen beschleunigen. Feinberg rief Seefischer und andere betroffene Unternehmer an der Golfküste auf, ihre Schadenersatzforderungen zu stellen.
Die Ölpest im Golf von Mexiko und die Verantwortung des BP-Konzerns soll auch besprochen werden, wenn der britische Premierminister David Cameron an diesem Dienstag Obama in Washington besuchen wird.
- Datum 20.07.2010 - 07:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Rts
- Kommentare 25
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...ob die Blasen mit dem Verschluss des
Bohrloches in Zusammenhang stehen!!!!!!
Es geht darum, ob eventuell der Meeres-
Boden porös ist und dadurch eventuell
das warme Öl durch selbigen hindurch
nach oben drängt und dabei Methan-
Hydrat herauslösen kann. Wenn das
der Fall ist, dann wäre die Lage
dramatisch.
"Zunächst sei zu klären, warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickere und an weiteren Stellen Methangas entweiche."
Mal bitte kurz nachdenken!
Warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickert und an weiteren Stellen Methangas entweicht ist doch vollkommen nebensächlich. Eher sollte man sich Gedanken darüber machen was man dagegen tun kann.
Warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickert und an weiteren Stellen Methangas entweicht ist doch vollkommen nebensächlich. Eher sollte man sich Gedanken darüber machen was man dagegen tun kann.
Aha!
Aber natürlich sind sie "zuversichtlich" - was sonst sollen sie denn auch sagen?
Zumindest eines dürfte klar sein: Wie auch sonst, will man die Öffentlichkeit nicht unnötig beunruhigen...
[Entfernt. Bitte setzen Sie sich ernsthaft mit dem hier diskutierten Thema auseinander. Danke. /Die Redaktion pt.]
Mal eine ernsthafte Frage an die Redaktion:
Wieso wird immer wieder von der größten Umweltkatastrophe der USA gesprochen wenn es doch wohl eindeutig die größte der ganzen Menschheitsgeschichte ist.
Durch solche äußerungen schieben wir dieses Problem allein auf die USA ab obwohl am Ende die ganze Welt die Konsequenzen zu tragen hat.
es die größte Umweltkatastrophe der USA ist. Deshalb wird die so genannt.
Tschernobyl war und ist die schlimmere Umwelt-Katastrophe, die wir diesem Planeten eingebrockt haben... wenn man diesen Wettbewerb überhaupt ausrufen soll.
Trotzdem, ist es schön zu hören, dass zumindest vorerst das Leck abgedichtet ist... wird langsam Zeit, dass Tiefsee-Ölförderung wieder als absolut sicher und ungefährlich deklariert wird, damit die Konzerne weiter ihre Mark machen.
Lieber Leser,
die Einordnung solcher Ereignisse nach Schweregrad ist generell schwierig, denn dann stellt sich auch die Frage, nach welchen Kriterien man gehen soll:
- nach den Auswirkungen für die Umwelt?
- nach der betroffenen Fläche?
- nach der Dauer des Umweltschadens?
- nach der Anzahl von Toten durch eine Katastrophe?
In der Redaktion fanden wir den Ausdruck "größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA" am korrektesten, denn global dürfte das Unglück von Tschernobyl als verheerender einzustufen sein. Hunderttausende Menschen leiden bis heute an den Folgen der Verstrahlung und Wissenschaftler führen den Tod von 10.000 bis 20.000 Krebspatienten in der Region auf das Unglück zurück.
Auch angesichts steter Umweltverschmutzung, wie etwa in Nigeria, fällt es schwer zu sagen, welches Unglück schlimmer ist.
http://www.zeit.de/wirtsc...
http://www.zeit.de/wissen...
Keineswegs sind wir der Meinung, die Ölpest im Golf von Mexiko betreffe nur die USA. Daher haben wir uns auch mit der Frage beschäftigt, wie es mit der Bohrsicherheit vor unserer Haustür aussieht:
http://www.zeit.de/wissen...
http://www.zeit.de/gesell...
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
es die größte Umweltkatastrophe der USA ist. Deshalb wird die so genannt.
Tschernobyl war und ist die schlimmere Umwelt-Katastrophe, die wir diesem Planeten eingebrockt haben... wenn man diesen Wettbewerb überhaupt ausrufen soll.
Trotzdem, ist es schön zu hören, dass zumindest vorerst das Leck abgedichtet ist... wird langsam Zeit, dass Tiefsee-Ölförderung wieder als absolut sicher und ungefährlich deklariert wird, damit die Konzerne weiter ihre Mark machen.
Lieber Leser,
die Einordnung solcher Ereignisse nach Schweregrad ist generell schwierig, denn dann stellt sich auch die Frage, nach welchen Kriterien man gehen soll:
- nach den Auswirkungen für die Umwelt?
