Sind die Katastrophen Vorboten des Klimawandels?
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Doch in diesem Jahr war der Monsunregen in einigen Regionen viel heftiger als sonst, vor allem im Norden Pakistans und im Nordwesten Indiens. Mancherorts fiel im Juli das Drei- bis Zehnfache der durchschnittlichen Regenmenge. Der Wissenschaftler Ashfaq ist zwar etwas zurückhaltend, was den mutmaßlichen Zusammenhang zwischen der russischen Hitzewelle und dem Monsunregen angeht, aber auch er hält die Verbindung für denkbar: "Die Hitze der Landoberfläche in Russland kann die Position des Jet Streams beeinflussen – und umgekehrt." Die heftigen Regenfälle in Nordchina, die dort kürzlich Erdrutsche auslösten, könnten ebenfalls etwas mit der raren Blockade der Luftströmung zu tun gehabt haben.
Intensiviert wurde das Wettergeschehen außerdem vom Pazifik her. Dort regiert seit Juli "La Niña". Das bedeutet, dass der tropische Pazifik mehr als ein halbes Grad Celsius kühler ist als üblicherweise in der Jahreszeit. Zu den Folgen zählen Trockenheit in Südamerika und Nässe am Westpazifik. Diese Umstände begünstigten laut Ashfaq und anderen Fachleuten, zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst, dass der südasiatische Monsun kräftiger wurde als sonst.
Einzelne Wissenschaftler haben die aktuellen Unwetter zum Vorgeschmack dessen erklärt, was in Zukunft die globale Erwärmung häufiger bringen könnte. Andere finden das verfrüht und verweisen auf den launischen Charakter des Wetters – und darauf, dass Wetter und Klima zwei Dinge seien.
Auch Moetasim Ashfaq hat sich mit dem Einfluss des Klimawandels beschäftigt. Zusammen mit Kollegen in den USA und China berechnete er zum Beispiel 2008 in einem Computermodell, wie sich der Monsun in Zukunft entwickeln könnte. Demnach würde die globale Erwärmung den Monsunregen in Pakistan gegen Ende des 21. Jahrhunderts möglicherweise abschwächen. Die Unsicherheit in den Rechnungen sei aber noch groß, berichtet der Physiker. Außerdem weise der Monsun von Jahr zu Jahr starke Schwankungen auf. Ashfaq erinnert sich an seine Studienzeit in Pakistan: In den Jahren 1999 bis 2001 habe das Land unter einer Dürre gelitten, weil der Monsunregen schwächer war als sonst. Es gebe allerdings globale Vorhersagen, wonach extreme Wetterereignisse im Laufe des 21. Jahrhunderts häufiger werden könnten.
Dass die heftigen Regenfälle in Pakistan zu einem Desaster so großen Ausmaßes führten, lässt sich mit der Armut und mit Entwicklungsfehlern erklären. In den letzten 50 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl des Landes vervierfacht: Im Jahr 2010 lebten dort nach einer offiziellen Schätzung schon mehr als 170 Millionen Menschen. Um sie zu ernähren, wird immer mehr Landwirtschaft betrieben. So hat auch die Bewässerung von Agrarflächen in den Flussebenen zugenommen. Das Wassermanagement – etwa die Wartung von Entwässerungskanälen und Deichen – hält mit den wachsenden Anforderungen jedoch nicht Schritt.
- Der Spendenappell
-
Zahlreiche Hilfsorganisationen rufen zu Spenden für die Opfer der Flut in Pakistan auf. Wer Geld geben möchte, kann seine Spende mit dem Stichwort "Pakistan" oder "Fluthilfe Pakistan" versehen. Dann ist die Spende zweckgebunden, darf also nur in Pakistan oder, im zweiten Fall, für die Flutopfer verwendet werden. Hilfsorganisationen bevorzugen jedoch häufig zweckungebundene Spenden, um die Gelder flexibler einsetzen zu können.
Hier können Sie spenden:
Aktion Deutschland hilft: Spendenkonto 102030; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500;
Kennwort: Flut Pakistan. Online-Spenden nimmt das Bündnis mehrerer Hilfsorganisationen hier entgegen.Ärzte ohne Grenzen: Spendenkonto 97097; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500. Online-Spenden nimmt die Organisation hier entgegen.
