Entlastungsbohrungen Die letzte Chance, das Öl zu stoppen
Scheitern die Entlastungsbohrungen, wird für Jahrzehnte Öl ins Meer fließen. BP denkt schon an die rechtlichen Folgen und hält den Deckel auf wichtige Informationen.
© Mario Tama/Getty Images

An der Wasseroberfläche ist der Ölteppich im Golf von Mexiko deutlich sichtbar. Doch auch in größeren Meerestiefen verschmutzt das Öl das Meer für Jahrzehnte
Die Kameras, die die Bilder aus 1500 Meter Tiefe übertragen, zeigten wochenlang dieselben, erschreckenden Bilder. Unermüdlich strömte das Öl aus den Lecks in den Ozean. Zwischen 35.000 und 60.000 Barrel am Tag sollen es nach Schätzungen des Ölkonzerns BP und der US-Regierung gewesen sein. Man hatte sich schon fast daran gewöhnt.
Die Bilder, die die Wasseroberfläche in den vergangenen Tagen erreichten, zeigten zum ersten Mal seit der Explosion auf der Tiefsee-Bohrinsel Deepwater Horizon im April einfach nur Wasser.
Nachdem BP in der vergangenen Woche die erfolgreiche Montage einer neuen Kappe auf dem Bohrloch meldete und die gefürchteten Blasen am Meeresgrund offenbar nicht darauf schließen lassen, dass Öl aus natürlichen Rissen austritt, ist die Hoffnung zurückgekehrt, dass der Ölfluss ins Meer gestoppt werden kann. Zu Recht?

Videos, Fotos, Reportagen und Hintergründe zur historischen Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko
"Die Aktion ist nur ein Versuch, den Schaden einzudämmen", erklärt Greg McCormack, Direktor des Petroleum Extension Service an der Universität von Texas. Um das Loch endgültig zu schließen, sagt McCormack, sei BP auf die Entlastungsbohrungen angewiesen.
Deren Prinzip klingt einfach: Das eigentliche Bohrloch wird an zwei weiteren Stellen angezapft, über die anschließend zunächst eine spezielle Schlamm-Mischung eingeleitet wird. Diese steigt dann durch ein Rohr nach oben. Anschließend wird das Bohrloch mit Zement aufgefüllt und verschlossen – soweit die Theorie. Denn in der Praxis hat es eine solche Bohrung, zumal in dieser Tiefe, noch nie gegeben.
- Datum 20.07.2010 - 11:09 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 30
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






weiteren Artikel zu haben, den Teufel an die Wand. Im Sinne der Umwelt und der dort vergifteten Natur sollten wir optimistisch sein. Schreckensmeldungen lähmen und nützen niemandem außer der Bildzeitung. Wir (als Menschheit) sind ganz sicher so clever, diese Quellen zu verschließen.
Natürlich wurde die Bohrung zur Profitmacherei ausgeführt, um den Ölunternehmen zu ermöglichen, die Verbraucher weiter extrem zu schröpfen und Merkel extreme Steuern zuzuschustern. Wir können aber nicht aussteigen, jedenfalls nicht im Augenblick. Ich kenne niemanden, der wegen dieses Unglücks weniger Auto fährt.
Ich bin allerdings der Meinung, dass in diesem Fall weltweite Experten zusammenkommen sollten um eine Lösung zu finden. Wenn der Iran oder Russland Erfahrungen damit hatten, warum sollte man nicht auf sie hören? Eine Katastrophe zusammen zu bewältigen fördert ev. auch die Solidarität.
Bitte fügen Sie Ihren Thesen (BP nutzt Merkel) Quellen bei. Die Redaktion/is
Die Katastrophe haben wir schon. Die Frage ist nur ob sie noch schlimmer wird.
> "Ich glaube, nur eine nukleare Detonation innerhalb des Bohrlochs kann den Ölfluss dauerhaft stoppen", sagt etwa Matthew Simmons, Direktor des Ocean Energy Institute, einer Denkfabrik, die die Werbetrommel für erneuerbare Energien schlägt. <
Wenn man das liest weiß man was Experten sind (nukleare Explosion als erneuerbare Energie?)