- nach der betroffenen Fläche?
- nach der Dauer des Umweltschadens?
- nach der Anzahl von Toten durch eine Katastrophe?
In der Redaktion fanden wir den Ausdruck "größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA" am korrektesten, denn global dürfte das Unglück von Tschernobyl als verheerender einzustufen sein. Hunderttausende Menschen leiden bis heute an den Folgen der Verstrahlung und Wissenschaftler führen den Tod von 10.000 bis 20.000 Krebspatienten in der Region auf das Unglück zurück.
Auch angesichts steter Umweltverschmutzung, wie etwa in Nigeria, fällt es schwer zu sagen, welches Unglück schlimmer ist.
http://www.zeit.de/wirtsc...
http://www.zeit.de/wissen...
Keineswegs sind wir der Meinung, die Ölpest im Golf von Mexiko betreffe nur die USA. Daher haben wir uns auch mit der Frage beschäftigt, wie es mit der Bohrsicherheit vor unserer Haustür aussieht:
http://www.zeit.de/wissen...
http://www.zeit.de/gesell...
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
Warum drei Kilometer von dem Bohrloch entfernt Öl aus dem Meeresboden sickert und an weiteren Stellen Methangas entweicht ist doch vollkommen nebensächlich. Eher sollte man sich Gedanken darüber machen was man dagegen tun kann.
Bevor wir alle mit dem Finger auf BP und die USA zeigen, sollte wir uns mal überlegen, dass dies auch unser Öl ist welches seit Monaten in den Golf sprudelt. Mir scheint, als ob die Kommentatoren hier und auch anderswo ausschliesslich aus Geologen und Ingenieuren bestehen, die seit Jahren nichts anderes tun als Tiefseebohrungen. Die ganze Sache finde ich natürlich auch nicht gut, aber möglicherweise sollten wir eher unterstützen und helfen, als sich hämisch über die Dummheit zu äussern. Die Aufarbeitung anschliessend ist dann wieder ein anderes Thema.
um etwa ein Regal anzubringen. Sie haben grundsätzlich recht, wenn Sie hämische Kommentare nicht richtig finden.
Allerdings: Offenbar sieht es so aus, dass BP keinerlei Vorsorge für einen solchen Blow-Out getroffen hat. Dies mag daran liegen, dass ein solcher Blow-Out mit der heute verfügbaren Technik nicht zu beherrschen ist, was ich nicht beurteilen kann, dann aber hätte nicht gebohrt werden dürfen. Andererseits, wenn eine technische Lösung vorhanden wäre, dann kann man BP mit Recht den Vorwurf machen, dass diese nicht zeitnah verfügbar war.
Meine Erachtens ist zu fragen:
1.) Hat die Geschäftsleitung von BP ausdrückliche "Safety first"-Order dahingehend, dass bei Sicherheitsfragen Zeit- und Gelderwägungen absolut hinten anstehen.
2.) Für den Fall, dass so eine Order bestand, wurde diese Order auch nicht von anderen etwaigen Anweisungen kontakariert?
um etwa ein Regal anzubringen. Sie haben grundsätzlich recht, wenn Sie hämische Kommentare nicht richtig finden.
Allerdings: Offenbar sieht es so aus, dass BP keinerlei Vorsorge für einen solchen Blow-Out getroffen hat. Dies mag daran liegen, dass ein solcher Blow-Out mit der heute verfügbaren Technik nicht zu beherrschen ist, was ich nicht beurteilen kann, dann aber hätte nicht gebohrt werden dürfen. Andererseits, wenn eine technische Lösung vorhanden wäre, dann kann man BP mit Recht den Vorwurf machen, dass diese nicht zeitnah verfügbar war.
Meine Erachtens ist zu fragen:
1.) Hat die Geschäftsleitung von BP ausdrückliche "Safety first"-Order dahingehend, dass bei Sicherheitsfragen Zeit- und Gelderwägungen absolut hinten anstehen.
2.) Für den Fall, dass so eine Order bestand, wurde diese Order auch nicht von anderen etwaigen Anweisungen kontakariert?
es die größte Umweltkatastrophe der USA ist. Deshalb wird die so genannt.
Tschernobyl war und ist die schlimmere Umwelt-Katastrophe, die wir diesem Planeten eingebrockt haben... wenn man diesen Wettbewerb überhaupt ausrufen soll.
Trotzdem, ist es schön zu hören, dass zumindest vorerst das Leck abgedichtet ist... wird langsam Zeit, dass Tiefsee-Ölförderung wieder als absolut sicher und ungefährlich deklariert wird, damit die Konzerne weiter ihre Mark machen.
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