VerfassungsurteilWir dürfen die Grüne Gentechnik nicht anderen überlassen

Das Verfassungsgericht schränkt die Aussaat von genmanipulierten Pflanzen und damit die Forschung ein. Das ist gefährlicher als die Gentechnik selbst. Ein Kommentar

Ein Maiskolben auf dem Feld

Ein Maiskolben auf dem Feld

Eine kluge und nachhaltige Entscheidung sei es gewesen, eine Ohrfeige für die gentechnik-gläubige Gemeinschaft . Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das strikte deutsche Gentechnikgesetz für verfassungsgemäß zu erklären, bekommt viel Zuspruch. Schließlich gehe es um den "Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen" heißt es in der Begründung der "Feldbefreier aus Karlsruhe" , wie sie die taz nennt. Es ist ein Sieg für den Verbraucherschutz: Das Aussäen gentechnisch veränderter Pflanzen könne unerwünschte, schädliche und unumkehrbare Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt haben, urteilten die Richter .

Wissenschaftlich gesehen ist das nicht ganz so einfach. Bis heute gibt es keine Belege dafür, dass genveränderte Pflanzen gesundheitlichen Schaden auslösen. Zwar ist auch ihre Harmlosigkeit nicht bewiesen, doch nach mehr als 20 Jahren Risikoforschung zur Gentechnik ist kein einziger Fall bekannt, in dem jemand etwa durch den Genuss von sogenanntem Gen-Food krank geworden ist. Berechtigter ist die Sorge um die Umwelt, falls sich genmanipulierte Pflanzen unkontrolliert verbreiten.

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Am Ende haben die Verfassungsrichter vor allem eine politische Entscheidung gefällt. Sie folgten der irrationalen Angst in der Bevölkerung. Im Sinne des Verbrauchers mag es durchaus richtig sein, sich gegen eine Technik zu wenden, die eine große Mehrheit nicht will. Dabei wird aber vergessen, dass das Bauchgefühl einer Öffentlichkeit nicht der Maßstab für gesetzliche Regelungen sein kann. Seit 1990 in Deutschland erstmals manipulierte Petunien gepflanzt wurden, haben Forscher die Risiken der Gentechnik so umfassend und kritisch untersucht wie in kaum einem anderen Land.

Das Gentechnikgesetz

Ein Gentechnikgesetz gibt es in Deutschland seit 1990. Es regelt den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft. Mittlerweile wurde es mehrfach novelliert, zuletzt 2008.

Die Kernpunkte

Milch, Fleisch und Eier dürfen in Deutschland mit der Aufschrift "ohne Gentechnik" gekennzeichnet werden – auch wenn Futtermittel mit Zusätzen wie Enzymen verwendet wurden, die durch gentechnische Verfahren hergestellt wurden. Für Lebensmittelzusatzstoffe kann diese Ausnahme auch gelten, wenn gentechnikfreie Alternativen fehlen und die Zusatzstoffe nach EU-Öko-Verordnung als Ausnahme zugelassen sind.

Zwischen Feldern mit sogenanntem "Genmais" und mit konventionellem Mais gilt ein Abstand von 150 Metern, zu Ökomais von 300 Metern. Über Absprachen benachbarter Landwirte können die Abstände aber unterschritten werden. Dazu muss der Anbauer genetisch veränderter Sorten den Nachbarn über Rechtsfolgen aufklären und die Vereinbarung öffentlich anzeigen. Wenn der Nachbar nicht innerhalb eines Monats widerspricht, gilt dies als Zustimmung.

Bauern, die gentechnisch verändertes Saatgut verwenden, müssen bei Verunreinigungen unabhängig vom Verschulden haften, wenn kein Verursacher gefunden wird. Eine Entschädigung für verunreinigte Ernten ist erst möglich, wenn der Anteil genveränderter Organismen größer als 0,9 Prozent ist.

Landwirte, die auf ihren Äckern genetisch veränderte Pflanzen aussäen wollen, müssen die Flächen im Standortregister melden, das beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angesiedelt ist.

Dieses unschätzbare Wissen droht mit dem Karlsruher Urteil zu verkümmern. Dabei bietet das Wissen die Chance, die Grüne Gentechnik nachhaltig und verantwortlich zu gestalten. Denn genveränderte Pflanzen sind eine Chance. Wir werden sie in Zukunft brauchen, wenn wir den Nahrungsmittelbedarf der Menschheit decken wollen. Wer den Klimawandel mit Energie aus Biomasse lindern will, braucht rasch wachsende Energiepflanzen. Auch wer natürliche Flächen unberührt lassen will, wird ohne Gentechnik scheitern. Unsere Äcker müssen ergiebiger werden, neue Anbaugebiete lassen sich nicht ohne Abholzung und Naturschäden erschließen.

Wahrlich geht es in der Gentechnik neben gesundheitlichen und ökologischen Aspekten auch um wirtschaftliche Risiken. Deswegen soll auch weiterhin nach dem Gentechnikgesetz haften, wer Saatgut manipuliert. Doch wer glaubt, profitgierige Konzerne wie den Saatguthersteller Monsanto damit in die Schranken zu weisen, irrt gewaltig. Wer die Grüne Gentechnik aus Deutschland verbannen will, der stärkt noch das Bestreben eines Unternehmens, Weltmarktführer in der Pflanzenzucht zu werden. Wo es keine Konkurrenz gibt, ist das Monopol sicher.

Es ist naiv zu glauben, Deutschland gentechnikfrei halten zu können. Selbst wenn man das wollte: Einerseits halten sich Pollen nicht an Staatsgrenzen geschweige denn an Wirtschaftsfaktoren. Andererseits  importiert Deutschland massenweise genetisch verändertes Soja aus Südamerika und den USA und verfüttert es an Schweine und Geflügel.

Die Forschung in der Grünen Gentechnik sei von "hoher Bedeutung für das Gemeinwohl" und diene "dem Schutz (...) der menschlichen Gesundheit und der Umwelt". Auch dies sind die Worte der Richter aus Karlsruhe . Sie gehen im Jubel der Gentechnikgegner unter. Es wäre mutig gewesen, diesen Aspekt zu fördern. Mit dem Votum aus Karlsruhe manövriert sich Deutschland ins Abseits. Die Zukunftsangst hat erst einmal gesiegt.

 
Leserkommentare
  1. auch die Argumente ändern sich nicht.
    Es gibt schon jetzt genug zu essen für alle, es liegt "nur" ein Verteilungsproblem bzw. ein Verdienstproblem vor.
    Und "nur", weil noch niemand an Genfood gestorben ist, soll man denn mal einfach loslegen.
    Und wieviele Arbeitsplätze hängen denn wirklich an diesem Zweig der Forschung?

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    Zudem kommt dazu, dass immer wenn es um Ertragsreichtum geht, konventionelle Züchtung der Gentechnik mindesten ebenbürtig ist. All die Pflanzen, die gut mit Nässe, gut mit Trockenheit oder sonstigen Umwelteinflüssen auskommen gibt es schon lange. Wieso? Weil es die Umwelteinflüssen schon immer gibt, und weil die Bauern schon immer gezüchtet haben.

    Außerdem wurde der genveränderte Mais bei uns nicht zugelassen, weil Hinweise vorlagen, dass ungewollte Wirkungen auf andere Insekten bestehen.

    Die Argument des Autors sind schlicht erfunden. Einzig seine Erkenntnis, dass gentechnisch veränderte Produkte auf unseren Markt drängen, ist war. Und wieso? Weil sich die EU-Kommissare und -Räte zu lange frei und grenzenlos auswüten durften.

    Zudem kommt dazu, dass immer wenn es um Ertragsreichtum geht, konventionelle Züchtung der Gentechnik mindesten ebenbürtig ist. All die Pflanzen, die gut mit Nässe, gut mit Trockenheit oder sonstigen Umwelteinflüssen auskommen gibt es schon lange. Wieso? Weil es die Umwelteinflüssen schon immer gibt, und weil die Bauern schon immer gezüchtet haben.

    Außerdem wurde der genveränderte Mais bei uns nicht zugelassen, weil Hinweise vorlagen, dass ungewollte Wirkungen auf andere Insekten bestehen.

    Die Argument des Autors sind schlicht erfunden. Einzig seine Erkenntnis, dass gentechnisch veränderte Produkte auf unseren Markt drängen, ist war. Und wieso? Weil sich die EU-Kommissare und -Räte zu lange frei und grenzenlos auswüten durften.

  2. Wissenschaftlich gesehen ist das nicht ganz so einfach. Bis heute gibt es keine Belege dafür, dass genveränderte Pflanzen gesundheitlichen Schaden auslösen.

    das..leider..ist absolut und vollkommen falsch..

    es gibt keinen belege die der staaten und die firmen akzeptieren...das ist aber ein riesiger unterschied.

    monsanto usw wollen das ganze nahrungskette patentieren...auch wenn man die gesundheitlichen problemen das GM mitbringt...das alein ist ein grund der genetechnik zu verbieten..

    http://www.huffingtonpost...

    schön..unfruchtbarkeit...und vollig kapputen sachen wie haaren im mund usw..

    http://www.truefoodfounda...

    was ist das?...ist das kein 'beleg'...

    man oh man...ein beweis ist nicht nur das was der staat oder die firmen als beweis akzeptieren...

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    Die Leserdiskussion ist wie so oft bei diesem Thema von unwissenschaftlicher Propaganda durchzogen.
    Bsp: Wenn ein Mensch "unfruchtbarkeit und vollig kapputen sachen wie haaren im mund" entwickelt, nachdem er genmanipulierte Pflanzen aß, so ist dies eine menschliche Tragödie, aber auf keinen Fall lassen sich Rückschlüsse über einen kausalen Zusammenhang ziehen. (keine Placebogruppe, keine kontrollierten Bedingungen etc. etc
    es werden Dinge, die auffallen sehr schnell so gedeutet, wie sie in das eigene Weltbild passen (@ Nr. 6
    Dann weiß ich jetzt auch, warum die Eier die ich immer kaufe häufig zwei Dottern haben.) Wie soll denn beim Hühnchen das verspeisen eines Proteins (genau darin unterscheiden genveränderte zu "normalen" Pflanzen durch zusätzlich exprimierte Proteine), das schon im Darm des Tieresin Aminosäuren zersetzt wird und nicht im Blut desselben nachzuweisen ist einfluss auf die Embryogenese haben? Aber natürlich müssen die Genveränderten Pflanzen Schuld sein.
    Ich will hier kein Plädoyer für Monsanto vom Zaun brechen, diese Firmen sind sicherlich gefährlich. Doch die Emotionalisierung des Themas Genetische Veränderung von Nutzpflanzen oder "green engeneering" halte ich ebenso für hinderlich, eine für die Menschen gesunde und für den Landwirt als Lebensgrundlage ausreichende Landwirtschaft zu schaffen.
    Leider können die wenigstens, die so verbittert gegen Gentechnik kämpfen wirklich erklären was ein Gen ist. ("Ich kaufe Genfreie Tomaten" - versuchen sie das mal)

    Die Leserdiskussion ist wie so oft bei diesem Thema von unwissenschaftlicher Propaganda durchzogen.
    Bsp: Wenn ein Mensch "unfruchtbarkeit und vollig kapputen sachen wie haaren im mund" entwickelt, nachdem er genmanipulierte Pflanzen aß, so ist dies eine menschliche Tragödie, aber auf keinen Fall lassen sich Rückschlüsse über einen kausalen Zusammenhang ziehen. (keine Placebogruppe, keine kontrollierten Bedingungen etc. etc
    es werden Dinge, die auffallen sehr schnell so gedeutet, wie sie in das eigene Weltbild passen (@ Nr. 6
    Dann weiß ich jetzt auch, warum die Eier die ich immer kaufe häufig zwei Dottern haben.) Wie soll denn beim Hühnchen das verspeisen eines Proteins (genau darin unterscheiden genveränderte zu "normalen" Pflanzen durch zusätzlich exprimierte Proteine), das schon im Darm des Tieresin Aminosäuren zersetzt wird und nicht im Blut desselben nachzuweisen ist einfluss auf die Embryogenese haben? Aber natürlich müssen die Genveränderten Pflanzen Schuld sein.
    Ich will hier kein Plädoyer für Monsanto vom Zaun brechen, diese Firmen sind sicherlich gefährlich. Doch die Emotionalisierung des Themas Genetische Veränderung von Nutzpflanzen oder "green engeneering" halte ich ebenso für hinderlich, eine für die Menschen gesunde und für den Landwirt als Lebensgrundlage ausreichende Landwirtschaft zu schaffen.
    Leider können die wenigstens, die so verbittert gegen Gentechnik kämpfen wirklich erklären was ein Gen ist. ("Ich kaufe Genfreie Tomaten" - versuchen sie das mal)

  3. Angesichts eines Wachstums der Weltbevölkerung auf mindestens 9 Milliarden bis zum Jahre 2050 ist es nicht zu verstehen, dass jetzt auch das höchste Gericht sich auf die Seite der Gen-Gegner stellt und damit eine Forschung verhindert, die dringend notwendig ist um die Lebensgrundlagen der ganzen Menschheit zu verbessern.

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    und vor allem, von wem werden Sie bezahlt?

    ... angeblich die "Lebensgrundlagen der ganzen Menschheit verbessere", ist durch nichts bewiesen. Bewiesen ist allerdings, dass es sich um ein Verteilungsproblem handelt.

    Wir in Europa sind dabei leichtfertig unsere autarke Versorgung mit Lebensmitteln aus der Hand zu geben- in die Hände skrupelloser, amerikanischer Geschäftemacher.

    Die weltweite Nahrungsmittelproduktion liefert heute schon genug für 12 Milliarden Menschen. Die Ernährung ist überhaupt kein Problem. Dass Menschen verhungern liegt an uns Fettaugen, die in überschwenglichem Luxus leben und möglichst nichts dafür bezahlen wollen. Dafür müssen andere bluten.

    Ich kenne das Urteil nicht, halte aber ein hundertprozentiges Nein, also auch in Forschung, für übertrieben. Brauchen tun wir "Gen-Food" allerdings nicht.

    und vor allem, von wem werden Sie bezahlt?

    ... angeblich die "Lebensgrundlagen der ganzen Menschheit verbessere", ist durch nichts bewiesen. Bewiesen ist allerdings, dass es sich um ein Verteilungsproblem handelt.

    Wir in Europa sind dabei leichtfertig unsere autarke Versorgung mit Lebensmitteln aus der Hand zu geben- in die Hände skrupelloser, amerikanischer Geschäftemacher.

    Die weltweite Nahrungsmittelproduktion liefert heute schon genug für 12 Milliarden Menschen. Die Ernährung ist überhaupt kein Problem. Dass Menschen verhungern liegt an uns Fettaugen, die in überschwenglichem Luxus leben und möglichst nichts dafür bezahlen wollen. Dafür müssen andere bluten.

    Ich kenne das Urteil nicht, halte aber ein hundertprozentiges Nein, also auch in Forschung, für übertrieben. Brauchen tun wir "Gen-Food" allerdings nicht.

  4. Bei der Einführung von Genmanipuliertem Saatgut geht es nicht um Ethische Ziele wie etwa den Hunger in der Welt zu bekämpfen.Es geht um knallharte wirtschaftliche, am Gewinn orientierte Interessen. Laut Kommentator soll also die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gegen hr "Bauchgefühl" handeln und sich zum Mittagstisch genmanipulierte Nahrung vorsetzen lassen, damit kriminelle, jawohl kriminelle Unternehmen wie Monsanto noch mehr Profit einstecken können.
    Wie man weiß ist ja Monsanto in der Vergangenheit global nicht gerade zimperlich gewesen bei seiner Lobbyarbeit bis hin zu aufgedeckten Bestechungen. Vielleicht sind die Saatgutherren aus den USA ja auch beim Verfasser vorstellig geworden.

    16 Leserempfehlungen
  5. Man nennt es auch das deutsche Angstsyndrom, geboren mit der grünen ökologistischen Ideologie!
    Ich hoffe es geht auch mit ihnen recht bald unter!
    Sonst sitzen wir tatsächlich eines tages und machen wieder Feuer mit Feuerstein und Zunder!

    4 Leserempfehlungen
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    Gehen sie einfach nach Nordkorea. Dort gibt es keinen der "Dagegen" ist.

    • Buh
    • 25.11.2010 um 21:32 Uhr

    Sie sind gegen ein Verbot von Genmanipulierten Pflanzen! Sie sind doch dagegen! Monsanto ist dagegen!

    Witzig dass Menschen, die das etablierte für falsch erklären und die weitere Ausbreitung verhindern wollen, und dazu noch kluge Konzepte und alternative Möglichkeiten vorlegen, als Anhänger einer dagegen-kultur abgestuft werden sollen.

    "... und machen wieder Feuer mit Feuerstein und Zunder!"

    das ist sehr euphorisch gedacht. ich meine eher, daß wir gar kein feuer machen, denn:
    1. wird co2 erzeugt.
    2. wird wärme erzeugt.
    3. wird ein ehemals naturbelassener stein zerstört.
    4. müßte erst einmal geklärt werden, ob der zunderschwamm nicht genmanipuliert ist.

    und dann müßten im deutschen recht noch vorschriften formuliert werden, die den umgang mit feuerstein und zunder regeln. das kann dauern und die regelung wird auf den ebitterten widerstand von gegnern treffen .....

    Gehen sie einfach nach Nordkorea. Dort gibt es keinen der "Dagegen" ist.

    • Buh
    • 25.11.2010 um 21:32 Uhr

    Sie sind gegen ein Verbot von Genmanipulierten Pflanzen! Sie sind doch dagegen! Monsanto ist dagegen!

    Witzig dass Menschen, die das etablierte für falsch erklären und die weitere Ausbreitung verhindern wollen, und dazu noch kluge Konzepte und alternative Möglichkeiten vorlegen, als Anhänger einer dagegen-kultur abgestuft werden sollen.

    "... und machen wieder Feuer mit Feuerstein und Zunder!"

    das ist sehr euphorisch gedacht. ich meine eher, daß wir gar kein feuer machen, denn:
    1. wird co2 erzeugt.
    2. wird wärme erzeugt.
    3. wird ein ehemals naturbelassener stein zerstört.
    4. müßte erst einmal geklärt werden, ob der zunderschwamm nicht genmanipuliert ist.

    und dann müßten im deutschen recht noch vorschriften formuliert werden, die den umgang mit feuerstein und zunder regeln. das kann dauern und die regelung wird auf den ebitterten widerstand von gegnern treffen .....

  6. Seit 1990 in Deutschland erstmals manipulierte Petunien gepflanzt wurden, haben Forscher die Risiken der Gentechnik so umfassend und kritisch untersucht wie in kaum einem anderen Land.
    Seit wann sind Petunien Futterpflanzen? Oder sind diese bei Ihnen Gemüsebeilage?
    Doch wer glaubt, profitgierige Konzerne wie den Saatguthersteller Monsanto damit in die Schranken zu weisen, irrt gewaltig.
    Möglicherweise nicht, denn vor kurzem wurde berichtet dass einzelne Gene, die in Pflanzen oder Tiere eingeschleust werden, gar nicht patentierbar sind, da es sich nicht Erfindungen im Sinne geistiger Leistungen handelt.
    Andererseits importiert Deutschland massenweise genetisch verändertes Soja aus Südamerika und den USA und verfüttert es an Schweine und Geflügel.
    Dann weiß ich jetzt auch, warum die Eier die ich immer kaufe häufig zwei Dottern haben. Wenn dann in naher Zukunft halbfertige Hühnerküken darinnen sind, werde ich mir einen anderen Eierlieferanten suchen.

    Guten Appetit Herr Sven Stockrahm

    11 Leserempfehlungen
  7. die Befürworter dessen, was "technischer Fortschritt" genannt wird, werden sich noch wundern, wenn als Ergebnis all der technokratischen Bemühungen kaum noch Bienen auf den Feldern anzutreffen sind. Schon heute ist Obstanbau in manchen Gebieten nur noch mit teuren gezüchteten Hummeln möglich. Ohne genügend Bienen wird unsere gesamte Zivilisation den Bach herunter gehen. Und genau das riskiert die Gentechnik und Hybridisierung der Landwirtschaft. Dazu kommt flächendeckende Überfettung von Menschen und Tieren durch den Einsatz künstlicher Hormone im Pflanzenanbau, wie es heute leider im konventionellen Anbau normal ist (abgesehen von der Fleischwirtschaft, da sowieso). Allein wegen dieser Hormone wird es mit dem weiteren explosionsartigen Anstieg der Bevölkerungszahlen nichts werden, wie die Geburtenraten in Europa jetzt schon zeigen.

    14 Leserempfehlungen
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    Ihre Beobachtung und Schlussfolgerungen zu den Bienen sind wohl richtig, haben aber nichts mit Gentechnik, sondern mit den in der Landwirtschaft üblichen Monokulturen und der Agrochemie zu tun. Diese wiederum sind nicht notwendigerweise mit Gentechnik verknüpft und wenn diese verboten wird, geht es den Bienen kein Stück besser.

    • keox
    • 25.11.2010 um 19:09 Uhr

    für den Sexualkundunterricht werden sie immer seltener gebraucht, und ansonsten werden sie hoffnungslos unterschätzt.

    Was weiß denn auch ein Schmalspurhirn auf der BWL-Schiene von der immensen Bedeutung dieser Tiere.

