Hitzewelle Brände vor Moskau gefährden Mensch und Klima
Wochenlange Hitze hat die Torfmoore vor Moskau entzündet. Mit Mühe kämpfen die Menschen gegen die Flammen, die sich nun auch zu einem großen Umweltproblem entwickeln.
Seit Wochen herrschen in Russland Temperaturen zwischen 35 und 38 Grad Celsius. Für die Hauptstadt Moskau ist es der heißeste Juli seit mindestens 130 Jahren, als die Wetterbeobachtung hier begann.
Die extreme Hitze und Trockenheit haben in der Region um Moskau Brände entfacht. Hier brennen aber nicht wie derzeit Tausende Kilometer weiter östlich Wälder, sondern Torfmoore. In den ausgetrockneten Sumpfgebieten rund um die Millionenstadt liefert der Torf reichlich Zunder für die Flammen. Mindestens 18 Menschen sind bisher im Feuer gestorben.
Weil sich die Glut im Moskauer Umland bis tief in den Boden einfrisst, entstehen täglich neue Brände, die nur schwer zu löschen sind. Moskau liegt inzwischen unter einer Dunstglocke aus Rauch und Abgasen, die die Sicht auf Wolkenkratzer vernebelt. Der Sauerstoffgehalt in der Luft ist um bis zu 20 Prozent gesunken. "Es ist, als ob Moskau ins Hochgebirge umgezogen wäre", sagte der Chef des Wetterdienstes, Alexander Frolow.
Komplette Dörfer mit traditionellen Holzhäusern wurden vom Feuer dem Erdboden gleich gemacht. Der russische Präsident Dmitrij Medwedjew, der das Katastrophengebiet besuchte, rief die Armee im Kampf um die Flammen zur Hilfe. Ministerpräsident Wladimir Putin versprach bei seinem Besuch in einem der verwüsteten Dörfer finanzielle und schnelle Hilfe beim Wiederaufbau.
In einem einzigen Dorf der Moskauer Region wurden sechs Leichen entdeckt, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. Drei weitere Menschen starben in der Region Rijasan. In der Region Woronesch, rund 500 Kilometer südwestlich von Moskau, sowie in der Region Nischni-Nowgorod östlich der russischen Hauptstadt starben mindestens sieben Menschen. Allein in dem Dorf Werchnjaja Wereja zerstörten die Flammen innerhalb von 20 Minuten alle 341 Häuser; mehr als 500 Menschen verloren ihr Hab und Gut. Das russische Fernsehen zeigte Aufnahmen einer Straße, in der sämtliche Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt waren. Zwei Feuerwehrleute wurden im Einsatz getötet.
© Esa

Diese Aufnahme wurde von dem Esa-Satelliten Envisat am 29. Juli aufgenommen – sie zeigt die Wald- und Moorbrände östlich von Moskau
Die brennenden Torfmoore sind darüber hinaus ein großes Problem für die Umwelt. Torf besteht aus dicht gepresstem Pflanzenmaterial, das zum Teil über Jahrmillionen im feuchten, sauren Boden konserviert wurde. Diese Pflanzenreste enthalten sehr große Mengen Kohlenstoff . Viele der russischen Moore sind in den vergangenen Jahrzehnten ausgetrocknet – und geben seither große Mengen des Treibhausgases CO 2 ab. Die Brände beschleunigen diesen Prozess, sodass das Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Moor- und Klimaforscher warnen, dass bereits etwa 15 Prozent aller Moore der Erde zerstört und zu Kohlendioxid-Quellen geworden seien, die jedes Jahr rund zwei Gigatonnen CO 2 abgeben.
"Früher in der Sowjetunion wurden die Moore regelmäßig bewässert", sagte Alexander Surkow vom russischen Katastrophenschutzministerium im ZDF heute journal. "Mit dem Torf wurden die umliegenden Kraftwerke befeuert." Heute kümmere sich niemand mehr. Nun fehlt Wasser, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Sie schwelen zum Teil in mehreren Metern Tiefe.
Während die Feuerwehrleute weiter verzweifelt versuchen gegen die Flammen anzukämpfen, hat der Katastrophenschutzminister Schoigu den Betroffenen rasche Entschädigungen zugesichert. Sie sollen jeweils 200.000 Rubel (5000 Euro) und damit das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Summe erhalten. Präsident Medwedjew wies die Regierung an, die Maßnahmen zur Brandbekämpfung zu verbessern und Hilfen für den Wiederaufbau bereitzustellen. Auch das Verteidigungsministerium soll bei der Brandbekämpfung helfen.
