Umwelt Millionen Liter Öl ausgelaufen – Michigansee bedroht
Erst das Leck im Golf, nun eine Ölpest im Norden der USA: In einen Fluss in Michigan sind Millionen Liter Öl geflossen. Laut Behörden ist die Lage "sehr, sehr ernst".
© Bill Pugliano/Getty Images

Hektische Reinigungsmaßnahmen in Michigan: Millionen Liter Öl sind bereits ausgelaufen
Den USA macht eine neue Ölpest zu schaffen: In der Ortschaft Marshall im Bundesstaat Michigan ist am Montag eine Pipeline gebrochen. Inzwischen sind mehr als drei Millionen Liter Öl in den kleinen Fluss Talmadge gelaufen. Ein Teil davon floss wiederum in den Fluss Kalamazoo, der in den Michigansee mündet. Damit ist einer der fünf Großen Seen Nordamerikas von einer Umweltkatastrophe bedroht.
Wie die US-Umweltbehörde EPA mitteilte, sind Marschland, Äcker, Wohn- und Gewerbegebiete bereits von der Ölpest betroffen. EPA-Mitarbeiterin Lisa Jackson sprach von einem "gravierenden Ölteppich", der das Potenzial habe, eine wichtige Wasserstraße zu beschädigen und die Gesundheit der Anwohner gefährde. Zahlreiche Helfer seien vor Ort, um das ausgetretene Öl "so schnell und wirksam wie möglich" einzufangen.
Die Gouverneurin von Michigan kritisierte die Umweltbehörde und den Betreiber der Pipeline, das kanadische Unternehmen Enbridge. Beide Seiten hätten nicht schnell genug auf das Unglück reagiert. "Die Lage ist sehr, sehr ernst", sagte sie. Sie warnte davor, dass das Öl den Michigansee erreichen könne, sollte nicht mehr unternommen werden.
Enbridge teilte mit, es nehme den Vorfall "sehr ernst". Es seien entsprechende Ventile verschlossen worden, damit nicht noch mehr Öl aus der Pipeline austrete. Untersuchungen zur Unglücksursache seien bereits im Gange.
Auch im Golf von Mexiko kam es zu einem neuen Ölleck : Ein Boot der Küstenwache hatte eine stillgelegte Ölquelle aufgerissen. Aus der Plattform strömte eine unbekannte Menge Öl ins Meer. Um die Unglücksstelle wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, damit andere Schiffe das Öl nicht weiter ausbreiten. Die Küste von Louisiana ist in weiten Teilen bereits mit Öl verschmutzt , das in den vergangenen drei Monaten aus dem Leck der gesunkenen BP-Plattform Deepwater Horizon ausgetreten war. Derzeit läuft die Versiegelung des Bohrlochs .
- Datum 29.07.2010 - 17:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
- Kommentare 12
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Ironie der Geschichte, daß Eva Herman in jugendlicher Suche nach Freude die Schande der Welt gefunden zu haben glaubt und, was das eigentlich blasphemische ist, sich anmaßt, das furchtbare Unglück vom Samstag als Strafe Gottes zu bezeichen, aber gleichzeitig zu den Dingen schweigt, die tatsächlich geeignet wären, den Zorn des Herrn zu wecken.
Hat sie das Loch in die Pipeline getreten, oder ist sie vielleicht eine begabte Lochstopferin? Bitte um Aufklärung.
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf respektlose und unwürdige Kommentare. Danke. Die Redaktion/ew]
http://de.wikipedia.org/w...
...man sollte sich besonders die kontroversen durchlesen.
die Gemeinde möchte hören, dass es sich auch hierbei um eine Gottesgericht handelt? Wo liegt das Problem, wenn man menschliche Dummheit, Arroganz, Gier, Neid, Fahrlässigkeit und die vielen anderen schlimmen Attribute auch zum göttlichen Gericht hochstilisiert. Diesmal eben nicht Sodom und Gomorrha, sondern die schwarze Pest als Strafe für genau die vorbezeichneten Attribute. Da wir ja philosophisch gesehen sowie so mit allem eins sind macht es ja auch keinen Unterschied, wie immer schädigen wir uns selbst als Gemeinschaft und schließlich ist doch der Mensch Gottes Werk. Ich will da keine Lanze für die gute Eva brechen, aber wem es gefällt, der kann darin selbstverständlich auch völlig unproblematisch ein Gottesgericht erblicken, auch wenn die tatsächlich verantwortlichen nicht ganz so weit entrückt sind. Hätte der Papst davon gesprochen, dann hätten alle milde gelächelt und gut wär's gewesen. Ich würde es mal unter persönlicher Meinung buchen und kann auch damit leben.
[entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten Sie auf Sarkasmus. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
machen alle viel Geld aber geben nicht genug aus, um genau solche Dinge vorzubeugen!
http://info.kopp-verlag.d...
Hier ist sie zu sehen! Wo dieser Hass nur herkommt?
[Anmerkung an die Diskussionsteilnehmer: Der Artikel berichtet über die Ölpest, wir möchten Sie dementsprechend bitten, Ihre Kommentare diesem Thema auszurichten. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren