Datenpannen Weltklimarat wird zum Reformprojekt
Fehlerhafte Daten, gehackte E-Mails: Die Zweifel am IPCC waren enorm. Nun bilanzierten die UN: Seine Arbeit sei richtig, seine Glaubwürdigkeit aber müsse gestärkt werden.
Die Pannenserie bleibt nicht ohne Folgen: Der Weltklimarat (IPCC) muss neu strukturiert werden . Zu diesem Fazit kommt eine internationale Expertenkommission, die von den Vereinten Nationen (UN) eingesetzt worden war und nun ihren Bericht vorgelegt hat. Darin empfehlen sie eine "fundamentale Reform" des IPCC, um seine wissenschaftlichen Standards und die Organisationsstruktur zu stärken sowie seine Glaubwürdigkeit zu erhöhen .
In ihrem Gutachten empfehlen die Experten die Ausarbeitung strengerer Richtlinien für den Umgang mit Daten zum Klimawandel sowie die Einrichtung eines dauerhaften Exekutivkomitees an der Spitze des IPCC. Dadurch solle das Sekretariat in Genf verstärkt und aufgewertet werden. Der federführende Gutachter Harold Shapiro schlug dem Klimarat auch vor, ein Führungsteam zu berufen, das rund ums Jahr für den Rat sprechen könne. Die nur einmal jährlich stattfindenden Plenarsitzungen reichten einfach nicht aus, um die Öffentlichkeit zu informieren.
Erforderlich sei in Zukunft auch, so Shapiro, dass die Mitglieder der IPCC-Führung auf mögliche Interessenkonflikte geprüft sowie die Amtszeiten des Vorsitzenden verkürzt werden; das bisherige Maximum von zwei Amtszeiten zu je sechs Jahren sei zu lang.
Die letzten beiden Punkte nehmen Bezug auf den gegenwärtigen IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri . Dem Inder waren unter anderem Interessenkonflikte vorgeworfen worden, weil der neben seinem Teilzeitamt beim Klimarat noch Geschäftskontakte im Umweltbereich pflegte. Trotz der deutlichen Kritik will Pachauri sein Amt zunächst behalten. Allerdings sollen die Mitgliedsstaaten des IPCC über seinen weiteren Verbleib entscheiden.
Der Weltklimarat war unter anderem in die Kritik geraten , weil sein Bericht von 2007 falsche Angaben zu den Gletschern im Himalaya-Gebirge enthielt. Demnach könnten die Gletscher bis zum Jahr 2035 verschwunden sein. Eine Untersuchung ergab, dass dies in keiner Weise wissenschaftlich fundiert war. Auch andere Detailangaben hatten sich als falsch oder zumindest unbegründet erwiesen.
Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Hacker zudem Tausende interne E-Mails von Forschern der britischen Universität von East Anglia im Internet. Nach Lesart von Kritikern legte der interne E-Mail-Austausch von Klimaforschern den Verdacht nahe, die UN-Klimafachleute könnten gezielt Daten selektiert haben, um die These vom menschenverursachten Klimawandel zu stützen.
Diesen Vorwurf der gezielten Manipulation wies die UN-Untersuchungskommission nun zurück. Allerdings empfahl es ausdrücklich, dass künftig in den IPCC-Berichten auch abweichende wissenschaftliche Ansichten dargestellt werden sollten.
In ihrem Gutachten unterstreichen die Experten zugleich, dass die Schlussfolgerungen des IPCC zu Erderwärmung und Klimawandel grundsätzlich richtig seien und die Arbeit des Gremiums "im Grundsatz erfolgreich" sei. Mängel bei internen Richtlinien und Organisation hätten allerdings dazu geführt, dass die gesamte Arbeit des Klimarats in Misskredit geraten sei.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte das Ergebnis und dankte den Gutachtern für die unabhängige Untersuchung. Angesichts der enormen Herausforderung durch den Klimawandel glaube er, "dass die Welt die bestmöglichen Prognosen von einem Klimarat erhalten muss, der über jeden Zweifel an seiner Professionalität, Objektivität und Durchsichtigkeit erhaben ist".
- Datum 30.08.2010 - 20:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 28
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Also doch alles halb so wild ? Und ab morgen kann wieder munter vom Weltuntergang geschwafelt werden? Gähn...
Wenn man ein wenig Ahnung von Datenverarbeitung, Darstellungen und Statistik hat dann kann man anhand der Daten erkennen das vielen nicht ganz zusammen passt wie es dargestellt wird.
Und wenn mann dann noch ein bissel Ahnung von der Weltklimageschichte und Klimatologie hat, dann sieht man das alles nicht mehr so wild... So ist das leben!
Der Mensch denk nur leider immer im Mittelpunkt stehen zu müssen.
Wenn man ein wenig Ahnung von Datenverarbeitung, Darstellungen und Statistik hat dann kann man anhand der Daten erkennen das vielen nicht ganz zusammen passt wie es dargestellt wird.
Und wenn mann dann noch ein bissel Ahnung von der Weltklimageschichte und Klimatologie hat, dann sieht man das alles nicht mehr so wild... So ist das leben!
Der Mensch denk nur leider immer im Mittelpunkt stehen zu müssen.
Man stelle sich einmal vor, daß sich im Laufe der kommenden Jahre heraustellt, daß CO2 nicht die entscheidende
Ursache für Klimaerwärumungen war und ist. Wofür durchaus
eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht.
Dann werden der deutsche Übereifer zur CO2 Verhinderung, dem
deutsche Institute und politische Entscheider fröhnen, der Bevölkerung einiges erklären müssen. Jährlich fallen dafür schon
heute Milliarden an, die der Bevölkerung entzogen
werden.
Bei einer Neuformierung des Weltklimarats kann kein Herr Pachauri mehr dabei sein.
wenn unabhängig festgestellt wurde, dass alles seine grundsätzliche richtigkeit hat, bin ich jetzt wirklich beruhigt.
nun säuft holland doch ab.
Die nur einmal jährlich stattfindenden Plenarsitzungen reichten einfach nicht aus, "um die Öffentlichkeit zu informieren." ich würde diesen Halbsatz spezifizieren wollen in:"um die Öffentlichkeit zu alarmieren." passt besser. Und da
man trotz Datenmanipulation genau richtig liegt kann man ja auch nichts falsch machen! Das diese Idioten ihren Mist verzapfen kann ich nicht ändern, aber dass für diesen Unsinn abermilliarden Steuergelder versenkt werden bringt mich einfach nur noch zur Weißglut!
Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit ernsthaften Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit ernsthaften Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
Abweichende Ansichten zum Klimawandel werden in den Modellen des Ipcc-berichts bereits eingebaut , deswegen gibt es eine grosse Varianz in den veröffentlichten Szenarien . Wo kämen wir dahin , wenn beispielsweise die Widerlegung des atmosphärischen Treibhauseffektes von Tscheuschner/Gerlich im IPCC Bericht erscheinen würde . ....?? .....
Richtig , die Glaubwürdigkeit wäre erst recht eine Lachnummer.
Es gibt keine anerkannte wiss.Arbeit , welche das Fazit des IPCC-Berichts in Frage stellt , es gibt lediglich Detaildiskussionen .
Bei dieser Berichterstattung bleibt mir nur der Verdacht , dass ein Teil der Journalisten auf die Tricks der marktradikalen Alt-und Neokonservativen reingefallen sind oder sind selbst welche .
Schade !!!
...in dem Absatz über Rajendra Pachauri zu erwähnen, dass an den Vorwürfen nix dran ist:
http://climateprogress.or...
Man hätte z.B. erwähnen können, dass insbesondere der Journalist des Sunday Telegraph seine Story nicht mit Pachauri gegengecheckt hatte, dass er sich weigerte, die Story zu korrigieren und dass sich der Sunday Telegraph erst nach einer kostspieligen Klage zu einer Entschuldigung bequemte.
Zugegeben. Es macht natürlich mehr Spaß, in dem Absatz durch die Blume anklingen zu lassen, dass an den Vorwürfen ja doch was dran wäre.
Achja, wir werden es solange wiederholen bis irgendwann die Dummen es glauben!
Nun denn, die kältesten Winter in Südamerika und eigentlich überall auf der Welt, heute war es ende August grade mal gefühlte 10°C, ja im unserem Sommer, aber ist klar die Erde wird wärmer weil wir den Menschen irgendwie noch das Geld aus der Tasche holen müssen...
Hier muss man immer und immer wieder eine Grenze ziehen zwischen Wetter (dem, was jetzt tatsächlich passiert: Regen, Trockenheit, Dürre, Hitze, Kälte,..) und Klima (dem, was langfristige Messungen und Statistiken ergeben). Ich dachte das wäre irgendwann einmal deutlich. In einer Statistik, in einer Messung gibt es Ausreißer nach oben und nach unten, auch beim Klima.
Wahrscheinlich ist das zu Abstrakt, um ins Bewusstsein zu heben um was es eigentlich geht. Wir machen mit der exzessiven Verbrennung fossiler Brennstoffe einen Prozess rückgängig, an dessen Ende ein Absterben der Meere sowie Lebensbedingungen stehen, unter denen der Mensch nur schwerlich leben kann. Natürlich wird das noch eine Weile dauern, aber wir tragen Verantwortung für das was nach uns kommt.
Es geht hier nicht um "Glauben", sondern es geht um wissenschaftliche Erkenntnisse, um Wissen. Wissen zu erlangen ist schwieriger und mühseliger, aber man kann ja auch glauben, dass vom Menschen produzierte CO2 in der Atmosphäre keinerlei Auswirkungen hat. Seriöse Wissenschaftler und Institute behaupten etwas anderes: auf der Basis von verfizierten Theorien, Daten, Studien, Empirie.
Ich empfehle Ihnen die Dokumentation "Reqiuem für einen Rohstoff", dazu etwas naturwissenschaftliche Literatur und weniger Verschwörungstheorien.
Hier muss man immer und immer wieder eine Grenze ziehen zwischen Wetter (dem, was jetzt tatsächlich passiert: Regen, Trockenheit, Dürre, Hitze, Kälte,..) und Klima (dem, was langfristige Messungen und Statistiken ergeben). Ich dachte das wäre irgendwann einmal deutlich. In einer Statistik, in einer Messung gibt es Ausreißer nach oben und nach unten, auch beim Klima.
Wahrscheinlich ist das zu Abstrakt, um ins Bewusstsein zu heben um was es eigentlich geht. Wir machen mit der exzessiven Verbrennung fossiler Brennstoffe einen Prozess rückgängig, an dessen Ende ein Absterben der Meere sowie Lebensbedingungen stehen, unter denen der Mensch nur schwerlich leben kann. Natürlich wird das noch eine Weile dauern, aber wir tragen Verantwortung für das was nach uns kommt.
Es geht hier nicht um "Glauben", sondern es geht um wissenschaftliche Erkenntnisse, um Wissen. Wissen zu erlangen ist schwieriger und mühseliger, aber man kann ja auch glauben, dass vom Menschen produzierte CO2 in der Atmosphäre keinerlei Auswirkungen hat. Seriöse Wissenschaftler und Institute behaupten etwas anderes: auf der Basis von verfizierten Theorien, Daten, Studien, Empirie.
Ich empfehle Ihnen die Dokumentation "Reqiuem für einen Rohstoff", dazu etwas naturwissenschaftliche Literatur und weniger Verschwörungstheorien.
Wenn man ein wenig Ahnung von Datenverarbeitung, Darstellungen und Statistik hat dann kann man anhand der Daten erkennen das vielen nicht ganz zusammen passt wie es dargestellt wird.
Und wenn mann dann noch ein bissel Ahnung von der Weltklimageschichte und Klimatologie hat, dann sieht man das alles nicht mehr so wild... So ist das leben!
Der Mensch denk nur leider immer im Mittelpunkt stehen zu müssen.
Liebe GeoStudentin, ich kann Ihren jugendlichen Übereifer und die Anbetung des Professors verstehen, nachvollziehen aber so ganz verstanden habe Ihre Ausführungen nicht. Besonders der Punkt zum Weltklimageschehen interessiert doch; vor allem im Hinblick darauf das ich nicht mehr der Mittelpunkt der Erde bin. Könnten Sie das präzisieren?
Liebe GeoStudentin, ich kann Ihren jugendlichen Übereifer und die Anbetung des Professors verstehen, nachvollziehen aber so ganz verstanden habe Ihre Ausführungen nicht. Besonders der Punkt zum Weltklimageschehen interessiert doch; vor allem im Hinblick darauf das ich nicht mehr der Mittelpunkt der Erde bin. Könnten Sie das präzisieren?
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