    Alles was man nicht kennt paßt nicht in den Geschäftsplan, andererseits ist die Zucht von lebensfähigen Bienenvölkern schon heute ein rentabler Erwerbszweig.

    In naher Zukunft werden Mikrodrohnen die Aufgabe von Bienen übernehmen, so der Plan.

    Diese profitgetriebene Hybris zerstört alles was ihr in den Weg kommt.

    Ihre Beobachtung und Schlussfolgerungen zu den Bienen sind wohl richtig, haben aber nichts mit Gentechnik, sondern mit den in der Landwirtschaft üblichen Monokulturen und der Agrochemie zu tun. Diese wiederum sind nicht notwendigerweise mit Gentechnik verknüpft und wenn diese verboten wird, geht es den Bienen kein Stück besser.

    • keox
    • 25.11.2010 um 19:09 Uhr

    für den Sexualkundunterricht werden sie immer seltener gebraucht, und ansonsten werden sie hoffnungslos unterschätzt.

    Was weiß denn auch ein Schmalspurhirn auf der BWL-Schiene von der immensen Bedeutung dieser Tiere.

    Alles was man nicht kennt paßt nicht in den Geschäftsplan, andererseits ist die Zucht von lebensfähigen Bienenvölkern schon heute ein rentabler Erwerbszweig.

    In naher Zukunft werden Mikrodrohnen die Aufgabe von Bienen übernehmen, so der Plan.

    Diese profitgetriebene Hybris zerstört alles was ihr in den Weg kommt.

  8. Die Argumente ändern sich nicht und wurden schon hundertfach widerlegt. Vor allem dieser Satz:
    "Wir werden sie in Zukunft brauchen, wenn wir den Nahrungsmittelbedarf der Menschheit decken wollen."
    Abgesehen davon: wenn alle Vegetarier wären oder nur einmal die Woche ein wenig Fleisch essen würden, dann könnte überall Bio angebaut werden, das ist immer noch die einzige Anbauform die ökologisch ist. Und der Fleischkonsum und die Tatsache dass wir neuerdings Lebensmittel verheizen sind für den Welthunger neben dem Verteilungsproblem die Hauptursachen, nicht dass wir zu wenig anbauen.

    Ich finde es außerdem eine Frechheit wenn hier suggeriert wird, dass die Gentechnik-Gegner aus einem "Bauchgefühl" heraus handeln. Ich habe über zwei Jahre eine Projektarbeit zu dem Thema geschrieben und dabei einen ganzen Katalog von Problemen zusammen gestellt, aber das würde hier zu weit gehen, das aufzulisten.

    Von der Gentechnik profitieren hauptsächlich die Firmen und reine Forschung ist schwierig weil sich Pflanzen im Gewächshaus anders verhalten als im Freiland und die Gefahren dort können nicht abgeschätzt werden.

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    Lieber Dominik,

    dann posten Sie doch mal bitte einen Link auf Ihre Projektarbeit.

    Dieses Urteil ist ein erstes Zeichen was passiert, wenn die GRÜNE Ideologie als Volksreligion angenommen wird.

    Zugegebenermaßen ist dies für die Welt nicht weiter schlimm, da andere Staaten mit Hilfe von Gentechnik besseres Saatgut entwickeln werden (und damit die Ernährung ihrer Bevölkerung sicher stellen) und die deutschen Bionade-Biedermänner auf billige Lebensmittel nicht angewiesen sind und fürs Gemüse "ohne Gene"¹ auch gerne ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

    Man lebt damit schließlich "nachhaltiger". Und falls man doch mal krank wird, gleich noch ein paar Globuli hinterher, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

    ¹ pun intended

    Lieber Dominik,

    dann posten Sie doch mal bitte einen Link auf Ihre Projektarbeit.

    Dieses Urteil ist ein erstes Zeichen was passiert, wenn die GRÜNE Ideologie als Volksreligion angenommen wird.

    Zugegebenermaßen ist dies für die Welt nicht weiter schlimm, da andere Staaten mit Hilfe von Gentechnik besseres Saatgut entwickeln werden (und damit die Ernährung ihrer Bevölkerung sicher stellen) und die deutschen Bionade-Biedermänner auf billige Lebensmittel nicht angewiesen sind und fürs Gemüse "ohne Gene"¹ auch gerne ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

    Man lebt damit schließlich "nachhaltiger". Und falls man doch mal krank wird, gleich noch ein paar Globuli hinterher, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

    ¹ pun intended

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