Weder Iran noch Russland noch irgendein anderer Staat hat bisher ein ähnliches Problem in dieser Tiefe gehabt.
Im Sinne der Umwelt und der dort vergifteten Natur kann man gar nicht optimistisch sein und sollte es auch nicht sein. Denn dann begibt man sich auf den bekannten Pfad "Ist alles nicht schlimm, die Natur wird das schon regeln."
"Wir als Menschheit" schaffen es ja nicht einmal die Lehren aus diesem Desaster zu ziehen. Keine Schwarzmalerei, sondern bittere Erkenntnis! Solange die Zeit das Thema in den Schlagzeilen hält, solange kommt es wenigstens noch bei den Menschen an. Vllt auch bei denen, die es sonst vergessen würden, zu denen ich widerum Sie einfach mal dazuzähle (n muss)!
Wäre auch besser für den Aktienkurs.
Tun die bitte nicht so als wenn es keine Gasanlagen für Kraftfahrzeuge gäbe, und auch nicht so als wenn die Ölversorgung gefährdet wäre wenn das Unternehmen BP verschwindet.
Ein guter Schritt in die Zukunft wäre es erstmal Patente die nur angemeldet wurden um den Fortschirt zu verhindern unter Strafe zu stellen , und damit meine ich keinerlei Geldbussen für die entsprechenden Unternehmen sondern alle Personen die darauf Einfluss nahmen müssen mit ihrer eigenen Freiheit dafür geradestehen.
Wenn ein Unternehmen Dinge patentiert hätte es 5 Jahre Zeit um eine Marktreife zu erreichen, ansonsten wird ihm das Patent entzogen und darf frei von anderen verwendet werden.
Sie würden sich wundern was so alles in den untersten Schubladen liegt weil deren Anwendung die Gewinne der entsprechenden Unternehmen schmälern würde , und das nicht nur im Energiebereich, sondern in nahezu allen Bereichen.
Ich meine mit meinem Beitrag ganz oben etwas anderes: Realität (nicht Zeitungsbericht oder Gedankenspiel) ist, dass aus einer technischen Quelle Millionen von Litern Öl ausgelaufen sind und jetzt eine Art Verschluss gefunden wurde, der dieses Ausströmen verhindert. Weiter garnichts. Und ich bin optimistisch, dass wir als Menschheit (ich weiß dass dieser Begriff etwas sentimental klingt)oder Techniker dieses Loch verschließen werden, einfach, weil gar nichts anderes übrig bleibt.
Alles andere (außer dem bestehenden Zustand) ist Science Fiction, dieser Artikel oben ebenfalls. Sie können Ihre Gedanken in jede Richtung drehen um weitere Szenarien zu entwerfen.
Dann machen Sie doch aber hier weiter: Es gibt soundsoviel Kernkraftwerke auf der Welt, was ist, wenn diese explodieren? Wie sieht eine Welt nach einem Atomschlag aus? Was passiert, wenn der Rhein plötzlich rückwärts fließt? Alles nette Aufgaben Horrorszenen zu entwerfen und darin genüsslich zu baden.
Wer Lichtmonate weit ins All fliegen kann um dort taumelnde Asteroiden zu fotografieren kann auch ein bescheuertes Loch in der Erde verstopfen.
Ein Autofahrer der sein Autofahrer, der sein Auto stehen läßt, weil er die Ölförderung reduzieren will, ist mir lieber wie 10 Berufsschwarzmaler, die sich hier anscheinend äußern weil es frisches Futter gibt.
Ihre Gedankengänge sind wirklich naiv. Man sollte sich Gedanken über die von Ihnen genannten möglichen Bedrohungen machen, sonst kommen solche Abrüstungsverträge wie sie kürzlich Obama zum laufen brachte nicht ins Rollen.
Die Katastrophe haben wir schon. Die Frage ist nur ob sie noch schlimmer wird.
> "Ich glaube, nur eine nukleare Detonation innerhalb des Bohrlochs kann den Ölfluss dauerhaft stoppen", sagt etwa Matthew Simmons, Direktor des Ocean Energy Institute, einer Denkfabrik, die die Werbetrommel für erneuerbare Energien schlägt. <
Wenn man das liest weiß man was Experten sind (nukleare Explosion als erneuerbare Energie?)
Weder Iran noch Russland noch irgendein anderer Staat hat bisher ein ähnliches Problem in dieser Tiefe gehabt.
Im Sinne der Umwelt und der dort vergifteten Natur kann man gar nicht optimistisch sein und sollte es auch nicht sein. Denn dann begibt man sich auf den bekannten Pfad "Ist alles nicht schlimm, die Natur wird das schon regeln."
"Wir als Menschheit" schaffen es ja nicht einmal die Lehren aus diesem Desaster zu ziehen. Keine Schwarzmalerei, sondern bittere Erkenntnis! Solange die Zeit das Thema in den Schlagzeilen hält, solange kommt es wenigstens noch bei den Menschen an. Vllt auch bei denen, die es sonst vergessen würden, zu denen ich widerum Sie einfach mal dazuzähle (n muss)!
Wäre auch besser für den Aktienkurs.
Tun die bitte nicht so als wenn es keine Gasanlagen für Kraftfahrzeuge gäbe, und auch nicht so als wenn die Ölversorgung gefährdet wäre wenn das Unternehmen BP verschwindet.
Ein guter Schritt in die Zukunft wäre es erstmal Patente die nur angemeldet wurden um den Fortschirt zu verhindern unter Strafe zu stellen , und damit meine ich keinerlei Geldbussen für die entsprechenden Unternehmen sondern alle Personen die darauf Einfluss nahmen müssen mit ihrer eigenen Freiheit dafür geradestehen.
Wenn ein Unternehmen Dinge patentiert hätte es 5 Jahre Zeit um eine Marktreife zu erreichen, ansonsten wird ihm das Patent entzogen und darf frei von anderen verwendet werden.
Sie würden sich wundern was so alles in den untersten Schubladen liegt weil deren Anwendung die Gewinne der entsprechenden Unternehmen schmälern würde , und das nicht nur im Energiebereich, sondern in nahezu allen Bereichen.
Ich meine mit meinem Beitrag ganz oben etwas anderes: Realität (nicht Zeitungsbericht oder Gedankenspiel) ist, dass aus einer technischen Quelle Millionen von Litern Öl ausgelaufen sind und jetzt eine Art Verschluss gefunden wurde, der dieses Ausströmen verhindert. Weiter garnichts. Und ich bin optimistisch, dass wir als Menschheit (ich weiß dass dieser Begriff etwas sentimental klingt)oder Techniker dieses Loch verschließen werden, einfach, weil gar nichts anderes übrig bleibt.
Alles andere (außer dem bestehenden Zustand) ist Science Fiction, dieser Artikel oben ebenfalls. Sie können Ihre Gedanken in jede Richtung drehen um weitere Szenarien zu entwerfen.
Dann machen Sie doch aber hier weiter: Es gibt soundsoviel Kernkraftwerke auf der Welt, was ist, wenn diese explodieren? Wie sieht eine Welt nach einem Atomschlag aus? Was passiert, wenn der Rhein plötzlich rückwärts fließt? Alles nette Aufgaben Horrorszenen zu entwerfen und darin genüsslich zu baden.
Wer Lichtmonate weit ins All fliegen kann um dort taumelnde Asteroiden zu fotografieren kann auch ein bescheuertes Loch in der Erde verstopfen.
Ein Autofahrer der sein Autofahrer, der sein Auto stehen läßt, weil er die Ölförderung reduzieren will, ist mir lieber wie 10 Berufsschwarzmaler, die sich hier anscheinend äußern weil es frisches Futter gibt.
Ihre Gedankengänge sind wirklich naiv. Man sollte sich Gedanken über die von Ihnen genannten möglichen Bedrohungen machen, sonst kommen solche Abrüstungsverträge wie sie kürzlich Obama zum laufen brachte nicht ins Rollen.
Angenommene Ausgangsdaten: Meerestiefe 1.500 bis 1.800 m.
Rohrdurchmesser 1,0 m.
Dann wirkt auf die Verschlusskappe ein Druck von ca 180 atü oder 180 kp/qcm. Bei einem Durchmesser von 1,ßm ergibt dies eine Ausziehkraft von 1.400 MP oder to.
