Naturschutz in Tansania Eine Autobahn durch die Serengeti
Durch Afrikas berühmtesten Nationalpark soll eine Schnellstraße gebaut werden – Millionen Tiere wären dann auf der Wanderung von Wasser abgeschnitten.
Es war still vor sechzig Jahren in der Serengeti. Damals kam der Tierarzt und Verhaltensforscher Bernhard Grzimek zum ersten Mal mit seinem Team in die Savanne im Norden Tansanias, die knapp so groß ist wie Nordrhein-Westfalen. Bis in die fünfziger Jahre hatten vor allem europäische Großwildjäger den Tieren dort nachgestellt und viele Arten bis an den Rand der Ausrottung getrieben.
Erst durch den jahrzehntelangen Einsatz Grimeks und dank des bekannten Dokumentarfilms Serengeti darf nicht sterben änderte sich das Bewusstsein. Die Naturschützer brachten Leben zurück in das afrikanische Grasland. Heute ist die Serengeti ein berühmtes Naturreservat – etwa die Hälfte der Fläche ist heute Teil des Nationalparks.
Jetzt aber ist das Erbe Grizmeks bedroht, denn eine Schnellstraße soll quer durch die Serengeti führen – und zwar mitten durch den Nationalpark. Die rund 500 Kilometer lange Straße soll künftig die Stadt Arusha im Osten mit Musoma im Westen von Tansania verbinden. Die Regierung hat mit den Planungen bereits begonnen. Anfang 2011 will sie die Bauarbeiten für den Serengeti-Highway ausschreiben, die Baufahrzeuge sollen ab Anfang 2012 rollen.
Ein General-Management-Plan für den Serengeti-Nationalpark teilt das insgesamt rund 15.000 Quadratkilometer große Gebiet in verschiedene Schutz-Zonen. In jenem Gebiet, durch das die Schnellstraße führen soll, sind nur Straßen erlaubt, die zu Camps führen. Bisher sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen Gewicht verboten. Der Management-Plan wurde allerdings nur von der park-betreibenden Organisation Tanzania National-Parks (TANAPA) unterzeichnet, nicht von der tansanischen Regierung. Damit hat er eher den Status einer Verordnung, denn eines Gesetzes.
Naturschützer warnen vor dem Bau der Straße, denn sie würde das Reservat in Nord- und Süd teilen – etwa zwei Millionen Gnus, Zebras und Antilopen wären von Wasserquellen abgeschnitten. Nur im Norden der Serengeti und dem angrenzenden Naturschutzgebiet Masai Mara in Kenia finden sie in der Trockenzeit Wasser. Deshalb wandern die Tiere in großen Herden Hunderte Kilometer durch die Weite der Wildnis. Ein Naturschauspiel und Touristenspektakel, das unter dem Namen " Great Migration " bekannt ist.
Eine Straße würde diese Wanderungen massiv stören. Nicht nur, dass Gnus, Zebras und Antilopen überfahren werden könnten. Eine Straße würde die Herden ablenken und auf Abwege bringen, sodass sie die lebenswichtigen Wasserstellen nicht rechtzeitig erreichen. Wie verheerend große Straßen für wandernde Tierherden sein können, hat sich vielerorts bereits gezeigt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) , die Tansanias Regierung berät, fürchtet einen Rückgang des Gnubestands von heute 1,3 Millionen auf rund 200.000 Tiere, sollte die Serengeti-Autobahn gebaut werden.
Mit der Serengeti-Straße kämen auch Schwerlaster, die die aufstrebenden zentralafrikanischen Länder mit der Küste verbinden. Durch den Warentransport könnten sich Krankheiten entlang der Straße ausbreiten. Außerdem wäre mit steigendem Verkehrsaufkommen irgendwann ein Zaun nötig. Das würde definitiv das Ende der großen Wanderung bedeuten. Elefanten, Gnus, Zebras würden tausendfach am Zaun verdursten.
- Datum 22.07.2010 - 10:14 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Außerdem sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen Gewicht verboten."
"Mit der Serengeti-Straße kämen auch Schwerlaster, die die aufstrebenden zentralafrikanischen Länder mit der Küste verbinden."
Dies erscheint mir widersprüchlich, es sei denn, die Straße würde indirekt ein höhere Schwerlasteraufkommen außerhalb des Parks begünstigen.
"In jenem Gebiet, durch das die Schnellstraße führen - soll -, sind nur Straßen erlaubt, die zu Camps führen. Außerdem sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen Gewicht verboten."
Daher momentan sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen verboten. So wie ich das hier verstehe, wäre das mit Bau der Schnellstraße Geschichte.
Das 2-Tonnen-Limit ist schon heute in der Praxis etwas absurd. Mit einem PKW kann man die meisten Gebiete dort nicht befahren und die ganzen 4x4-Fahrzeuge samt der üblichen Campingausrüstung wiegen allesamt weit über 2 Tonnen.
Der in Schwarzafrika weit verbreitet Toyota Hilux (4x4-Pickup) bringt es samt Canopy, Dachzelt und üblicher Campingausrüstung beispielsweise auf 2,1 bis 2,4 Tonnen.
Die in Afrika ebenfalls weit verbreitete Mutter aller Geländewagen, der Landrover Defender 110, bring es leer und ohne jede Ausrüstung auch schon auf 2 Tonnen.
Lieber Leser,
unser Autor ist der Frage noch einmal genauer nachgegangen und schreibt dazu:
Das 2-Tonnen-Limit gilt heute schon und wird durch den General-Management-Plan des Nationalparks verboten. Dieser Plan würde eigentlich auch den Bau von Straßen verbieten. Er ist für die Regierung aber nicht bindend. Ein Straßenbau würde also beide "Paragrafen" (2-Tonnen-Limit und Straßenbau) brechen.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
"In jenem Gebiet, durch das die Schnellstraße führen - soll -, sind nur Straßen erlaubt, die zu Camps führen. Außerdem sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen Gewicht verboten."
Daher momentan sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen verboten. So wie ich das hier verstehe, wäre das mit Bau der Schnellstraße Geschichte.
Das 2-Tonnen-Limit ist schon heute in der Praxis etwas absurd. Mit einem PKW kann man die meisten Gebiete dort nicht befahren und die ganzen 4x4-Fahrzeuge samt der üblichen Campingausrüstung wiegen allesamt weit über 2 Tonnen.
Der in Schwarzafrika weit verbreitet Toyota Hilux (4x4-Pickup) bringt es samt Canopy, Dachzelt und üblicher Campingausrüstung beispielsweise auf 2,1 bis 2,4 Tonnen.
Die in Afrika ebenfalls weit verbreitete Mutter aller Geländewagen, der Landrover Defender 110, bring es leer und ohne jede Ausrüstung auch schon auf 2 Tonnen.
Lieber Leser,
unser Autor ist der Frage noch einmal genauer nachgegangen und schreibt dazu:
Das 2-Tonnen-Limit gilt heute schon und wird durch den General-Management-Plan des Nationalparks verboten. Dieser Plan würde eigentlich auch den Bau von Straßen verbieten. Er ist für die Regierung aber nicht bindend. Ein Straßenbau würde also beide "Paragrafen" (2-Tonnen-Limit und Straßenbau) brechen.
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion.
"In jenem Gebiet, durch das die Schnellstraße führen - soll -, sind nur Straßen erlaubt, die zu Camps führen. Außerdem sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen Gewicht verboten."
Daher momentan sind Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen verboten. So wie ich das hier verstehe, wäre das mit Bau der Schnellstraße Geschichte.
Schwieriges Thema. Spontan würde ich auch einem Verbot dieser Straße zuneigen. Aber die Erfahrung zeigt, das Tierschutz praktisch niemals funktioniert, wenn man nicht für ein Auskommen der Menschen vor Ort sorgt, wenn diese Menschen keine Chance auf wirtschaftliche Prosperität haben.
Die angedachte Südroute ist hunderte Kilometer länger und ungefähr doppelt so lang. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen in anderen Ländern, das Straßen nicht zwangsweise große schädliche Auswirkungen haben müssen.
Der komplett asphaltierte Trans-Caprivi-Highway (B8) im Caprivi-Zipfel von Namibia durchtrennt auch natürliche Migrationsrouten vom Süden Angolas und Sambias nach Namibia und zum Okavango, Chobe. Die Auswirkungen sind überschaubar. In der Gesamten Region soll die grenzüberschreitende Naturschutzgebiet "Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area" (KAZA) geschaffen werden (entspricht der Gesamzfläche von Italien). Der durchtrennende Trans-Caprivi-Highway bleibt dabei erhalten. Solange keine neuen Siedlungen durch die Straße entstehen und die Straße nicht eingezäunt wird, bleiben die Auswirkungen auf die Natur überschaubar.
Zum Weiterlesen:
http://www.peaceparks.org... TFCA Kavango-Zambezi.htm
http://www.kazapark.com/
"Aber die Erfahrung zeigt, das Tierschutz praktisch niemals funktioniert, wenn man nicht für ein Auskommen der Menschen vor Ort sorgt, wenn diese Menschen keine Chance auf wirtschaftliche Prosperität haben." Da haben Sie recht. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Tourismus da das Allheilmittel ist. Wirtschaftliche Prosperität wird durch die Infrastruktur gestärkt. Daher sollte man in Tanzania erstmal wichtige wirtshaftliche Regionen mit Asphaltstrassen verbinden (Z.B. Dodoma-Arusha direkt) und sich nicht nur auf ausländischen Tourismus verlassen. Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?
waren sie schon einmal in der serengeti? die serengeti ist nicht nur aufgrund ihres unvergleichlichen tierreichtums einzigartig auf der welt, sondern weil es eines der letzten gebiete ist, das frei zugänglich (nicht eingezäunt) ist. glauben sie mir: nachdem ich ein jahr auf der südhalbkugel auschliesslich in sehr ländlichen gebieten unterwegs war, bin ich davon überzeugt, dass diese "freien" gebiete in den nächsten jahren an sehr viel wert gewinnen werden. langfristig schadet tanzania sich mit einer trasse nur selbst. jeder nationalpark in südafrika ist eingezäunt. die erfahrung in beiden ländern könnte unterschiedlicher nicht sein! zudem: mit einer schnellstrasse geht meist eine besiedlung der region einher, krankheiten, die von haus- auf wildtiere übertragen werden, finden wesentlich leichter zugang. neophyten breiten sich aus. tierarten, die jetzt schon bedroht sind (z.b. geparde, nashörner), kann diese strasse das todesurteil bedeuten. fahren sie hin und schauen sie sich das vor ort an. die serengeti ist eines der letzten paradiese auf dieser erde, die nicht durch den menschen beeinträchtigt sind (oder nur in gerimgem masse). es gibt sicher auch andere, weitsichtigere lösungen wie z.b. die südtrasse.
"Aber die Erfahrung zeigt, das Tierschutz praktisch niemals funktioniert, wenn man nicht für ein Auskommen der Menschen vor Ort sorgt, wenn diese Menschen keine Chance auf wirtschaftliche Prosperität haben." Da haben Sie recht. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Tourismus da das Allheilmittel ist. Wirtschaftliche Prosperität wird durch die Infrastruktur gestärkt. Daher sollte man in Tanzania erstmal wichtige wirtshaftliche Regionen mit Asphaltstrassen verbinden (Z.B. Dodoma-Arusha direkt) und sich nicht nur auf ausländischen Tourismus verlassen. Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?
waren sie schon einmal in der serengeti? die serengeti ist nicht nur aufgrund ihres unvergleichlichen tierreichtums einzigartig auf der welt, sondern weil es eines der letzten gebiete ist, das frei zugänglich (nicht eingezäunt) ist. glauben sie mir: nachdem ich ein jahr auf der südhalbkugel auschliesslich in sehr ländlichen gebieten unterwegs war, bin ich davon überzeugt, dass diese "freien" gebiete in den nächsten jahren an sehr viel wert gewinnen werden. langfristig schadet tanzania sich mit einer trasse nur selbst. jeder nationalpark in südafrika ist eingezäunt. die erfahrung in beiden ländern könnte unterschiedlicher nicht sein! zudem: mit einer schnellstrasse geht meist eine besiedlung der region einher, krankheiten, die von haus- auf wildtiere übertragen werden, finden wesentlich leichter zugang. neophyten breiten sich aus. tierarten, die jetzt schon bedroht sind (z.b. geparde, nashörner), kann diese strasse das todesurteil bedeuten. fahren sie hin und schauen sie sich das vor ort an. die serengeti ist eines der letzten paradiese auf dieser erde, die nicht durch den menschen beeinträchtigt sind (oder nur in gerimgem masse). es gibt sicher auch andere, weitsichtigere lösungen wie z.b. die südtrasse.
Vielleicht könnte man die Strasse konstruieren wie eine Wasserstrasse. Am Anfang alles auf Züge (Transrapid), die auf Hochstrecke transportieren und am Ende wieder abladen. Klar, zu berücksichtigen sinn Kosten, Kapazität, Wirtschaftlichkeit.
Aber es gäbe keine parallelen Niederlassungen und andere Begleiterscheinungen.
"Aber die Erfahrung zeigt, das Tierschutz praktisch niemals funktioniert, wenn man nicht für ein Auskommen der Menschen vor Ort sorgt, wenn diese Menschen keine Chance auf wirtschaftliche Prosperität haben." Da haben Sie recht. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Tourismus da das Allheilmittel ist. Wirtschaftliche Prosperität wird durch die Infrastruktur gestärkt. Daher sollte man in Tanzania erstmal wichtige wirtshaftliche Regionen mit Asphaltstrassen verbinden (Z.B. Dodoma-Arusha direkt) und sich nicht nur auf ausländischen Tourismus verlassen. Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?
Ein Allheilmittel ist Tourismus sicher nicht. Aber Tourismus kann in größerer Zahl Arbeitsplätze für weitgehend ungebildete Bevölkerungsteile schaffen. Das können andere Branchen kaum. Freilich ist der Tourismus eine anfällige Branche.
Aber für die Ansiedlung von verarbeitender Industrie als wirtschaftliche Basis gibt es realistisch betrachtet auf Jahre hin kaum Chancen, weil es in vielerlei Hinsicht an der notwendigen Infrastruktur mangelt (Verkehr, qualifizierte Arbeitskräfte, gesetzliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit, ...). So bleiben leider Tourismus und die Ausbeutung der Bodenschätze wohl noch auf Jahre hin die realistischsten Optionen auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wenn ein Land gut regiert wird - was in Afrika selten der Fall ist - dann ist mit den beiden Standbeinen auch eine Menge möglich. Siehe Botswana.
«Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?»
Das muss man mit ja beantworten - siehe ausbleibende Touristen durch politische Unruhen in Kenia vor 2 Jahren. Die Frage ist, welche Branchen bei einer schweren Ölkrise besser funktionieren?
Ein Allheilmittel ist Tourismus sicher nicht. Aber Tourismus kann in größerer Zahl Arbeitsplätze für weitgehend ungebildete Bevölkerungsteile schaffen. Das können andere Branchen kaum. Freilich ist der Tourismus eine anfällige Branche.
Aber für die Ansiedlung von verarbeitender Industrie als wirtschaftliche Basis gibt es realistisch betrachtet auf Jahre hin kaum Chancen, weil es in vielerlei Hinsicht an der notwendigen Infrastruktur mangelt (Verkehr, qualifizierte Arbeitskräfte, gesetzliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit, ...). So bleiben leider Tourismus und die Ausbeutung der Bodenschätze wohl noch auf Jahre hin die realistischsten Optionen auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wenn ein Land gut regiert wird - was in Afrika selten der Fall ist - dann ist mit den beiden Standbeinen auch eine Menge möglich. Siehe Botswana.
«Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?»
Das muss man mit ja beantworten - siehe ausbleibende Touristen durch politische Unruhen in Kenia vor 2 Jahren. Die Frage ist, welche Branchen bei einer schweren Ölkrise besser funktionieren?
Das 2-Tonnen-Limit ist schon heute in der Praxis etwas absurd. Mit einem PKW kann man die meisten Gebiete dort nicht befahren und die ganzen 4x4-Fahrzeuge samt der üblichen Campingausrüstung wiegen allesamt weit über 2 Tonnen.
Der in Schwarzafrika weit verbreitet Toyota Hilux (4x4-Pickup) bringt es samt Canopy, Dachzelt und üblicher Campingausrüstung beispielsweise auf 2,1 bis 2,4 Tonnen.
Die in Afrika ebenfalls weit verbreitete Mutter aller Geländewagen, der Landrover Defender 110, bring es leer und ohne jede Ausrüstung auch schon auf 2 Tonnen.
Zwei große Containerbahnöfe am Anfang und am Ende.
Ein Allheilmittel ist Tourismus sicher nicht. Aber Tourismus kann in größerer Zahl Arbeitsplätze für weitgehend ungebildete Bevölkerungsteile schaffen. Das können andere Branchen kaum. Freilich ist der Tourismus eine anfällige Branche.
Aber für die Ansiedlung von verarbeitender Industrie als wirtschaftliche Basis gibt es realistisch betrachtet auf Jahre hin kaum Chancen, weil es in vielerlei Hinsicht an der notwendigen Infrastruktur mangelt (Verkehr, qualifizierte Arbeitskräfte, gesetzliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit, ...). So bleiben leider Tourismus und die Ausbeutung der Bodenschätze wohl noch auf Jahre hin die realistischsten Optionen auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wenn ein Land gut regiert wird - was in Afrika selten der Fall ist - dann ist mit den beiden Standbeinen auch eine Menge möglich. Siehe Botswana.
«Was ist denn, wenn im Laufe der Ölkriese Flugtickets zu teuer für all die Pauschaltouristen werden? Werden dann die Tiere wieder gegessen und das Elfenbein vertickt?»
Das muss man mit ja beantworten - siehe ausbleibende Touristen durch politische Unruhen in Kenia vor 2 Jahren. Die Frage ist, welche Branchen bei einer schweren Ölkrise besser funktionieren?
Im Falle einer Kriese wie Sie in Kenia stattgefunden hat würde klarerweise jegliche Industrie Einbussen erfahren. Man sieht aber auch bei bestehender Infrastruktur, Knowledge etc. Ist das Land rasch in der Lage sich von der Kriese zu erholen (siehe Kenia). Tanzania ist ungemein besser ausgestattet als Kenia, was Tourismus angeht. Leider bleibt es nur dabei. Die besten Strassen führen zu den Nationalparks und Kilimanjaro und der Rest bleibt nicht beachtet. Eine Transformation der gewonnenen Gelder, um andere Bereiche zu stärken findet nicht statt.
Im Falle einer Kriese wie Sie in Kenia stattgefunden hat würde klarerweise jegliche Industrie Einbussen erfahren. Man sieht aber auch bei bestehender Infrastruktur, Knowledge etc. Ist das Land rasch in der Lage sich von der Kriese zu erholen (siehe Kenia). Tanzania ist ungemein besser ausgestattet als Kenia, was Tourismus angeht. Leider bleibt es nur dabei. Die besten Strassen führen zu den Nationalparks und Kilimanjaro und der Rest bleibt nicht beachtet. Eine Transformation der gewonnenen Gelder, um andere Bereiche zu stärken findet nicht statt.
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