Allerdings sehen Katastrophenschützer derzeit nur einen Ausweg: Erst wenn es beginnt anhaltend zu regnen, könnten die Brände gelöscht werden. Bislang ist ein solcher Wetterumschwung jedoch nicht absehbar.
- Datum 30.07.2010 - 17:01 Uhr
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- Quelle AFP
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Heute geht es um vernünftige Ausnutzung der Erfahrungen aus ganzer Welt. In allem. Es geht um Begrenzung der menschlichen Auseinandersetzung mit der Natur. Vielleicht werden solche Probleme den Putin belehren.
Kriegt Hr. Sauerland nach einem möglichen Rücktritt eine Pension?
Wie glaubwürdig ist Hr. Kachelmann?
Schade, dass so eine gewaltige Naturkatastrophe hinter diesen sicherlich auch wichtigen Fragen fast verschwindet.
Es ist entsetzlich, vor dem Feuer weg zu laufen und dann obdachlos zu sein.
Ich wünsche einen schönen Abend.
.....wieso Sauerland, Kachelmann oder gar lächerliches Zeug wie Fußballspiele so wichtige Themen, wie den Brand der Taiga an den Rand der Wahrnehmung drängen. Während dieser Brand des Torfs bzw das Auftauen der Permafrostböden apokalyptisch aus dem Datennebel winkt, bedauern Sie ein paar Wenige, die nun zufällig als erste betroffen sind. So scheint es oft die Herz-Schmerz Anekdote zu sein, die uns packt und nicht die anonyme Kraft, die uns allgemein bedroht.
.....wieso Sauerland, Kachelmann oder gar lächerliches Zeug wie Fußballspiele so wichtige Themen, wie den Brand der Taiga an den Rand der Wahrnehmung drängen. Während dieser Brand des Torfs bzw das Auftauen der Permafrostböden apokalyptisch aus dem Datennebel winkt, bedauern Sie ein paar Wenige, die nun zufällig als erste betroffen sind. So scheint es oft die Herz-Schmerz Anekdote zu sein, die uns packt und nicht die anonyme Kraft, die uns allgemein bedroht.
Stimmt. Es ist doch Showpolitik. Was nun?
Was nun?
Vielleicht die Show genießen?
.....wieso Sauerland, Kachelmann oder gar lächerliches Zeug wie Fußballspiele so wichtige Themen, wie den Brand der Taiga an den Rand der Wahrnehmung drängen. Während dieser Brand des Torfs bzw das Auftauen der Permafrostböden apokalyptisch aus dem Datennebel winkt, bedauern Sie ein paar Wenige, die nun zufällig als erste betroffen sind. So scheint es oft die Herz-Schmerz Anekdote zu sein, die uns packt und nicht die anonyme Kraft, die uns allgemein bedroht.
Wenn Ich Sie richtig verstehe,ist aus Ihrer Sicht alles nicht so schlimm für diese Menschen, weil es eh noch schlimmer kommt? Das wollen die Betroffenen,die jetzt Not leiden, sicherlich nicht hören. In letzter Konsequenz würde das bedeuten, dass alles sinnlos ist, weil irgendwann vielleicht der große Klimaschock eintritt. Da überzeugen Sie mich nicht.
Wenn Ich Sie richtig verstehe,ist aus Ihrer Sicht alles nicht so schlimm für diese Menschen, weil es eh noch schlimmer kommt? Das wollen die Betroffenen,die jetzt Not leiden, sicherlich nicht hören. In letzter Konsequenz würde das bedeuten, dass alles sinnlos ist, weil irgendwann vielleicht der große Klimaschock eintritt. Da überzeugen Sie mich nicht.
Wenn Ich Sie richtig verstehe,ist aus Ihrer Sicht alles nicht so schlimm für diese Menschen, weil es eh noch schlimmer kommt? Das wollen die Betroffenen,die jetzt Not leiden, sicherlich nicht hören. In letzter Konsequenz würde das bedeuten, dass alles sinnlos ist, weil irgendwann vielleicht der große Klimaschock eintritt. Da überzeugen Sie mich nicht.
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