Also versucht der Öldruck mit dieser Kraft - vermindert um das Eigengewicht der Konstruktion - das Rohr aus dem Untergrund zu ziehen.
Bei einem Rohrdurchmesser von 0,50m ergibt dies immer noch eine Auszugskraft von 360 to.
Das Rohr ist ja nicht im Boden festverankert.
Von daher wäre eine Sprengung des gesamten Bohrloches bis hinunter zur Ölblase evtl erfolgreicher.
Warum rechnen sie ihn atü? Zahlen sie auch noch mit Mark? ;-)
Sie werden lachen, schlagen sie mal "Omega Plan" nach, vielleicht finden sie etwas, was sie wieder erkennen.
Es geht darum: Das Loch was verschlossen ist, ist nicht das Problem. Das Problem sind auch nicht die Entlastungsbohrungen, es ist der Boden der durch die vielen Löcher die man gebohrt hat um an das Öl zu kommen porös geworden ist. Und man glaubt man könnte diese vielen kleinen Risse mit Hilfe einer unter Wasser gezündeten nuklearen Bombe versiegeln / verschmelzen, so dass kein weiteres Öl mehr austritt. Dieser Plan ist dafür gedacht, dass die Entlastungsbohrungen nicht wirken, es ist also nicht die letzte Alternative. Aber es ist die letzte Möglichkeit das wahre Ausmaß zu verheimlichen. Wenn die Entlastungsbohrungen nicht stand halten, dann kann man sagen "Oh mein Gott, wir müssen jetzt mehrere Löcher schließen!" und dann fällt es auch nicht mehr auf, dass sowieso schon mehr als nur ein Loch existierte aus dem Öl läuft.
Die Worst-Case-Szenarien will niemand hören, die sind nämlich noch schlimmer als das was mehrere kleine Löcher anrichten können. Aber was wir endlich begreifen müssen ist, dass es keine vom Menschen gemachte Katastrophe diesen Ausmaßes zuvor gab und dass wir verhältnismäßig wenig Aufsehen drum machen - im Vergleich zu zwei Türmen die einstürzten weil angeblich 2 Flugzeuge reingekracht sind trifft das hier sogar die ganze Welt. Aber man schweigt in Politik & Medien.
Warum rechnen sie ihn atü? Zahlen sie auch noch mit Mark? ;-)
Sie werden lachen, schlagen sie mal "Omega Plan" nach, vielleicht finden sie etwas, was sie wieder erkennen.
Es geht darum: Das Loch was verschlossen ist, ist nicht das Problem. Das Problem sind auch nicht die Entlastungsbohrungen, es ist der Boden der durch die vielen Löcher die man gebohrt hat um an das Öl zu kommen porös geworden ist. Und man glaubt man könnte diese vielen kleinen Risse mit Hilfe einer unter Wasser gezündeten nuklearen Bombe versiegeln / verschmelzen, so dass kein weiteres Öl mehr austritt. Dieser Plan ist dafür gedacht, dass die Entlastungsbohrungen nicht wirken, es ist also nicht die letzte Alternative. Aber es ist die letzte Möglichkeit das wahre Ausmaß zu verheimlichen. Wenn die Entlastungsbohrungen nicht stand halten, dann kann man sagen "Oh mein Gott, wir müssen jetzt mehrere Löcher schließen!" und dann fällt es auch nicht mehr auf, dass sowieso schon mehr als nur ein Loch existierte aus dem Öl läuft.
Die Worst-Case-Szenarien will niemand hören, die sind nämlich noch schlimmer als das was mehrere kleine Löcher anrichten können. Aber was wir endlich begreifen müssen ist, dass es keine vom Menschen gemachte Katastrophe diesen Ausmaßes zuvor gab und dass wir verhältnismäßig wenig Aufsehen drum machen - im Vergleich zu zwei Türmen die einstürzten weil angeblich 2 Flugzeuge reingekracht sind trifft das hier sogar die ganze Welt. Aber man schweigt in Politik & Medien.
Die Katastrophe haben wir schon. Die Frage ist nur ob sie noch schlimmer wird.
