Neue Explosion Küstenwache gibt Entwarnung

Entgegen erster Aussagen tritt nach der Explosion auf einer Ölplattform kein Öl aus. Inzwischen konnten alle Feuer gelöscht werden. Alle Arbeiter haben überlebt.

Entwarnung im Golf von Mexiko: Nach einer neuen Explosion auf einer Ölplattform gab es nach Angaben eines Vertreters der US-Küstenwache vorerst keine Hinweise auf ausströmendes Öl. Das Feuer auf der Plattform sei inzwischen ebenfalls gelöscht worden.

Auch die Betreiber der Plattform, das in Texas ansässige Unternehmen Mariner Energy, erklärten, es gebe keine Anzeichen für eine Umweltverschmutzung. Man versicherte, dass alle sieben Brunnen unter der Plattform verschlossen worden seien.Die Plattform vor der Küste Louisianas förderte täglich 1400 Barrel Öl und mehr als 250.000 Kubikmeter Gas. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei aber kein Öl gefördert worden. Die Küstenwache hatte ursprünglich unter Berufung auf Aussagen der geretteten Arbeiter der Plattform von einem Ölschleier gesprochen.

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Bei der Explosion am Donnerstag wurden 13 Menschen ins Wasser geschleudert. Ein verletzter Arbeiter wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall sorgte vier Monate nach dem Untergang der BP-Plattform Deepwater Horizon und der anschließenden Umweltkatastrophe für neue Kritik an der Öl- und Gasindustrie. Das Weiße Haus kündigte an, die Lage genau zu beobachten. Wenn es Berichte über Verschmutzung gebe, würden Maßnahmen eingeleitet, sagte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Robert Gibbs. Der Energie- und Handelsausschuss des Repräsentantenhauses lud unterdessen den Chef von Mariner Energy, Scott Josey, zu einer Anhörung am 10. September vor. Dieser soll dabei Auskunft über den Unfall und dessen Ursachen geben.

Umweltschützer kritisieren weiterhin das Vorgehen der Ölfördergesellschaften. "Das BP-Desaster sollte ein Weckruf sein, aber wir haben die Schlummertaste gedrückt", teilte die US-Umweltschutzvereinigung Sierra Club mit. "Die Ölindustrie schimpft weiter auf die Vorschriften, aber es wird immer klarer, dass der jetzige Ansatz der Offshore-Bohrungen zu gefährlich ist." Der Meeresexperte von Greenpeace in den USA, John Hocevar, sagte, dass es Zeit sei, aus den Fehlern zu lernen.

 
Leser-Kommentare
    • RTyped
    • 03.09.2010 um 8:26 Uhr

    Meine Befürchtung ist, dass die Qualität auch in Zukunft beim zu bezahlenden "Qualitätsjournalismus" nicht besser wird.
    Das macht das Ganze inattraktiv.

    Antwort auf "Menno!"
    • hermse
    • 03.09.2010 um 8:36 Uhr

    Ich bin gespannt wenn in den nächsten Jahren alle bestehenden Bohrungen immer weniger Öl fördern, wie sich die Mentalität bei der Erschließung neuer Quellen verändert. Laut OPEC geht die tägliche Fördermenge immer weiter zurück, aber neue Quellen von den Dimensionen der alten (z.B. in Saudi-Arabien, an Land) gibt es nicht. Dann werden solche "Riskio-Bohrungen" wohl zum Alltag.

    Es wird interessant sein wie dann die Medien damit umgehen werden.

  1. "Nach einer neuen Explosion auf einer Ölplattform gab es nach Angaben eines Vertreters der US-Küstenwache vorerst keine Hinweise auf ausströmendes Öl"

    Ja sicher und was hat da gebrannt? Luft und Liebe?! Amerikaner sind echt unfähig aus den eigenen Fehlern zu lernen. Wenn die erstmal wissen, wie man etwas nicht macht, dann machen die das immer und immer und immer und immer ... und immer und immer und immer wieder...

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