Müllexport Brasiliens Behörden entdecken illegalen Müll aus Hamburg
Illegaler Abfall ist aus Hamburg nach Brasilien verschifft worden. Die Behörden dort haben eine Frist gesetzt: Der Müll soll binnen weniger Tage zurück nach Deutschland.
© Mauricio Lima/AFP/Getty Images

Auch aus anderen Ländern kam bereits illegal importierter Hausmüll nach Brasilien. Diese Ladung stammt aus Großbritannien
Gekennzeichnet war die Ladung als zu recycelnder Polyethylen-Kunststoff, tatsächlich aber handelte es um 22 Tonnen Hausabfälle. Angaben des staatlichen Umweltinstitutes Ibama zufolge kam der Müll bereits in der vergangenen Woche mit einem Schiff der chinesischen Hanjin Shipping im Bundesstaat Rio Grande do Sul an. Exporteur ist demnach das Hongkonger Unternehmen Dashan. In den Ladepapieren stehe, dass das Material aus Tschechien stamme und für die brasilianische Firma Recoplast bestimmt sei. Nach dem Recycling sollte der Kunststoff verkauft werden.
Ibama-Präsident Abelardo Bayma sagte, die Verschiffung des Mülls verstoße gegen die Baseler Konvention von 1989, die Kontrollmechanismen für den Transport gefährlicher Abfälle vorsehe. "Der Verstoß gegen internationale Abkommen ist ein Affront gegen die Unterzeichnerstaaten und in diesem Fall eine Missachtung Brasiliens und der brasilianischen Gesellschaft." Tatsächlich zählt Haushaltsmüll laut der Vereinbarung zur Gruppe von Abfällen, "die besonderer Prüfung bedürfen".
Die brasilianischen Behörden setzten eine Frist von zehn Tagen für den Rücktransport des Abfalls nach Deutschland. Bereits im vergangenen Sommer hatten sie knapp 1500 Tonnen illegal eingeführten Haushaltsmülls aus Großbritannien beschlagnahmt, darunter Spritzen, Kondome und Windeln sowie Batterien, Essensreste und Kleidung. Auch damals war der Müll falsch als Plastik deklariert gewesen, das in dem südamerikanischen Land hätte recycelt werden sollen.
- Datum 18.08.2010 - 07:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 13
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....den Haushaltsmüll brav sortiert.
Es wird interessant sein zu sehen, ob der Staatsanwalt etwas tut oder ob das einfach in einer Schublade verschwindet. Kann natürlich sein, dass es Privatpersonen strafrechtlich nicht untersagt ist internationale Verträge zu unterlaufen. Aber auch das wäre interessant. Warten wir ab.
sendete gestern Abend eine höchst interessante Doku zum Thema über Italien, Müll, Mafia.
http://videos.arte.tv/de/...
Mich würde ja nicht mal ein bißchen überraschen, wenn es in Deutschland ähnliche Strukturen gäbe - mit dem anzunehmenden Unterschied, daß bei der illegalen Entsorgung von hochtoxischem Müll arme Länder bevorzugt werden. In Italien passiert das ja innerhalb des Landes und die Mafia verdient darin gleich mehrfach, nämlich mit der Erstentsorgung, mit der Verwandlung hochtoxischer Schlämme in 'Dünger' und dessen Verkauf und nun wohl auch noch bei der Sanierung.
da werden alle möglichen Namen genannt, aber wer diesen Transportinitiiert hat ist nicht bekannt ? oder soll der Öffentlichkeit verschwiegen werden ??
Galt Hamburg wirklich mal als der Ort mit den ehrlichen Kaufleuten - alles Geschichte - es wird nur noch getrixt - gelogen - betrogen auf Teufel komm raus. Schüttet den Dreck dem Mann einfach in den Garten - oder gleich vor die Haustür
[...] Achten Sie bitte auf eine respektvolle Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh
Gut, dass die Behoerden aufpassen und diesen Müll sofort an den/die Absender zurueckschicken.
Ob da noch staatsanwaltlich interveniert wird - ich glaube das inzwischen nicht mehr. Wahrscheinlich eher für viel Geld unter den Teppich gekehrt.
Das ist was die Brasilianer machen sollten, diese Gauner verhaften. Händler sind überall korrupt, solange das Geld stimmt, ist alles in Ordnung.
@Dame.von.welt: Meine schöne Dame, Brasilien ist kein armes Land mehr.
@joG: Sicherlich werden Köpfe rollen, die IBAMA ist eine sehr strenge Institution
das sollten sie, aber die Köpfe der Mafia haben Geld und "Guten Rat"
zur Seite.
In Brasilien werden ein paar Kleine eingesperrt und dann
muß die Staatsanwaltschaft in D erst einmal herausfinden, wer
den Müll nach Brasilien verschifft hat und aus welchem Land.
Brasilien ist das Land der Zukunft mit den größten Öl Lagerstätten
der Welt.
Allerdings ist es auch ein großes Land, in dem sich immer noch
ein versteckter Ort findet, um den Müll abzuladen.
Für die Klarierung und Entladung im Hafen war "Bimbes" wohl das Zauberwort.
verhaften!
Brasilien ist kein armes Land, es gibt aber große Armut. Ok?http://www.leelau.net/chai/images/Brazil/saoconrado.jpg
Ich dachte auch in erster Linie an die Exporte von Elektroschrott und Giftmüll nach Afrika und Asien, beispielhaft an den Fall Trafigura und dessen mangelhaftes Nachspiel, unglaublich!
http://www.spiegel.de/pol... http://www.n-tv.de/panora... http://www.taz.de/1/archi...
'BASLER KONVENTION
Das internationale Übereinkommen aus dem Jahr 1992 verbietet die Ausfuhr gefährlicher Abfälle aus OECD-Staaten in Entwicklungsländer. Doch es wird regelmäßig gebrochen: 2006 ergab eine Studie in den größten europäischen Seehäfen, dass die Hälfte aller kontrollierten Müllexporte illegal war.
DAS SCHMUTZIGE MILLIARDENGESCHÄFT
Der internationale Müllschmuggel ist lukrativ: Allein in Italien soll die Mafia im Jahr 2005 mindestens 4,2 Milliarden Euro mit dem illegalen Export von Gewerbeabfällen verdient haben. Für die Schieber sind die Risiken überschaubar, die Strafen fallen lächerlich gering aus.
SCHLUPFLÖCHER
Die Müllschmuggler nutzen rechtliche Grauzonen aus: Während die Ausfuhr von „Abfällen zur Beseitigung“ in Entwicklungsländer verboten ist, dürfen „Abfälle zum Recycling“ exportiert werden. Oft reicht eine simple Umdeklaration in den Papieren, um aus einem illegalen Export ein legales Geschäft zu machen.'
http://www.greenpeace-mag...
das sollten sie, aber die Köpfe der Mafia haben Geld und "Guten Rat"
zur Seite.
In Brasilien werden ein paar Kleine eingesperrt und dann
muß die Staatsanwaltschaft in D erst einmal herausfinden, wer
den Müll nach Brasilien verschifft hat und aus welchem Land.
Brasilien ist das Land der Zukunft mit den größten Öl Lagerstätten
der Welt.
Allerdings ist es auch ein großes Land, in dem sich immer noch
ein versteckter Ort findet, um den Müll abzuladen.
Für die Klarierung und Entladung im Hafen war "Bimbes" wohl das Zauberwort.
verhaften!
Brasilien ist kein armes Land, es gibt aber große Armut. Ok?http://www.leelau.net/chai/images/Brazil/saoconrado.jpg
Ich dachte auch in erster Linie an die Exporte von Elektroschrott und Giftmüll nach Afrika und Asien, beispielhaft an den Fall Trafigura und dessen mangelhaftes Nachspiel, unglaublich!
http://www.spiegel.de/pol... http://www.n-tv.de/panora... http://www.taz.de/1/archi...
'BASLER KONVENTION
Das internationale Übereinkommen aus dem Jahr 1992 verbietet die Ausfuhr gefährlicher Abfälle aus OECD-Staaten in Entwicklungsländer. Doch es wird regelmäßig gebrochen: 2006 ergab eine Studie in den größten europäischen Seehäfen, dass die Hälfte aller kontrollierten Müllexporte illegal war.
DAS SCHMUTZIGE MILLIARDENGESCHÄFT
Der internationale Müllschmuggel ist lukrativ: Allein in Italien soll die Mafia im Jahr 2005 mindestens 4,2 Milliarden Euro mit dem illegalen Export von Gewerbeabfällen verdient haben. Für die Schieber sind die Risiken überschaubar, die Strafen fallen lächerlich gering aus.
SCHLUPFLÖCHER
Die Müllschmuggler nutzen rechtliche Grauzonen aus: Während die Ausfuhr von „Abfällen zur Beseitigung“ in Entwicklungsländer verboten ist, dürfen „Abfälle zum Recycling“ exportiert werden. Oft reicht eine simple Umdeklaration in den Papieren, um aus einem illegalen Export ein legales Geschäft zu machen.'
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zur Seite.
In Brasilien werden ein paar Kleine eingesperrt und dann
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den Müll nach Brasilien verschifft hat und aus welchem Land.
Brasilien ist das Land der Zukunft mit den größten Öl Lagerstätten
der Welt.
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ein versteckter Ort findet, um den Müll abzuladen.
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Ich dachte auch in erster Linie an die Exporte von Elektroschrott und Giftmüll nach Afrika und Asien, beispielhaft an den Fall Trafigura und dessen mangelhaftes Nachspiel, unglaublich!
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Das internationale Übereinkommen aus dem Jahr 1992 verbietet die Ausfuhr gefährlicher Abfälle aus OECD-Staaten in Entwicklungsländer. Doch es wird regelmäßig gebrochen: 2006 ergab eine Studie in den größten europäischen Seehäfen, dass die Hälfte aller kontrollierten Müllexporte illegal war.
DAS SCHMUTZIGE MILLIARDENGESCHÄFT
Der internationale Müllschmuggel ist lukrativ: Allein in Italien soll die Mafia im Jahr 2005 mindestens 4,2 Milliarden Euro mit dem illegalen Export von Gewerbeabfällen verdient haben. Für die Schieber sind die Risiken überschaubar, die Strafen fallen lächerlich gering aus.
SCHLUPFLÖCHER
Die Müllschmuggler nutzen rechtliche Grauzonen aus: Während die Ausfuhr von „Abfällen zur Beseitigung“ in Entwicklungsländer verboten ist, dürfen „Abfälle zum Recycling“ exportiert werden. Oft reicht eine simple Umdeklaration in den Papieren, um aus einem illegalen Export ein legales Geschäft zu machen.'
http://www.greenpeace-mag...
http://tinyurl.com/2cg56qn
Ich fand das Bild für die soziale Schere in Brasilien recht treffend.
http://tinyurl.com/2cg56qn
Ich fand das Bild für die soziale Schere in Brasilien recht treffend.
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