> "Ich glaube, nur eine nukleare Detonation innerhalb des Bohrlochs kann den Ölfluss dauerhaft stoppen", sagt etwa Matthew Simmons, Direktor des Ocean Energy Institute, einer Denkfabrik, die die Werbetrommel für erneuerbare Energien schlägt. <
Wenn man das liest weiß man was Experten sind (nukleare Explosion als erneuerbare Energie?)
Weder Iran noch Russland noch irgendein anderer Staat hat bisher ein ähnliches Problem in dieser Tiefe gehabt.
Im Sinne der Umwelt und der dort vergifteten Natur kann man gar nicht optimistisch sein und sollte es auch nicht sein. Denn dann begibt man sich auf den bekannten Pfad "Ist alles nicht schlimm, die Natur wird das schon regeln."
die den Teufel an die Wand malt, sondern es sind seriöse und kompetente Wissenschaftler!
Es nützt nichts, die Augen zu verschließen und zu denken, es wird schon gut gehen. Da muss ich an 1986, an die Tschernobyl-Katastrophe denken, als die ganze Wahrheit über den Unfall und die radioaktive Wolke erst bekannt wurde, als die Wolke schon über Europa hinweggezogen war... Vielleicht hätten ja einige der danach auftretenden Kehlkopf-Krebs-Erkrankungen bei entschprechendem Verhalten vermieden werden können?
Damit weltweite Hilfe wirksam werden kann, ist die erste unabdingbare Voraussetzung die umfassende Information üner die Fakten. Es gibt die Aussagen von Wissenschaftlern, die in obigem sehr guten Artikel geschildert werden. Es gibt darüber hinaus auch verschiedene Aussagen, vor allem von amerikanischen Wissenschaftlern, zu der Methaneis-Schicht rund um das Bohrloch.
Diese Katastrophe zeigt uns unsere derzeitigen Grenzen auf. Da hilft es auch nichts, wenn man die Fakten ignoriert. Wir sollten im Gegenteil offensiv diskutieren und wirklich ernsthaft anfangen darüber nachzudenken, was jeder persönlich ändern muss, um den Ölverbrauch einzuschränken. So schmerzhaft das auch für den einzelnen ist.
(Was ist zu tun? http://etwilli.myblog.de/)
Im Bohrloch steckt nicht ein einziges Rohr, sondern Dutzende mit verschiedenen Durchmessern, die bis in große Tiefe (theoretisch bis ganz unten, aber das ist ja schiefgegangen) einzementiert sind. Die gesamte Struktur ist stabil genug, um inzwischen zwei BOP-Stacks frei zu tragen.
Das Bohrloch zu sprengen wäre eine ziemlich blöde Idee, wegen der Klüfte die sich dadurch öffnen. Abgesehen davon, dass man gar keine Möglichkeit hat, die erforderlichen Mengen Sprengstoff an den Richtigen Stellen zu platzieren.
Lieber Lars Fischer.
Mir geht es um die "Auszugskräfte" des Verschlossenen Rohres durch den Innendruck. Das noch vorhandene Rest-Rohrstück muss als Gegenkraft sein Eigengewicht und die Reibungskräfte des Erdreiches der "Ausziehkraft" von wahrscheinlich mehr als 1.400 to Zugkraft entgegenhalten. Die 50 bis 100 to Last der BOP-Stacks spielen wohl kaum eine Rolle, da sie ja der Auszugskraft infolge Innendruckes entgegenwirken.
m.f.G
hthschwarz
Lieber Lars Fischer.
Mir geht es um die "Auszugskräfte" des Verschlossenen Rohres durch den Innendruck. Das noch vorhandene Rest-Rohrstück muss als Gegenkraft sein Eigengewicht und die Reibungskräfte des Erdreiches der "Ausziehkraft" von wahrscheinlich mehr als 1.400 to Zugkraft entgegenhalten. Die 50 bis 100 to Last der BOP-Stacks spielen wohl kaum eine Rolle, da sie ja der Auszugskraft infolge Innendruckes entgegenwirken.
m.f.G
hthschwarz
"Wir als Menschheit" schaffen es ja nicht einmal die Lehren aus diesem Desaster zu ziehen. Keine Schwarzmalerei, sondern bittere Erkenntnis! Solange die Zeit das Thema in den Schlagzeilen hält, solange kommt es wenigstens noch bei den Menschen an. Vllt auch bei denen, die es sonst vergessen würden, zu denen ich widerum Sie einfach mal dazuzähle (n muss)!