Caritas international Freiburg: Spendenkonto 202; Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe; BLZ 66020500; Online-Spenden hier
Deutsches Rotes Kreuz: Spendenkonto 414141; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500; Online-Spenden hier
Deutsche Welthungerhilfe e.V.: Kontonummer 1115; Sparkasse Köln-Bonn; BLZ 37050198; Online-Spenden hier
Diakonie Katastrophenhilfe: Kontonummer 502707; Postbank Stuttgart; BLZ 60010070; Online-Spenden hier.
Kindernothilfe: Kontonummer 454540; KD-Bank eG; BLZ 35060190
medico international: Kontonummer 1800; Frankfurter Sparkasse; BLZ 50050201; Online-Spenden hier
Misereor: Kontonummer 101010; Pax-Bank Aachen; BLZ 37060193; Online-Spenden hier
Oxfam: Spendenkonto 131313; Bank für Sozialwirtschaft Köln; BLZ 37020500; Online-Spenden hier
Unicef: Kontonummer 300.000; Bank für Sozialwirtschaft Köln; BLZ 37020500
Save the Children: Spendenkonto 929; Bank für Sozialwirtschaft Berlin; BLZ 10020500; Online-Spenden hier
Shelter Now Germany: Konto 25 23 058; Norddeutsche Landesbank Hannover; BLZ 250 500 00
UNO-Flüchtlingshilfe: Konto 2000 8850; Sparkasse Köln-Bonn; BLZ 37050198
Das World Food Programme der Vereinten Nationen erbittet Spenden per Online-Formular hier.
- Datum 13.08.2010 - 16:29 Uhr
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Ein interessanter Artikel. Offenbart er doch, dass wir Menschen immer noch recht beschränkte Wesen sind, die kaum etwas wissen. Das fehlende Wissen wird dann mit Glauben ersetzt. Schließlich ist die Situation ausgelieferter Unwissenheit unerträglich, da hilft sich die menschliche Phantasie.
Empfindet der Mensch etwas als bedrohlich, wird er schnell zum Tier.
Man beobachte nur mal, was passiert, wenn irgendwo ein Mensch eine ansteckende schlimme Krankheit haben soll. Wenn der Anteil vernunftbegabter Menschen klein ist, kann das bis zum Mord am Erkrankten führen, so als Pandemieprophylaxe in Eigenregie des Mobs.
Im Mittelalter konnte man am Hexenphänomen gut beobachten, wie grausam Menschen zu ihrem Nachbarn werden können, wenn Charlatane einen Zusammenhang zwischen rothaarigen Frauen und Wetterkapriolen behaupteten.
Was hat das nun mit aktuellen Wetterphänomenen zu tun?
Wir beobachten Änderungen es Wetters. Dann wird heute jede Naturkatastrophe irgendwo in der Welt ins abendliche Wohnzimmer gefunkt. Vor 100 Jahren hätten wir weder Feuer in Russland noch Überschwemmungen in Pakistan zur Kenntnis genommen.
Daraus entsteht Angst. Fehlendes Wissen wird durch Glauben ersetzt. Und schon muss nur irgendwer irgendeinen Universalschuldigen in den Raum stellen, dann verhalten sich eigentlich intelligente Menschen plötzlich wieder wie mittelalterliche Inquisitoren.
Die ganze Klimadebatte sagt mehr über unsere kollektive Psyche aus, als über das mögliche Wetter in 50 Jahren.
diese hängen nun auch noch zusammen. ansonsten haben Sie mit Ihrem Beitrag ja durchaus recht - was die Vergangenheit betrifft. Und sicher sind bzw. wären wir heutigen hier immer noch anfällig für dieses Verhalten, so denn die Bedingungen dafür gegeben sind.
Diese scheinen hier aber eben nicht gegeben zu sein - und sie tun so, als ob es hier so wäre.
Sollte dieses Phänomän auch für hier zutreffen, hier also für die Klimaerwärmung bzw. die anthropogene für uns dann negative Klimbeeinflussung, dann müssten Sie schon darstellen, dass und warum dem nicht so ist. Sicher, dass hier nicht alles glasklar ist, das steht heute auch in jeder Zeitung. Hier steht ja eben gerade, dass hier der Jet-Stream und weniger die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Man hat also rationale Erklärungsansätze, die mehr oder weniger stimmig sind - da wird also nichts mystifiziert.
Und deshalb versucht man hier eben auch nicht anderen, ohne jedwede Rationalität, die Schuld dafür zu geben und diese zu bestrafen. Man hat und diskutiert hier Lösungsansätze zur Techniken und Verhaltensänderungen bei sehr Vielen und prinzipiell fast allen Menschen.
Ihrer Logik folgend - das aus faktisch richtigen Argumenten auch ein faktisch richtiger Schluss folgen muss - möchte ich gerne den 100-jährigen Bauernkalender zitieren: ''Scheint die Sonnne im Mai, ist der Winter bald vorbei!''
diese hängen nun auch noch zusammen. ansonsten haben Sie mit Ihrem Beitrag ja durchaus recht - was die Vergangenheit betrifft. Und sicher sind bzw. wären wir heutigen hier immer noch anfällig für dieses Verhalten, so denn die Bedingungen dafür gegeben sind.
Diese scheinen hier aber eben nicht gegeben zu sein - und sie tun so, als ob es hier so wäre.
Sollte dieses Phänomän auch für hier zutreffen, hier also für die Klimaerwärmung bzw. die anthropogene für uns dann negative Klimbeeinflussung, dann müssten Sie schon darstellen, dass und warum dem nicht so ist. Sicher, dass hier nicht alles glasklar ist, das steht heute auch in jeder Zeitung. Hier steht ja eben gerade, dass hier der Jet-Stream und weniger die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Man hat also rationale Erklärungsansätze, die mehr oder weniger stimmig sind - da wird also nichts mystifiziert.
Und deshalb versucht man hier eben auch nicht anderen, ohne jedwede Rationalität, die Schuld dafür zu geben und diese zu bestrafen. Man hat und diskutiert hier Lösungsansätze zur Techniken und Verhaltensänderungen bei sehr Vielen und prinzipiell fast allen Menschen.
Ihrer Logik folgend - das aus faktisch richtigen Argumenten auch ein faktisch richtiger Schluss folgen muss - möchte ich gerne den 100-jährigen Bauernkalender zitieren: ''Scheint die Sonnne im Mai, ist der Winter bald vorbei!''
Schließlich gibt es hochoffizielle Experimente mit Beschuss der Ionosphäre durch ein Gerät mit Namen HAARP. Es steht in Alaska und hat noch Ableger auf anderen Kontinenten. Haben diese Leute nichts Vernünftigeres zu tun? Und könnten sie vielleicht mal damit anfangen, diese Anlagen zum Nutzen der Erde zu verwenden?
Moin,
zuHAARP findet man hier mehr:
http://tinyurl.com/3ympyw6
CU
Moin,
zuHAARP findet man hier mehr:
http://tinyurl.com/3ympyw6
CU
...kommt dieser Forscher auch aus den USA. Ausgerechnet dem Land, das von Klimaschutz nichts mehr wissen will.
Das Desaster kann man beliebig charakterisieren. Mit absoluter Sicherheit ist es das nicht, was im Artikel steht: "Ein HUMANITÄRES Desaster … ". Humanitär bedeutet "wohltätig, menschenfreundlich etc.".
Humanitär bedeutet ja nur, dass es mit Humanität zu tun hat, in welcher Richtung auch immer.
Wenn man diese Katastrophe hingegen als human bezeichnen würde, dann wäre man wirklich auf dem falschen Dampfer.
Humanitär bedeutet ja nur, dass es mit Humanität zu tun hat, in welcher Richtung auch immer.
Wenn man diese Katastrophe hingegen als human bezeichnen würde, dann wäre man wirklich auf dem falschen Dampfer.
Meine Vermutung fand ich auch bestätigt -- nicht auf einer der üblichen verdächtigen Websites, sondern auf
http://www.dailymail.co.u...
Humanitär bedeutet ja nur, dass es mit Humanität zu tun hat, in welcher Richtung auch immer.
Wenn man diese Katastrophe hingegen als human bezeichnen würde, dann wäre man wirklich auf dem falschen Dampfer.
Na, endlich auch einmal einen Artikel ohne die angeblich von Menschen zu verantwortende globale Erwärmung per CO2.
Ein echter Fortschritt bei der ZEIT.
Machen Sie so weiter.
Die kritischen Leser werden es Ihnen danken.
@faustus34 das ist ja wunderbar, dann könenn wir ja so weitermachen wie bisher. Wird schon gutgehen, falls nicht können wir ja immernoch sagen, dass es in der Erdgeschichte schonimmer zu Schwankungen kam? Haben Sie endlich die Story der Öllobby brav gefressen?
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