Lieber Lars Fischer.
Mir geht es um die "Auszugskräfte" des Verschlossenen Rohres durch den Innendruck. Das noch vorhandene Rest-Rohrstück muss als Gegenkraft sein Eigengewicht und die Reibungskräfte des Erdreiches der "Ausziehkraft" von wahrscheinlich mehr als 1.400 to Zugkraft entgegenhalten. Die 50 bis 100 to Last der BOP-Stacks spielen wohl kaum eine Rolle, da sie ja der Auszugskraft infolge Innendruckes entgegenwirken.
m.f.G
hthschwarz
Hallo hthschwarz,
die BOP-Garnitur soll das Bohrgestänge abtrennen und die Bohrung verschließen. Dazu muß sie tief und robust genug verankert sein, um den Ölüberdruck sicher aufzunehmen.
Ihre Rechnung ist allerdings ein wenig neben der Sache. Sie gehen vom Wasserdruck in 1.500 m Tiefe aus, berechnen daraus den Druck des aus dem Bohrloch strömenden Öls und vernachlässigen dann den Außendruck wieder, von dem Sie zunächst ausgegangen waren, und der gegen das ausströmende Öl wirkt. Wären beide Drücke gleich hoch, dann würde kein Erdöl aus der Bohrung austreten.
Der tatsächliche Ausziehdruck, unter dem das Rohr steht, ist aber jener Druck, der auch das Öl austreten läßt. Die beiden anderen beteiligten Drücke - der Druck des Öls im Untergrund und der Außendruck am Meeresgrund sowie das Eigengewicht des Öls egalisieren sich und enden bei einem Betrag von Null. Zudem wirken die Gewichtskraft und die Reibung einer 8.500 m hohen Erdölsäule in der Bohrung gegen das Ausströmen des Öls.
Der Ausziehdruck, der auf die Bohrgarnitur wirkt, ist also exakt so groß wie der Druck, der n Millionen Liter Erdöl der Viskosität v bei der Temperatur t aus einem Leck mit einem Querschnitt von q austreten läßt. (Obendrein wiegt der BOP-Stack hier ca. 450 t.) Da weder n noch q noch v oder t bekannt sind, halte ich Ihren Denkansatz für gut, aber noch nicht für beantwortbar.
Hallo hthschwarz,
die BOP-Garnitur soll das Bohrgestänge abtrennen und die Bohrung verschließen. Dazu muß sie tief und robust genug verankert sein, um den Ölüberdruck sicher aufzunehmen.
Ihre Rechnung ist allerdings ein wenig neben der Sache. Sie gehen vom Wasserdruck in 1.500 m Tiefe aus, berechnen daraus den Druck des aus dem Bohrloch strömenden Öls und vernachlässigen dann den Außendruck wieder, von dem Sie zunächst ausgegangen waren, und der gegen das ausströmende Öl wirkt. Wären beide Drücke gleich hoch, dann würde kein Erdöl aus der Bohrung austreten.
Der tatsächliche Ausziehdruck, unter dem das Rohr steht, ist aber jener Druck, der auch das Öl austreten läßt. Die beiden anderen beteiligten Drücke - der Druck des Öls im Untergrund und der Außendruck am Meeresgrund sowie das Eigengewicht des Öls egalisieren sich und enden bei einem Betrag von Null. Zudem wirken die Gewichtskraft und die Reibung einer 8.500 m hohen Erdölsäule in der Bohrung gegen das Ausströmen des Öls.
Der Ausziehdruck, der auf die Bohrgarnitur wirkt, ist also exakt so groß wie der Druck, der n Millionen Liter Erdöl der Viskosität v bei der Temperatur t aus einem Leck mit einem Querschnitt von q austreten läßt. (Obendrein wiegt der BOP-Stack hier ca. 450 t.) Da weder n noch q noch v oder t bekannt sind, halte ich Ihren Denkansatz für gut, aber noch nicht für beantwortbar.
Wäre auch besser für den Aktienkurs.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren